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"Na…?" "Nicht jetzt!" – Abhalte-Streik!

Sie streikt. Windelfrei – vorbei. Nichts mehr zu machen. Seit Tagen haben wir 90% Windel. Und kaum noch etwas in anderen Gefäßen. Abhalten ist vollkommen out. Nur noch nachts klappt es gut. Tagsüber klappt es manchmal nach dem Schlafen, wenn sie noch zu müde ist und die Umgebung langweilig. Ansonsten ist die Welt definitiv zu spannend, um auch nur eine einzige, kostbare Sekunde mit Abgehalten-Werden zu verbringen. Sie streckt sich durch, sie dreht sich weg, sie schimpft.

Meine Bebachtungen:
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MilchbildungsKaffee und Wunder

*kicher*, grad gefunden, Ecobabes – herrlich empfehlenswert, nicht nur optisch!!! – bloggt über morgendliche Wunder und gibt ein Rezept für milchbildenden Kaffee zum besten, das wirklich lecker klingt:

1 großer Esslöffel Landkaffee – mein Favorit: MOUNT HAGEN Bio Land Kaffee – da sind neben dem essentiellen Malz noch Roggen, Gerste, Zichorie und Feigen drin. Schmeckt vollmundiger. Aber reiner Malzkaffee tuts auch. Nein, ich krieg’ kein Geld für das Product Placement. Ich unterstütze Bio.

1 Teelöffel reines Kakaopulver

1 großzügige Prise Kardamon (gut gegen Babyblähungen und schön exotisch)

1 ebensolche Prise Zimt

1 Teelöffel Honig

Das Ganze auffüllen mit heißer, geschäumter Sojamilch.

mehr von ihr hier – und damit einen schönen Gruß zum Wochenstart in die Runde! Wie ist das Wetter bei euch :)?

Mama-Mantra: Schlafen-Essen-Sport-Rest

Mütter haben zuviel zu tun. Immer. Allein das Befriedigen der Grundbedürfnisse aller Beteiligten ist eine logistische Herausforderung (der Große muss unbedingt raus zum Toben, die Kleine hat Hunger, ich will noch kurz ins Bad…).

Wenn plötzlich mal Zeit für die eigenen Grundbedürfnisse ist, weiß ich manchmal nicht, wo ich anfangen soll. Die Kleine schläft – jetzt essen oder schlafen oder schnell Yoga…? Sie wacht in 20 Minuten wieder auf, womit fange ich an, was kann ich am ehesten hinten an stellen? An manchen Tagen hat mich die reine Entscheidung schon soviel Zeit gekostet, dass sie wieder wach war :(.

Daher kürze ich den Prozess jetzt ab und hab mir ein Mantra zurechtgelegt mit meiner persönlichen Prioritätenliste. Das Wichtigste für mich ist Schlaf. Also immer zuerst den Schlaf-Füllstand überprüfen. Ist der nicht voll, lege ich mich hin. Als nächstes ist Essen essentiell. Bin ich also ausgeschlafen, mache ich mir etwas nahrhaftes. Sollte ich wider Erwarten ausgeschlafen und satt sein (oh Wunder!), dann ist Sport, in meinem Falle: Yoga, überlebenswichtig. Also Yogamatte ausrollen und ran an die Rückenmuskeln.

Und für den Fall, dass alle diese drei Bedürfnisse erfüllt sein sollten – selten, selten – dann kommt der Rest dran: Bücher lesen, Zeitung lesen, Radio hören, Pläne schmieden… ach so, ja und: Nichts tun 🙂

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Husten – was hilft?

Der Große hat Husten und kann nicht schlafen. Zwölf Uhr nachts. Was bei uns gerade geholfen hat: Warmes Olivenöl auf der Brust verstreichen, Wärmflasche drauf, eine Trinkflasche mit Thymiantee (gesüßt mit Agavendicksaft, sonst schmeckts nicht) ans Bett (und ein paar Schlucke trinken). Kopf hoch lagern. Und: Zuwendung, Zuwendung, Zuwendung. Soviel zu den Sofortmaßnahmen, die mir eingefallen sind.

Was noch hilft, was aber länger braucht: Thymianbutter – Butter in einer Pfanne schmelzen, Thymian dazu, langsam köcheln, dann Thymian ausfiltern und Butter warm auf die Brust streichen. Zwiebelhustensaft – Zwiebel schneiden, 1 TL Wasser und 2 EL Honig dazu, Zwiebelsaft ziehen lassen, Zwiebel aussieben, 1 TL Saft mehrmals täglich direkt oder in Tee trinken.

Die Hustenzeit kommt jetzt wieder…was macht ihr?

Abhaltepositionen

Abhalten – aber wie? Andra und ich haben mal ein paar Fotos gemacht – mit meiner geduldigen Vortragspuppe.

Neugeborene sind wie Pudding – also brauchen sie viel Unterstützung. Hier liegt das Baby auf meinen Unterarmen, ich halte die Oberschenkel mit den Händen und wir zielen in die Wanne. Das hat den Vorteil, dass zielen nicht so schwer ist und ich mich, auf dem Wannenrand sitzend, voll auf das Baby konzentrieren kann.

Abhalten Wanne

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Windelfrei-Tag – so sieht das aus

Wir sind windelfrei. Häufig die Frage: Und? Wie geht das? So – tasgüber, ganz praktisch? Ich versuche heute, das mal aufzuschreiben. Ein grober Tagesablauf an einem „normalen“ Kita-Tag. So richtig gibt’s „normal“ ja nicht. Aber es gibt Eckpunkte, die meistens mehr oder weniger so ablaufen. Also hier mal ein Tagesgerüst mit Abhalterei.
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OT: Beikost-Panik? Hm…keine Lust.

Heute dachte ich: Eigentlich wäre es an der Zeit, in Panik auszubrechen.

Die Kleine hat eine Woche lang täglich mehr und mehr Pastinankenbrei gegessen. Ich habe also brav neues Gemüse eingeführt: Kürbis. Dann Karotte. Jetzt Reisschleim. Aber Fakt ist: Sie isst immer weniger. Jeden Tag. Erst dachte ich, sie sei nur abgelenkt, aber nein. Essen scheint sie überhaupt nicht mehr zu interessieren.

Und plötzlich verstand ich, wie es kommen kann, dass frau auf einmal Panik hat, weil das Baby nicht isst. Sie geht auf die acht Monate zu und isst täglich vielleicht 4 halbe Teelöffel Brei. Oder weniger. Wäre mir das jetzt sehr, sehr wichtig, wäre jede Breisitzung total frustrierend: Sie spielt mit dem Brei, verteilt ihn fröhlich überall, isst zwei halbe Teelöffel, reißt mir den Löffel aus der Hand, schmiert herum, albert herum, lacht, hat eine Menge Spass, sich selbst zu „füttern“ – isst aber kaum etwas dabei. Sie spielt. Sie hat keinen Zungenreflex mehr, nein nein, sie weiß, wie das geht und hin und wieder schluckt sie auch was. Aber die „isst“ nicht mehr so wie an den ersten Tagen.

LoeffelNun, ihr ahnt es. Trotzdem keine Panik hier. Das hat mehrere Gründe. Erstens hat der Große weit, weit über die 6-Monats-Grenze hinaus jegliche Nahrung außer Muttermilch verweigert. Und ich weiß daher, dass auch so ein Kind nicht verhungert und seine Kinderärztin, die dachte, er sei schon längst beim Brei, lobte uns immer wegen der tollen Eisenwerte, das würde man ja an den Augenschleimhäuten sofort sehen, dass er gut ernährt sei…hihi, kann ich da nur sagen. Da war er noch voll gestillt…
Mittlerweile gibt es den schönen Artikel von Welt.de: Stillkinder brauchen kein Fleisch aus Gläschen. Muttermilch hat genug Eisen. Also kein Stress diesbezüglich. Zweitens zeigt die Recherche immer wieder in die Richtung, dass ein Muttermilch trinkendes Baby grundsätzlich alles hat, was es braucht. Und auf der vergangenen WAIMH-Konferenz habe ich gelernt, dass Zwangsfüttern nichts bringt – außer Essstörungen.

Aber am wichtigsten: Ich vertraue meinen Kindern. Ich versuche vehement, den Großen „wenig-Esser“ nicht zum Essen anzuhalten (auch wenn es mir schwer fällt…*zusammenreiß*) und auch das Baby….sie wird wissen, wann sie – wieder – essen will. Ich halte es mit Dr. Sears: Ich biete schmackhaftes essen an und wieviel sie davon essen, entscheiden sie selbst.

(Hier Dr. Sears‘, der acht (!) Babys gefüttert hat, hilfreiche FAQ zu Beikost, auf Englisch).

Baby spielt, statt zu schlucken. No Problem. Panik, anyone?

Erstgeborene…einfach umarmen

Unser Erstgeborener hat zwischendurch auch mal Stress damit, dass er jetzt nicht mehr alleine ist. Er äußert sich nicht in Aktionen gegen seine Schwester, keine Eifersucht in dem Sinne. Eher in Empfindlichkeit, Weinanfällen, Verzweiflung, Habgier, generell einer abgesenkten Frustrationsgrenze. Jetzt endlich habe ich etwas, das zu helfen scheint: Umarmen. Einfach umarmen. Nicht im Wutanfall selbst, das funktioniert bei meinem Kind nicht. Aber hinterher. Spielerisch.

„Hmmmm, ich glaube, es ist mal wieder Zeit, dich abzukitzeln, oder?“ „Jaaaaaa!!!“ oder
„Okay, wir rennen jetzt und wer zuerst an dem Baum da ist, darf den anderen abknuddeln!“ „Super!!!! *sprint*“ oder
„Was? Der Wutanfall ist schon vorbei? Darf ich jetzt…*fang* *sprint*“
„Neeeein!!! *lach* *rennweg* *schauerwartungsvoll* *losmamaknuddelmichjetzt!!!*“

Es ist so einfach. Aber ich hab offenbar oft vergessen, dass er noch so viel mehr an Körperkontakt braucht. Oft will er das auch gar nicht. Er hasst alles, was „komm doch mal in meine Arme“ ist. Er mag es nicht. Aber wenn ich es richtig verpacke, ist das Kind wie ausgewechselt. Keine Wutanfälle, kein Weinen, kein Unkooperativ-Sein, kein Stress. Bei uns hilft Strenge überhaupt nicht. Bei uns hilft Kuscheln. Ist das schön!!

Danke Jirina Prekop. Danke für das Buch „Erstgeborene„, das mir hilfreiche, interessante Einblicke gewährt hat.