So. Wir hatten jetzt drei Nächte lang ne trockene Nachtwindel ohne Abhalten. Ich schlaf heute mal lustig durch und hab sie jetzt auch nicht gewickelt. Bin gespannt, obs klappt 🙂 (oder ob ich panisch doch drei Abhalteversuche mache…)
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Montags-Mantra: "Dann ist das halt so"
Wir sind die Generation der perfektionistischen Mütter. Bio-Essen. Tragetuch. Pikler-Kurs. Schwimm-Kurs. Schwangerschaftsyoga, Babyzeichen. Und wir leben im Zeitalter der Optimierer. Das Zeitalter der Ratgeber, der „So geht’s“-Artikel, der Ratschläge, wie es noch besser gehen kann.
Grundsätzlich alles okay. Aber manchmal – manchmal hat das Leben eigene Ideen. Kinder haben sowieso ganz eigene Ideen.
Wir haben tolle Bio-Brote mit Öko-Aufstrich dabei und der Große will aber lieber die Gummibärchen vom Nachbarskind. Wir sind beim Pikler-Im-Wasser-Schwimmkurs der Rochenkinder und meine Tochter spielt eine Stunde lang glücklich mit der Vorführpuppe- am Rand. Babyzeichen? Warum sich auf Babyzeichen konzentrieren, wenn Mama mich mit „ähäh!!“ auch versteht?
Bestimmt kennt jeder noch dutzend solcher Situationen. Früher hab ich mich aufgeregt. Heute versuche ich es mit: „Okay. Dann ist das halt so.“ Es ist meine Version von „Verändere, was du ändern kannst, nimm hin, was Du nicht ändern kannst, sei weise genug, eins vom anderen zu unterscheiden.“
Ich bin nicht immer weise genug. Aber wenn’s mal klappt, dann bin ich viel entspannter. Und meistens ist es auch gar nicht so schlimm.
Es ist einfach so.
Und irgendwann kann man sogar drüber lachen. Meine Ma und ich träumen von einer Website, auf der wir alle diese Situationen sammeln und die www.dannistdashaltso.de heißen soll. Und wenn’s mal wieder ganz anders läuft, als wir uns das gedacht haben, dann sagen wir auch nur noch genau das.
Sie fragt: „Www.dannistdashaltso.de?“
„Hihi, ja, Mama, Du hast recht. Dannistdashaltso.de!“
Und – weiter im Text.
🙂 Gruß zur Woche!
(PS: Sehe gerade, dass ein Herr Milzarek aus „Haseluenne“ die Domain schon registriert hat. Sehr witzig. Leider leer.)
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(Was ist das Mama-Mantra? hier
weitere Mantras: Habe ein Fertigessen, Dannistdashaltso.de, Routine ehren, Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)
Heute: Windelfrei-Sauerei
Mammia. Wir sind völlig aus dem Tritt. Und wer ist schuld? Ich natürlich. Meine eine und die Windeln.
Ein paar stressige Tage gehabt, nicht viel abgehalten, „sie streikt ja eh“ (100% Ausrede, sie streikt nicht mehr). Teilweise hab ich sie sogar in die Windel machen lassen, wenn sie in der Manduca aufgewacht ist, was ich sonst nie tue. Es war soooo kalt. Und ich kränkel und bin wohl auch ein bisschen faul und wollte sie nicht ärgern und…naja und: zack! hab ich den Salat.
Madame macht, wo sie geht und steht. Alles. Sogar auf dem Arm (!). Das ist nicht witzig. Heute habe ich also konsequent den Nachmittag windelfrei durchgezogen und gewischt, geflucht, gewischt, geflucht, gewischt, geflucht….
Leise geflucht, natürlich. Kind kann ja nix dafür. Benutzerfehler. Seufz. Benutzerfehler wird mein neues Stichwort.
„Dann zieh ihr doch ne Windel an!“ sagt der Mann. Nein. Tue ich nicht (also: nicht mehr durchgehend und nicht mehr ohne abhalten und zu Hause einfach gar nicht mehr).
Warum nicht?? fragt sich die Welt um mich herum.
Weil ich kürzlich eine Vierjährige (!!!!) in der Kita ihre Mutter um eine Windel bitten hörte, damit sie ihr großes Geschäft darin verrichten könne. Deshalb. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Ich werde auch diesem Kind nicht erst durch Faulheit beibringen, es möge kommentarlos in die Windel machen und es ihm dann mühsam wieder abtrainieren. Um uns herum ist außer unserem Großen kein Kind im gleichen Alter nachts trocken. Kein einziges. Manche sind es nichtmal tagsüber. Das ist doch verrückt. Die Kids werden alle bald vier.
Nein. Mach ich nicht. Da wisch ich lieber. Da fluch ich lieber. Da ertrage ich lieber die genervten Blicke vom Vater und die unverständigen Kommentare vom Rest der Welt um mich herum. Wir sprechen uns in 16 Monaten nochmal. Und bis dahin wird gewischt und geflucht (und gelacht) bis sich die Balken biegen ;).
Familienbett?? Nein, danke.
Familienbett ist artgerecht. Familienbett ist gesund und für die allermeisten Familien auch sicher. Familienbett ist toll. Aber nicht mehr für uns. Es reicht. Ich muss SCHLAFEN.
Der Große hat von Geburt an bei uns geschlafen. Seit die Kleine da ist, schläft er bei seinem Papa und seit ein paar Wochen im eigenen Bett. Soweit, so gut. Aber seit ein paar Tagen will er wieder bei Mama schlafen. Auch okay. Vertraue der Entwicklung deines Kindes etc…. geht alles mal vor, mal zurück, kein Beinbruch. Er schläft jetzt also wieder bei Mama.
Und die schläft nicht mehr.
Die Nacht sieht so aus, dass die Kleine eigentlich nur zwei Mal stillen und zwei Mal abgehalten werden muss. Eigentlich kein Problem. Sie kommt gegen zwei und gegen fünf – genug Zeit für meinen Schlaf. Ist aber der Große dabei, fällt er mindestens einmal pro Nacht gegen die Wand, tritt im Traum um sich, weckt die Kleine mit einem Traum-Aufschrei („das ist mein Stock!!!“), sucht seine Decke. Er wacht auf, wenn ich mich wegen der Kleinen bewege, sie wacht auf, sobald ich mich seinetwegen bewege oder er laut ist – kurz:
Wir spielen Aufwach-Ping-Pong. Absoluter Horror.
Der Große ist heute zur Oma ausquartiert (für ihn der tollste Tag der Woche, übrigens, bei Oma ist es immer wunderbar). Es muss eine andere Lösung her, aber bevor ich wieder denken kann, muss ich erstmal zwei Nächte schlafen. Mutter-Kind-Bett – super. Papa-Mama-Baby-Bett – super. Familienbett mit mehr als zwei Kindern – ich weiß, dass einige hier das durchziehen, aber mich macht es völlig fertig… *gääähn*.
Wie macht ihr das?
Blätter, Käfer, Streikumgehung
Unsere Kleine „streikt“ immer noch ein bisschen. Oder besser: Sie reagiert sehr ungehalten, wenn ich zur falschen Zeit anfrage, ob sie nicht mal…? SEHR ungehalten. Aber es klappt trotzdem ganz gut. Ich lerne gerade, sie so abzuhalten, dass wir beide zu unserem Recht kommen.
Großes Kino zum Beispiel: Käfer am Baum. Käfer sind klasse. Sie kann Käfer gucken und versuchen, ihn zu fangen, ich kann sie dabei abhalten und habe hinterher ein leeres Kind. Und sie will ja auch nicht in die Windel machen, sie meckert zum Beispiel wenn sie muss und ich sie in die Manduca setzen will.
Auch Büsche sind meine neuen Freunde. Denn dort kann sie Blätter zupfen (oben) und sich entspannen (unten). Und *zack*, wieder leeres Kind.
Morgens oder nach dem Vormittagsschlaf muss ich auf absolut reizarme Umgebung und aufwandslose Töpfchenverfügbarkeit achten. Sie döst sich dann über selbigem wach, wurschtelt manchmal an einer Holzkette herum, die ich ihr anbiete und wenn’s gut läuft – *zack* – schon wieder (ganz) leeres Kind.
Es geht, es geht. Ich muss allerdings immer ein wenig kreativ sein. Sonst: Empörter Protest. Mama, was soll das denn jetzt.
Ach ja. Kinder sind Klasse (in allen anderen Fällen bin ich einfach weiterhin der personifizierte Benutzerfehler).
🙂
Montags – Mama-Mantra: Halte Dich daran!
Jeden Morgen Beckenbodentraining. Und wenn es nur drei Minuten im Bett sind.
Um 18 Uhr zu Hause – egal wie schön es gerade draußen ist.
Um elf ins Bett – egal wie gerne ich noch bloggen würde *seufz*.
Die Dinge einfach tun. Nicht jedes Mal drüber nachdenken. Einmal entscheiden. Festschreiben. Dran halten. Wie Zähneputzen.
Anders gehts nicht. Ich weiß das. Manchmal würde ich gerne flexibler sein und Dinge anders machen. Aber die Erfahrung hat mir gezeigt, dass sich das rächt. Daher habe ich festgelegt: Beckenboden=Wichtig. Abendessen=Wichtig! Schlaf= Wichtig! etc.
An manchen Tagen denke ich: Naja, eine Ausnahme mache ich… und bereue es.
Kein Training? Rückenschmerzen. Zu spät zu Hause? Hungriges, weinendes, verzweifeltes Kind, stressiger Abend. Um zwölf noch am Rechner? Am nächsten Morgen bin ich wie tot.
Daher ist mein Mantra: Im Zweifel halte Dich an den Prozess, den Du mal innerlich beschlossen hast, weil Du ihn als sinnvoll erkannt hast. Gleich, wie verlockend die Alternative gerade aussieht. Und wenn ich das kontinuierlich mache – dann kann ich auch mal die eine oder andere Ausnahme schultern. Wenn ich aber ständig Ausnahmen produziere, dann kann ich meine Aufgabe nicht vernünftig machen.
Also heute vor allem ein Mama-Wartungsmantra :).
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(Was ist das Mama-Mantra? hier
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Töpfchen-Päuschen
Streik, Pause – wie immer man es nennen will, ab einem bestimmten Punkt wollen viele Babys nicht mehr abgehalten werden. Wir haben gerade so eine Phase. Und haben sie wieder überstanden. Und sind doch wieder drin. So sieht’s aus:
Sie macht viel weniger als ich denke. Daher halte ich viel weniger ab. Sie meckert SOFORT, wenn ich auch nur in Versuchung komme, sie abzuhalten, obwohl sie nicht muss. Sie kann jetzt den Kopf schütteln und macht eindeutig ein „Nein“, wenn sie nicht will. Entzückend.
Aber damit geht auch das „Präventiv-Abhalten“ verloren. Denn sie macht nur noch, wenn sie fast platzt. Und das dann aber völlig ohne Vorankündigung. Klar, schließlich ist sie ja damit beschäftigt, die Welt zu erobern. Wer hat da schon Zeit für Zeichen? Nee nee. Also entweder, ich ahne es – oder Hose/Body/Wiese/Kind naß.
Was mache ich? Ich nehme die Gelegenheiten, von denen ich sicher weiß, dass sie muss. Nach dem Schlafen, nach dem Vormittagsschlaf (besonders wichtig sonst hinterher volle – also: voll volle – Windel), nachmittags noch ein Mal. Der Rest: Windel oder draußen nackig (dem Wettergott und 24 Grad im Schatten sei Dank).
Und gaaanz manchmal ein sanfter Versuch zwischendurch. Besonders gut klappt es, wenn sie einen Busch oder Zweig studiert. Dann kann ich sie sozusagen am Objekt des Interesses abhalten, sie kann weiter dran rumziehen und ist dann auch nicht sauer, wenn ich sie mal kurz um eine freundliche Entleerung bitte. Und manchmal macht sie’s dann auch.
Mama-Mantra: Schau nicht auf den Baum!!
Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie es sein kann, dass jemand mit dem Wagen einen Unfall baut, weil er auf freier Strecke in den einzigen Baum knallt, der weit und breit steht?
Mein Fahrlehrer pflegte zu sagen:
„Wer auf den Baum schaut, wird auf den Baum fahren.“
Also schaut auf den freien Weg!
Das hilft mir sehr, wenn es stressig wird. Wenn ich einen Tunnelblick kriege: Das geht schief, das wird zu spät, das kann nicht gutgehen, das wird doch nachher wieder so und so…
In solchen Momenten denke ich daran, dass ich dorthin schaue, wo ich hinwill, und nicht auf den Baum. Und siehe da – meistens kann ich dann eine Kollision vermeiden.
(Was ist das Mama-Mantra? hier
weitere Mantras: Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)
Betreuung? Tagesmutter werden!
Wow – Anna von Natuerliches-Baby.de hat Nägel mit Köpfen gemacht und zur Tagesmutter umgeschult, weil sie ihr Kind nicht jetzt schon in Betreuung geben will, sondern lieber selbst andere mitbetreut. Wow. Schade, dass sie so weit weg ist! Alles Gute von hier!
Trinkt Kaffee!
Nein, natürlich nicht. Besonders nicht, wenn ihr stillt. Aber ich habs heute getan. Und es hat mir mal wieder gezeigt: Kinder sind nicht schuld. Nie. Wenn ich gestresst bin, dann weil ich müde, hungrig oder sonstwie unpässlich bin. Aber nicht wegen der Kinder. Die Kinder sind toll. Alles andere sind Benutzerfehler.
Aber von vorne: Wir hatten eine wirklich harte Nacht gestern (Husten, Großer schlecht geträumt, ich spät eingeschlafen) und heute Vormittag fand ich einfach keine Ruhepause. Ich war so müde! Und bin ich müde, findet sich nicht eine Spur von Buddhismus oder Jesper Juul an mir. Ich bin dann einfach nur genervt. Da hab ich mir gegen 15 Uhr einen Latte Macchiato gekauft. Und getrunken. Das ganze Glas .
Das hab ich ewig nicht gemacht.
Der Erfolg war durchschlagend. Ich war vollkommen entspannt, trotz eines massiven Wutanfalls des Großen und eines Abenddramas wegen Bauchschmerzen. Ich blieb während seines Ausrasters einfach still und offen und vor allem bei ihm, ich habe mich nicht aufgeregt, nicht geschimpft, nicht geklagt, sondern hab ihn still in den Arm genommen, als er wieder soweit war.
Zuhause hab ich gekocht, Abendessen bei Kerzenschein mit zwei Kindern, dann später einem plötzlich auftretenden Bauchwehkind geholfen, nebenbei die Kleine beschäftigt und gebadet, beide bettfertig gemacht und als alles wieder gut war, hab ich sie mit einer frisch selbst ausgedachten Piratengeschichte in den Schlaf gequatscht/getragen.
Toll. Kaffee rocks.
Hoffentlich vergesse ich das nicht wieder Unkooperative, stressige Kinder sind immer mein Fehler. Also Merke: Viel und gut essen. Und schlafen. Oder Kaffee.
Geht euch das auch so? Ich bin einfach oft soooo müde (nicht wegen der Kinder…. der Tag hat einfach nicht genug Stunden und dann arbeite ich oft nachts…und wenn ich dann nicht schlafen kann…grrrr)
Katzen würden Whiskas kaufen? Ich glaube, wenn der Große könnte, würde er mir hin und wieder einen Kaffee machen. Ich kauf jetzt öfter mal einen.
Gute Nacht!!