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Montags-Mantra: "Wasch Dich!"

„Schminken? Haare waschen? Wann denn bitte?“, höre ich von Müttern immer wieder, „ich hab kaum Zeit zum Duschen!“

Leben mit einem Neugeborenen – oder mit mehreren Kindern – das heißt: Früh raus, spät ins Bett, unruhige Nächte. Und häufig heißt es auch, dass einfach für alles mögliche keine Zeit ist.

Also breche ich heute mal eine Lanze für die persönliche Körperpflege und rufe euch zu, ihr gestressten Mamas:

„Wascht euch!!“

Und damit meine ich nicht, hektisch, mal eben schnell Katzenwäsche oder alle paar Tage unter die Dusche springen, sondern: Regelmäßig, ausgiebig, genüßlich. Spürt das warme Wasser der Dusche auf eurer Haut. Wascht Haare und Körper mit Seifen, die herrlich duften, die ihr speziell für euch ausgesucht habt, die euch Freude machen. Gönnt euch mal eine Haarkur oder sogar eine Gesichtsmaske. Schneidet eure Fingernägel, feilt sie, pflegt sie! Wenn ihr das gerne macht: Cremt euch ein, eure Hände, eure Haut. Macht ein Fußbad!

All das dauert keine halbe Stunde (also: jedes einzelne ;)), aber der Effekt ist groß.

Ich verdanke dieses Mantra dem Segeln (ebenso wie das „Reffen! Jetzt!„). Vor sieben Jahren bin ich mit einer Bavaria 50 über den Atlantik gesegelt, von den Azoren bis nach Spanien. Ein ungeplant harter Törn.

Wir hatten mit günstigem Wind und ruhigem, warmem Wetter gerechnet. Stattdessen kreuzten wir zwei Wochen lang gegen Wind und Welle an. Das hieß: Ein 24-Stunden lang wild tanzendes Boot, das ständig schräg auf der Seite lag, feucht-kalte Kojen, Nachtschichten am Ruder. Segeln bis zur Erschöpfung. Es gab zwei Dinge, die mich in dieser Situation bei guter Laune hielten: Essen und Waschen. Regelmäßiges, warmes, gutes Essen ist das Allerwichtigste in belastenden, extremen Situationen – und ich finde, Mutterschaft mit Baby gehört ebenfalls in diese Kategorie. Ebenso wichtig ist aber die persönliche Körperpflege, um die Selbstwahrnehmung aufrecht zu erhalten. Sich selbst sehen, spüren, pflegen, das hilft enorm, um wach und lebendig bleiben zu können. Auf dem Boot hieß das, in einer unendlich engen, eiskalten Duschzelle zu duschen, obwohl das Schiff alle paar Minuten in ein Wellental fiel und man sich ein dutzend blaue Flecke holte. Als Mutter heißt das, alles andere liegen zu lassen und zu duschen, wann immer das möglich ist.

Egal, was es euch kostet – es wird sich lohnen. Auf dem Boot waren das die Tage, an denen ich mich wirklich, richtig gut fühlte – weil ich es getan hatte, weil ich mich überwunden hatte, weil ich einfach wieder Mensch war. Jetzt mit Baby ist es eigentlich ähnlich: Ich bin endlich wieder Mensch, wenn ich mal ausgiebig in der Wanne war. Vom Ecobabe habe ich kürzlich auch gelernt, was ein Fußbad Gutes tun kann. Aber was immer es ist: Überwindet euch. Tut es. Schenkt euch die Zeit. Wascht euch!

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Essen und Schlafen ist Hippik**e, Habe ein Fertigessen, Tue es jetzt!, Dannistdashaltso.de, Routine ehren, Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Montags-Mantra: Essen? Schlafen? Hippiek***e

Vorsicht – das heutige Mantra ist ein eigenartiges, verrücktes, wahnsinniges, zynisches Mantra. Es ist überhaupt nicht buddhistisch, kein bisschen achtsam, nicht besonders positiv, nicht psychologisch sinnvoll. Und? Es hilft enorm! Es lautet:

„Schlafen und Essen ist Hippiek*cke.“

Will sagen: Es hilft nix, wir machen weiter. Und wir machen weiter. Wir alle. All die Mütter, die um mich sind, all die Väter, alle die, die in einer nicht artgerechten Umgebung das Wunder vollbringen, ihr Familienleben einigermaßen achtsam, liebevoll und sinnvoll zu gestalten.

Heute hatten wir Freunde zum Plätzchenbacken hier. Ich weiß gar nicht mehr, wieviele Kinder es waren – sieben? Acht? Neun? Es war aber auch völlig egal, denn es waren genug Erwachsene da, damit jedes Kind immer jemanden hatte, den es ansprechen konnte. Es waren immer zwei freudige Hände da, die gerne ein Baby auf den Arm nehmen wollten. Es war immer ein Spielkamerad da, immer jemand zum Vorlesen. DAS ist artgerecht. SO sollte es sein. Aber wie ist es?

Freundin 1 hat einen krank daniederliegenden Mann und keine Schwiegereltern oder Eltern als Hilfe, dafür einen alten Hund, ein kleines Baby, eine 35-Stunden-Woche und eine Menge ehrenamtliches Engagement (u.a. im Artgerecht-Projekt). Und was sagt sie? Sie lacht und sagt: Egal! „Schlafen und Essen ist Hippiek*acke!“ und weiter gehts.

Freundin 2 hat eine Homöopathie-Praxis, ein krankes Kind, einen Säugling, eine eifersüchtige, durchdrehende Katze und einen Mann, der seinen Job hinschmeißen will. Aber hey – „Schlafen und Essen ist …“ und weiter geht’s!

Eltern haben keinen Schlaf, sondern Husten, kranke Kinder, zahnende Säuglinge, überarbeitete Väter, die Klimakatastrophe und zu wenig Nutella im Haus? Egal! Weiter gehts, lachen und: „Schlafen und….“.

Manchmal hilft mir das. Und an Tagen, an denen es mir nicht hilft, träume ich von einer Lobby, die dafür kämpft, damit wir Menschen aus der Käfighaltung endlich in die Freilandhaltung kommen.

Und dann geht’s weiter. Irgendjemand muss ja war gegen die Klimakatastrophe und für den Regenwald tun. Es lebe das Artgerecht-Projekt. Schlafen können wir….ein andermal ;).


(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Habe ein Fertigessen, Tue es jetzt!, Dannistdashaltso.de, Routine ehren, Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Windelfrei mit Windeln :)

Der Stand:

Wir sind derzeit Windelfrei mit Windeln. Das klappt gut.

Klamotten draußen: Sie trägt draußen richtig warme Klamotten, Wollanzug, Westchen, warme Schuhe etc. sowie Pampers oder Öko-Windeln. Je nachdem, wie es mir geht, brauchen wir 1-4 Windeln pro Tag.

Grund: Die Wickelei liegt vor allem daran, dass ich im Moment ziemlich runter bin mit der Energie. Wir haben unsere persönliche Vorweihnachts-Dreiheit mit Husten, Zahnen und Magen-Darm-Grippe hier gefeiert und ich muss sagen, das hängt mir noch nach. Und dann bin ich einfach nicht so windelfrei-motiviert. Nicht so wach, nicht so da, nicht so kreativ und weniger fähig, mal nebenbei das Baby auszuziehen und abzuhalten.

Klamotten drinnen: Zu Hause hat sie meistens einfach nur eine warme Hose an. Das ist auch nötig, es ist so kalt, dass sogar in unserer recht warmen Wohnung jetzt die Böden unangenehm werden. Und da sie krabbelt und sich autonom in der Wohnung bewegt, muss sie warm sein. Also wasche und wische ich fleissig. Allerdings gar nicht sooo oft, weil sie ja gar nicht mehr so oft macht. Und an guten Tagen bleiben Hosen und Windel meist trocken.

Nachts hat sie derzeit auch eine Bum Genius oder eine Pampers an. In den Bum Genius schwitzt sie nachts leider, das ist doof. In der Pampers schwitzt sie nicht. Hm. Komisch, oder?

Jedenfalls bleiben diese Windeln zu 90% trocken. Das ist super. Und das mit dem Abhalten hab ich jetzt auch raus, so dass das Bett trocken bleibt ;).

Insgesamt also eine befriedigende, wenn auch mitnichten 100% windelfreie Situation. Aber ich bin da ganz entspannt. Sie streikt nicht mehr und das heißt für mich, dass auch wieder windelfreiere Zeiten kommen. Alles im grünen Bereich.

"Mama, wo ist die Pfütze?"

Der Bronchitis-Kopf und ich haben gerade eine irre Beobachtung gemacht. Ging so:

Windelfrei-Kind ist mit Windel im Bett beim Großen und mir. Wir toben und albern herum. Plötzlich krabbelt unser Baby schnurstracks aus dem Bett und zur Zimmertür.

„Huch?“ denke ich, „wo will sie denn hin?“

Draußen ist keiner, alles schon abenddunkel. An der Tür stoppt sie und setzt sich. Schaut an sich runter. Und sucht dann mit der Hand auf dem Boden, so als wollte sie sagen:

„Hey, wo ist meine Pfütze?“

Und richtig – als sie nach erfolgloser Suche wieder zurück kommt, teste ich kurz und ja, ihre Windel ist nass.

Sie hat also

1) das Bett verlassen, um zu pieschern,

2) gewusst, dass eigentlich eine Pfütze unter ihr sein müsste, wenn sie einfach auf den Boden macht.

Sag mir nochmal einer, die wären sich nicht bewusst, was sie machen. Ich jedenfalls war mal wieder begeistert. 10 Monate!

Sophie la Girafe – Ökotest und Vulli vor Gericht

Der Streit um das Testurteil „ungenügend“ für das Babyspielzeug „Sophie la Girafe“ geht vor Gericht. Ökotest hatte die Giraffe als „nicht verkehrsfähig“ beurteilt, weil sich im Labor zuviele „nitrosierbare Stoffe“ lösten. Der Hersteller Vulli hatte daraufhin eine Pressemitteilung und Testergebnisse veröffentlicht, dass dies nicht korrekt sei. Offenbar geht es jetzt vor Gericht.

Ökotest schreibt auf der Seite:

ÖKO-TEST befindet sich derzeit (Stand: 3.11.2011, 10 Uhr) mit Vulli, dem Hersteller des Babyspielzeugs Sophie la Girafe, in einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Die Website des deutschen Vertriebs EFK schweigt sich dazu aus. Beim Hersteller Vulli konnte ich auch nichts Weiteres finden.

Krank, Zahnen und Windelfrei

Wir sind krank. Wir zahnen. Wir sind total cool windelfrei – völlig verrückte Welt. Aber von vorne:

Als erstes muss mal raus: Ich bin krank. Seit vier Wochen. Eigentlich „nur“ eine lästige Bronchitis und ein bisschen grippales Getue. Aber ich schlafe nicht mehr, denn ich habe die Husterei vorwiegend nachts. Tagsüber dann völlige Schwäche und nur-ins-Bett-wollen. Nerv.

Daher ist das Blog – und auch die Argerecht-Camp-Planung – ein wenig verwaist – aber so ich dies schreibe, weiß ich, dass bloggen ja immer alle Probleme löst, vielleicht auch dieses!

Aber nun zum Zahnen: Die Kleine zahnt. Sie hat einen geschwollenen Oberkiefer, erhöhte Temperatur, schläft immer mal wieder und hat nach dem Aufwachen extrem schlechte Laune und immer wieder Durchfall. Muss ich dazu sagen, dass sie das Essen eingestellt hat und nur noch stillt? Ich habe mich natürlich auch schon gefragt, ob sie doch „richtig“ krank ist. Aber sie ist weder apathisch noch hat sie Wasserverlust, sie stillt, sie lacht und flirtet, sie nimmt nicht ab. Also derzeit keine Panik in Sicht. Nur der Durchfall ist doof.

Bei Durchfall ist das erste, was ich mache: Windeln gaaaanz weit weg.Durchfall-Stuhl ist meistens sehr aggressiv, die Kinder werden schnell wund. Also lege ich nur noch Stoffwindeln ein, die ich sofort wechsele und die zwischendurch Luft an den Babypo lassen. Derzeit brauche ich pro Tag aber nur maximal eine oder zwei Stoffwindeln (trotz Durchfall), denn plötzlich sagt sie wieder 100% zuverlässig Bescheid. Als wüßte sie, dass es jetzt drauf ankommt. Das ist auch gut so – gestern stellte nämlich passenderweise die Waschmaschine mit einem häßlichen Knacken den Dienst ein und ich warte heute seeeehnsüchtig auf den Kundendienst und die erlösenden Worte „Na, das haben wir gleich“.

Die Kleine hängt tagsüber vorwiegend mäßig gelaunt im Tragetuch. Dort will sie dann panisch hinaus, wenn sie muss. Das kriege dann sogar ich alte Hustenleiche mit. Und nachts wacht sie auf, weint, will aus dem Bett krabbeln und entleert sich dann dankbar, wenn ich sie abhalte. Wenn sie jedoch eine ihrer – derzeit seltenen – kleinen Bodenspielpausen hat, macht sie immer noch, wo sie geht und – vor allem- steht. Habe ich noch nicht gebloggt, sage ich jetzt mal hier: Sie ist eine Steh-Macherin. Großes Geschäft nur im Stehen und nur, wenn sie entspannt dabei irgendwo spielen darf (Badewannenrand, Spülmaschine). Als ich es kapiert hatte, war es einfach: Nach dem schlafen das Kidn irgendwohin stellen, spielen lassen, wachsam sein und zack! im richtigen Moment was drunterhalten. Oder Wischen ;). Hoffentlich wird es jetzt wieder ein morgens-in-die-Toilette-Umschwung.

Aber hey: Ich kann jetzt wieder präventiv abhalten. Sie macht wieder mit. So hat die ganze Situation auch ihr Gutes. Lasst uns das Positive sehen! Ansonsten ist Bronchitis echt das Letzte, was eine Mutter braucht. Das Kind schläft die halbe Nacht nicht, weil es fiebert und meckert und schwitzt und weint und die andere Hälfte wecke ich sie mit meinem Gehuste. Mein toller Hausarzt ist sehr bemüht, lächelt mich aber stets nur milde an: „Sie stillen? Tjaaaa, ich könnte ihnen nochmal dieses homöopathische….“

Argh. Ein Königreich für einen richtig fetten Codein-Hustensaft und eine Mütze Schlaf! Hugh! *hust*

(Edit: Wenn jemand noch Anti-Husten-Tipps hat – zu mir!!. Was ich schon durch habe: Zwei Packungen Thymian- und eine Spitzwegerich-Tee – tolles Zeug. Man fühlt sich wie in einem Trapper-Film, in dem der verwundete Held in einem dunklen Zelt liegt und von der Kräuterfrau einen dampfenden Becher gereicht bekommt, dessen Inhalt er sofort ausspuckt: „WAS Ist DAS denn?!“ „Hilft. Trinken.“ Jaja. Hilft. Hilft mäßig. Vielleicht wäre es schlimmer ohne, aber es geht nicht weg. Was noch? Warmes Öl auf die Bronchien und Wärmflasche drauf. Thymian-Myrte-Balsam. Holunderblütenbonbons. Bronchialtee. Inhalieren, Inhalieren, Inhalieren – mein Sohn lacht schon, „Mama, machst du wieder so und so und dann hast du einen roten Kopf?“ Kicher, ja, mein Engel, so macht Mama ;).

Wieder Windelfrei

Wir sind endlich wieder „vernünftig“ windelfrei. Streik vorbei. Allerdings heißt „vernünftig windelfrei“ konkret:

Wir haben 2-3 nasse Hosen oder Flecken pro Tag. Vor allem morgens, wenn ich „in Ruhe“ frühstücken will und nachmittags, wenn ich koche oder sonstwie abgelenkt bin. Sie ist draußen auch teilweise wieder windelfrei, was toll ist, denn dann lässt sie sich wieder 100%ig abhalten, so als wüßte sie, dass bei den Temperaturen eine nasse Hose nicht schön ist. Aber im Auto z.B. trägt sie Windeln. Wir sind wieder voll auf Wegwerfwindeln, ich hab zwar Bum Genius hier, aber mir laufen die immer aus. Was mache ich falsch? Keine Ahnung.

In der Nacht schläft sie ohne Windel, da sie bis ca. 5-6 Uhr zuverlässig trocken ist. Sie schläft mit Wolle-Seide-Body, unten offen und Wolle-Seide-Hose im Baumwollschlafsack neben mir. Das ist wirklich großes Kino. Gegen morgen halte ich sie dann halt ein Mal ab. Fertig. Popo darf die ganze Nacht lüften. Das ist schön, denn sie bekomme Zähne und eine Freundin erzählte gerade, dass ihr Tochter einen schlimm wunden Po hat „wenn sie zahnt ist das immer so…“. Keine Ahnung, ob wir das auch hätten, aber sie war noch nie wund und das hat sicher was mit windelfrei zu tun :).

4000 Aufrufe von "Durchschlafen ist ungesund"

Hab heute mal die Zahlen vom Youtube-Kanal nachgeschaut. Die Topffit-Einführung von Laurie Boucke ist kaum auf Interesse gestoßen. Aber James McKennas „Durchschlafen ist ungesund“ hat über 4000 Aufrufe. Ingesamt sind die Videos des 123-windelfrei-Kanals 17.000 Mal aufgerufen worden. Es gibt noch mehr Interessierte da draußen :).

Also hier nochmal der McKenna. Und demnächst mehr, ich hab noch mehr auf der Festplatte von ihm mankommtjazunix

Montags-Mantra: Tu es jetzt!

Handy verloren? Und gerade gestern gedacht, „ich müsste mal die Nummer sichern“? Rechner abgestürzt? Und gerade letztens gedacht „Ich sollte mal Backup machen?“ Kind krank? Und kürzlich noch gedacht, Mensch, die Hausapotheke müsste ich mal wieder neu füllen…?

Auch wenn es mit zwei Kindern fast nicht durchführbar ist, ich versuche es tapfer: „Tu es jetzt!“

Denn wenn es mir jetzt einfällt, dann ist absehbar, dass es demnächst wichtig wird. Ist ein bisschen wir „Reffen!“ aber doch langfristig orientierter. Denn viele dieser Dinge kosten Zeit. Aber viele Dinge kosten auch weniger Zeit, als wir glauben und was dauert, ist nur der Prozess, bis man sich überwunden hat, endlich mal die quietschende Tür zu ölen, die jeden Abend das gerade einschlafende Baby aus dem Schlaf reisst. Was auch richtig lange dauern kann, sind die Reparaturarbeiten, wenn z.B. der Rechner abstürzt und man keine Datensicherung hat.

Ich bin kein König in dieser Disziplin. Dafür habe ich das unendlich Glück, einen Mann zu haben, der immer alles gleich erledigt. Das ist faszinierend. Ich habe so etwas vorher noch nie gesehen. Aber es ist ein Geschenk (er hat gestern die quietschende Kühlschranktür zum Schweigen gebracht).


(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Dannistdashaltso.de, Routine ehren, Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Experiment II

So gings aus: Bis um 5 war das Baby wieder trocken (ab 7 Uhr abends) und dann hab ich sie abgehalten, weil ich sie mit meinem Husten geweckt hatte. Erfolglos (!). Dann nochmal um 7 – und dann mit Effekt. Wow. Das sind mal locker 12 Stunden.

Parenting Card? Ich habs nicht vergessen – bin grippig und muss jetzt leider prioritär ganz dringend unbedingt ins Bett (von wo ich gerade nochmal rausgekrabbelt bin, um dies hier mitzuteilen ;)). Aber ihr wisst das meiste ja eh alle schon :).