Schlagwort-Archive: attachment parenting

Windelfrei sollte doch hochoffiziell sein!

Eigentlich wärs doch cool, wenn wir einen kleinen offiziellen Überbau für das TopfFit-Thema hätten. Wie wärs zum Beispiel mit Associazione per il bambino senza pannolino oder Deutsche Gesellschaft für Windelfreiheit:

Die Deutsche Gesellschaft für Windelfreiheit empfiehlt Müttern, ihre Säuglinge in den ersten Jahren öfter mal ohne Windeln zu lassen. Bessere Gesundheit, engere Mutter-Kind-Bindung und spielerisches Kennenlernen der eigenen Körperfunktionen tragen zu einer vorteilhaften Entwicklung des Säuglings bei. Sie fördern Ihr Kind, wenn Sie es windelfrei lassen.

Natürlich wird es dann auch ausgebildete Windelfreiberater geben, genauso wie Trageberaterinnen oder Stillberater.

Sind wir schon soweit? Wann findet der Bundeskongress der Deutschen Gesellschaft für Windelfreiheit statt?

Der Hebammen-Multiplikator

Neulich haben wir uns mit unserer Hebamme vom Geburtsvorbereitungskurs getroffen. Ich hatte da gerade In Liebe wachsen gelesen und fand es sehr spannend, mich mit einer Person „vom Fach“ über Gonzales Ansichten zu unterhalten. Wir hatten ein überaus anregendes Gespräch, in dem wir darüber sprachen, wie wichtig es wäre, der in unser Kultur dominanten distanzierten Haltung gegenüber Kindern etwas entgegenzusetzen.

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Laurie Boucke: "Es ist bedauerlich, dass Sears JL nicht erwähnt"

Laurie Boucke hat mir eine E-Mail zum Eintrag über JLs Interview geschickt. Ihrer Recherche nach war es die Bindungsforscherin Mary D. Salter Ainsworth, die als allererste in ihrem Buch „Infancy in Uganda. Infant Care and the Growth of Love“ darüber schrieb, wie Kinder feste Bindungen aufbauen. Laurie geht nicht davon aus, dass Jean Liedloff dieses Buch kannte, sondern dass sie unabhängig davon zu den gleichen Ergebnissen kam. Dann habe Dr. Sears diese aufgegriffen und um seine Erfahrungen bereichert – ohne allerdings JL weiter zu erwähnen.

Lauries Mail im Original: Laurie Boucke: "Es ist bedauerlich, dass Sears JL nicht erwähnt" weiterlesen

Eltern.de zu Schlaf

Eltern.de zu Thema Kinderschlaf:

Eltern.de zu Schlaf

Und ich frage mich: Ist eine Eltern-Website denn gleichzeitig eine Website gegen Kinder? Warum sind Kinder, die nicht durchschlafen „lästig“? Hat in der Redaktion mal jemand die Studien gelesen, die sagen, dass das Empfinden „lästiges Nichtdurchschlafkind“ kulturspezifisch ist? Dass Kinder weltweit nicht durchschlafen, weil das biologisch nicht vorgesehen ist? Dass vor allem westliche Kulturen und Nicht-Co-Sleeping-Eltern das als belastend empfinden?

Ich kann nur empfehlen: Familienbett. Man hört allenthalben: Schwups – schon schlafen alle besser.

Schreibt! In! Foren!

Wenn man viel in Foren mitliest, stellt man fest: Attachment Parenting ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Daher hab ich eine neue Idee: Schreibt in Foren! Besser noch: Lasst es uns gemeinsam machen! Zum Beispiel in:

http://www.netmoms.de
http://www.mamiweb.de/
http://www.mamacommunity.de/
http://www.mamily.de/
http://www.gutefrage.net/ Schreibt! In! Foren! weiterlesen

Interview mit Kulturforscherin Meredith Small

Warum geht jede Kultur anders mit ihren Babies um? Warum glaubt jeder, er mache es „richtig“? Was sind die biologischen Bedürfnisse von Babies? Gibt es einen „richtigen“ Weg, einen Säugling zu behandeln?

Auf der Suche nach Antworten zu diesen Fragen war ich in Ithaca bei Meredith Small. Sie ist Anthropologin, hat viele Jahre Primaten erforscht und wenn man sie fragt „warum tun Menschen dieses oder jenes“, wartet sie gerne mal mit Erklärungen auf, die ein paar Millionen Jahren Menschheitsgeschichte abdecken.

Sie kennt James McKenna und seine Forschungen gut, sie selbst ist Mutter eines Teenagers und forscht seit einiger Zeit über die unterschiedlichen Kulturen der Welt und ihren Umgang mit Kindern. Das prägt ihre Sichtweise und von ihr kann man wirklich lernen, dass nichts „gut“ oder „schlecht“ sondern alles in erster Linie kulturell geprägt ist.

Meredith Small Interview mit Kulturforscherin Meredith Small weiterlesen

I have a dream

So, da bin ich wieder.

Ich habe Shyla gestern noch von meinem Traum erzählt: Einem Ort, an den schwangere Frauen und ihre Männer kommen können, vielleicht 1-2 Wochen vor der Geburt.

Ein Ort, an dem sie sich vorher mit anderen Menschen austauschen und informieren können. An dem sie gebären können so wie sie es wollen. An dem sie nach der Geburt die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. An dem Eltern mit „schwierigen“ Säuglingen Hilfe finden.

Eine Art Geburts- und Säuglings-Dorf. Im Warmen, mit gesundem Essen, viel Sonne, viel Hilfe und ohne Zwang. Ein Ort, an dem jede Familie ihren eigenen Weg finden kann, um dann gemeinsam diesen Fund nach Hause zu tragen. Das fände ich schön.

Und Shyla sagte: „Wenn es in deinem Kopf ist, dann existiert es schon. Sprich mit anderen darüber darüber, denke daran, schreib es auf, mach jetzt schon Flyer dafür – bring es in die Welt und es wird passieren. Und noch etwas: Du wirst das nicht alleine schaffen. Viele Frauen denken über so einen Ort nach, aber keine von uns wird das alleine schaffen. So etwas schafft man nur gemeinsam, als Gemeinschaft. Du wirst andere finden, die das mit Dir machen. Wenn es deine Vision ist, dann ist es ja schon in der Welt und wird andere anstecken, mitzumachen!“