Schlagwort-Archive: attachment parenting

Laurie Boucke: TopfFit für Mamas mit Job (Video)

Ein häufiges Vorurteil gegenüber TopfFit ist: Das kann nur machen, wer den ganzen Tag mit dem Baby zu Hause ist und sonst nichts zu tun hat. Laurie erklärt in unserem Interview, dass das Gegenteil der Fall ist. Gerade arbeitende und gestresste Eltern schätzen die Zeitersparnis durch TopfFit! Denn:

Etwas anderes, das man nicht vergessen sollte, ist, dass Windel wechseln und Babypopos sauber machen auch Zeit kostet. Wenn Sie also einige dieser Pipis und Poops im Töpfchen auffangen können, sparen Sie auf jeden Fall Zeit.

Daher sind oft arbeitende Mütter die begeisterten Verfechter des Abhaltens. Wie sie es machen, erkärt Laurie im Interview. (Please, find the english version here)

Tragen statt Brutkasten

Ein Video der Nachrichtenagentur AP berichtet: „In Kolumbien ersetzt die sogenannte Känguru-Methode die Brutkästen für Frühgeborene – mit Erfolg, wie eine Studie der Javeriana Universität in Bogota bestätigte.“

Der direkte Hautkontakt mit dem Körper der Mutter hält die Temperatur der Kleinen nicht nur stabiler, sondern macht sie auch weniger anfällig für Infektionen.

Video

Der Sinn des Lebens

Heute morgen fragte mich mein Partner, was denn wohl für unser Krabbelkind der Sinn des Lebens wäre. Ich schaute mir den Kleinen an, so neugierig, fröhlich und voller Eifer dabei seine Welt zu erforschen und sagte, dass sein Sinn des Lebens wohl wäre, sich die Welt anzueignen und dabei Freude und Begeisterung über deren Mannigfaltigkeit zu empfinden. Da wurde mir klar, was mir eigentlich für sein Leben bei uns wichtig ist: Der Sinn des Lebens weiterlesen

Meredith Small: "Babies müssen auf den Arm" (Video)

In unserem heutigen Video erklärt M. Small, dass Körperkontakt für Babies ein ebenso wichtiges Bedürfnis ist wie Essen oder Schlafen. Ein Auszug:

Wir sollten natürlich die Bedürfnisse des Babies nach Nahrung erfüllen, und auch die notwendige Hygiene, sauberes Wasser, saubere Milch, um Krankheiten zu vermeiden. Aber die anderen Bedürfnisse sind psychologische und emotionale. Diese sind schwerer festzumachen und viel leichter zu ignorieren. Es ist leicht, das Nahrungsbedürfnis eines Babies zu erfüllen, vorausgesetzt, man hat die Mittel dazu: Das Baby weint, du fütterst es. Was für die Leute schwerer zu verstehen ist, ist, dass die psychologischen und emotionalen Bedürfnisse auch evolutionär und biologisch bedingt sind. Und sie müssen auch erfüllt werden. Und wenn sie das nicht werden, dann hat das Konsequenzen: Eine Konsequenz ist weinen, was wir aber nicht wissen, was sind die Konsequenzen auf lange Sicht. Was für kleine Kinder werden das, was für Erwachsene werden das?

Please find the english version here.

Konferenz: Frühe Störungen

Vorige Woche war ich in München auf der Konferenz zu „Frühen Störungen der Entwicklung“ an der LMU in München.

International renommierte Forscher und Ärzte diskutieren, wie frühe Störungen entstehen und welche Möglichkeiten der Prävention und der Psychotherapie bestehen.

Was dabei für mich herausgekommen ist: Die Wissenschaft unterstützt „Natural Parenting“, also dass wir auf die Bedürfnisse unserer Säuglinge nach Bindung, Nähe und Sicherheit eingehen – und zwar immer und sofort. Linda Palmer hat das in unserem Interview und in ihrem Buch bereits festgehalten und geschrieben, aber es war gut, es noch einmal selbst festzustellen.

Laurie Boucke: Ist TopfFit nicht zu aufwendig? (Video)

Windeln sind sehr praktisch und Topffit scheint irre aufwendig zu sein – man muss das Baby ausziehen, anziehen – warum sollte ich also TopfFit machen, was sind die Vorteile? Laurie Boucke erzählt im Interview von der Nähe, die es erzeugt, von Babies, die nie einen wunden Po und nie eine Blasenentzündung haben und später nicht Bettnässen. Sie berichtete, dass viele Familien es einfach anfangen, weil Windeln teuer sind und die Umwelt belasten.
Aber seht selbst (as usual you can also find the original english version here)

Mein Lieblingsteil ist der hier:

Es ist übrigens eine schöne Sache für Väter, wenn es sie interessiert, es ist ein Weg für den Vater, eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Die meisten Mütter, die das tun, stillen und haben diese Nähe zum Baby sowieso, und die Väter können sozusagen am anderen Ende helfen, wenn sie möchten. Es macht überhaupt sehr viel Spass!

Man glaubt kaum wieviel Spass es macht, wenn Papa und 12 Monate alter Knirps gemeinsam gegen einen Baum…. ;).

McKenna: Die Biologie des Familienbetts (Video)

Vorige Woche hat Meredith Small erklärt, wie sie Babies nach ihren Recherchen sieht: Als zu früh Geborene, die in einer engen Bindung an eine Bezugsperson leben müssen, die sie trägt, stillt und auf ihre Zeichen reagiert.

Diese Woche erklärt James McKenna seine Ansichten zum Familienbett. Er ist Direktor Mutter-Kind-Schlaflabors an der Universität Notre Dame, USA und argumentiert ähnlich wie seine Kollegin und Freundin Small: Menschliche Babies werden zu früh geboren und brauchen nach der Geburt Zeit, um ihre Schwangerschaft zu beenden – auch nachts. Er konzentriert sich auf die biologischen Argumente: Herzschlag, Atemfrequenz und Immunsystem, all das funktioniert nach seinen Forschungen besser, wenn Babies bei der Mutter schlafen und auch nachts nach Bedarf gestillt werden.

You can find the original English-Version here.

Meredith Small: "Babies sind ganz einfach" (Video)

Zweites Video unserer Serie: Meredith Small, Autorin von Our Babies, Ourselves, im Interview mit Nicola Schmidt.

Wir haben ein sehr einfaches biologisches System genommen, ein hilfloses Baby, ein Betreuer, der auf Babies Zeichen reagiert, ein parallel entwickeltes System. Und wir haben da die Kultur drüber gestülpt. Und was herauskommt ist völlig anders als das, was man erwarten würde.

Also available in the Original english version here.

"Wo Gewalt entsteht" – AP als Gewaltprävention

Caroline Fetscher schreibt heute im Tagesspiegel einen Kommentar über den Mord in der Münchner S-Bahn und die Rufe der Politiker nach härteren Strafen. Sie fragt dabei, wo Gewaltprävention ansetzt und antwortet: Bei der Hebamme.

Hier kreuzt sic der Ansatz des Attachment Parentings oder des Steinzeit-Babies mit gesellschaftlichen Anliegen. Wenn wir lernen, unsere Babies zu lesen, auf sie adäquat zu reagieren, wenn kleine Kinder diesen Umgang sehen und nachahmen, dann erschaffen wir auch weniger gewaltbereite Erwachsene. Denn wer sich in den anderen hineinversetzen kann, reagiert seltener mit Gewalt.

Natürliche Säuglingspflege als Gewaltprävention? Vielleicht eine Chance. Denn der Kern des „natürlich“ ist, dass wir die Bedürfnisse unserer Babies nach Nähe, Zuwendung und Körperkontakt achten und befriedigen – und damit positive Grunderfahrungen schaffen. "Wo Gewalt entsteht" – AP als Gewaltprävention weiterlesen