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Artgerechte Geburt – wie geht das?

Auf die Frage „Artgerecht Schwanger – wie geht das?“ habe ich noch keine Antwort gefunden. Auf der Suche danach bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen:

Wie vor 30.000 Jahren

Geburtsrituale bei Naturvölkern

Den Weg zurück zur „natürlichen Geburt“ bahnten Beobachtungen bei den Naturvölkern.

Kennt Ihr vielleicht informative Links oder Bücher zum Thema Artgerechte Schwangerschaft / Geburt?

Artgerecht Camps 2013 – Anmeldung jetzt möglich

Juchuh –

wir haben gegrübelt, geplant, telefoniert und verhandelt, improvisiert und gerechnet und nu eeendlich: Programm, Zeit und Orte der Artgerecht-Camps 2013 stehen und die Anmeldung ist eröffnet! Die Vormerkeliste hat sie schon erhalten und sich eifrig angemeldet, jetzt also endlich auch auf dem Blog. (Artgerecht-Camp nie gehört? Wasndas? So war es 2012 – hier)

Tipi-Dorf

In Kürze:
Die Camps stehen wieder unter dem Motto: „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.“
Sie sind eine Mischung aus gemeinsamem Urlaub (bisschen), Seminaren (bisschen mehr) und Spurensuche (viel 🙂 ). Wir haben dank eurer Rückmeldungen aus 2012 noch mehr Väterthemen aufgenommen und bieten auf auf vielerlei Wunsch in drei Camps Bio-Essen an.

Interessiert? Mehr Infos unten, Anmeldung im pdf!

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Vater und SohnKind im Wald Artgerecht Camps 2013 – Anmeldung jetzt möglich weiterlesen

Es ist NORMAL.

Zum Nachdenken…

Ist das Stillen besser als industrielle Säuglingsnahrung? Nein, es ist normal.

Die Kinder schlafen im Elternbett? Ist das besser als allein im Kinderzimmer zu schlafen? Nein, es ist normal.

Kinderwagen oder Tragehilfe? Was ist besser oder schlechter? Das Kind am Körper zu tragen ist normal.

Ist es besser sich mit seinem Baby auch über die Ausscheidung zu kommunizieren, als nur zu wickeln? Nein, es ist nicht besser sondern normal.

Danke an Monique für diesen Denkanstoß!

Ich wünsche allen einen schönen ersten Advent sowie eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

Artgerecht-Quartalstreffen Nr. 4/2012

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Gemeinsam wollen wir es beim Quartalstreffen Nr. 4/2012 ausklingen lassen.

Wann: 15. Dezember von 11 bis 14 Uhr.

Was: Toben und Krabbeln oder einfach nur Beisammensitzen und Quatschen auf der Judomatte.

Wo: SCB-Vereinsjudohalle im Sportforum Hohenschönhausen (Judohalle in der Herberge neben der Lilli-Hennoch-Halle in der Fritz-Lesch-Str. 13053 Berlin).

Kleiner Wegweiser ab Anfang der Fritz-Lesch-Str. und Sägespänespur zur Halle.

Sonstiges: 1 EUR pro Person für die Hallennutzung als Spende an den Verein.

Was noch: Picknick auf der Judomatte. Jeder bringt eine Decke sowie Trinken und Essen für sich und seine Lieben mit.

Anmeldung sowie andere Details in der Yahoo-Group (Abonnieren? Mail an: artgerecht-subscribe@yahoogroups.de) oder per Mail an mich oder nic@nicolaschmidt.de.

P.S.: Eine kleine Hausaufgabe für die, die gerne singen… Die zweite Stimme zu Epo I Tai Tai üben.
P.P.S.: Hier ein kleiner Lageplan…

Weg zur Judohalle

Nachlese zum ersten Artgerecht-Treffen in Hamburg

Nachlese zum offen Artgerecht Treffen in Hamburg

Wir waren eine lustige Runde von fünf Mamas und vier Babies, davon drei Mädchen und ein Junge aus dem Hamburger Süden und Osten. Das Treffen hatte was von einem Blind Date, wir wussten alle nicht genau was uns erwartet und waren gespannt, wer kommt.

Nach einer losen Vorstellungsrunde versorgten sich einige mit Kaffee und Tee und wir sprachen über das Stillen a) in der Öffentlichkeit insbesondere in Bus und Bahn, b) Rücksichtnahme und Umsicht bzgl. fremder Kulturen und c) Akzeptanz im Allgemeinen.
Über windelfrei haben wir weniger gesprochen, es wurde einfach praktiziert mit unterschiedlichen Backup Varianten und life Demonstration. 
Nachdem alle Kinder ein kurzes Schläfchen gehalten hatten, waren die 2 Stunden leider schon viel zu schnell vorbei, so dass wir beschlossen das schöne Wetter noch für einen kleinen Spaziergang zu nutzen. Die Herbstsonne lachte und so gaben wir bestimmt ein lustiges Bild.

Es war sehr schön, vielen Dank, dass Ihr da wart. Ich freue mich auf den 4.12. und habe schon ein paar Fragen gesammelt. Bringt gern Themen mit, die Euch beschäftigen.

Jana

 

Eltern brauchen Rückenwind

Anfang des Jahres schrieb ich Herbert Renz-Polster eine Mail mit vielen Fragen auf dem Herzen, die im Alltag in einer  Kinderklinik, während eines länger zurückliegenden Praktikums in der Geburtshilfe beziehungsweise einfach im Beobachten der „Menschen von nebenan“ entstanden sind…

Lieber Herr Renz-Polster,

mit großem Interesse habe ich Ihre Bücher „Kinder verstehen“ und „Menschenkinder“ gelesen – besser gesagt verschlungen.

Seit längerem habe ich einen großen Haufen Fragen und der Berg wird im Laufe der Zeit nicht kleiner:  Was braucht man(n)/frau um bedürfnis- und bindungsorientiert, gleichwürdig und respektvoll mit seinen Kindern umzugehen? Oder anders ausgedrückt: Wie kommt man auf den Pfad des artgerechten Erziehens? Welche Voraussetzungen werden gebraucht, dass eine Familie dieses für sich als richtig und wichtig empfindet? Sind es Bekannte/Verwandte, die es vorleben? Charakter? Intellekt? Bildungsniveau? Form der Geburtsvorbereitung/Geburt? Bonding? Stillen? Resilienz?

Im vergangen November war ich zu einer zweitägigen Fortbildung zum Thema „Stillförderung im Krankenhaus“ im Rahmen der Zertifizierungsvorbereitung einer Berliner Klinik, die den Titel „Babyfreundlich“ in der Zukunft tragen möchte. Ich war schon überrascht, was eigentlich alles möglich sein kann, damit Mama, Papa und Kind trotz „medizinischer Geburt“ die besten Bonding- und Stillvoraussetzungen haben können.
Wie wäre es, wenn die Empfehlungen von WHO/unicef bestmöglich überall umgesetzt werden und der überwiegende Teil der jungen Eltern davon profitiert. Würde es dann einen Ruck durch die Gesellschaft geben, auch wenn man die Auswirkungen erst eine Generation später wirklich sehen würde?
Wie erreicht man werdende Eltern, die aus einfachen Verhältnissen oder besonders die aus einem „respektlosem Umfeld“ stammen, um sie auf die „feinfühligere Schiene“ zu lenken?

Kann artgerechtes Erziehen als Prävention vor sowohl körperlicher als auch verbaler Gewalt gegenüber Kindern wirken?

Wie kann man die Menschen wieder in die Richtung stupsen, dass sie auf ihren naturgegebenen Instinkt/Gefühl im Umgang mit ihren Kinder hören? Kann man diese Ressource wieder wecken und fördern?

Liebe Grüße aus Berlin,
C. Baris

Recht schnell erhielt ich eine Antwort:

Liebe Frau Baris,

ja, herzlichen Dank, da haben Sie echt einen Haufen Fragen, und ich glaube da müsste ich jetzt noch mal ein ganzes Buch schreiben um die alle zu beantworten…

Also ich kann Sie auf jeden Fall nur bestärken solche Fortbildungen weiter zu machen, da geht es ja auch immer wieder um diese Fragen: wie  vermittle ich eine am Kind orientierte Einstellung? Wie stärke ich Müttern (bzw. Eltern) den Rücken?
Was mir da wichtig ist: das läuft in ressourcenschwachen Familien oft nur indirekt, man kann nicht eine sozial gestresste oder psychisch eingekesselte Mutter durch noch so einfühlsame Worte überzeugen wollen, wie sie das mit ihrem Kind besser packt… Und das gute „Vorbild“ reicht da auch nicht weit (wenn es Ihnen schlecht geht, können Sie sich auch nicht so ohne weiteres für die vernünftigen Lebenswege der anderen begeistern…).
Mit Bildung und Intellekt hat das meines Erachtens auch nichts zu tun – hochgebildete Mütter haben es mit ihren Babys nicht leichter als andere…
Der Weg führt da oft über ganz konkrete Entlastung, Vermittlung von Hilfsangeboten, aber auch über Vernetzung mit anderen Müttern, stärkende Erfahrungen im eigenen Umfeld – all das eben, was sich nur so schwer „vermitteln“ lässt.
Mit Rückenwind klappt dann auch das Bonding und das Stillen besser, was wiederum eigene „Engelskreise“ begründet (habe das in dem Abschnitt zur „Kompetenzkette“ in „Menschenkindern“ beschrieben). Eine gute Hebamme, Mütterpflegerin, Nachbarin, Sozialarbeiterin sind da Gold wert – aber wir haben viel zu wenig davon. Jedenfalls: ohne dass sich das „System Familie“ erholt und gestärkt wird, werden auch die Kinder nicht stark. Nur dann erwacht auch die intuitive Kompetenz zum Leben… Solange es der Mutter nicht gut geht, kann sie dem Kind beim besten Willen nicht das mit auf den Weg geben, was sie gerne wollte.

Darf ich auf ein paar Artikel verweisen für ein paar Fragen – ich bin einfach so eingespannt, dass der Brief sonst ewig liegenbleibt… Etwa auf meiner Webseite unter „Downloads„: Was brauchen Neugeborene am meisten?

Oder, unter www.kinder-verstehen.de/artikel.html: Das Interview aus der TAZ: Baut euch einen Stamm auf! Oder: zu Bindung: Mehr als Urvertrauen – Was Bindung ist und wie sie das Leben prägt. Also da finden Sie bestimmt was Interessantes.

Herzlich, Ihr  Herbert Renz-Polster

EDIT: Herbert Renz-Polster ist jetzt recht neu im medizinischen Beirat der schönen Internetseite: Einfach Eltern.

Klitzekleine Nachlese: Quartalstreffen Nr. 3/2012

Das Wetter war gestern besser als erwartet, aber ganz schön frisch. Und in der Judohalle war es angenehm warm…
Dieses Mal drehte es sich viel um Windelfrei und Abhalten. Mit von der Partie war Kristina von AbhaLa, die sich auch auf ihr zweites Windelfrei-Baby freut.

P.S.: Für das nächste Mal – merke: 15. Dezember 2012 (Weihnachtstreffen)!!!lasse ich mir eine Fährte für Spurenleser einfallen, damit alle ohne Umwege auch beim ersten Mal zum Treffen finden.