Archiv der Kategorie: Allgemein

Achtsam in der Familie leben

Heute bekam ich eine Mail von Heike, die ein Blog über Achtsames Familienleben betreibt: Family-Zen.

Sie gibt Tipps und Ideen, wie man Achtsamkeit, Bewußtheit und die Kunst der Langsamkeit im Familienalltag umsetzen kann. Sie hat z.B. eine Liste mit Tipps, wie man sich als Paar weiterhin die Zweisamkeit erhält. Wobei ich mir nie so sicher bin, was das genau heißt – wir z.B. genießen die Zeit mit den Kindern total, aber ja, es ist auch nochmal ganz anders nachts um vier im Dunkeln dazusitzen, den schlafenden Kids zu lauschen und einfach mal nur zu reden, nur wir beide! Ich frage mich oft, ob das kulturell bedingt ist, dass wir das brauchen – allein sein, allein zu zweit etc. Oder ist das menschlich? Brauchen alle Menschen das? Tiere auch? Wieder so eine ungeklärte Frage, die man mal recherchieren müsste.

Auch schön: So hört euer Kind euch zu – mit Tipps, wie wir es schaffen, einen kleinen Raumschiffingenieur dazu zu kriegen, sich seine Schuhe anzuziehen.

Definitiv ein Blog zum Stöbern, mit schön übersichtlichen Tipplisten und achtsamen Tipps für den Alltag mit Kindern.

Und zack!

Und ich schreibe meine Zweifel – und da wacht sie auf, stillt, ich ziehe sie aus und – zack! entleert sich ein hochkonzentriertes, 4 Wochen altes Neugeborenes in die Badewanne.

Vergesst meine Zweifel. Sie wissen es.

(ja, die Badewanne. Wer es schafft, diese sonnengelbe Fontäne gezielt in ein WC zu kriegen, möge es mir bitte schnell sagen, wie!!)

Windelfrei mit Neugeborenem – Woche vier

Hmmmm….

…also, sicher bin ich mir nicht. Ehrlich nicht. Und jedes Mal, wenn ich dann bloggen will: „Ich glaube, Windelfrei mit einem vier Wochen alten Kind ergibt keinen Sinn“, dann lächelt sie und pieschert fröhlich in die Wanne ;).

Alles ist anders. Sie hat einen völlig anderen Rhythmus als ihr Bruder. Sie schläft und trinkt und macht zu völlig anderen Zeiten. Sie will nach dem Aufwachen erstmal trinken und sich erst dann erleichtern. Ich habe in der Tat nicht so viel Zeit wie beim Kleinen, um mich ihr zu widmen, denn wenn sie z.B. gerade aufwacht und ich ihm eine Geschichte vorlese, kann und will ich nicht jedes Mal aufstehen und sie abhalten gehen.

Andererseits findet er es total toll, wenn seine Schwester ins WC oder Bidet macht und freut sich tierisch. Und sie sich auch. Wir wechseln immer noch sehr häufig die Windeln – Stoff sowieso, Pampers auch.

Dennoch…wir halten eher wenig ab. Wir haben allerdings auch fast keine großen Geschäfte in Windeln. Es bleibt dabei, dass sie kleine Mengen absetzt und dann meckert und wartet, bis sie den Rest „draußen“ machen darf. Allerdings macht sie auch nur 1x am Tag.

Sie ist schlicht noch so klein! Sie schläft ja noch so viel und hat so kurze Wachphasen, dass wir kaum zum Abhalten kommen. Wenn sie im Schlaf macht, sehe ich ihr das schon an – sie machen ja nicht „im Schlaf“, sondern wachen leicht auf und schlafen dann weiter. Wenn sie beim Stillen pieschern muss, merke ich das auch, halte sie aber seltenst dann ab, sondern mache einfach nur „Sssss – nimm die Windel, Schatz“. Sie jedes Mal auszupellen ist mir einfach zu kritisch, sie wird so schnell müde und weint dann herzzerreißend, dass ich lieber warte bis ihre Wachphasen länger sind. Wie machen andere das mit den ganz Kleinen?

Bin gespannt, wie Windelfrei im zweiten Monat mit ihr wird. Manchmal denke ich, ja, sie hat das Prinzip schon verstanden, manchmal denke ich, nee, das ist alles Unsinn, sie ist viel zu Klein. Vielleicht liegt die Wahrheit wie immer irgendwo dazwischen…

Neugeborenes im Haus – Tipps und Ideen

Wickeln:

Wir sind derzeit voll auf Stoff 😉 – wie gesagt – sowie „Pampers New Baby“ im Wechsel.

Wir benutzen übrigens auf Anraten unserer Hebamme von damals aus der FERA keine Feuchttücher. Sie kosten Geld und sind nicht gut für die Baby-Haut. Stattdessen hat der Mann drei seiner alten Baumwoll-T-Shirts ausrangiert, die haben wir in kleine Stücke geschnitten. Damit waschen wir den Babypo mit einer Mischung aus warmem Wasser und Olivenöl. Das säubert prima und fettet die kleine Haut gleich mit ein. Wenn sie wund ist oder trockene Stellen hat, mache ich Muttermilch drauf, das hilft perfekt. Wir haben also definitiv wieder ein Equipment-armes Neugeborenes.

Schlafen:

Eine bekennende Safe-Co-Sleeping-Mama schreibt hier. Wir machen das so:

Sie schläft neben mir auf einer festen Matratze. Ich habe ein festes Kissen und liege mit meinem Kopf auf Höhe ihres Kopfes – außer zum Stillen. Gegen die nachts auslaufende Milch habe ich ein Handtuch unter uns beiden. An ihrer einen Seite liegt das Stillkissen, damit sie mir nicht rausfällt. Auf ihrer anderen Seite liege ich. Neben mir steht das Bett vom Großen, der gegen morgen zu uns gekrabbelt kommt. Er ist sogar im Halbschlaf super vorsichtig und als esie letztens einen Ton von sich gab, fragte er sofort: „Habe ich sie geweckt? Habe ich ihr weggetan?“ Ganz toller, großer Bruder.

Tragen:

Was ich mir beim ersten Kind für einen Kopf gemacht hatte, ab wann man Babies ins Tragetuch packen kann! Jetzt machen wir es seit dem dritten TAg und zwar so, wie es für ihre Physis angenehm ist. Und wenn ihr was nicht passt, meckert sie ja sofort.

Derzeit also: Tragetuch, Wickelkreuztrage. Allerdings mit angehockten Beinchen, sie sitzt wie in einem Sack. Oder ich trage sie vorne im T-Shirt, nackt, siehe unten unter „Kleidung für Mama“.

Kleidung fürs Baby:
Ich hatte mir außerdem vorher den Kopf zerbrochen, was ich meinem Windelfrei-Baby eigentlich untenrum angezogen hatte. Die Antwort ist: Nix. Windel, Söckchen und dann ab in den Pucksack. Da drin ist es schön warm, man kann das Kind darin auch ins Tragetuch packen, zur Not mal in den Maxi-Cosi ins Auto (der Pucksack hat eine Anschnallöffnung) und selbstverständlich ins Bett. Super Ding. Sie trägt also Wolle-Seide-Body oder Hemdchen (von Sanetta zum Wickeln, die langen) sowie Stoffwindel mit Wollüberhose oder Pampers und dann ist sie im Pucksack.
Wolle-Seide-Bodies sind übrigens Gold wert – sie sind ja auch teuer genug. Aber das lohnt sich m.E., wir haben eigentlich von jeder Größe nur zwei oder drei, denn sie trocknen schnell, riechen auch nicht, wenn sie mal angepieschert werden und wärmen auch dann noch, wenn sich ein halber Babymagen Milch über sie ergossen hat. Heißt: Weniger Waschen, Baby weniger Umziehen-müssen.

Kleidung für Mama:
Auch sehr praktisch ist die H&M MAMA-Serie von Oberteilen. Die meinen haben alle einen wirklich breiten Ausschnitt, sind aus dehnbarem Stoff und am Bauch schön weit. Ich benutze sie jetzt dazu, das nackte oder halbnackte Kind einfach oben in den Ausschnitt hineinzupacken (Haut an Haut mit mir) und dann ziehe ich manchmal noch den breiten Bauchbund eine SSW-Hose drüber. So ist sie nah bei mir, schläft wunderbar und kann nicht rausfallen. Und ich ruiniere mir keines meiner anderen Oberteile.

Bücher:

Ich habe definitiv vieles, vieles vergessen, was ich beim ersten Kind noch wußte und bin sehr froh, dass ich sowohl die „Hebammen-Sprechstunde“ als auch das „Handbuch der stillenden Mutter“ dabei hatte. Beide Titel sind zwar wenig sexy, aber sehr, sehr hilfreich. Weiterhin würde ich immer, immer Julia Dibberns „Geborgene Babys“ empfehlen sowie „TopfFit“ von Laurie Boucke, mein Favorit zum Thema Windelfrei. Gerade sehe ich eine tolel DVD zum Thema Stillen: „Mamas Milch“. Sie ist zwar sehr für stilldemente Mamas konzipiert ;), jede Info so aufbereitet, dass auch wirklich JEDER sie kapiert, aber wirklich vollgepackt mit guten Tipps und hilfreichen Videos – inklusive Rückbildungsyoga.

Windelfrei mit Neugeborenem – Woche 2 – sie kann es!!

Heute ist der Tag!! Gute zwei Wochen nach ihrer Geburt habe ich das zum ersten Mal das Gefühl, dass sie weiß, worum es geht. Wow! Was für ein Effekt! Was für ein Gefühl! Was für ein grinsendes Baby!!!

Ich hielt sie heute schon zwei Mal ab und jedes Mal kam prompt eine kleine Fontäne aus der jungen Dame. Heute mittag hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass sie meckert und erwartet, dass ich jetzt endlich etwas tue und als ich mir endlich selbst traute und reagierte, entleerte sich ein lächelndes Baby geräuschvoll ins Waschbecken und sank dann zufrieden in sich zusammen.

Wow. Ich meine – hey, ich kenne das ja schon. Aber erstens war ihr Bruder schon sieben Wochen alt, als wir angefangen haben und zweitens ist es immer wieder total faszinierend. Sie kann noch nicht mal den Kopf halten! Sie schläft noch fast den ganzen Tag! Und sie soll schon das Windelfrei-Prinzip verstanden haben? Das glaubt doch kein Mensch!

Aber heute war es wirklich eklatant. Was nicht heißt, dass sie nicht wenig später auch kommentarlos in die Stoffwindel gepieselt hat (das Meckern war fürs Grobe). Aber wenn sie jetzt aufs Abhalten reagiert, wird die Sache natürlich in jeder Hinsicht einfacher, denn ich weiß ja ungefähr, wann sie macht – auch ein Vorteil der Stoffwindeln, mit der Wollüberhose wird zwar von außen nix mehr nass, aber warm wird es trotzdem und so weiß ich immer, wann sie gerade gemacht hat und hab so langsam schon ein Gefühl für ihren Rhythmus.

Bin gespannt, wie das weitergeht…

Windelfrei mit Neugeborenem

Mein erster Gedanke nach der Geburt: Windelfrei?? Kommt nicht in Frage!!!

Viiiiel zu anstrengend nach der Geburt! Wo kommen wir denn dahin? Nöööö…. Pampers „New Baby“ sind meine Freunde – so dachte ich mal wieder. Ich weiß auch nicht, eigentlich bin ich fast eine windelfrei-wider-Willen-Mutter ;), denn auch diesmal sprang es mich quasi wieder an, ich konnte einfach nicht anders. Aber der Reihe nach:

In den ersten Stunden nach unserer wundervollen Hausgeburt brachte ich es einfach nicht übers Herz, diese zarte, warme, nackte Baby in eine Plastikwindel zu packen. Also wickelte ich sie in Stoff – die wunderbare Andra (www.homoepathie-berlin.de) war bei uns und hatte mir die Falttechnik gezeigt – und wartete auf das Mekonium.

Als das kam, hatte sie also Stoff an. Die erste Ladung verpasste ich völlig und war ebenso hilflos, als ich merkte, wie sehr das schwarze Zeug dann am Babypo klebt (warmes Wasser mit mallorquinischem Bio-Olivenöl haben es dann sanft gelöst – der zweifache Vater ist in Hochform). Schon beim zweiten Mal war ich wachsamer und so ging der Rest zwar in die Stoffwindel, aber die hielt ich mit etwas Abstand unter den Po, so dass uns die Säuberungsaktion erspart blieb.

Als alles „draußen“ war, stieg ich auf Pampers um. In den nächsten Tagen stellten wir fest, dass ihre Haut eigentlich ständig sehr rot war und konnten uns nicht einigen, ob sie nun schon wund war oder ob das einfach sehr gute Durchblutung sein könnte. Ich entschied mich, sie abwechselnd in Stoff und Pampers zu wickeln. Meistens trug sie nachts zwei oder drei Pampers und tagsüber Stoffwindeln und die eine oder andere Pampers. Hatte sie gerade ein großes Geschäft erledigt (was bei Neugeborenen ja wirklich niedliche Mengen sind), zog ich ihr immer erstmal Stoff an.

Allerdings war der Effekt bald, dass die Mullwindeln schon nach einem Pipi total klatschnass waren – und Body, Strampler oder Tragetuch dann auch. Es musste also der Wolle-Seide-Body her (der trocknet schneller) sowie eine Wollüberhose (dann wird der Body oder Strampler erst gar nicht nass). Jetzt ging es besser. Aber jetzt wurde auch klar, dass Stoffwindeln definitiv angebracht waren, denn als ich sie nur einen einzigen Tag mal komplett in Pampers hatte, war sie trotz häufigem Wechseln sofort wund.

Wirklich windelfrei waren wir bisher überhaupt kein Minibisschen. Ich fing viele große Geschäfte im Asia-Topf auf, aber das war eher Zufall oder weil ich gehört hatte, dass es in ihrem Bauch rumpelt. Ich mach zwar immer Abhalte-Haltung und Geräusch, aber ich habnicht das Gefühl, dass sie „reagiert“.

Hausgeburt auf Mallorca

Ihr Lieben, wir haben es getan. Wir haben unsere sieben Sachen gepackt, die Wohnung vermietet und sind nach Mallorca gegangen. Nochmal ein Kind im Winter in Berlin zur Welt zu bringen, erschien uns einfach eine wenig anziehende Vorstellung. Jetzt sind wir also auf der Insel und sitzen in einer Finca, umgeben von Orangenbäumen, Vogelgezwitscher und der Mandelblüte und haben hier unser Baby zur Welt gebracht. Die Geburtsgeschichte, wie es dazu kam, wie lustig es ist, auf Mallorca schwanger zu sein und warum wir uns für eine männliche, spanische Hebamme entschieden haben, lest ihr demnächst auf Urbia.de.

Und jetzt sofort weiter mit dem Windelfrei-Teil der Geschichte, wie versprochen!!