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Freiheit statt Angst – Geborgenheit statt Angst

Morgen ist es soweit! In Berlin startet die Groß-Demonstration gegen den Überwachungswahn unter dem Motto: Freiheit statt Angst. Das Windelfrei-Blog hat einen Flyer erstellt, den ihr unbedingt mitnehmen müsst jeder gerne dorthin mitnehmen kann.

Vorratsdatenspeicherung – was hat das bitte mit Windelfrei zu tun? Einiges.

Geborgenheit statt Angst

Eine starke Demokratie braucht starke Eltern und starke Kinder.

Aber in Bestsellern und Medien werden dank Winterhoff (EDIT: „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“)und Kast-Zahn (EDIT: „Jedes Kind kann schlafen lernen“) Kinder wieder als „Tyrannen“ dargestellt, die ihre Eltern manipulieren wollen. Diese Entwicklung macht auch vor Säuglingen nicht halt: Man lässt sie wieder schreien, füttert nach Zeitplan, lässt sie alleine schlafen. Und das alles, obwohl wissenschaftlich längst bewiesen ist, dass dies die gesunde Entwicklung der Kinder nicht fördert. Freiheit statt Angst – Geborgenheit statt Angst weiterlesen

Teilzeit-windelfrei ohne EC

oder

Warum unser Kind ganz ohne Signale trotzdem mehr als Hälfte des „Tages“ ohne Windel sein kann

Wir waren 11 Monate ein eingespieltes Team. Klar hatten wir auch unsere Pannen, aber wir kommunizierten miteinander. Es gab schon einmal einen längeren Streik, aber danach ging es einfach wieder windelfrei und EC-mäßig weiter.

Seit drei Monaten allerdings kommunizieren wir nur noch eingleisig über das Thema Ausscheidung. Sprich ich sage, „Du kannst jetzt hier Pipi machen, wenn Du möchtest“ und noch das früher bewährte „pssss“ dazu, aber die junge Dame will einfach nicht. Sie sträubt sich beim Abhelten, was ich deshalb schon gar nicht mehr anbiete. Sie steht ja lieber. Aber aus der Badewanne klettert sie mittlerweile selber wieder unverrichteter Dinge heraus – um wenige Sekunden später irgenwoanders hin zu pieseln. Sie muss also, ich denke immer, ihren Bedarf erkannt zu haben, aber sie will es partout nicht umsetzen – zumindest nicht oohne ihr Nest zu beschmutzen.

Denn auch das große Geschäft landet seit Monaten nicht mehr im Klo. Sie muss meist immer noch morgens nach dem aufstehen, aber ich bracuh gar nichtbdran zu denken, mit ihr auf’s Klo zu gehen, auch nicht im Stehen ind er Badewanne. nein ich muss ihr eine Windel anziehen, mit der zieht sie sich dann ans Bett ende zurück, hockt sich hin und knökt hinein… Mir fehlen die Worte, aber es ist ihre freie Entscheidung, oder nicht?

Da tags leider 2-4 Knökrunden dran sind ohne Vorwarnung ziehe ich ihr im Wesentlichen tags eine Windel an – mit geölegentlichen Ausnahmen, die oft genug in Reviermarkierungen jeder Couleur enden.

ABER: nachts, und das meine ich mit der Hälfte des „Tages“, nachts hat sie keine WWW am Po!!! Lediglich ein Mullwindel-Back-up. Nachts wird sie mit Pipi-und Stilldrang wach, ich stille sie über dem Asiatopf, sie erleichtert sich, wir schlafen weiter. Und am nächsten Morgen geht das dann mit der WWW wieder los. Aber nachts war der Po eben durchweg trocken, und das ist doch etwas, was ich jeden Tag feiern kann, oder ?

Und dann kommen noch viele weitere Situationen, in denen sie nicht pinkelt, oder einfach nach Laune pinkeln darf. zB der Mittagsschlaf (noch mal 60-150 Minuten ohne WWW). Spaziergänge in der Manduca (30-180 Minuten), 30 Minuten nach jedem großen Geschäft, in der Sonne draussen auf der Wiese…

-> Insgesamt kommen wir so also auf ca 18 von 24 Stunden, die sie ohne den geringsten Laut oder Hinweis trotzdem windelfrei sein kann. Ich finde das wundervoll und gräme mich nicht mehr, das wir nach so „erfolgreichen“ EC-Monaten in einem Dauerstreik angekommen sind. Ich freue mich einfach über jede windelfreie Stunde statt die WWW zu zählen, die wir jetzt doch wieder fleißig verbrauchen.

Still-Videos – so gehts

Zur Weltstillwoche: Auf der Seite der kanadischen Still-Klinik von Jack Newman (Wiki-Eintrag) gibt es eine Reihe hervorragender Videos, die an verschiedenen Babies den Unterschied zwischen gut angelegt, weniger gut angelegt und nur „nuckelndem“ Baby zeigen. So kann man auch als Erstlings-Mama gut sehen, was ein sattes, zufriedenes Baby von einem unzufriedenen schon beim Stillen unterscheiden kann.

Absolut Sehenswert.

jack newman website

Newmans Mantra ist übrigens: „Bringt erst das Stillen in Ordnung!“ und zwar bei Gelbsucht, wunden Brustwarzen, angeblich zu geringer Gewichtszunahme, Schlafmangel etc. Einen Vortrag von ihm kann man sich bei der AFS hier herunterladen.. Handzettel zum allen möglichen Fragen rund ums Stillen (bisher nur auf Englisch) hier.

Windelfrei-Flyer zum Download

Auf ihrer privaten Seite hat Shikoko Inu einen Windelfrei-Flyer zum Download bereitgestellt.

Einfach runterladen, ausdrucken, im nächsten Geburtshaus auslegen, zur Stillgruppe mitnehmen etc…

Die Seite ist auch sonst empfehlenswert: Interessante Infos rund um Erziehung und Säuglingspflege, tolle Links, alles klar und klassisch gehalten, übersichtlich und angenehm geschrieben.

Time to make a baby laugh

Kali Wendorf, Gründerin des Kindred-Magazin, hat ein Essay über Materialismus, Arbeitsethik und Eile verfasst und mich bewegt besonders diese Passage:

I recently read Kate Grenville’s The Secret River, an important and poignant novel, that reaches into the fraught edges between Australian colonists and the country’s first peoples. Towards the end of the book, I read something that echoed my experience with Uncle Bob. The story’s main character, Thornhill, notices the relentless struggle of his life, and recognises a confronting paradox: the Aboriginals around his land did not seem to have to work hard to be happy, free, proud and thriving.

‘They spent time every day filling their dishes and catching the creatures that hung from their belts. But afterwards they seemed to have plenty of time left for sitting by their fires talking and laughing and stroking the chubby limbs of their babies.’ He contrasted this with how hard he and his family toiled, from sun up to sun down, ‘Only when the sun slipped down behind the ridge did they take their ease, and by then no one seemed to feel much like fun and games. Certainly no one seemed to have energy to spare for making a baby laugh.’

Time to make a baby laugh. Let’s make a difference. Let’s take the time.

Verewigt!

Heute bekam ich das Buch Baby Lulu kann es schon!geschenkt.
Baby Lulu kann es schon!

Es ist ein Kindersachbuch zum Thema natürliche Säuglingspflege und windelfreies Baby
aus der Reihe „Ich weiß jetzt wie“ der edition riedenburg. Es beschreibt, wie eine Familie von Windelfrei erfährt und es dann bei ihrem Baby Lulu anwendet. Das Buch erzählt eine kindgerechte Geschichte und gibt praktische Tipps rund um Windelfrei.

Baby Lulu kann es schon!
Die Mamas in dem Buch tragen und stillen ihre Kinder, halten sie ab, treffen sich – Attachment Parenting auf jeder Seite. Was mich persönlich unangenehm finde, sind die Fragen, die am Ende jedes Kapitels abfragen, ob man (das lesende Kind) auch wirklich verstanden hat, worum es geht: „Warum bekommt Baby Lulu „Trainerhosen“?“ – naja. Aber am Ende gibt es tolle Sach- und Internettipps. Und was habe ich da gefunden?
Baby Lulu kann es schon!

Wir sind dort mit der alten URL (die immer noch funktioniert) www.windelfrei.blog.de als Internet-Tipp verewigt! Wow, hab ich mich gefreut.

Windelfrei auf 9monate.de

Auf dem Portal 9Monate.de gibt es einen Grundlagenartikel zu windelfrei von Miriam Funke, der kurz und anschaulich erklärt, worum es geht und wie es funktioniert. Es gibt auch ein recht aktives Forum zum Thema.

Außerdem gibt es einen Erfahrungsbericht über Windelfrei mit einem 4,5 Monate alten Säugling.

Fazit: Ja, Windelfrei ist aufwendig, aber das ist mir mein Kind allemal wert und es macht einfach unheimlich viel Spaß und Freude und macht außerdem süchtig. Es täte mir mittlerweile im Herzen weh, ihn stundenlang in die Windeln machen zu lassen.

9monate ist ein Portal der Qualimedic AG, ein Ärzteberatungsportal im Internet.

Voll die Intuition, oder was?

Intuition – spätestens seit dem Buch von Ingrid Bauer ist Intuition bei Windelfrei eine heiß diskutiertes Thema. Kann man, muss man als „gute“ Mutter wissen oder spüren, wenn das Kind mal muss? Oder ist das totaler Humbug? Eine Windelfrei-Mama kommentierte die Frage kürzlich in der TopfFit-Mailingliste folgendermaßen:

Bauer schreibt “ am dritten tag (nach der Geburt, Anm. d. R.) setzte bei mir die intuition ein“ also bei mir setzte am dritte tag die milch ein und zwar gewaltig!

Hihi – so ging es mir auch :-D.

Aber wie ist das denn nun mit der ach so tollen Intuition? Manche Windelfrei-Mütter berichten, dass sie wirklich „spüren“, wenn ihr Kind mal muss, andere verlassen sich ausschließlich auf die Uhr. Beides ist völlig okay. Was imho mit der Intuition gemeint ist, ist keine Hexerei und keine Telepathie, sondern schlicht eine Art Gewöhnung aneinander und den Rhythmus des Babies. Monika Penker-Alscher hat in der TopfFit-Liste gerade gepostet, wie sie anderen Müttern die Windelfrei-Intuition erklärt und ich darf das hier wiedergeben:

Ich erkläre jungen Müttern immer gerne, daß die Intuition zum Abhalten
so ist wie beim Füttern oder Stillen.

Man kriegt einfach mit der Zeit ein Gespür dafür wann das Kind Hunger
hat. Das hängt mit der Uhrzeit/Tageszeit zusammen und dann sendet das
Baby ja auch Hungersignale. Mal ist man zu früh dran mit Füttern. Mal
ist man genau richtig. Mal ist man zu spät und das Baby schon richtig
ärgerlich vor Hunger.

Und man gibt halt sein Bestes und füttert das Baby weiterhin und
kommuniziert mit ihm. Aber es kommt keine Mami auf die Idee dem Kind
ständig einen Nahrungsschlauch in den Mund zu stecken, weil sie nicht
genau erahnen kann wann das Baby Hunger hat.
Genauso ist es mit dem Abhalten. Mal ist man zu früh, mal genau
richtig, mal zu spät. Aber deshalb sollte man nicht aufhören zu
kommunizieren über dieses Bedürfnis. Für mich ist die Pampers so
etwas. Ein Ende der Kommunikation über ein Bedürfnis.

Wenn ich so jungen Müttern über Windelfreiheit erzähle, dann nicken
sie, den jede junge Mami hat ein gutes Gespür darin zu wissen, wann
ihr Baby Hunger hat.

So einfach ist es :). Nur nicht stressen lassen…