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Meredith Small: "Babies sind ganz einfach" (Video)

Zweites Video unserer Serie: Meredith Small, Autorin von Our Babies, Ourselves, im Interview mit Nicola Schmidt.

Wir haben ein sehr einfaches biologisches System genommen, ein hilfloses Baby, ein Betreuer, der auf Babies Zeichen reagiert, ein parallel entwickeltes System. Und wir haben da die Kultur drüber gestülpt. Und was herauskommt ist völlig anders als das, was man erwarten würde.

Also available in the Original english version here.

Auf Baby.de

Wir sind übrigens auf Baby.de erwähnt:

Viele Informationen zu der Weltstillwoche gibt es beispielsweise auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e.V (AFS). Auch viele Blogs zum Thema Baby und Kind widmen sich dem Thema Stillen & Stillwoche. So gibt es etwa bei 123-windelfrei ein Still-Video, das beim Unterscheiden eines zufrieden saugenden Babys von einem nur oberflächlich nuckelnden Baby hilft.

Nasse Nacht

Heute Nacht dachte ich: „Huhu, vielleicht schläft er ja länger oder durch, wenn ich ihn einfach nicht mittendrin abhalte?“ Es gibt ja die Geschichte von der Mama, die ihren Sohn alle Stunde abhielt und feststellte, dass das Kind „für Mama“ sozusagen auch alle Stunde ein bisschen was machte. Als sie nach ein paar erschöpfenden Nächten aufgab und die Abstände größer machte, ging das völlig problemlos und alle bekamen mehr Schlaf.

Vielleicht klappt das ja auch bei uns, dachte ich, und wir können jetzt doch durchschlafen? Und ja, gewissermaßen klappte es – er meckerte zwar in der Mitte der Nacht, ließ sich aber mit Stillen wieder überreden und schlief dann bis um halb sechs. Allerdings wachten wir da beide auf, weil irgendetwas komisch war… Aber er hat nicht einfach ins Bett gemacht: Er hat sozusagen einen „Warnschuß“ losgelassen und mir dann Zeit gelassen, ihn doch noch auszupellen und abzuhalten. Eine leicht feuchte Schlafanzughose flog neben das Bett und ein Handtuch wurde auf den Mini-Fleck im Bett gelegt, das Kind abgehalten, dann hab ich seufzend die Schüssel neben das Bett gestellt und bis um acht weitergeschlafen.

Einfach nicht machen klappt also nicht ;). Aber vielleicht klappt ja ein gewissen ausdehnen. Nicht mehr um vier, sondern erst um fünf abhalten, dann erst um sechs und dann erst um sieben. Zwischen halb eins (ich hing noch viel zu lange nach dem letzten Abhalten vor dem Rechner) und sechs zu schlafen war jedenfalls eine ganz neue Erfahrung. Eine nicht zu unterschätzende Erfahrung, man fühlt sich so frisch am nächsten Morgen!

Nein, wir sind noch nicht am Ende dieses Blogs, es bleibt spannend! Und außerdem werden rundherum ja gerade so viele Kinder geboren, da gibt es sicher noch die eine oder andere Windelfrei-Geschichte zu erzählen. Wenn jemand eine zu berichten hat – lasst es mich wissen!

Manduca im Dauer-Test

Es waren ideale Bedingungen: Als 99,9% Tragemama habe ich unsere Manduca einem gnadenlosen Dauer-Test unterzogen. Ich hab es heute mal überschlagen: 14 Monate, 29.270 Flugmeilen, etwa 2500 Stunden, drei Klimazonen (Tropen, Wüste, Mitteleuropäisch) – unsere Manduca hat ganz schön was mitgemacht. Ich habe wohl mehrere hundert Mal die Schnallen geöffnet und geschlossen, sie herunter und hinaufgenommen, auf ihr gesessen, auf ihr gewickelt, sie in Koffer und Rucksäcke geknautscht, in Zügen über der Klima-Anlage frieren, sie an Stränden in der Sonne braten lassen. Das hat Spuren hinterlassen…
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Windelfrei!

Wir sind windelfrei! Definitiv.

Das Paket Windeln, das ich im Juli gekauft habe, liegt hier halb leer herum und keiner kümmert sich um das arme Ding. 20 Monate ist er jetzt alt und es ist ganz einfach: Wir halten ihn regelmäßig ab und wenn wir es vergessen, kommt es schon mal vor, dass er selbst ins Badezimmer geht, „Pipi!“ verkündet und wartet, bis man ihn abhält oder auf den Topf setzt. Und wenn er untenrum nix anhat, setzt er sich auch ganz alleine auf den Topf – manchmal nur, um dann die drei Tropfen, die er sich abgerungen hat, voller Stolz in die Toilette schütten zu gehen. Übrigens: Das Babyzeichen-Zeichen für „ich muss mal“ hat er bis heute nicht ein einziges Mal gemacht. Mittlerweile mach ich es auch nicht mehr, es interessiert ihn einfach nicht ;).

Nachts ist er ja schon lange windelfrei, da ist es allerdings so, dass er noch immer zwei Stunden nach dem Schlafengehen und etwa in der Mitte der Nacht noch einmal muss (und ich ihn dann abhalte). Gestern dachte ich , uff, ich bin zu müde, heute mal eine Nachtwindel…aber dann hat er gegen halb fünf so vorwurfsvoll „Mama!!“ gerufen und sich so heftig hin- und hergewälzt, dass ich ihm die Windel auszog, ihn abhielt und erst dann konnten wir alle wieder weiterschlafen. Das ist nun…naja, irgendwie erfreulich, aber auch etwas unpraktisch: Ausbüchsen ist nicht mehr. Ich bin mal gespannt, wann die kleine Blase „durchschläft“!

Und ich bin gespannt, wie lange die Phase anhält, oder ob wir jetzt wirklich soweit sind. Jetzt kommt ja der Winter, das könnte noch mal spannend werden (viele Klamotten, an- und ausziehen zu Abhalten etc.).

START Videoserie: Was ist eigentlich Windelfrei/TopfFit?

Heute startet die Video-Serie. Ab heute gibt es jeden Montag ein neues Video zu einer Frage, die Eltern bewegt. Wie oft, wie lange können wir stillen? Wo sollte ein Baby schlafen? Warum sagt uns jeder Experte eigentlich etwas anderes?
Welche Bedürfnisse haben unsere Steinzeit-Babies auch im Internet-Zeitalter – und wie befriedigen wir diese, ohne in eine Höhle zu ziehen?

Wir haben aus den Interviews der USA-Reise die Antworten zusammengefasst und beginnen heute mit Laurie Boucke, die erzählt, wie windelfrei im Internet-Zeitalter funktionieren kann und woher sie eigentlich die Idee mit Windelfrei hat. (We also uploaded an english version of the video here.)

Nächste Woche: Meredith Small zur Frage „Unsere Babies werden alle zu früh geboren – wie hat sich die Natur das eigentlich gedacht?“

Windelfrei – 10 Tage altes Baby

Eine Freundin hat – herzlichen Glückwunsch! – vor 10 Tagen ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Heute rief sie an: „Wie mache ich das denn jetzt mit Windelfrei? Und wann anfangen?“

Wir diskutierten ein wenig und kamen überein, dass sie dann anfängt, wenn es für beide stressfrei und entspannt ist und sich „richtig anfühlt“. Und wenn es ihnen auch etwas bringt – ruhigeres Stillen zum Beispiel. Denn siehe da, das Problem mit dem heftig an- und abdockenden Baby hatte sie auch schon gehabt und gar nicht dran gedacht, dass das ein „ich muss mal“-Signal ist.

Gerade erreichte mich dann diese Mail:

Wir habens grad beim Stillen mit Töpfchen unterm Popo probiert und es hat direkt geklappt! 🙂
Wie cool!

🙂

"Wo Gewalt entsteht" – AP als Gewaltprävention

Caroline Fetscher schreibt heute im Tagesspiegel einen Kommentar über den Mord in der Münchner S-Bahn und die Rufe der Politiker nach härteren Strafen. Sie fragt dabei, wo Gewaltprävention ansetzt und antwortet: Bei der Hebamme.

Hier kreuzt sic der Ansatz des Attachment Parentings oder des Steinzeit-Babies mit gesellschaftlichen Anliegen. Wenn wir lernen, unsere Babies zu lesen, auf sie adäquat zu reagieren, wenn kleine Kinder diesen Umgang sehen und nachahmen, dann erschaffen wir auch weniger gewaltbereite Erwachsene. Denn wer sich in den anderen hineinversetzen kann, reagiert seltener mit Gewalt.

Natürliche Säuglingspflege als Gewaltprävention? Vielleicht eine Chance. Denn der Kern des „natürlich“ ist, dass wir die Bedürfnisse unserer Babies nach Nähe, Zuwendung und Körperkontakt achten und befriedigen – und damit positive Grunderfahrungen schaffen. "Wo Gewalt entsteht" – AP als Gewaltprävention weiterlesen

OT: Konformin

Kennt jemand eigentlich Konformin?

Konformin- Packung

Was ist Konformin und wie wirkt es?

Konformin ist – das geben wir ganz ungeniert zu – die weltbeste Erfindung seit Menschengedenken.
Es ist für jedes Alter vom Zeitpunkt der Geburt an geeignet.
Die Kinder werden dadurch gefügig, zahm, mucken nicht mehr auf, wollen nicht mehr ins elterliche Bett oder gar an die mütterliche Brust, schlafen von Geburt an 25 Stunden am Stück durch, tun, auch wenn sie älter werden, nur noch, was man ihnen sagt, trödeln nicht mehr herum und werden alles in allem konforme und wohlanständige Bürger.
Natürlich vollkommen nebenwirkungsfrei.

Konformin-Anzeite

Hä? Des Rätsels Lösung:

Wer das alles wie wir für überflüssig hält und der Meinung ist, dass Kinder durchaus auch Menschen mit legitimen Bedürfnissen sind, der kann die Bücher des Anahita-Verlages in rauen Mengen kaufen und weiterempfehlen.
Deswegen haben wir die Konformin-Werbung erfunden.

Eine Erfindung des Anahita-Verlages – köstlich!

Windelfrei beim Kinderarzt

Wir waren letztens wieder beim Kinderarzt bzw. unserer Kinderärztin. Unsere KIA ist wirklich eine tolle Ärztin, die ich sehr schätze. Von windelfrei hatte sie noch nie gehört und ich glaube, sie hielt es für die harmlose Spinnerei von zwei ansonsten netten Strebereltern.

Aber beim unserem jetzigen Besuch sagte sie:
„Hm, eigentlich bräuchte ich jetzt eine Urinprobe, ich gebe ihnen mal so eine Spezial-Windel mit.“
„Können Sie uns nicht ein Becherchen geben?“
„Und dann?“
„Naja, dann macht er da rein und fertig.“
„Wie bitte? Er macht auf Kommando?“ sie lachte und schaute sehr neugierig, „Na, das will ich sehen!“
Sie holte einen Becher, mein Sohn machte fröhlich hinein und sie rief begeistert nach ihrer Sprechstundenhilfe:

„Schau Dir das an! Das hättest Du sehen müssen! Er hat AUF KOMMANDO da hinein gemacht, mit 20 Monaten! Das ist wirklich ein tolles Kind.“

Meistens ist es für eine Windelfrei-Mama ja etwas, was wir jeden Tag sehen: Man macht „psss“ und sie machen. Aber trotzdem hat mich ihre Begeisterung angesteckt – hab den ganzen Weg nach Hause im Kreis gegrinst.