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Windelfrei mit Neugeborenem – Woche 2 – sie kann es!!

Heute ist der Tag!! Gute zwei Wochen nach ihrer Geburt habe ich das zum ersten Mal das Gefühl, dass sie weiß, worum es geht. Wow! Was für ein Effekt! Was für ein Gefühl! Was für ein grinsendes Baby!!!

Ich hielt sie heute schon zwei Mal ab und jedes Mal kam prompt eine kleine Fontäne aus der jungen Dame. Heute mittag hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass sie meckert und erwartet, dass ich jetzt endlich etwas tue und als ich mir endlich selbst traute und reagierte, entleerte sich ein lächelndes Baby geräuschvoll ins Waschbecken und sank dann zufrieden in sich zusammen.

Wow. Ich meine – hey, ich kenne das ja schon. Aber erstens war ihr Bruder schon sieben Wochen alt, als wir angefangen haben und zweitens ist es immer wieder total faszinierend. Sie kann noch nicht mal den Kopf halten! Sie schläft noch fast den ganzen Tag! Und sie soll schon das Windelfrei-Prinzip verstanden haben? Das glaubt doch kein Mensch!

Aber heute war es wirklich eklatant. Was nicht heißt, dass sie nicht wenig später auch kommentarlos in die Stoffwindel gepieselt hat (das Meckern war fürs Grobe). Aber wenn sie jetzt aufs Abhalten reagiert, wird die Sache natürlich in jeder Hinsicht einfacher, denn ich weiß ja ungefähr, wann sie macht – auch ein Vorteil der Stoffwindeln, mit der Wollüberhose wird zwar von außen nix mehr nass, aber warm wird es trotzdem und so weiß ich immer, wann sie gerade gemacht hat und hab so langsam schon ein Gefühl für ihren Rhythmus.

Bin gespannt, wie das weitergeht…

Windelfrei mit Neugeborenem

Mein erster Gedanke nach der Geburt: Windelfrei?? Kommt nicht in Frage!!!

Viiiiel zu anstrengend nach der Geburt! Wo kommen wir denn dahin? Nöööö…. Pampers „New Baby“ sind meine Freunde – so dachte ich mal wieder. Ich weiß auch nicht, eigentlich bin ich fast eine windelfrei-wider-Willen-Mutter ;), denn auch diesmal sprang es mich quasi wieder an, ich konnte einfach nicht anders. Aber der Reihe nach:

In den ersten Stunden nach unserer wundervollen Hausgeburt brachte ich es einfach nicht übers Herz, diese zarte, warme, nackte Baby in eine Plastikwindel zu packen. Also wickelte ich sie in Stoff – die wunderbare Andra (www.homoepathie-berlin.de) war bei uns und hatte mir die Falttechnik gezeigt – und wartete auf das Mekonium.

Als das kam, hatte sie also Stoff an. Die erste Ladung verpasste ich völlig und war ebenso hilflos, als ich merkte, wie sehr das schwarze Zeug dann am Babypo klebt (warmes Wasser mit mallorquinischem Bio-Olivenöl haben es dann sanft gelöst – der zweifache Vater ist in Hochform). Schon beim zweiten Mal war ich wachsamer und so ging der Rest zwar in die Stoffwindel, aber die hielt ich mit etwas Abstand unter den Po, so dass uns die Säuberungsaktion erspart blieb.

Als alles „draußen“ war, stieg ich auf Pampers um. In den nächsten Tagen stellten wir fest, dass ihre Haut eigentlich ständig sehr rot war und konnten uns nicht einigen, ob sie nun schon wund war oder ob das einfach sehr gute Durchblutung sein könnte. Ich entschied mich, sie abwechselnd in Stoff und Pampers zu wickeln. Meistens trug sie nachts zwei oder drei Pampers und tagsüber Stoffwindeln und die eine oder andere Pampers. Hatte sie gerade ein großes Geschäft erledigt (was bei Neugeborenen ja wirklich niedliche Mengen sind), zog ich ihr immer erstmal Stoff an.

Allerdings war der Effekt bald, dass die Mullwindeln schon nach einem Pipi total klatschnass waren – und Body, Strampler oder Tragetuch dann auch. Es musste also der Wolle-Seide-Body her (der trocknet schneller) sowie eine Wollüberhose (dann wird der Body oder Strampler erst gar nicht nass). Jetzt ging es besser. Aber jetzt wurde auch klar, dass Stoffwindeln definitiv angebracht waren, denn als ich sie nur einen einzigen Tag mal komplett in Pampers hatte, war sie trotz häufigem Wechseln sofort wund.

Wirklich windelfrei waren wir bisher überhaupt kein Minibisschen. Ich fing viele große Geschäfte im Asia-Topf auf, aber das war eher Zufall oder weil ich gehört hatte, dass es in ihrem Bauch rumpelt. Ich mach zwar immer Abhalte-Haltung und Geräusch, aber ich habnicht das Gefühl, dass sie „reagiert“.

Windelfrei-Studie sucht Windelfrei-Mamas

Liebe Runde,

“Babys können ihre Ausscheidungen nicht kontrollieren” – so heißt es noch immer in vielen Lehrbüchern und Arztpraxen. Windelfrei-Eltern erleben ihre Kinder ganz anders, aber ohne wissenschaftliche Daten bleiben das immer Einzelfälle. Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Studien zum Thema.

Deshalb planen Simone Rugolotto und Laurie Boucke eine neue internationale Studie über Familien, die Windelfrei/Ausscheidungskommunikation im ersten Lebensjahr ihres Kindes praktizieren. Mitmachen können alle, deren Baby jünger als 16 Wochen ist!

Dr. Simone Rugolotto ist Wissenschaftler in Italien und hat schon mehrere wissenschaftliche Arbeiten über Windelfrei veröffentlicht. Laurie Boucke lebt in den USA, sie ist die Autorin von “TopfFit”. Ich bin die deutsche Kontaktperson für alle Interessierten.

Die Studie läuft so ab: Kinderärzte oder Krankenschwestern bekommen einen Fragebogen, und werden die Eltern alle 1-2 Monate zu ihren Erfahrungen mit Windelfrei befragen, bis zum Alter von 12 Monaten. Die Interviews können per Telefon oder Skype durchgeführt werden oder auch direkt beim Kinderarzt selbst. Die Studie endet im Juni 2012. Die Daten werden anschließend analysiert und das Ergebnis in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Wenn euer Baby schon zu alt ist, um noch mitzumachen, ihr aber einen Arzt kennt, der an dieser Studie gerne teilnehmen würde, freuen wir uns über einen Kontakt. Auch wenn ihr noch andere Windelfrei-Familien kennt, die gerne mitmachen würden, lasst es uns wissen – je größer die Fallzahlen, desto besser die Studie.

Wenn ihr interessiert seid, antwortet gerne hier oder über Mail . Wir schicken euch dann ein Anschreiben für euren Kinderarzt sowie den Fragebogen bzw. leiten Kontakte an Laurie und Simone weiter.

Herzlicher Gruß in die Runde,
Nicola

Windelfrei mit Neugeborenem

Gerade lese ich Geburtsberichte von vier Generationen (besonders der erste ist wirklich lesenswert!) und finde beim letzten einen kleinen Windelfrei-Absatz von einer hochmotivierten Großmutter:

„Windelfrei“: Das ist mir unheimlich. Ich hab viel gelesen und fand die Idee ganz toll, aber das es bei einem Neugeborenen so gut klappt, das hätte ich nie geglaubt. Er trägt immer noch oft Wegwerfwindeln, aber es geht selten was rein. Er mag es total, über dem Waschbecken abgehalten zu werden. Und es macht echt Spaß … Für alle Beteiligten …. Okay, wir haben die Zahnbürsten mal beiseite gestellt, die stören bei unseren Zielübungen ins Überlaufloch…
Bitte! Versucht es!!! Egal wie doof ihr die Idee findet, versucht es einfach mal!!!! Ich finde es völlig überraschend, dass es offensichtlich ein BEDÜRFNIS eines Neugeborenen ist, NICHT in die Windel zu machen! Mupfel wird auch nur alle paar Stunden mal abgehalten. Und trotzdem funxt es! BITTE VERSUCHTS mal!!! Es macht voll Spaß!!!

🙂

Windelfrei-Nachwuchs!

Liebe Blog-Leser, Besucher, Freunde,

für alle, die es nicht eh schon wissen, ist es jetzt gaaaanz offiziell: Wir erwarten fröhlich und begeistert im Winter unser zweites Kind! Und damit geht es dann auch hier im Windelfrei-Blog endlich wieder live um den Windelfrei-Alltag mit Neugeborenem. Ich bin mal gespannt, ob wir es diesmal „von Geburt“ an machen oder ob ich mich wieder erstmal mit dem Kind einfinden und sammeln muss. Diesmal ist ja keine Hemmschwelle da, ich weiß ja jetzt, wie’s geht. Jedenfalls gibts dann endlich wieder Windelfrei-Live zu bloggen und zu lesen. Und natürlich weiterhin alles rund um Tragen, Stillen, Schlafen, Spielen, Entwickeln, Netzwerken, Surfen etc. :).

Eure Nicola

Vorsicht! Attachment Parenting funktioniert nicht

Es gibt ein Problem. Attachment Parenting funktioniert nicht. Auch Unerzogen funktioniert nicht. Und doch glauben alle daran – und machen sich selbst und einander das Leben zur Perfektionshölle.

Letztens erzählte ich einer anderen AP-Mutter, dass unser Sohn Karies hat und jetzt eine zahnärztliche Behandlung braucht. Jene Mutter fragte zuerst die Dinge ab, die uns auch Familienmitglieder, Zahn- und Kinderärzte fragen: Wieviel Zucker bekommt er? Wie oft putzt ihr Zähne? Womit? Als ich alle diese Fragen offenbar zu ihrer Zufriedenheit beantwortet hatte, sagte sie: „Hm, klingt so, als hättet ihr alles richtig gemacht.“ (Subtext: Es hätte funktionieren müssen)

Ja, irgendwie schon, dennoch stehen wir vor der Frage nach dem Warum, die derzeit mit „vielleicht hat er einfach extrem empfindlichen Zahnschmelz“ beantwortet wird. Aber sie war ja eine AP-Mutter…und sie hatte eine viel bessere Idee: „Und trotzdem Karies…ich finde, ihr solltet euch Gedanken darüber machen, was euer Kind euch damit sagen will, wenn ihm quasi der Mund wegfault.“ (Subtext: Wenn es nicht funktioniert hat, ist bei euch irgendetwas falsch!)

Wow. Das saß. Ich war sprachlos. Verletzt. Schließlich wütend. Dann habe ich – wie immer – versucht, nachzudenken. Und heraus kam: Tausend Dank für diese Replik! Denn ja, genau hier liegt eines der größten Probleme des Attachment Parenting.

AP-Mütter glauben – und bekommen fast überall in der Szene gesagt – dass man bei einem Kind nur die richtigen Knöpfe drücken muss und es wird ein zufriedenes, gesundes, freundliches, unerschrockenes, aufmerksames, kooperatives Baby und Kleinkind sein. Vorsicht! Attachment Parenting funktioniert nicht weiterlesen →

Nasse Nächte!

Unser Bett ist wieder nass! Ich weiß nicht, wie und warum es passiert ist, aber im Urlaub passierte es plötzlich, dass ich nachts aufwachte, weil es neben mir nass war. Ich dachte, naja, es ist heiß draußen, er hat viel getrunken…

Aber jetzt ist es bereits in zwei Wochen – wir sind wieder zu Hause – das dritte Mal so gewesen. Er meldet sich nicht, wenn er muss, reagiert aber auch nicht, wenn ich ihn frage oder ihn abhalte. Allerdings ist es so, dass es nur passiert, wenn die Blase voll ist, wir also kurz vor dem Schlafengehen nicht nochmal im Bad verschwunden waren.

Also werde ich ab jetzt drauf achten, dass er wirkliche leer ins Bett geht und dann mal schauen, ob es wieder anders wird!

"Ich bin noch nicht fertig!"

Das Kind ist jetzt 2 Jahre und 6 Monate alt. Und es spielt sich folgende Szene mittlerweile regelmäßig bei uns ab: Plötzlich ist er weg. Ich suche ihn. Finde ihn nicht. Gehe als letztes zum Badezimmer – und werde schon an der Tür mit dem Ruf abgehalten: „Stop!! Ich bin noch nicht fertig!!“ Ich weiß nicht, woher er das hat, aber es ist definitiv so, dass er immer häufiger besonders große Geschäfte „ganz alleine“ erledigen möchte. „Ich rufe dich dann!“ ist die Ansage und das macht er dann auch, wenn er fertig ist.

Ich frage eigentlich kaum noch, ob er mal muss. Wir haben unseren Rhythmus – morgens etc. und dem folgen wir. wenn ich es mal vergesse, höre ich dann schonmal: „Mama, jetzt muss ich aber gaaanz dringend!!!“ – und dann flitzen wir ;).

Wenn er – was selten ist – mal nachts muss, kann ich mich übrigens drauf verlassen, dass er sich meldet. Er wacht dann auf und sagt: „Mama, ich muss mal“, wir gehen – beide schlaftrunken – ins Bad, erledigen alles und schlafen weiter. Großartig. Windeln? Öhhh – ich glaube, wir haben keine mehr hier :D.

Veranstaltung: Windelfrei in Villingen-Schwenningen

Veranstaltungshinweis: Beim S’Hebammenhaus gibt es im jetzt Windelfrei-Infoabende:

„SauberWERDEN oder SauberBLEIBEN- ohne Windeln ab der Geburt!“
Infoveranstaltung „Sauberbleiben statt Sauberwerden“

Montag, 14.06.2010 (ausgebucht)
Montag, 04.10.2010 um 20.00 Uhr
Unkostenbeitrag: 3 Euro/Person ; 5 Euro/Paar
Referentinnen: Frau Stulz (Mutter von 4 Kindern, Trageberaterin, Doula)
Frau Steinmann (Mutter von 2 Kindern, Hebamme)
Telefonische Anmeldung unter 07721-87 87 105 (auch auf den Anrufbeantworter)

Und einen ein Austauschtreff für alle praktizierenden und Bald-Starter am 09.07. um 10.00 Uhr im S’Hebammenhaus. Viel Spass dabei!