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Kinder sind richtige Individuen

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Nadines Babyjunge kam 5 Wochen zu früh, doch trotzdem war es ihr wichtig schon von Anfang an auf seine Ausscheidungen zu achten:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Vor bald 3 Jahren wurde ich plötzlich und unerwartet schwanger. Ich war 22 und hatte mehr als wenig Erfahrung mit Kindern – bis dato haben alle Kinder meine Nähe eher gemieden. Kurz darauf habe ich angefangen Informationen einzuholen, was man alles braucht – oder auch nicht.  Und natürlich sind mir auch auf der Straße immer mehr Mütter, Schwangere, Kinder aufgefallen und ich habe etwas beobachtet. Der ganze Umgang und das zugehörige Verhalten der Kinder haben mich zum Teil schon etwas stutzig gemacht – ich wollte es einfach anders, liebevoller! Dann habe ich etwas im Internet gestöbert und bin bald darauf auf Windelfrei und Co gestoßen. Ich war sofort begeistert und wusste ohne Zweifel, das ist das Richtige!  Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast? Wir haben gleich nach der Geburt angefangen (unser Kleiner kam 5 Wochen zu früh – das hat auch funktioniert!). Allerdings haben wir das so gemacht, dass wenn wir es gemerkt haben, dass er muss, ihm eine Windel daruntergehoben haben, da er noch so klein war. Mit circa 3 Monaten haben wir ihn dann richtig abgehalten.

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Im Krankenhaus und dann die ersten 3 Wochen zu Hause haben wir ca. 8 Unterlagen/Windeln gebraucht.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Ab dem 3. Lebensmonat haben wir nur noch zeitweise Unterlagen benutzt und Windeln gar nicht mehr, es hat so wunderbar geklappt, dass bald keine Unterlagen mehr nötig waren. Unser Kleiner ist jetzt 2 Jahre alt und kann komplett alleine auf’s Klo gehen. Er war ab dem 6. Lebensmonat so zuverlässig trocken, dass wir nicht einmal mehr im Auto eine Unterlage gebraucht haben. Auch mit den Verwandten hat es ab dann sehr gut funktioniert und auch dort hat er keine Unterlage/Windel gebraucht.

Nutzt Du auch andere Backups?
Nein.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Nur einmal, da hatte er Durchfall. Das war am nächsten Tag auch schon wieder weg. Seither hatten wir das nicht mehr.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – immer
beim Stillen – noch nie gemacht
nach dem Stillen – ab und zu
nach dem Spielen – er spielt immer , daher zwischendurch, wenn er es merkt
andere: eigentlich warten wir immer, bis er sich von selbst meldet, ansonsten halten wir ihn provisorisch vor jeder länger andauernden Aktivität ab.

Wann klappt es am besten?
Wenn er von sich aus möchte, das war von Anfang an so. Oder aber auch nach dem Schlafen, da muss er meist immer.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Für gewöhnlich so lange wie er möchte. Außer wir haben es eilig, aber das merkt er dann und macht auch ganz schnell und unkompliziert.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Anfangs hatten wir eine große Schüssel. Zwischendurch mal ein richtiges Töpfchen, das mochte er aber nicht, dann haben wir wieder zur Schüssel gewechselt:

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Ich habe jetzt keinen direkten Vergleich. Aber wenn ich andere beobachte, habe ich es für mich persönlich viel einfacher. Vor allem weil es von Anfang an so einfach war. In dm-Märkten gibt es eine Wickelstation, auf der ich schon einiges beobachtet habe, wie zum Beispiel das Schreien der Kinder (vor allem die Größeren!) beim Wickeln, das Gezappel, dann geht was daneben, und die entnervten Mütter! Auch bei meiner Cousine und ihrer Kleinen habe ich genau das beobachtet. Ich stelle mir das in der Form sehr anstrengend vor. Zumal man ja auch immer alles mitnehmen muss, wenn man mal das Haus verlässt. Wir haben außer einer Wechselgarnitur sonst nichts dabei, auch keinen Wagen, von daher würde ich sagen, dass es eine deutlich geringere Arbeitsbelastung ist als mit Windeln. Weniger Müll, Schmutz, Zubehör, Arbeit – weniger gestresstes Kind – Weniger gestresste Mama.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seid ihr Windelfrei macht und was?
So ziemlich alles! Ich hatte ja keine Ahnung und dachte von Kindern sie seinen kleine schmutzige Monster mit klebrigen Fingern, denen man alles zeigen muss! Dass Kinder richtige kleine Individuen mit Selbstwahrnehmung sind und gar nicht so „blöd“ (mir fällt kein anderes Wort ein ), hat mich sehr verwundert, beziehungsweise verwundert mich immer noch. Durch diese ganze Winderfreithematik bin ich auf so vieles gestoßen, was so nicht passiert wäre. Ich bin wirklich froh, dass ich es einfach gemacht habe. Ich sehe Kinder seither mit ganz anderen Augen und kann dadurch viel besser mit ihnen umgehen, also ich es sonst täte, da man einfach für vieles mehr Verständnis und auch etwas „Hintergrundwissen“ hat.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Einfach mal ausprobieren. Es schadet nicht und man hat es zumindest einmal versucht. Es ist vielleicht etwas schwer einen richtigen Anfang zu finden, da man kaum jemanden hat, der Erfahrung damit hat. Aber wenn man es versucht und es dann auch noch klappt, ist das ein wunderbares Gefühl! Und wenn nicht, gibt es ja genügend andere Alternativen zur WWW.
Bei 2 Kindern kann ich mir gut vorstellen, dass es weniger gut geht. Aber mit nur einem Kind lohnt es sich auf jeden Fall, es zumindest zu versuchen.

Dankeschön Nadine für Deinen ausführlichen Bericht!

Windelfrei – die ersten 4 Lebenswochen

… schon wieder hänge ich hinter her. Die kreativen späten Abendstunden dienen nun überwiegend dem Kuscheln und dem Schlaf…
Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Wo ist die Zeit nur hin?! Mein Winterbaby ist nun schon 4 Wochen alt. 4 Wochen Neuland und doch bekannt: Windelfrei.

Hier unsere Erfahrungen:

Viel weniger Pipis als gedacht. So grob geschätzt um die 12 Mal am Tag – leider habe ich bis jetzt noch keine Strichliste gemacht. In den Wachphasen in etwa halbstündlich bis stündlich. Dafür zum Teil recht große Ladungen. (Ich habe es ein paar mal abgemessen: um die 30 ml, nach einem langen Schlaf sogar 40 ml. Passt gar nicht so recht zu der hier zitierten Studie.)

Viel mehr große Geschäfte als erwartet. Wir hatten ziemlich viel Mekonium in den ersten Tagen und dann eine ganze Zeit lang fast zu jedem Pipi ein Kacki dazu. Dann wurde es auch mal weniger (3x/Tag). Aktuell ist wieder sehr häufig und der kleine Po vermehrt rot in der Pofalte.
Ich fand das große Geschäft zu erwischen beim Tochterkind (Windelfrei-Start mit 4 Monaten) am einfachsten; es spielte sich schnell eine Regelmäßigkeit ein (meistens morgens). Darauf warte ich beim Sohnemann noch. Weiß jemand, wann der Zeitpunkt kommt?

(Stoff-)Windeleimer stinkt nicht. Ich hatte irgendwie die Befürchtung, dass wir uns mit dem Windeleimer eine Geruchsbelästigung einfangen. Aber nach 3 Tagen befüllen riecht es nicht wirklich beim Öffnen, auch kippe ich beim Beladen der Waschmaschine nicht um. Es riecht säuerlich, mehr nicht.

Viel nacktes Kuscheln. Ich weiß nicht, ob es an unserer Hausgeburt und den ersten Kennenlernstunden oder das Wissen um Windelfrei liegt. Wir kuscheln ganz viel nackig. Tochterkind hatte zwar damals auch viel sehr Körperkontakt bekommen, aber in den Genuss von purem Haut-auf-Haut-Kontakt ist sie fast gar nicht gekommen.

Seine Zeichen: Spitzes Schreien in den ersten Tagen. Nun „knurrt“ er, wird hektisch beim Stillen (An- und Abdocken), seine Bewegungen werden hektisch/abgehackt, wenn er muss. Verpasse ich seine ersten Anzeichen, fängt er an in einer höheren Lage zu jammern bis schreien. In den vergangenen Tage ist er zu nehmend wacher geworden und lässt sich jetzt einige Momente ablegen, in welchen er unbemerkt sein großes Geschäft einige Male gestartet hat.

Meine Signale/Schlüsselaute: Ich erzähle ihm, was ich vor habe. Halte ich ihn in der Abhalteposition mache ich „pssssch“ oder, wenn ich ein großes Geschäft erahne, „Aa“. Erstaunlicherweise entleert er sich immer – auch wenn das letzte Mal nicht lange her ist – , wenn ich ihm sage: „Komm, wir wollen uns jetzt fertig machen zum Rausgehen. Nochmal schnell Pipi machen.“ Er versteht mich!?

Die bisher getesteten Abhalteorte: Sohnemann im linken Arm gehalten (ggf. mit meinem Oberschenkel zusätzlich gestüzt) über dem Töpfchen, Badewanne, Waschbecken und Toilette.

Die Standardsituationen: nach dem Aufwachen, beim Stillen, nach dem Stillen, nach dem Tragen (derzeit sind diese noch ziemlich fließend miteinander verbunden) sowie vor dem Rausgehen.

Unsere Nächte: Er weckt mich ungefähr dreimal in der Nacht. Wir stillen dann und meistens meckert er danach so lange, bis er mich aus dem Halbschlaf ganz zum Abhalten / Windeln wechseln geweckt hat.

Unsere Stoffwindelbilanz: ca. 5-6 Stoffwindeln pro Tag und alle paar Tage eine WWW sowie bis jetzt eine Rolle Toilettenpapier.

Noch Fragen?

Ist windelfrei zu anstrengend?

Immer wieder hört man: Windelfrei sei ja viiiiel zu anstrengend. Attachment Parenting sowieso – Stillen, Tragen, Familienbett, Windelfrei, alles zuviel Arbeit. Ist das so?

Meine These: Nein, ist es nicht. Wie Monique das in ihrem Blog so schön formuliert hat: Was Du heute kannst besorgen (Nähe geben, stärken, Körperbewusstsein stärken, da sein), das verschiebe nicht auf… den dritten Geburtstag. Oder später.

Was meint ihr?

Vertrau Deinem Kind!

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Lucia durchforstet gerade für sich den Windelfrei-Blog von vorne nach hinten und füllte fleißig den Fragebogen für uns aus:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Über einen Nutzer-Kommentar bei urbia.tv. Eigentlich wollte ich nur wissen, ab wann Babys keine Windeln mehr brauchen, also aufs Töpfchen gehen. Da ich in einem Urlaub zwei Freundinnen sah, die ihre 2 Jahre alten Töchter noch immer wickelten – was mich sehr erschreckte! So große, aktive uns sonst selbstständige Mädels müssen sich (mehr oder weniger) wehrlos auf den Rücken legen und die Windelprozedur über sich ergehen lassen. Kein Wunder, wenn wir dann auch später vieles mit uns machen lassen und auch so gebären…

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
4 Monate

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
6-12. Nach der anfänglichen weit verbreiteten Info, die Windel etwa alle 4 Stunden zu wechseln, ging ich bald dazu über, die WWW möglichst oft zu wechseln, das heißt, ich wechselte, sobald ich merkte, dass sie nass war.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
6 Monate. 1-2 WWW auf 3 „normale“ Tage. Bei längeren Autofahrten oder Flügen mehr, weil ich dann „klassisch“ wickle.

Nutzt Du auch andere Backups?
WWW wenn unterwegs, Zuhause ist der junge Herr meist nackisch oder mit normaler Stoffhose/Strumpfhose.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Ein wenig im 3. Monat. Zur Zeit ist der Po allerdings auch leicht gerötet. Eventuell wegen dem rauen Klopapier und weil gerade oft ein wenig „mitgegangen“ ist?

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – JA
beim Stillen -> einmal in der Nacht zwischen dem Stillen probiert (ab-/angedockt); hat geklappt, mag ich aber nicht, ist auch nicht erforderlich; direkt beim Stillen kann ich mir persönlich kaum vorstellen
nach dem Stillen – JA
nach dem Spielen – NEIN, nicht bewusst
andere: JA beim Herausnehmen aus dem Tragetuch

Wann klappt es am besten?
Wenn wir bei Freunden/Verwandten sind, dann signalisiert er stärker. Die Standardsituationen klappen so gut wie immer. Wenn alle Beteiligten entspannt sind.  Wenn er keine WWW trägt.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Nach dem morgendlichen Aufwachen nur wenige Minuten (er mag meist in der Nacht nicht pinkeln und bleibt trocken), sonst bei Zeichen bis zu 15/20 Minuten, hängt aber von vielen Faktoren ab, zum Beispiel wer ihn gerade hält (bei mir pinkelt er, denke ich, schneller als bei eher fremden Personen).

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Toilette, Waschbecken (Favorite), Badewanne, Pott (Töpfchen mit extra breiter Sitzfläche und schmalem Loch), Rührschüssel, andere Kunststoffschüsseln. … nach anfänglich kleineren Gefäßen wieder größere, weil das Treffen einfacher ist und auch das große Geschäft, sollte es einmal unverhofft mitkommen, zuverlässig aufgefangen wird.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Eher weniger Arbeit. Nachdem wir kein Backup verwenden, geht es super schnell mit An- und Ausziehen und der Po war auch noch nie so schnell wieder sauber.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seid ihr Windelfrei macht und was?
Ich gehe noch stärker auf ihn ein, alle seine Bedürfnisse sind mir in der Summe wichtiger geworden.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Den Blog lesen!  Was mir sehr hilft, vor allem bei „Streik“: kurze Zeit wieder windeln zur Entspannung, Abhalteposition wechseln, Abhalteort wechseln, Person wechseln, bei zu vielen Personen auf weniger (eine) reduzieren, immer wieder daran denken, dass es ein Angebot ist! Kinder spüren, wenn wir sie zwingen möchten, auch wenn der Zwang sehr subtil ausgeübt wird. Und einfach mal wieder dem Kind vertrauen! Auch wenn ich manchmal genau weiß, dass er doch muss, darauf warten, dass er signalisiert (wenn es einmal schlechter klappt; „normalerweise“ darf ich ihn auch da abhalten). Denn manchmal mag er einfach nicht, weil ich ihn – meist aus Angst vor nassen Hosen (zum Beispiel bei Besuch) – zu oft abhalte.

Diese Frage muss ich einfach noch ergänzen: Was findest Du am besten an Windelfrei? Das nackig Kuscheln!!!

Auch Dir, Lucia, gilt ein herzlicher Dank!

 

Windelfrei-Streik mit 24 Monaten – Tipps und Ideen

Wie bereits berichtet hat unsere 2-Jährige nach dem Umzug beschlossen, dass sie 1. nicht mehr ansagt, 2. wieder Windeln haben will und 3. in die Windel machen „darf“. Ich habe ihr erklärt, dass sie das so lange machen darf, wie das für sie wichtig ist und dabei bleibt es auch. Sie macht weiterhin alles Große dorthin, wo es hin soll.

Dennoch habe ich natürlich ein Interesse daran, sie sanft wieder zur Selbstständigkeit zu führen.

So mach ich’s:

1. „Kommst Du mit?“
Ich nehme sie immer mit, wenn ich ins Bad gehe

2. „Willst Du zuerst?“
Ich mache eine interessante Sache daraus.

3. „Willst Du ein Buch?“
Wir kuscheln und lesen, wenn sie für große Sachen mal länger sitzt, machen es angenehm.

4. „Kommt nicht in Frage!“
Kürzlich verkündete sie im Zug: „Mama, ich mach jetzt groß in die Windel!“ Meine Antwort war: „Das kommt nicht in Frage“, ich nahm sie auf den Arm, schritt zur Zug-Toilette und erklärte ihr, dass das dorthin gehört und wir überdies – das war die Wahrheit – auch nichts zum Saubermachen oder Wechseln dabei haben. Sie sagte nur entspannt und gedehnt „Ach soooo“ und tat wie gebeten. Für mich ein Zeichen, das ich auch ganz klar sagen muss, was ich will und was mir wichtig ist. Daher:

5. „Das ist okay, aber für mich ist es einfacher, wenn…“
Ich erkläre ihr, dass sie natürlich in die Stoffwindel machen darf, dass es für mich aber einfacher ist, wenn sie die Toilette benutzt. „Statt Windeln waschen und umziehen können wir dann nämlich spielen!“ Da sie alles versteht und in ganzen Sätzen selbst spricht, kommt das auch an.

6. „Kannst Du mal mit ihr gehen?“
Wenn ich weiß, dass sie muss (nach dem Aufstehen z.B.) und sie nicht mit mir gehen will, bitte ich unseren Mini-Clan: Oma, Opa oder den großen Bruder. In 99% der Fälle geht sie sofort und freudig mit.

7. „Maus, bitte denk dran, Du hast KEINE Windel an“
Manchmal ziehe ich ihr bewusst keine Windel an und informiere sie dann darüber, dass die Hose nass wird, wenn sie jetzt einfach laufen lässt. Effekt: Ein paar Mal eine nasse Hose und dann der Lerneffekt, dass das doof ist. Sie verlangt manchmal eine Windel (und zwar „die grüne! nicht blaue, will die grüne *off*indel!!!“), aber wenn sie keine anhat oder keine da ist, bleibt sie jetzt meist trocken.

Und so puzzlern wir uns Stück für Stück wieder zur Windelfreiheit…wir werden sehen, wie es weitergeht :).

puzzle

Unser Snappi-Stoffwindel-Backup

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Wir sind fast am Ende der dritten Woche…

Zuerst ein kleines Geständnis: Die erste Öko-Wegwerfwindelpackung steht hier angebrochen. Für eine Familienfeier in einem Restaurant fand ich es dann doch praktischer, die WWW dabei zu haben. Abgehalten wurde Sohnemann trotzdem.

Wir spielen uns langsam richtig ein. Mehr reibungslose Treffer in Badewanne/Waschbecken/Töpfchen als nasse Windeln. Das Pipi-Strahl-Lenken gelingt mir immer besser. Kacka wird weniger, dafür breiiger (und weicht nicht mehr sofort die gefaltete Stoffwindel total durch). Somit können die mehr reinen Pipi-Pannen-Windeln einfach zum Trocknen übergehangen werden und kommen einfach zur normalen hellen Wäsche in die Waschmaschine. Ich habe festgestellt, dass das 40°C-Energiesparprogramm für 1-2 Tage gelagerte Milchstuhlwindeln nicht ganz ausreicht. Es bleiben Schatten zurück.

Wir hatten einige Tage das Problem, dass er für vollen Bauch mit Luft genauso meckerte, wie als das er muss, was noch mehr Protest beim Abhalten zur Folge hatte. Also machen wir nun nach dem Stillen erstmal eine kleine Bäucherchenrunde. Ist er das Lüftchen dann los und meckert immer noch, dann ist es unsere Zeit zum Abhalten.

Unser Snappi-Stoffwindel-Backup zum schnellen Abhalten

StoffwindelSnappi verschließtStoffwindelSnappiStoffwindel geöffnetAbhalten über dem TöpfchenStoffwindel wieder verschlossen

Die Stoffwindel habe ich wie hier gefaltet. Diese wird mit einer Snappi zusammengehalten. Zum Abhalten hake ich den unteren „Anker“ des Snappis aus, ziehe die Stoffwindelbahn hervor und klemme den losen „Anker“ nach oben weg. Das freie Stoffwindelende schlage ich nun nach hinten um und der Weg ist für das Geschäft frei. Gerne nutze ich das Stoffwindelende als Polster zwischen Kind und Töpfchen, so spare ich mir einen Töpfchenbezug. Wenn alles erledigt ist, schlage ich die Stoffwindel wieder nach vorne und schiebe das freie Ende jetzt als oberste Lage unter die Snappi und hake den „Anker“ wieder in den Stoff ein.

Tragen hilft bei Windelfrei

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

K. hat uns auch den Interviewfragenbogen ausgefüllt und das schrieb sie:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Ich habe irgendwo davon gelesen, als mein Sohn 7 Monate alt war, dachte damals, er wäre schon zu alt, um damit zu beginnen. Habe es nun beim nächsten Kind fast von Anfang an gemacht.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
4 Tage

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Vergessen, vielleicht 5 oder 6 Wegwerfwindeln. Die Anzahl hat sich anfangs aber noch nicht wirklich reduziert durch das Abhalten, denn es ging ja trotzdem noch genug in die Windel.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Hm, ich glaube 3 oder 4 Stoffwindeln (die wechsel ich deutlich häufiger als WWW). Je nachdem, wie aufmerksam und kommunikativ ich bin, ist es manchmal auch nur 1. Mein Kind ist fast 8 Monate alt.

Nutzt Du auch andere Backups?
Nein.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Nein.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
Ich probiere eigentlich nicht aus, ich achte einfach auf die Signale meines Kindes. Die können z.B. nach dem Aufwachen kommen, manchmal aber eben auch nicht. Ich achte aber in solchen Situationen aufmerksamer auf mein Kind. Sobald ich ein Signal erkenne, geht es zur Toilette, vorher nicht.

Wann klappt es am besten?
Nachts und früh morgens, da sind die Signale sehr deutlich und ich weniger durch andere Dinge abgelenkt.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Das ist sehr unterschiedlich. Nachts schläft mein Kind manchmal auch noch mal ein, wenn ich nicht reagiere (weil ich einfach zu müde bin) und meckert 30 bis 60 Minuten später erneut. Am Tage sind es meist nur 1-5 Minuten. Ich nehme an, weil mein Kind da öfter einpieseln „muss“ – weil ich tagsüber einfach nicht so sehr darauf achte, wenn ich andere Dinge nebenher tue, und da gibt es schneller auf mit Warten.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Im Schlafzimmer steht ein ganz normales Töpfchen, das ich meist bevorzuge, wenn die Kleine abends noch mal wach wird, damit ich nicht mit ihr durch den hellen Flur muss. Nachts und tagsüber nutzen wir ausschließlich die Toilette.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein – eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickel?
Es wiegt sich auf – sofern es gut klappt. Wenn ich aber abhalte und trotzdem was in der Windel ist (tagsüber meist), habe ich eher mehr Arbeit, da ich ja trotzdem noch neu wickeln muss und eine Windel mehr zum Waschen habe. Da ich nachts auch zusätzlich aufstehen muss, ist es für mich gefühlt derzeit insgesamt mehr Arbeit. Man kann das aber auch nicht richtig vergleichen, denn wir benutzen ja trotzdem Windeln. Wenn ich abhalte, muss ich also sowieso wickeln. Die „Hosehoch“-Prozedur wird mir mit Windelfrei auch nicht erspart. Es ist aber ein Unterschied, ob ich WWW benutze oder Stoff. Bei Stoff habe ich gefühlt mehr Arbeit, da ich eine Windel mit ein ganz klein wenig Pipi drin nicht nochmal ummache, bei einer WWW würden die paar Tropfen dagegen gar nicht auffallen und die Windel würde ich durchaus noch mal nehmen. Weniger Arbeit habe ich allerdings was das große Geschäft betrifft. Das geht zuverlässig in die Toilette und häufiges Mülleimerrausbringen oder Powischen entfällt. Insgesamt also schwer zu sagen, was momentan weniger Arbeit macht. Auf Dauer gesehen aber mit Sicherheit Windelfrei.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ich habe begriffen, dass es Babys unangenehm ist, wenn sie in die Sachen urinieren müssen und sie manchmal nur aus diesem Grund weinen können. Ich habe damit eine Handlungsstrategie, dem Weinen eines Babys zu begegnen, dazu gewonnen. Insgesamt schätze ich mich aber oft eher so ein, dass ich etwas begriffsstutzig bin, was die feinen Signale betrifft. Ich nehme das Ausscheidungsbedürfnis oft nur wahr, wenn mein Kind deutlich meckert o.ä.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Ich finde, dass es für meine Begriffsstutzigkeit und viel nebenher Beschäftigung trotzdem recht gut klappt, auch wenn es ohne Windel einfach nicht zuverlässig geht (nur in Bezug auf das große Geschäft). Aber wenn es nicht klappt, ist es eigentlich immer eine Kopfsache bei der Mutter. Mein Tipp: Die Sache entspannt sehen. Selbst, wenn man nur 1x in der Woche ein Ausscheidungssignal erkennt und erfolgreich abhalten kann, so ist das besser als es nie versucht zu haben. Ich würde auch nicht einfach auf Verdacht abhalten und dem Kind Stress machen – ich hätte immer Bedenken, dass ich ihm damit den Gang zur Toilette vermiese, wenn ich es abhalten will, obwohl es nicht muss. Oder damit mir Stress machen, weil ich dann ganz oft erlebe, dass es eben nicht klappt (kann ja auch nicht, wenn es nicht muss) oder eben nur durch Zufall. Das frustriert ja. Tragen hilft ungemein. Nirgendwo anders nehme ich tagsüber die Signale deutlicher wahr.

Vielen lieben Dank gilt auch Dir!

Die zweite Woche

Mit einer halben Woche Verspätung…
Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Heute meine Erkenntnisse aus der zweiten Lebenswoche mit Bildern:

  • Muttermilchstuhl ist verdammt flüssig! … mit Wegwerfwindeln merkt man das gar nicht wirklich.
  • Ab dem 10. Lebenstag hat sich die Stuhlhäufigkeit vermindert, dafür ist aber die Menge mehr pro Ladung geworden. (Bilder dazu erspare ich Euch. )
  • Ein volles Bäuchlein mag nicht gern abgehalten werden, auch wenn die Zeichen noch so deutlich dafür sind. Lieber ein Bäucherchen und ein kommentiertes Aa/Pipi in die Stoffwindel.
  • Habe stets Toilettenpapier in Reichweite. Hier ein Werbegeschenk, welches mit einen ganzen Rolle Toilettenpapier (abgewickelt) befüllt ist:
    Toilettenpapier
  • Ganz blöd: Ein roter, fast wunder Po durch das viele Kacka trotz nur Abtupfens mit weichem Tuch oder Toilettenpapiers. Mit reiner Lanolin-Salbe haben wir es halbwegs im Griff.
  • Ein kleiner Mann kann schon ordentlich weit mit Hochdruck vom Badewannenrand aus einige Fliesen hoch pinkeln.
    Badewanne(Mein Favoritort zum Abhalten: Ich sitze seitlich auf dem Badewannenrand, Sohnemann liegt auf dem Unterarm.)
  • Mein derzeit favorisiertes Daheim-Outfit: Stoffwindel, darüber Wollwindelhose in Gr. 62/68 (hält Bauch/Rücken/Beine schön warm), dazu Langarm-Wickelbody und Söckchen, sofern letztere nicht gerade wieder angepinkelt worden sind.
  • Unsere Waschmaschine läuft alle 2-3 Tage mit Stoffwindeln und Handtüchern beladen.
    Waschmaschine
  • EIn Wäscheständer dort, wo er am wenigstens stört, ist Gold wert. Mein selbst geschenktes Weihnachtsgeschenk. Wir hatten sonst unseren Flügelwäscheständer im Wohnzimmer. *richtig doof fand*
    Wäscheständer

Soweit unser kleines Update.


Wickeln und Abhalten

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Rahel informierte sich schon während der Schwangerschaft über Windelfrei und so sah dann bei ihr die Praxis aus:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Ich habe schon vor der Geburt meines Kindes im Rabeneltern-Forum mitgelesen und dort und auch auf der Homepage einige Informationen zu Windelfrei gefunden. So kam ich auch zu meinem ersten Windelfrei-Treffen in der Schweiz noch während der Schwangerschaft.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
Ca. eine Woche. Wir waren nach der Geburt noch 5 Tage im Krankenhaus (Kaiserschnitt) und als wir zuhause richtig angekommen sind, habe ich ihn angefangen abzuhalten. (Nächstes Mal kommt das Asiatöpfchen mit in die Kliniktasche!)

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Ziemlich viele.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Mein Kind ist 2 Jahre und 3 Monate alt und wir verbrauchen je nach Tagesform 3 bis 5 Windeln am Tag. Leider kann ich ihn nicht mehr mit Stoffwindeln wickeln seit er 6 Monate alt ist (Beikost!), er verträgt sie auch nicht, wenn sie trocken bleiben und wird wund.

Nutzt Du auch andere Backups?
Nein.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Ja, seit er nicht mehr voll gestillt wird, ist er sehr empfindlich. Er wird auch wund, wenn er eine Pipi-Wegwerfwindel zu lange trägt!

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – Ja, das funktioniert immer, wenn er sich abhalten lässt…
beim Stillen – Ja, als er noch gestillt wurde, hat er dabei sogar gut signalisiert.
nach dem Stillen – Nein, da schlief er meistens. 
nach dem Spielen – Nach dem Spielen ist vor dem Spielen… aber in Spielpausen klappt es ganz gut.
Andere: Wenn ich ihn aus dem Tragetuch nehme, beim Wickeln, bevor wir das Haus verlassen, bei „Denkpausen“ beim Essen… 

Wann klappt es am besten?
Es klappt ganz gut, wenn wir Zuhause sind und uns ganz aufeinander konzentrieren können. Unterwegs war es früher (so bis 1.5 jährig) auch ganz gut, heute ist es aber viel zu spannend und ich traue mich oft nicht, ohne Windel rauszugehen.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Unterdessen habe ich auch mal 5 Minuten Zeit, weil ich ihm erklären kann, dass er noch schnell warten muss. Ganz praktisch ist, dass er auch selbst aufs WC gehen kann, wenn ich ihm beim Ausziehen helfe.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
In der Babyzeit haben wir vor allem das Asiatöpfchen verwendet, das klappt auch heute noch sehr gut. Mittlerweile geht er aber, mit und ohne Aufsatz aufs normale WC.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Da mein Kind nur Teilzeit-Windelfrei war, schätze ich die Arbeitsbelastung als eher geringer ein. In den Situationen, wo sie größer gewesen wäre (viele Unfälle), haben wir einfach eine Windel angezogen. Eine riesige Arbeitserleichterung war, dass ich im ersten halben Jahr so gut wie keine richtig schmutzigen Windeln waschen musste (nur Pipi).

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seid ihr Windelfrei macht und was?
Ich bin sehr aufmerksam für seine Signale und bemerke auch in Situationen, in denen er sich nicht abhalten lassen will, oft, wenn er Pipi muss.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Am Anfang hat mir geholfen mein Kind einfach abzuhalten, wenn ich gewickelt habe. Dies gibt keinen Zusatzaufwand und man bekommt einen Eindruck davon, wie einfach es ist! In Streikphasen, in der sich mein Sohn gar nicht abhalten lassen wollte, haben wir oft draussen gepinkelt. Als er laufen konnte, durfte er an einer bestimmten Stelle ins Gras pinkeln, das fand er IMMER toll. Ansonsten halten wir auch im Winter oft draußen über den Balkon ab (wir wohnen im Grünen *gg*), weil er das einfach besser akzeptiert. Als er noch gestillt hat, war Stillen beim Abhalten auch immer sehr hilfreich – heute schauen wir oft zusammen ein Buch an, wenn er auf dem WC sitzt.

Dankeschön für Deine Antworten!

Er kann es. Ich weiß es. Wir machen EC!

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

… nun haben wir schon die ersten Kuscheltage mit meinem Sohn im Arm verbracht.

Hier sind meine ersten Windelfrei-Erfahrungen: Er signalisiert!

Erster Lebenstag: Aufschrei – auch mitten aus dem Schlaf heraus – um dann direkt danach eine ordentliche Ladung Kindspech/Mekonium abzusetzen oder etwas zu pinkeln (erinnert an mich Largo „Einige Sekunden bevor der Säugling Urin oder Stuhl ausscheidet, stößt er einen kurzen charakteristischen Schrei aus…“).

Zweiter Lebenstag: Überwiegend Kindspech, wenig Pipi. Er kündigt es mit ein (wie beschreibe ich es jetzt am besten?!) eher lautlosen „Aa“-Knurren an, deutlich vom Weinen zu unterscheiden. Zeit bis zum Losdrücken etwas länger. Teilweise entleerte er sich in die geöffnete Stoffwindel. (Ich kann mich irgendwie nicht daran erinnern, dass mein Tochterkind damals so viel Kindspech in den ersten Tagen los geworden ist.)

Dritter Lebenstag ähnlich wie zweiter.

In der Nacht zum 4. Lebenstag: erstes erfolgreiches Abhalten überm Töpfchen, auch Pipi ging im Strahl hinein. Seitdem spielen wir uns langsam ein. Meine Intuition kommt in kleinen Schritten zum Signalisieren hinzu.

Er trägt Stoffwindeln – einfach nur Mullwindeln oder ähnliches mit Snappi fixiert. Das reichte völlig bis zum 4. Lebenstag aus. Jetzt weicht sowohl der Muttermilchstuhl, als auch das Pipi durch. Besonders beim Muttermilchstuhl ist ein schnelles Wechseln gefragt, sonst ist alles herrlich quietschorange. Eine Überhose finde ich trotzdem noch überflüssig (bis wohl zum ersten Außerhaus-Termin). Er trägt größtenteils des Tages nur einen Body und die Windel. Die ersten Tage war er überwiegend nur mit der Stoffwindel bekleidet kuschelnd auf meiner Brust mit Decke zugedeckt.
Nicht jedes Pipi oder Kacka erwische ich. Aber ich merke es und ich denke, er weiß auch, dass ich darauf eingehe (sei es nur der kommentierte Windelwechsel). Es macht unheimlich Spaß mit ihm so zu kommunizieren. Das Pipi-Zielen muss ich noch üben. 

Off topic: Ich dachte immer, es sei so schwierig das Kindspech aus den Stoffwindeln zu bekommen. Ich habe die Windeln einfach, wie sie waren, im Windeleimer zwischengelagert. Vor dem Beladen der Waschmaschine habe ich die Flatschen mit einem Messer abgekratzt. Keine weitere Vorbehandlung, einmal Vorwäsche ohne Zusatz und dann das 60°C-Programm mit meinem Standard-Waschmittel gestartet. Ergebnis: keine Rest-Spuren und saubere Windeln.

So, wir kuscheln uns weiter stillend, schlafend und ECing im Wochenbett…