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Wöchentliches Stillcafé im Berliner Norden

Ab 24. Juli 2013 wird das Eltern-Kind-Café „Das Rosinchen in der Achillesstraße 69b in 13125 Berlin-Karow einmal wöchentlich zum Stillcafé; welches das erste im Ortsteil sein wird.

Monique Reiter von Tragzeit und ich laden immer mittwochs von 10:00 bis 12:00 Uhr zur offenen Stillgruppe ein.

Das ist eine schöne Gelegenheit um mit anderen Mamas in Kontakt zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und sich wertvolle Tipps rund um das erste Lebensjahr des Babys und darüber hinaus zu holen. Denn oft ist es nicht einfach das empfohlene Vollstillen bis zur Beikostreife zu schaffen. Unsicherheiten können in der Gruppe geklärt und die Stillbeziehungen gestärkt werden. Andere Themen, die besprochen werden können, sind: Tragen, Schlafen, Säuglingspflege, Windelfrei und natürlich vieles mehr.

Wir freuen uns schon dieser Runde mit Rat und offenem Ohr zur Seite zu stehen.

Auch schwangere Frauen sind herzlich eingeladen, sich eine Vorstellung von dem auf sie zukommenden Leben mit Kind zu machen.

Die Teilnahme an der Gruppe beträgt 5 EUR je Treffen, ein Getränk ist inklusive.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

… und nächster Windelfrei-Intensivkurs in Berlin

Windelfrei-Coach Franzi hat nun einen festen Kursort in Berlin:

Ich werde im Pikapé unterrichten und euch alles erklären, was ihr wissen müsst! Ihr könnt euch ab sofort anmelden, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, also beeilt euch!

Es gibt im Moment zwei Termine für den Intensivkurs. Kompakt in drei Stunden erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst, um sofort anfangen zu können.

Der erste Termin ist am Samstag, dem 20. Juli 2013 und der zweite Termin ist ebenfalls Samstag, dem 3. August 2013 – jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Ein vierwöchiger Kurs startet dann am Dienstag, den 6. August 2013.

Wenn ihr Fragen habt schickt mir eine Mail oder schreibt eine Nachricht auf Facebook.

Ich freu mich auf euch und eure Babys! (Schwangere, Papas und alle anderen Interessierten sind natürlich ebenso herzlich willkommen.)

Nächster Windelfrei-Kurs in Bonn

Der kommende Windelfrei-Kurs in Bonn wird mit medialer Präsenz stattfinden. Kommt zahlreich! Sagt es weiter, damit gesehen wird, dass Windelfrei ein Thema ist, welches auf großes Interesse stößt.

Am 26.7. 2013 von 9.30-12.30 Uhr im Bonner Hebammenladen, Colmantstr. 5, 53115 Bonn.

Anmeldungen und weitere Informationen über das Formular hier oder 0228 – 28 61 53 31

BABYS DÜRFEN MIT!

In den Kursen zeigen wir euch, wie ihr mit Windelfrei anfangt, was es zu beachten gibt, wie ihr euer Kind dabei haltet und was wichtig und weniger wichtig ist. In 2-3 Stunden gibt es einen Rundum-Einblick, so dass ihr sofort loslegen könnt.

Kursleitung: Nicola Schmidt (Gründerin von Babys ohne Windeln)

und Freya Donner

Der Kurs kostet 20€ pro Person, Paare zahlen 35€.

Die Presse wird auf jeden Fall darauf hingewiesen, dass Schwangere und junge Mütter mit kleinen Babys sensibel behandelt werden müssen.

Es gibt kein Geheimrezept!

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Sylvie geht entspannt an Windelfrei heran. Und hier kommt ihr Bericht:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern, aber ich glaube, ich habe von einer Freundin davon erfahren, die mit ihrem Sohn Windelfrei gemacht hat. So genau weiß ich es aber nicht mehr. Es gehörte irgendwie zu dem Gesamtpaket Attachment Parenting – Stillen, Tragen usw… Und da ich mich damit bereits lange vor der Geburt meines 1. Kindes beschäftigte, war von Anfang an klar, dass wir das machen werden.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
Bei meinem Sohn (jetzt 3,5) habe ich so richtig mit ca. 3 Wochen angefangen, vorher war ich noch zu wacklig auf den Beinen und ich brauchte ein bisschen organisatorische Vorlaufzeit. Bei meiner Tochter (jetzt 3 Monate) haben wir direkt am 1. Tag begonnen. Als ich die erste Ladung Mekonium vom Popo wischen musste, hatte ich bereits so die Nase voll, dass ich die Windel abmachte. 

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Keine Ahnung. Wir waren ja nicht so richtig nicht-windelfrei.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Das ist extrem unterschiedlich. Da ich nicht ohne Windel aus dem Haus gehe, brauchen wir eben mehr, wenn wir viel unterwegs sind. Zu Hause dann dementsprechend weniger. Es gab Zeiten bei meinem Sohn, da brauchten wir nur 1 Nachtwindel pro Tag, an anderen Tagen bis zu 10. Also auch hier, keine Durchschnittswerte.

Nutzt Du auch andere Backups?
Ich nutze nachts und unterwegs immer WWW. Die sind einfach am komfortabelsten. Zu Hause benutze ich Mullwindeln mit Wollüberhose oder Splitpants ohne Einlage. Der Vorteil an den Mullwindeln ist, dass ich sie nach jedem Pipi wechseln kann. Ich mag vollgepieselte WWW nicht anbehalten, aber sie nach einem Pipi wegzuschmeißen macht mein ökologisches Gewissen auch nicht mit.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Nein, weder beim Sohn noch bei der Tochter.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – ja und klappt immer, man muss aber relativ schnell sein
beim Stillen – ja, wenn sie unruhig trinkt
nach dem Stillen – ja, klappt auch meistens so nach 5 min
nach dem Spielen – da gibt’s kein richtiges davor und danach
Andere – beim Rausnehmen aus der Trage

Wann klappt es am besten?
Zu Hause, wenn sie nackt ist und ich viel Zeit habe, außerdem beim Rausnehmen aus der Trage.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Ein paar Minütchen.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Asia Topf und Donut Topf.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein: eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickeln?
Es ist genauso viel Arbeit in meinen Augen, aber eine andere. Eher eine Aufmerksamkeitsfrage, aber dafür muss ich nicht so oft dreckige Popos abwischen. Das Waschen der vollgepullerten Unterlagen, Handtücher und Sachen nervt aber schon manchmal.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Wie gesagt, da es schon immer so war, kann ich nicht vergleichen. 

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
1) Einfach anfangen, dann ergibt sich alles von selbst.
2) Es gibt kein Geheimrezept. Jeder probiert herum, und findet den für sich besten Weg.
3) Windelfrei ist kein Dogma sondern ein Kontinuum, auf dem man wandern kann zwischen null Windeln und nur Windeln. Darauf bewege ich mich sehr frei, je nachdem, wie ich Lust habe. So fühle ich mich nie davon gestresst.

Ein dickes Dankeschön auch an Dich!

Berliner Windelfrei-Treffen im Juli

Am Dienstag, dem 9. Juli 2013, findet wieder von 10:00 bis 12:00 Uhr das monatliche Windelfrei-Treffen statt.

Wir treffen uns in den schönen Räumlichkeiten von Baba Kindersport, im Neubau am S- und U-Bahnhof Pankow. Eingang direkt rechts neben der BerlinApotheke. Im 3. OG (Fahrstuhl vorhanden). Garbatyplatz 1, 13187 Berlin.

Was? Austausch über Erfahrungen und Fragen rund um Windelfrei/Babys ohne Windeln begleitet von erfahrenen Windelfrei-Coaches.

Kosten: 5 EUR / Erwachsener.

Was noch? Wasser und Tee für den kleinen Durst vorhanden.

Wir freuen uns auf Euch!

Es ist kein Wettbewerb!

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Anne hat sowohl Windelfrei-Erfahrungen als Spätstarter als auch ab Geburt:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Über meine Freundin Franzi, die jetzt auch Windelfrei-Coach ist.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
Mein Sohn war 7 Monate und bei meiner Tochter haben wir am ersten Tag angefangen.

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Das kann ich nicht mehr sagen. Viele auf jeden Fall, da ich auch nach dem kleinesten Pipi die Windel nicht wieder anziehen wollte.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Mein Sohn war nach 20 Monaten tagsüber zuverlässig ohne Windeln und ist mit zwei Jahren und acht Monaten jetzt auch nachts ganz frei. Für meine Tochter, nun 8 Monate alt, brauche ich, jetzt wo es Sommer wird, weniger Windeln, weil wir viel mit normalen Frotteeunterhosen von dm gehen oder anderen Backups. Eine in der Nacht und vielleicht zwei am Tag.

Nutzt Du auch andere Backups?
Windelüberhosen mit einer selbstgemachten Einlage aus Spucktuch. Mullwindel in vier Quadrate geschnitten, zweimal längs falten, hält ein kleines Pipi gut aus.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Noch nie.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – ja
beim Stillen – anfangs bei der Tochter
nach dem Stillen – nur wenn vorher die Windel trocken war
nach dem Spielen – nein
Andere: nach dem Tragen

Wann klappt es am besten?
Nach dem Schlafen und nach dem Tragen.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Bis ich die Hose und die Windel ausgezogen hab. Manchmal auch nicht. 

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Ein Asia Töpfchen.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein: eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickeln?
Ich würde sagen am Anfang eher mehr Aufwand, weil sie doch recht häufig müssen und die Kommunikation noch nicht immer so deutlich funktioniert. Später aber weniger, weil kurz auf die Toilette oder den Topf gehen doch schneller geht, als volle Windeln zu wechseln. Grundsätzlich finde ich aber den Begriff Arbeit oder Aufwand nicht passend, aber das ist eine andere Frage.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Nein, für mich persönlich nicht, aber vielleicht für Verwandte und Freunde?!

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Es ist kein Wettbewerb! Die Gedanken an ein bestimmtes Ziel (Geld sparen, Umwelt schonen, weltbeste Mutter sein) beiseiteschieben. Das sind tolle Nebeneffekte, aber sie können unnötig unter Druck setzen.

Ein herzliches Dankeschön!

Selber den ganzen Tag eine Plastikwindel tragen?!

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Teresa wurde von ihrem Mann angestoßen, Windelfrei endlich zu versuchen. Wie es dazu kam, lest Ihr heute:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Meine beste Freundin packte in eines ihrer zahlreichen Schwangerschafts-Care-Pakete das Buch von Ingrid Bauer. Da ich zunächst felsenfest davon überzeugt war, dass das sicherlich nichts für mich ist, hab ich es in den Schrank gestellt und nicht mehr angeschaut. Ich hab mich monatelang damit rumgequält, ob ich nun Stoff oder Plastik nehmen will. Ich hab die Entscheidung vertagt bis nach der Geburt und fand dann, dass Stoff zu nass und Plastik zu vermüllt ist. Dann hab ich zu lesen angefangen. Ich fand es völlig abgefahren und ich war lange nicht überzeugt. In meinem Kopf waren Sätze wie „Aber er liebt es, nackt auf der Wickelablage zu strampeln, das kann ich ihm doch nicht nehmen.“ (klingt Banane, war aber so.) und „Es ist Winter und ich kann ihn unmöglich die ganze Zeit nackt beobachten, bis ich seinen Rhythmus rausfinde.“ (muss man ja gar nicht). Irgendwann meinte mein Mann dann (nachdem ich ihm sämtliche absurden Überlegungen ausgebreitet habe) „Probiers doch einfach aus. Zieh ihm ne Stoffwindel an und leg los!“ Das tat ich dann und seitdem bin ich offiziell süchtig.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
5 Wochen

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Das hab ich vergessen… viele. Ungefähr eine Packung pro Woche.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
0 – 3 Windeln pro Tag, 0 wenn ich nachts fit genug bin zum Abhalten, 3 wenn wir wirklich den ganzen Tag unterwegs sind und er nachts eine Windel trägt; 6 Monate ist er alt.

Nutzt Du auch andere Backups?
Ja, Mullwindeln oder Moltoneinlagen.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Nö.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – Immer.
beim Stillen – Nie.
nach dem Stillen – Immer.
nach dem Spielen – Manchmal.
Andere: Wenn er aus dem Tragetuch rauskommt (klappt fast immer). Bevor wir das Haus verlassen und er eine WWW anbekommt (klappt erstaunlicherweise auch fast immer, ich erklär ihm, was los ist und er piescht…)

Wann klappt es am besten?
Nach dem Aufwachen.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Puh, nicht lange. Nach dem Aufwachen 1 – 4 Minuten, je nachdem wann ich es mitbekommen. Momentan ist der Gute so sehr mit Krabbeln und Welt entdecken beschäftigt, dass das mit den Zeichen derzeit schöne Theorie bleibt. Oft ist das Zeichen „Oh, es wird warm und nass“ – also eher so – 1 Minute… Wird wieder.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Die Toilette.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein: eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickeln?
Mal so mal so. An guten Tagen definitiv weniger Arbeit, an schlechten eher mehr. Das macht aber nichts, denn wenn man sich gelegentlich vorstellt, ein zappelndes, sich drehendes Kind aus einer vollgekackten Windel befreien zu müssen, kann man sich immer ganz entspannt zurücklehnen und sich denken: „Wie schön, das bleibt uns erspart.“ Um das hinzubekommen, ohne alles vollzusauen, muss man auch Spezialfähigkeiten erwerben, was Zeit kostet und wenig Spaß macht. Und nachdem das große Geschäft so gut wie nie mehr Thema ist, nehm ich den zeitweisen Mehraufwand beim Mullwindelbackupwechsel sehr gern in Kauf. Die Arbeit ist einfach anders und langfristig mit Sicherheit weniger. Und schöner. Und lehrreicher.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ich bin mit Sicherheit bewusster geworden, was die Bedürfnisse von Kindern angeht. Und respektvoller. Und mir ist klar geworden, dass man wirklich für ALLES die Verantwortung hat, sowohl für das, was oben reinkommt, als auch für das, was unten rauskommt. Mit beidem respektvoll umzugehen, nicht nur mit dem „schönen“ Füttern sondern auch mit den „schmutzigen“ Ausscheidungen trägt auf jeden Fall dazu bei, das Kind als Ganzes wahrzunehmen, kennen zu lernen, sein zu lassen. Mir ist klar geworden, wie sehr Kinder in unserer Gesellschaft (selbst von scheinbar liebenden Müttern) als Belastung wahrgenommen werden. Wenn man sie als überwiegend als kleine Hosenscheißer betrachtet, verwundert das auch nicht. Jedes minikleine Baby ist ein kompetenter, vollwertiger Mensch mit Bedürfnissen, die genauso wichtig und wertvoll sind wie die von Erwachsenen. Und solange diese Bedürfnisse noch nicht selbst erfüllt werden können, machen wir Eltern das eben. Ganz einfach.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Wenn es gerade mal kriselt, stelle ich mir einfach möglichst plastisch vor, wie es wäre, selber den ganzen Tag in einer Plastikwindel zu sein. Schneller kann man mich gar nicht motivieren… Ansonsten – ein entspanntes Verhältnis zu Körperflüssigkeiten hilft definitiv. Immer locker bleiben, Atmen nicht vergessen. Und sich von jemandem, der schon ein älteres Windelfrei-Kind hat sagen lassen, dass er/sie diese Phase auch schon mal durchgemacht hat. Und darauf vertrauen, dass jede Phase eben nur eine Phase ist. After the sun comes rain, after the rain comes sun.

Vielen lieben Dank!

By the way: Einen lesenswerten Windel-Selbstversuch findet Ihr hier. Der ist einfach super!!!

Es ist nie zu spät!

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Justine hat erst spät von Windelfrei erfahren und fing trotzdem mit ihrem 9 Monate alten Kind noch an:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Durch eine Bekannte. Daraufhin habe ich im Netz nach Erfahrungsberichten gesucht.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
9 Monate!

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Ca. 7-9 Windeln.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Mein Sohn ist jetzt 11 Monate alt. An guten Tagen gar keine, sonst wird die Stoffwindel bzw. die Hose im Durchschnitt 2 Mal nass. Die Pipis nach dem Einschlafen konnte ich bis jetzt nicht auffangen, also schläft er immer mit Windel ein und ich entferne sie wenn ich schlafen gehe.

Nutzt Du auch andere Backups?
Wenn ich mich nicht hundertprozentig auf ihn konzentrieren kann (Besuch/ ältere Kinder/ unterwegs) bekommt er eine Stoffwindel um. Ansonsten entweder eine Unterhose oder Hose.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Ja, wenn die Windel zu lange um war.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – immer
beim Stillen – Leider stille ich nicht mehr.
nach dem Stillen = vor und nach dem essen
nach dem Spielen – Nach dem Spielen gibt es nicht.
Andere: Wenn er pupst, drückt, seinen typischen Gesichtsausdruck macht. Oder wenn wir nach Hause kommen und wenn ich meine es wäre Zeit.

Wann klappt es am besten?
Wenn er gut drauf und ausgeschlafen ist.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Wenn er so tut, als würde er drücken, um mir zu sagen, dass er Pipi machen möchte, habe ich weniger als eine Minute um ihn auf das Töpfchen zu setzten! Er pinkelt sonst einfach auf den Boden. Nach dem Aufwachen kann ich aber schon 5-10 Minuten brauchen, weil er ganz genau weiß, er wird gleich die Gelegenheit haben. Morgens wartet er auch meistens geduldig bis ich soweit bin.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Wir haben ein ganz normales Töpfchen. Das Abhalten über dem Waschbecken sowie die Toilette hat ihm gar nicht gefallen.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein: eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickeln?
Seitdem er Windelfrei kennt macht das Wickeln sowieso riesen Probleme, deshalb ist es deutlich weniger Arbeit ihm seine Freiheit zu lassen. Eigentlich möchte ich den Arbeitsaufwand nicht abwägen, denn bei Windelfrei geht es primär um artgerecht leben  und das Recht auf einen trockenen Popo!

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ja, auf jeden Fall! Manchmal ist es so, als würde er mir ein Bild in Gedanken zuschicken. Wenn ich in Gedanken vertieft oder beschäftigt bin, weiß ich plötzlich genau, dass er mal muss! Wir sind viel besser aufeinander eingestellt. Ich kann ihn einfacher verstehen.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Ich würde, wie viele andere, euch ermutigen weiter zu machen! Die ersten 3 Tage waren total schlimm, ich konnte mir nicht vorstellen, wie das klappen sollte. Ich dachte, es ist einfach zu spät. Dann habe ich gelesen, man sollte mindestens 5 Tage abwarten, um überhaupt mal die Lage einschätzen zu können. Gleich am nächsten Tag hat er ins Töpfchen gemacht! Er hat gemerkt, was das Ganze soll und daraufhin mitgearbeitet. Ich denke, es ist nie zu spät! Auch wenn die älteren Kinder es nicht einverleiben wie die Neugeborenen, sie haben zumindest ein Gefühl dafür, was mit ihrem Körper passiert. Wenn mal doch was auf dem Boden landet, dann spielt mein Sohn nicht damit, denn er weiß inzwischen genau, was es ist! Er ruft mich einfach, damit ich es entfernen kann.

Ein dickes Dankeschön für Deinen Bericht!

Mut zu windelfreien Zeiten!

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Vierfach-Mama Caroline macht seit dem zweiten Kind Windelfrei. Und so läuft es beim vierten Kind:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Als unser 2. Kind etwa 16 Wochen alt war, bin ich im Internet drüber ,gestolpert‘. Ich hatte Informationen über Attachment Parenting gesucht.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
16 Wochen. Kind 3 und 4 dann ab Geburt.

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Vor Windelfrei habe ich so 7-9 gebraucht? Ich weiss nicht mehr genau.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
1 pro Nacht, obwohl brauchen besser passt als verbrauchen. Häufig ist sie morgens noch trocken. Je nach Ausflug mit dem Auto 1 Windel. Er ist jetzt 9 Monate.

Nutzt Du auch andere Backups?
Sehr selten und wenn ja, dann eine flopi.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Noch nie.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen / beim Stillen nach dem Stillen / nach dem Spielen / andere: Alle, ich muss sagen, dass die zwei Kinder, die wir von Geburt an windelfrei hatten/haben, so gut wie immer deutlich signalisieren. Und sonst einfach nach Gefühl.

Wann klappt es am besten?
Wenn ich nicht am Telefon bin.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Nach dem Schlafen gehe ich direkt und dann sprudelt es meisten auch gleich. Ansonsten bleiben mir meisten ein paar Minuten Zeit

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Wir haben ein normales Töpfchen. In den ersten 3-4 Monaten habe ich nachts ein Plastikbecher benutzt, das eigentlich das grösste Teil eines Spielzeug-Stapelturm war (etwa die Grösse eines Asiatopfs). Am Tag meisten das Waschbecken, da sehen wir uns im Spiegel und ich zeige das Babyzeichen für Pipi. Oder die Badewanne (da schaut er sich immer die Spielsachen an) und draußen im Garten.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Gering. Ich gehe schätzungsweise 10-15 Mal am Tag mit meinem Kind ins Bad. Dauer im Schnitt 1 Minute. Im Vergleich dazu: Unsere Katze will 10-15 Mal am Tag rein oder raus. Da muss ich auch schnell zum Fenster und es öffnen. Was ich für die Katze tun kann, mache ich auch für mein Kind! Im Vergleich zum Wickeln ist es weniger Aufwand und hygienischer. Kein Kampf um das Kind auf dem Rücken zu halten.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ja, sehr. Ich registriere viel mehr und reagiere auf kleinste Gesichtsausdrücke, Laute oder Verhalten nicht nur im Bezug auf Windelfrei.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Auch wenn es anfangs etwas Mut braucht, ist es sehr hilfreich das Baby wirklich ohne Windeln zu lassen oder höchsten in einem Backup, dass schützt, aber nicht saugt wie eine Windel. Gerade zu Hause ist das gut machbar und so lernt man viel schneller, weil es sichtbar ist. Bei einer Windel merkt man zwar, wenn etwas drinnen ist, aber man weiß nicht, wann es passiert ist. Dann ist es schwierig zu schätzen, wann das nächste Mal sein könnte und es entsteht ein Teufelskreis. Das Baby muss spüren, dass es nass wird. Bei uns war/ist das so, dass das Kind inne hält, wenn es merkt, dass es nass wird. Meistens muss ich danach etwa 5-10 Minuten verstreichen lassen, bevor es den Rest der Blase auch noch leeren kann.

Vielen lieben Dank und liebe Grüße in die Schweiz!

 

Virtuelle Treffen

Ich kann es immer nur wieder betonen..

Austausch über Windelfrei hilft ungemein.

Heute war wieder ein schönes Windelfrei-Treffen in Berlin – 14 Erwachsene und 13 1/2 Babys/Kleinkinder.

Wenn Ihr weit und breit in Eurer Region keine andere Windelfrei-Familie findet, dann habt Ihr folgende Internet-Foren zur Verfügung:

Viel Spaß beim Lesen und Tippen!