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Motivationsschub

Vor ein paar Tagen telefonierte ich mit Bettina über die praktischen Fragen von TopfFit – wo, was, wie, was macht man im Auto, wo „traut“ man sich und wo nicht. Gleich zwei Tage später schickte sie mir diese E-Mail:

Ich hab mich gestern übrigens getraut! Ich hab mich getraut, ihn aus dem Auto abzuhalten! Ein nackter Babypopo, der sich den Passanten entgegenstreckte! Ok, es waren keine da, aber es hätten welche kommen können. Und heute bei meinem ersten (und vermutlich letzten) Besuch einer Pseudo-Piklergruppe in einem anthroposophischen Ökoprojekt hab ich den Tipp mit dem Behindertenklo beherzigt und bin tatsächlich mehrmals aufgestanden, um ihn dort abzuhalten, mit Erfolg.
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Laurie Boucke: "Es ist bedauerlich, dass Sears JL nicht erwähnt"

Laurie Boucke hat mir eine E-Mail zum Eintrag über JLs Interview geschickt. Ihrer Recherche nach war es die Bindungsforscherin Mary D. Salter Ainsworth, die als allererste in ihrem Buch „Infancy in Uganda. Infant Care and the Growth of Love“ darüber schrieb, wie Kinder feste Bindungen aufbauen. Laurie geht nicht davon aus, dass Jean Liedloff dieses Buch kannte, sondern dass sie unabhängig davon zu den gleichen Ergebnissen kam. Dann habe Dr. Sears diese aufgegriffen und um seine Erfahrungen bereichert – ohne allerdings JL weiter zu erwähnen.

Lauries Mail im Original: Laurie Boucke: "Es ist bedauerlich, dass Sears JL nicht erwähnt" weiterlesen

Ältere Kinder und windelfrei

Heute im Biergarten sprach mich eine nette Mutter darauf an, dass unser Kleiner ja keine Windeln tragen würde. Sie versucht gerade, ihrem 2 1/2 Jährigen das Töpfchen nahe zu bringen und so kamen wir ins Gespräch. Dabei fiel mir mal wieder ein, dass Laurie Boucke – die Windelfrei/Abhalte-Grand Dame, die wir in Colorado besucht haben – in ihrem Buch „Topffit“ (Verlag, Amazon) auch beschreibt, dass man das auch noch mit älteren Kindern machen kann. Ich kann ihr Buch also auch allen empfehlen, deren Kinder schon aus dem Säuglingsalter heraus sind!

Und mir ist ein Zitat von ihr wieder eingefallen, das ich sehr eindrucksvoll fand:

„Sauber sein erfordert Zeit und ist für den Betreuer erst einmal unbequem, egal wann man damit beginnt. Doch Vorsicht: Windeln verschieben diesen Aufwand nur auf später – und sie verschieben ihn auf einen Zeitpunkt, an dem das Kind bereits gelernt hat, seine natürlichen Instinkte zu ignorieren.“
Laurie Boucke, Potty Whispering

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Adhäsionskräfte

Praxistipp:

Setzt euch morgens (wenns ja meistens etwas länger dauert, bis Baby leer ist) mit nackten Schenkeln mit euren Babies auf die Toilette (zieht z.B. die Schlafanzughose aus, zieht eine kurze Schlafanzughose an oder zieht das Nachthemd hoch). Das hat einen enormen Vorteil: Wenn ihr die Babyhaut an der Schenkelaußenseite mit etwas Wasser feucht macht, halten die Adhäsionskräfte das Baby auf eurem Schoß und es rutscht nicht nach unten. So lässt’s sichs länger und entspannter warten, bis Madame oder Monsieur fertig ist. Das Baby fühlt sich auch sicherer, weil es ja merkt, wie fest es an Mamas Beinen mit seinen Beinchen „klebt“.

Wenn die Kinder größer sind, kann man ihre Füße zusätzlich hinten auf die Brille stellen (wenn ihr rittlings draufsitzt) – dann halten sie fast von ganz alleine und man hat die Hände frei, um ein Spielzeug zu halten, gemeinsam in einem Bilderbuch zu blättern oder zum Bild innen im Toilettendeckel eine Geschichte zu erzählen.

Shopping!!

Endlich auch hier: Shopping-Alarm!

Sarah hat einen Shop online gestellt

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und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich zuerst bestellen soll!

Bild 4

Windelfrei und Spaß dabei“ ist aber auf jeden Fall ein Favorit – denn das Kapitel in meinem Buch hat genau diesen Arbeitstitel :).

Aber superschön finde ich auch: My birth was wonderful – ask my mom und „Happy without nappy“.

Birth-T-Shirt Happy without nappy-TShirt

Happy Shopping, allerseits.

Diskussion über Topffit

Die Experten streiten – wir sind dabei!

Zitat:

Die üblichen Verdächtigen argumentieren pro Topffit, hier als AITT abgekürzt:

An international study of 286 children who started toilet training during the first year of life revealed that over 90% showed elimination signals; mean completion ages for daytime dryness and bowel control were lower than 18 months, and no negative side effects were reported.7 Compared with Western toilet training (started around 2 years of age), stool toileting refusal in AITT drops from 22 to 12%.

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Besuch bei Laurie Boucke – Topffit

Wir waren da!

Laurie BouckeLaurie_Nica_jpg

Laurie Boucke hat uns empfangen in ihrem Haus in Lafayette. Wir haben ein kurzes, deutsches Interview gemacht, da Laurie ein wenig deutsch spricht und dann ein langes auf Englisch. Sie sagt: Ja, Teilzeit-Windelfrei ist okay, es ist ja schließlich Topffit (danke, Bettina!), es ist wichtig, entspannt zu bleiben, es ist toll für Väter!

Auszüge (MP3 und Video folgen):

Warum EC?
LB: Weil es möglich ist, weil es Spaß macht und weil es hygienischer ist! Es ist gut für die Babies, für die Eltern und für die Umwelt. Und es ist kein Sauberkeitstraining als solches, es geht in erster Linie um Kommunikation und um Teamwork mit deinem Baby.

Mit welcher inneren Haltung sollte man an EC herangehen?

LB: Es ist das Allerwichtigste, dass man mit einer entspannten Haltung an die Sache herangeht. Erwarten Sie nicht zuviel und versuchen Sie gar nicht erst, jedes Geschäft zu erwischen! EC is keine Sache von Alles- oder-Nichts. Es ist völlig okay, es Teilzeit zu machen.

Für wen eignet sich EC?

LB: EC ist für alle gut. Man kann soviel Zeit investieren, wie man eben hat. Der eine möchte vielleicht das Kind nur morgens abhalten, der andere auch nach dem Mittagsschlaf. Wenn man das regelmäßig macht, ist es ausreichend, damit die Kinder ihr Körpergefühl behalten. Jede Familie kann es so anpassen, wie es für sie am besten ist.

Und sie hat mich auf eine Website aufmerksam gemacht, auf der sie Informationen zum medizinischen Hintergrund sammelt.

Es ist nämlich, so sagte sie mir heute, überhaupt nicht medizinisch erwiesen, dass Kinder erst mit 2 Jahren merken, wenn sie mal müssen. Wir Topffit-Mütter erleben es jeden Tag anders, aber die gängige Meinung und Empfehlung lautet: Warten sie bis zum zweiten Geburtstag.

Auf der Website des „International Board for the Study, Research and Promotion of Assisted Infant Toilet Training“ können sich auch interessierte Kinderärzte, Hebammen oder Praxen registrieren lassen und entsprechende Informationen beziehen.

Und jetzt – ab ins Bett (wo unser weiterhin nachts windelfreies Kind bereits schlummert).