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Vollzeit-Windelfrei?!

Mit einem kleinen Aussetzer nun die Fortsetzung: Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Komplett ohne Windeln?! Es wäre ein Traum: ein Schlüpferchen und Höschen drüber – was für ein schlanker Babypopo!

Ich glaube, das trauen wir uns nicht zu…
Auf der einen Seite, denke ich, fehlt je nach Alltagssituation neben dem großen Tochterkind die Aufmerksamkeit und auf der anderen Seite kann mein Mann kein Pipi und/oder großes Geschäft dort leiden, wo es in unserer zivilisierten Welt nicht hingehört.

Aber wer weiß, vielleicht werden wir als Familie ein top eingespieltes Windelfrei-Team, so dass wir nach kurzer Zeit die Backups auf ein Minimum reduzieren können.

Doch wie auch immer es kommen mag, auch die Teilzeit-Windelfrei-Version kann reichen, um dem Baby das Prinzip von EC näher zu bringen.

Just relax!

Lies auch hier:
Wider die Perfektion: Windelfrei ist kein „Super-Mutter“-Test
Laurie Boucke: Windelfrei – das Wichtigste auf Deutsch!

Stoffwindel versus Wegwerfwindel

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

… aktuell bin ich noch dabei für uns zu recherchieren, wie die Ökobilanz für Stoffwindeln wirklich aussieht. Doch meine großen Prüfungen stehen vor der Haustür!!! Deshalb heute nur kurz:

Wegwerfwindel versus Stoffwindel

(entdeckt über facebook-Seite Merla – Natürlich gebunden) – Ist jemand von Euch künstlerisch begabt, ein Cartoon für Windelfrei zu kreieren?! Wir stellen das Bild dann gerne in Euren Namen hier im Blog online!

Noch was anderes: Explosion in Fabrik: Windel-Not befürchtet – Eine Chemiefabrik in Japan ist indirekt für ein Fünftel aller weltweit verkauften Windeln verantwortlich. Nun flog sie in die Luft. Oder auch hier bei nbcnews.com zu lesen: Chemical plant explosions in Japan kill one, may cripple global diaper output – Hat das jemand von Euch in den Nachrichten mitbekommen? An mir, die recht selten Fernsehen schaut, ist es scheinbar vorbeigegangen.

Rückblick: Unser Weg zu EC

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Manchmal blickt frau/man zurück…

Vor der Geburt unserer Kleinen – nun Großen – hatte ich mir gar nicht so viele Gedanken zu Windeln und Co gemacht. Ich wusste, es gibt Wegwerfwindeln und Stoffwindeln, aber nichts von Schattierungen dazwischen. Ich glaube, dass ich irgendwann mal zufällig im WorldWideWeb auf Windelfrei stieß, doch den Gedanken daran total abwegig fand. Meine Familie kam mal mit Windeldienstflyern und Katalogen an, in denen Stoffwindeln zu bestellen waren. Ich vertagte aber die Planung dafür auf den Zeitpunkt nach der Geburt. Doch dieser Zeitpunkt kam irgendwie nie. Unser Baby zog Zuhause ein und wir nutzten die Wegwerfwindeln vom Marktführer Pampers und Drogerie-Hausmarken.

Trotz allem war es uns schon von Anfang an wichtig, dass unsere Tochter stets eine saubere Windel trug und nicht so ein Gel-Batzen aus Urin, Kot und Chemie am Po hatte. Dadurch konnten wir schon beobachten, wann sie in etwa muss. Aber wir haben zunächst noch nichts weiter in Sachen „Elimination Communication“ unternommen, außer die Windel zu wechseln, wenn etwas frisch drin war. Dies tat zwar nicht der Umwelt gut, aber unserem Gewissen gegenüber unserer Kleinen.
Als sie knapp 4 Monate alt war, ist mir dann irgendwann bewusst aufgefallen, dass sie stets kurz vorm In-die-Windel-machen richtig ordentlich quengelte. Ich fragte mich immer: „Mensch, was hast Du denn?! Satt, trockene Windel und ich trag Dich hin- und her…“ Ich dachte oft, dass eventuell die Windel drücken könnte und öffnete sie und schwups… ein goldener Strahl und mein Kind war ruhig. Das wollte ich ausnutzen. Und ab diesen Zeitpunkt habe ich mich rund um „Windelfrei“ belesen und bin schließlich auch auf diesen tollen Blog gestoßen.
Das Prinzip „Abhalten“ war für mich nicht befremdlich (für manch andere Eltern scheint dieses Thema negativ behaftet: Toilettentrainig), weil meine Eltern uns immer wieder erzählten, dass sie uns Kinder damals im Alter von einem halben Jahr begonnen haben abzuhalten beziehungsweise, wenn wir sicher sitzen konnten, auf das Töpfchen gesetzt haben). Zwar war es nicht ganz mit Kommunikation, aber nach unserem Muster, also nach dem Schlafen, nach dem Essen, einmal nachts und wenn es ganz auffällig war, dass wir mussten. Somit hatten sie uns, laut ihren Erzählungen, zum ersten Geburtstag windelfrei.
Unsere Kleine war selten richtig windelfrei. Ich habe es am ehesten gewagt, sie komplett ohne Backup zu lassen, wenn wir unterwegs waren. Dann waren ihre Signale für mich am deutlichsten. Und ansonsten dienten uns die Wegwerfwindeln als Backup. Mit ca. 20 Monaten war sie dann tagsüber windelfrei. Ihre Meldungen und unser Timing passten dann, um häufig pannenfrei durch den Tag zu kommen. Nachts dauerte es noch etwas länger, zum einen weil sie sich lange nachts nicht abhalten ließ und zum anderen der Papa, jedes Mal gestöhnt hat, wenn es 1-2 mal pro Woche nasse Bettwäsche gab. Aber das Beste am Abhalten für uns war, dass wir ab den 6. Lebensmonat die großen Geschäfte fast an der Hand abzählen konnten, die in der Windel landeten.

Schade, dass wir „Windelfrei/TopfFit/EC“-Späteinsteiger waren. Wir hätten uns bestimmt so manche Quengelei ersparen können. Andererseits sind wir jetzt total gespannt, wie es mit unserem Winterkind wird. Etwas Übung haben wir ja schon…

Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Ab heute möchte ich eine kleine Donnerstagsserie starten, wie wir uns für unser zweites Kind für Elimination Communication wappnen und uns rund ums kleine und große Geschäft informieren…

Seid gespannt auf kleine Interviews und informative Querverweise.

Windelfrei – Was ist das?

Für alle, die sich ganz neu mit Windelfrei und dem Ausscheidungsbedürfnis ihres Kindes beschäftigen, finden auf urbia.de einen schönen Windelfrei-Artikel von Nicola zum Einstieg in die Materie: Windelfrei: Was steckt dahinter?

Für uns selbst ist das keine neue Frage. Wir waren zwar bei unserer Tochter Spätstarter (ab Ende des vierten Lebensmonats), aber das Prinzip ist uns klar:

Abhalten nach Äußerungen/Anzeichen des Babys

Babyzeichenliste
Natürlich: Simplify!!
Windelfrei für Spätstarter

Timing

Windelfrei – so haben wir angefangen
Windelfrei mit 18 Monaten

… und jeder Menge Intuition.

Topffit-Telepathie
Topffit-Telepathie II
Voll die Intuition, oder was?

Doch dabei nicht den Spaß vergessen!!! *keep smiling*

 

Sie lernen alleine laufen…

Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ (BAG) warnt vor Lauflernhilfen jeglicher Art, denn sie sind gefährlicher als ihr nicht erwiesener Nutzen: Keine gute Idee: „Babywalker“ als Weihnachtsgeschenk

No go - Lauflernhilfen

„Eltern und Großeltern, die glauben, sie tun ihrem Nachwuchs etwas Gutes, wenn sie ihnen derartige Geräte schenken, täuschen sich“, betont Dr. Jörg Schriever vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, „jedes Kind lernt laufen. Dazu benötigt es seine ganz persönliche, individuelle motorische Entwicklungszeit. Der Glaube, die Bewegungsentwicklung durch die fälschlicherweise so genannten Lauflernhilfen zu fördern oder zu beschleunigen, ist ein Irrtum. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Lauflernschulen Vorteile bieten. Im Gegenteil, der „Gehfrei“ ist das gefährlichste Verwahrgerät im Säuglingsalter“.

Wegen der großen Unfallgefahr ist der Verkauf der Lauflernhilfen sogar in Kanada seit 2004 verboten.

Zu diesem Thema habe ich noch zusätzlich ein Gespräch aus der Klinik während des Praktischen Jahres im Kopf: Am OP-Tisch bei einer Knie-Operation erzählte mir der Oberarzt der Unfallchirurgie, dass man die immer häufiger zu sehenden Kniebeschwerden durch Kniescheibenfehlbildungen (Patelladysplasie) wahrscheinlich den Lauflernhilfen sowie zu frühes Gehen an der Hand, wobei das Kind noch nicht alleine laufen kann, zu verdanken hat. Denn die Muskelatur ist dann einfach noch nicht soweit, ausglichen an allen weichen Knöchlein zu ziehen. Und auf die Kniescheibe wirken im Stehen relativ hohe Kräfte, die zur unnatürlichen Verformung führen. Diese Problematik findet man wohl eher in unseren Breiten. In ursprünglicheren Völkern findet man sie eher nicht. – Ich hatte damals versucht nach entsprechenden Literaturquellen zu suchen, wurde aber leider nicht fündig.

… also: unsere Kinder lernen zu ihrer Zeit alleine laufen.

Windelfrei und die Wahl zwischen den Backups

Bei unserer Tochter hatten wir die Wegwerfwindel als Backup. Vor allem aus reiner Bequemlichkeit und Unwissenheit. Das soll sich bei nächsten Kind ändern.

Meinungsfindung ist gefragt, vielleicht so wie hier: Das ist keine Pipi-Kacka-Geschichte

Zur Auswahl stehen…

  • komplette Windelfreiheit
  • Mainstream-Wegwerfwindeln
  • Öko-Wegwerfwindeln
  • Stoffwindeln und diverse Windelhöschensysteme

Meine heutige Entdeckung des Tages:
Der Landkreis Nürnberg unterstützt sogar den Verzicht auf Wegwerfwindeln (entdeckt im Hausgeburtsforum):

Zuschuss für Stoffwindeln
Die Abfallwirtschaft im Landratsamt fördert private Maßnahmen der Abfallvermeidung. Eltern erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von € 50,- pro Kind, wenn sie ihre Sprösslinge mit waschbaren Baumwollwindeln wickeln und so Abfall vermeiden.

Kennt jemand noch solche öffentliche Aktionen in anderen Städten / Landkreisen?

… noch haben unsere Überlegungen Zeit, bis die nächsten Schneeglöckchen blühen… 

Stay tuned!

Hilft Windelfrei gegen Dreimonatskoliken?

Ja, selbst beim Lernen mach ich mir Gedanken über Windelfrei / Elimination Communication…

Die Ursache der „Dreimonatskoliken“ beim Säugling ist unklar. Man findet im Magen-Darm-Trakt kein pathologisches Substrat. Man sieht häufig Blähungen als Auslöser, Besserung erfolgt durch Umhertragen oder Stuhlgang oder Gasabgang in die Windel. Bei einem kleinen Teil der Kinder kommt eine Nahrungsmittelallergie in Frage.

(Kommentar bei einer Frage aus einem alten Examen zu Dreimonatskoliken von Thieme examen online – einem Online-Prüfungsvorbereitungsprogramm)

Wir hatten beim Tochterkind damals erst mit Ende des 4. Lebensmonat mit dem Abhalten angefangen. Vorher hatte sie sich oft gequält – in Fliegerposition getragen war ihr am angenehmsten –  und die WWW teilweise fast täglich überlaufend mit Stillstuhl gefüllt. Danach ging fast gar kein großes Geschäft mehr in Windel oder Hose. Und sie war insgesamt ruhiger und ausgeglichener.

Wie seht Ihr das? Was sind Eure Erfahrungen? Oder sind die Koliken in den ersten Monaten im Leben eines Babys gar ein Mythos?

EDIT: Lies auch hier: Dreimonatskoliken – haben Windeln etwas damit zu tun?

Abhalten nachts-Tip für Jungsmamas

Machen wir uns nix vor: Wir können unsere Babys nicht nachts aus der Hängematte halten und auf den Lehmboden machen lassen. Ist einfach so. Daher gibt es viele Ideen, wir man trotzdem auch nachts den Kindern die Möglichkeit geben kann, ihre Bedürfnisse mitzuteilen und sich zu erleichtern.

Also was tun? Es gibt hier ein paar Postings zu Nachtlogistik (Halbwindel-Nächte und detailliertes So-Geht’s und geht natürlich nur im sicheren Familienbett). Dennoch bleibt das Problem, dass man nachts den Topf oder was immer treffen muss. Gerade bei Jungs kann das zu einer Herausforderung und nassem Bett führen. N. hat dafür eine ganz grandiose Lösung gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will:

„Nachdem ich jetzt noch schnell bei dir im Blog nachgelesen hab und entdeckt hab, dass du fürs Nachtpinkeln bei Jungs das Asia empfiehlst, hier meine „Methode“.

Ich verwend für L. nachts eine Pinkelflasche – nichts extra Gekauftes, nein ein leeres Schlagobersfläschchen vom Hofer (zu deutsch: ein leeres Sahne-Fläschchen vom Aldi)

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Der Grund dafür: Über sämtliche andere Gefäße hat er immer „drübergeschossen“ und mit dieser Flasche klappt es super. Der Rand ist nicht so scharf, dass es ihm weh tut ich kanns geschickt in der Hand halten und ihn dabei auf dem Schoß/im Arm stillen. Glücklicherweise fängt er nicht zu schieben an, wenn er groß muss – irgendwie gibt er mir das immer sehr deutlich zu verstehen, sodass er mir noch nie auf den Schoß gem** hat.

Pinkelflasche wird ins Töpfchen ausgeleert, sodass sie für den nächsten nächtlichen Einsatz bereit ist (das war auch eine Lernerfahrung, mir ists nämlich mal passiert, dass ich ihm das Fläschchen mit kalt gewordenem Lulu beim Versuch ihn abzuhalten drübergeleert hab. Mahlzeit.)

Haltung: L. ist es gewöhnt, dass ich ihn beim Abhalten auf den Oberschenkeln stütze. Also muss ich das auch nachts tun: Er sitzt auf meinem Schoß, in den linken Arm gelehnt, am linken Busen stillend. Mein linker Arm umfasst also seinen Rücken und die Hand hält dann seinen linken Oberschenkel. Mein rechter Arm stützt seinen rechten Oberschenkel und die Hand führt das Fläschchen zum Ort des Geschehen.“

Ein Bild hat sie auch gemacht für uns:

Foto

Großes Kino, Danke N.!!

((„Warum lässt man sie nicht einfach in die Windel machen??!“ fragt sich manche geneigte Mama jetzt vielleicht.

Weil a) die Kinder dann genau das lernen: Nachts mach ich einfach los. Dauert lange, ihnen das wieder abzugewöhnen (bei manchen bis ins fünfte Lebensjahr hinein, es erzählt euch nur keiner!)

Und weil b) viele Kinder besser schlafen, wenn sie sich erleichtern dürfen. Denn sie machen offenbar instinktiv (?) sehr lange erstmal nicht ins Bett, wälzen sich herum, stöhnen, jammern, strampeln, weil die Blase voll ist. Und erst wenn es gar nicht mehr geht, lassen sie laufen und schlafen dann entweder weiter oder sind gerne auch mal wach. Viele Mütter berichten übereinstimmend, dass ihre Kinder zwischen 4 und 5 Uhr morgens unruhig werden. Werden die Kinder abgehalten, schlafen sie bis 7 oder 8 weiter. Werden sie nicht abgehalten, sind sie um 6 Uhr wach – und die Windel ist voll.))