Entdeckt bei Einfach Erziehen: „Vom Glück, weinen zu dürfen – Wie wir mit den Tränen unserer Kinder umgehen können“ von Levka Soder. Sehr lesenswert!
Du bist willkommen mit all Deinen Gefühlen… bedingungslos… so, wie Du bist, liebe ich Dich…
Entdeckt bei Einfach Erziehen: „Vom Glück, weinen zu dürfen – Wie wir mit den Tränen unserer Kinder umgehen können“ von Levka Soder. Sehr lesenswert!
Du bist willkommen mit all Deinen Gefühlen… bedingungslos… so, wie Du bist, liebe ich Dich…
Beim letzten Artgerecht-Treffen hatten wir das Glück, einen spontanen Vortrag zum Thema Lotusgeburt von K., ergänzt von J. und M.. zu bekommen.
Lotusgeburt? Sind das diese Leute, die das Baby nach der Geburt nicht abnabeln? Genau die.
K. erzählte detailliert, wie so etwas abläuft und worauf man achten muss.
Die Lotusgeburt ist wegen der Infektionsgefahr bei Ärzten angeblich nicht beliebt: Wenn die Plazenta nicht am Verwesen gehindert wird, können Keime durch die Nabelschnur zum Neugeborenen gelangen (EDIT: Das war die Angst des Papas, der Arzt ist, aber offenbar trocknet die Nabelschnur so schnell ein, dass da nix passieren kann /EDIT). Andererseits habe ich auch gefunden, dass es die Infektionsgefahr verringert. *seufz*. Mediziner, anyone? Christina?
Bei der Lotusgeburt wird dem entgegengewirkt, indem die Plazenta nach der Geburt erst 12 Stunden gewässert und anschließend gepökelt wird. Wir haben von K. gelernt: Die ersten 12 Stunden gut wässern und dann mit grobem Salz pökeln (nicht mit Meersalz, ist selbst zu feucht). Salz sofort wechseln, wenn es feucht wird (K. sagt: anfangs alle 2 Stunden).
Bei K. hat das einwandfrei funktioniert, der Nabel fiel nach 6 Tagen ab. Bei M. war nach 10 Tagen die Plazenta, die ungewöhnlich groß war, immer noch feucht und sie schnitten durch. Bei J. wurde die Plazenta nur 1x täglich neu gepökelt, fing nach kurzer Zeit an zu riechen und wurde dann auch abgenabelt. K. berichtete, dass ihr Neugeborenes jedes Mal reagierte, wenn man auf die Plazenta neben ihm drückte, auch noch lange nach der Geburt.
Der Hintergrund des Ganzen ist,, dass eine Frau mit Namen Lotus gesehen habe, das die Aura des Kindes unter Stress gerate, wenn abgenabelt wird. Im Netz fand ich dazu dies hier. Fotos dazu gibt es hier. Eine detaillierte Anleitung bei Greenfamily.
Danke an euch drei, spannend, mal live zu hören, wie es bei euch war!
Und es ergeben sich so viele Fragen: Die meisten Säugetiere, von denen ich weiß, beißen die Nabelschnur durch und fressen die Plazenta auf. Frage: Warum ist bei uns eigentlich das Problem, dass die Nabelschnur weiterblutet und abgeklemmt werden muss? Ist das bei anderen Tieren auch so? Wie ist das bei Affen? Wie machen Naturvölker das? Weiß jemand was darüber?
Bastian hat einen Vortrag von Willi Maurer mitgeschnitten und auf Youtube gestellt. Und in Minute 51:07 erzählt er – von windelfrei-Kindern. Von Kindern, die von Anfang an tun dürfen, was sie tun können und kooperieren dürfen, wo sie kooperieren wollen.
Eigentlich geht es um natürliche Geburt, um Imprinting – und um Politik.
Durch Mails, Facebook und Gespräche höre ich immer wieder heraus, dass der Anfang von Windelfrei das Schwerste ist. In meinen Kursen sitzen häufig Mamas, die um 12:30 Uhr sagen: „Ich bin sehr skeptisch, wie soll das denn gehen?“ und um 14:30 sagen sie „Wow, wenn das SO EINFACH ist, dann fange ich sofort an!“ :).
Aber wie fängt man an? Für Spätstarter habe ich das mal hier zusammengestellt.
Für Neulinge, also Kinder unter 4 Monaten, fängt man ganz einfach an, besonders jetzt im Sommer: Windeln weg. Das Kind – am besten nachmittags, in ein paar ruhigen Stunden beobachten und schauen:
Wie oft macht es? Wie schnell nach schlafen oder stillen?
Welche Signale sehe ich, bevor es macht?
Anschließend habt ihr ein Gefühl dafür, wie das aussieht, bevor euer Kind sich entleert. Und könnt es dann abhalten, wenn ihr glaubt, dass es wieder soweit ist.
Abhalten geht so: Kind in Ruhe ausziehen (sie warten!), es an den Abhalte-Ort bringen (oder den Abhalte-Ort, also eine Schüssel, Topf o.ä. zum Kind), dann das Kind in eine gute Abhalteposition bringen (bei Topffit gucken oder bei Unsicherhiet in meinen nächsten Kurs kommen, da zeige ich anatomisch gute Positionen für Babys verschiedener Altersklassen), dann einen Signallaut machen und los geht’s!
Ein wenig aufpassen muss man, wenn man versucht, auf Signale des Kinder zu reagieren – manche Mütter werden ganz verrückt, weil sie in jeder Regung des Kindes ein Signal sehen (so wie ich, hihi) , es ständig abhalten und dann beide irgendwann genervt sind. Timing ist da schon einfacher – einfach das Kind nach dem Schlafen IMMER abhalten (AUCH und besonders, wenn es im Tuch oder in der Trage aufgewacht ist!), dann habt ihr schonmal 3-6 Fälle am Tag, an denen ihr beide das Abhalten üben, euch motivieren und das Gefühl des Loslassens mit dem Signallaut verbinden könnt. Timing ist auch ideal, um nach einer Pause wieder anzufangen.
Wenn sie dann älter sind, kann man es wieder beim Hingucken merken (Griff in den Schritt, Verziehen in eine bestimmte Ecke, Trippeln, versonnener Blick etc.)
Nachts ist es nochmal einfacher – so geht’s. Alle Babys werden unruhig und machen nachts vor allem beim Stillen, nur ganz, ganz wenige machen es im Tiefschlaf. Unsere Nachtlogistik hier im Detail. Nachts geht aber nur, wenn Energie dafür da ist – sonst lasst es besser.
Dann gibt es natürlich viele Sondersituationen – unterwegs, bei Krankheit, Pausen, Streiks, auf Reisen mit 18 Monats-Kind, Reisen mit Baby….dazu findet ihr hier viel im Blog und im Detail erkläre ich das alles dann im nächsten Kurs am 21. August im Veganz (Interessiert? Ihr könnt euch direkt hier anmelden).
Und wenn es euch mal stresst und überhaupt nicht läuft – denkt immer daran: Das macht nix. Denn Attachment Parenting funktioniert nichtund Windelfrei ist kein Super-Mutter-Test.
Heute zitiere ich mal einen kurzen Artikel aus der MMW – Fortschritte der Medizin 2012/2:
(MMW – Fortschritte der Medizin 2012/2: 26-27)
Dieser Artikel basiert auf einer Veröffentlichung aus dem British Medical Journal (Douglas P., Hill P. Managing infants who cry excessively in the first few months of life. BMJ 2011;343:12651269).
Wie viel Gebrüll ist normal?
Eine Metaanalyse ergab: Gesunde Säuglinge schreien in den ersten sechs Lebenswochen täglich durchschnittlich 110118 Minuten. Im Alter von zehn bis zwölf Wochen reduziert sich das Konzert auf 72 Minuten. Mit der neuronalen Reifung kehrt bis zum Alter von fünf Monaten zunehmend Beruhigung ein. 5% der Kinder behalten die Familienbeschallung allerdings noch länger bei.
Was kann man dagegen tun?
Zehn Schritte zur Entspannung für Eltern und Kind
1. Anamnese einschließlich Ernährung und perinatalem Verlauf; gründliche körperliche Untersuchung.
2. Aufklärung: Die Eltern sind nicht schuld, die Situation ist nur vorübergehend, Hilfe ist möglich.
3. Fütterprobleme evaluieren, ggf. einen Ernährungsexperten hinzuziehen.
4. Psychosoziale Risikofaktoren abschätzen: Mütterliche Depression? Gefahr für das Kind durch impulsiv reagierende Eltern? Ggf. Überweisung an Experten.
5. Ermutigung: Baby nach Bedarf füttern, mit im Elternschlafzimmer schlafen lassen, viel Körper- bzw. Hautkontakt, verschiedene altersgerechte Sinnesreize.
6. Bei Hinweisen auf Kuhmilchallergie oder Wirkungslosigkeit o. g. Strategien: Verzicht der Mutter über zwei Wochen auf Milchprodukte, um Vermutung zu bestätigen, stark hydrolysierte Milchnahrung für Flaschenkinder.
7. Mit Eltern, die leicht die Beherrschung verlieren, „kindersichere“ Strategie besprechen.
8. Manchmal helfen Babymassage oder Wrapping.
9. Auf Hilfsangebote und Informationsmöglichkeiten hinweisen.
10. Engmaschig kontrollieren.
… und das Beste aus dem Artikel…
Studien haben die Vorteile des Stillens nach den Bedürfnissen des Kindes belegt. Im Vergleich zu Kindern, die nach Plan gestillt wurden, reduzierte sich beim individuellen Füttern die Schreizeit auf die Hälfte, wenn die Kinder zusätzlich ca. zehn von 24 Stunden Körperkontakt hatten.
Happy Cuddling!
(… doch denk auch an Dich und lass Dir helfen!!!)
Krähenmutter hat einen wunderbaren Eintrag geschrieben darüber, was man als Mama schafft – und was nicht.
In kurzer Bildform ist das dann so (von nickmom)
Heute ist Weltnichtrauchertag.
Dazu informiert das Netzwerk „Gesund ins Leben“ des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz junge Familien zum Thema Rauchen:
675.000 Geburten in Deutschland im Jahr bedeuten 675.000 Mal die Chance durch einen gesunden Lebensstil positiv auf das ungeborene Kind einzuwirken. Nichtrauchen ist ein Muss, um Mutter und Kind zu schützen. […] Dennoch: 50 Prozent der unter 25-Jährigen und ca. 20 Prozent der Schwangeren in Deutschland können der Versuchung nicht widerstehen im Vergleich der Altersgruppen befindet sich der höchste Anteil an Rauchern in der Familiengründungsphase.
… das Bild lasse ich mal unkommentiert stehen.
Mal kurz und knapp: 
News.de hat einen schönen Artikel online gestellt: Langzeitstillen – Keine Sperrstunde für Mamas Brust
Die Stillzeit in Deutschland ist sehr kurz. Besonders wenn man über den Tellerrand in andere Kulturen und in die Menschheitsgeschichte blickt.
Ich wünsche allen schon mal ein schönes langes Wochenende und für die, die arbeiten müssen, eine halbwegs stressfreie Zeit. 
Zahnen ist für viele Mutter-Kind-Paare ein anstrengende, unangenehme Zeit. Viele Babys fangen plötzlich an, auf die Brust zu beißen. Sie nuckeln ständig, sind unleidig, wehleidig, schlecht gelaunt, essen nichts mehr, stillen die ganze Nacht. Es gibt eine Menge Dinge, die helfen: Gebt eurem Beiß-Stiller etwas, worauf er oder sie kauen kann, wenn sie beim Stillen beißen (ein Stück Holz, eine Veilchenwurzel). Gebt Osanit oder andere Kügelchen. Gebt euch Zeit.
Wir haben noch eine Idee, die uns viel geholfen hat: Kälte. Aber wie kriegt man etwas kaltes in einen Babymund? Wenn das Baby es mag, dann kann man z.B. diese tollen Kautschuckschnuller einfrieren. 
Meine Kinder haben ja nie geschnullert, aber auf den kühlen Rändern dieser eingefrorenen Schnuller haben beide begeistert herumgekaut.
Heute mal meine kleine Serie: Was man als Mutter alles mit den Füßen können sollte. Wer immer mal wieder ein stillendes Baby auf dem Arm hat, kann folgende hilfreiche Fähigkeiten trainieren, alles mit den Füßen.
Für Anfänger:
Ein Schaukelpferd schaukeln

und Licht an und aus machen
Für Fortgeschrittene:
Die Spülmaschine schließen, bevor die Anderthalbjährige sie ausräumt

Schubladen öffnen oder schließen 
Für Profis:
Türen öffnen oder schließen 

und
Den Wasserhahn öffnen oder schließen oder richtig einstellen. 
Hab ich was vergessen? Schickt mir Fotos :)!!