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Stars mit Tragetuch – Kate Hudson und Keri Russell

Dies ist der Start einer neuen Serie: US-Stars, die ihre Kinder im Tragetuch spazieren tragen. Heute: Keri Russell, die in Mission Impossible III die Rolle der Lindsey Farris spielte. Pretty cool. Und offenbar ist sie beim Tragen geblieben :).

Auch Kate Hudson trägt ihr Kind – in einem fast 400 Dollar teuren Sling. Das Bild ist nur noch bei Google verfügbar.

Nachts trocken?

Ich bin verwirrt.

Oder erfreut?

Na, bevor ich die Pferde scheu mache, hier erstmal nur die Fakten: Seit drei Nächten setze ich ihn zwar zwischen 0:00 und 5:00 beim Stillen aufs Töpfchen. Aber es kommt nix. Gar nix. Gestern Nacht hab ich dann einfach zwischendurch mal im Liegen gestillt, weil ich dachte – hey, wenn nix kommt, können wir auch kuscheln. Und – es kam nix.

Werde das beobachten. Wenn es eine Regelmäßigkeit gäbe „nachts zwischen 0:00 und 5:00 ist er trocken“, das wäre ein klares Plus an Kuschelfaktor!

Sommer-Logistik

Heute hatten wir einen schönen halbtags-windelfrei-Tag: morgens windelfrei daheim, dann mit Windel im Auto, mit Windel zu Besuch bei Oma bis zum Mittagessen im Garten. Anschließend bei der Oma windelfrei, als ein kleiner Spaziergang anstand, hab ich ihn windelfrei in die afrikanische Rückentrage gepackt und dort hat er prima und trocken geschlafen. Als er aufwachte, hielt ich ihn am Wegrand ab und fein.

Zurück bei Oma dann erstmal wieder ohne Windel, aber irgendwann wurde es dafür einfach zu kalt und ich ihm zog Windel und Hose wieder an.

Das lässt mich gleich mit Bangen an den Winter denken. Windelfrei mit ständig halbnacktem Kind ist einfach extrem komfortabel. Oft hat er nur ein Hemdchen an oder offenen Body mit einer kleinen Unterhose. Das ist schnell mal zur Seite geschoben beim Abhalten. Wenn er hingegen eine lange Hose anhat, merke ich schon, dass es nicht mehr so problemlos geht. Wie wird das erst im Winter, wenn er dick eingepackt ist? Es muss einen Weg geben, wie es trotzdem entspannt bleibt. Splitpants haben wir schon…vielleicht ist das die Rettung?

Windelzeiten

Wir benutzen Windeln:

– in den öffentlichen Verkehrsmitteln
– wenn wir einkaufen gehen
– wenn ich einfach zu müde bin
– im Auto
– im Cafe
– bei Arztbesuchen
– wenn ich einfach zu müde bin
– auf dem Ausflugsboot rund um Berlin
– wenn seine Ur-Oma ihn auf dem Arm hat
– wenn ich einfach zu müde bin
– für lange Spaziergänge
– wenn wir Besuch haben
– und manchmal lass ich sie doch weg, obwohl ich einfach zu müde bin
*Kind umzieh* *Handtuch wechsel*

Relativitätstheorie (windelfrei)

Langsam ist es an der Zeit, die Sache mal auf theoretisch fundierten Boden zu stellen. Ich hab da mal was vorbereitet:

Relativität von Raum und Zeit

Vor der Formulierung der Relativitätstheorie (windelfrei) war die Diskussion über Raum („Wir leben nicht im Urwald“), Zeit („Das ist doch viel aufwendiger!“) und Kosmologie („Babies können ihren Schließmuskel nicht kontrollieren“ „Babies brauchen Windeln“) weitgehend von religiös anmutenden Überzeugungen geprägt. In der säkularisierten Säuglingspflege hat die Theorie heute das Potential, auch das Weltbild der Nicht-Windelwissenschaftler („Ähm, was macht ihr denn da immer im Bad?“) nachhaltig zu verändern („ui, dasjaspannend“).

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Treehugger zu EC

Hug the Treehugger! Sie schreiben über EC, also Elimination Communication, zu deutsch: Windelfrei :). „How to green your Baby“. Wer sein Baby nicht nur ökologisch, sondern „hardcore ökologisch“ aufziehen will, bekommt den Tipp:


„Avoid using diapers altogether

Elimination communication is a technique of timing, signals, cues, and intuition to help baby/infant express his or her poo-related needs. This is best begun before six months of age, and while it is most commonly used in third-world countries where parents are in constant contact with their children, it has been used in the West with some success.“

YES.

Der erste Punkt unter Treehuggers „Hardcore“ ist allerdings, dass es angesichts der Überlastung des Planeten eine ökologisch nachhaltige Entscheidung sein kann, überhaupt keine Kinder zu bekommen.
(Wer seine Umwelttipps lieber auf Deutsch liest, findet ähnliches bei Utopia dazu.)

Bergführer sein

Treffer und versenkt – Elternsein auf den Punkt gebracht. Auszug:

Der Bergführer weiss, welcher Weg zum Gipfel führt, er kennt aber auch alternative Wege, falls das nötig sein sollte. Er ist sich seiner Kompetenz als Führer sicher und geht davon aus, dass seine Bergsteiger dass tun, was er sagt. Er möchte aber auch, dass seine Schützlinge sich bei ihm wohl fühlen und versucht deshalb, so viele ihrer Wünsche wie möglich zu erfüllen und für alle Probleme Lösungen zu finden mit denen alle gut Leben können. Er kann seine Schützlinge einschätzen, respektiert ihr Wesen und ihre Fähigkeiten und richtet sich nach dem schwächsten Glied in der Kette. Er fühlt sich verantwortlich, aber er läßt allen die größtmöglichste Freiheit. Wenn aber Gefahr droht oder jemand leichtsinnig wird, würde er hart durchgreifen, um alle wieder heil nach unten zu bringen.

(Danke an Claudia für den Link)

Außer Kontrolle

In den letzten Tagen gerät unser Windelfrei-Experiment zunehmend außer Kontrolle. Ich gerate in Situationen, in denen das Kind keine Windeln anhat, obwohl ich das eigentlich anders geplant hatte.

„Teilzeit-Windelfrei“ heißt für uns anfangs, dass das Kind zwar immer Windeln trägt, aber sein großes Geschäft nicht in selbige erledigt, sondern auf sein Meckern hin von mir abgehalten wird. Mit mehr Übung lasse ich ihn morgens und abends auch mal eine Stunde ganz ohne. Mit der Zeit ist das Kind immer dann windellos, wenn es praktisch und praktikabel ist. Gerne im sonnigen Park, bei warmem Wetter zu Hause und manchmal auch nachts. Im Auto, bei Freunden, im Café und ähnlichen ich-hab-die-Konzentration-woanders-Situationen sind Windeln absolut unverzichtbar.

Dachte ich.

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Schnuller als Medikament

Schnuller oder nicht? Wer sich die Frage stellt, findet bei KiFaSchule eine ausführliche Info. Obwohl die Autoren grundsätzlich kritisch gegenüber Beruhigungssaugern eingestellt sind, wird der Schnuller nicht nur verteufelt, sie versuchen eine Einordnung:

Wenn ein Schnuller eingesetzt wird, dann wirklich absolut sparsam, so wie ein Medikament.

Ich kann glücklichweise faul sein und muss mich nicht in geistige Entscheidungsunkosten stürzen: Mein Sohn benutzt seine schönen Öko-Schnuller ausschließlich dazu, um auf dem geraden Schild herumzukauen oder sie zwischen den Kiefern einzuklemmen und dann mit einem schönen Plopp! herauszuziehen.

1001 (windelfreie) Nacht

Vor der Nacht hatte ich am meisten Respekt, dabei ist die Nacht das einfachste.

Das Baby nachts ohne Windel zu lassen, hat mehrere Vorteile: Im Sommer überhitzt er nicht, die Haut kann sich wunderbar regenerieren, wenn Unfälle passieren, gehen sie in die Wickelunterlage. Der Trick dabei: Babies machen nachts nur, wenn sie wach sind, also in 95% der Fälle beim Stillen.

Unsere Nachtlogistik ist derzeit so:

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