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Interview mit Kulturforscherin Meredith Small

Warum geht jede Kultur anders mit ihren Babies um? Warum glaubt jeder, er mache es „richtig“? Was sind die biologischen Bedürfnisse von Babies? Gibt es einen „richtigen“ Weg, einen Säugling zu behandeln?

Auf der Suche nach Antworten zu diesen Fragen war ich in Ithaca bei Meredith Small. Sie ist Anthropologin, hat viele Jahre Primaten erforscht und wenn man sie fragt „warum tun Menschen dieses oder jenes“, wartet sie gerne mal mit Erklärungen auf, die ein paar Millionen Jahren Menschheitsgeschichte abdecken.

Sie kennt James McKenna und seine Forschungen gut, sie selbst ist Mutter eines Teenagers und forscht seit einiger Zeit über die unterschiedlichen Kulturen der Welt und ihren Umgang mit Kindern. Das prägt ihre Sichtweise und von ihr kann man wirklich lernen, dass nichts „gut“ oder „schlecht“ sondern alles in erster Linie kulturell geprägt ist.

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Meredith Small online

Ich habe eine schöne Zusammenfassung von M. Smalls Buch „Our Babies, Ourselves“ hier und einigen ihrer Ansichten zu Schulbesuch und Kinderkultur gefunden.

In fact, in parenting as in all human behaviors, the dictates of biology are often ignored, denied, or overridden for all sorts of social or cultural reasons. The way we bring up children, in fact, often reflects nmore about our soical history and our folkways and our traditions than what babies and children might need and expect.

Co-Sleeping in Chicago

Wir sind in Chicago angekommen und treffen Montag Co-Sleeping-Forscher James McKenna zum Interview. Co-Sleeping? Und wie krieg ich das Kind wieder aus dem Bett? Ich darf zu dieser Gelegenheit www.familienbett.de zitieren (und empfehlen), die wiederum Dr. Sears übersetzt haben:

Frischgebackene Eltern sorgen sich oft darum, dass die Kinder sich so sehr an dass gemeinsame Schlafen gewöhnen, dass sie ihr Bett niemals mehr verlassen wollen würden. Ja, wenn man daran gewöhnt ist, erster Klasse zu schlafen, dann wird man sich nur wiederwillig herabstufen lassen. Genauso wie beim Abgewöhnen von der Brust, gewöhnen sich Kinder vom Bett ab (normalerweise mit ca 2 Jahren). Denken Sie daran, dass sleepsharing ein Arrangement ist, dass dafür gedacht ist, Babies Sicherheit zu geben. Die Zeit in Ihren Armen, an Ihrer Brust und in Ihrem Bett ist nur eine sehr kurze Zeit im gesamten Leben Ihres Kindes, dennoch werden die Erinnerungen an Liebe und Nähe ein Leben lang andauern.

Na denn – gute, wunderbare, cogesleepte Nacht allerseits :).

Gedanken – Geburt und Starbucks

Beobachten Sie mal eine Frau, die einen Latte macchiato bestellt. Wenn sie in einem normalen Café ist, wird sie sagen: „Einen Latte, bitte.“ Dann wird sie, mehr oder weniger begeistert, trinken, was sie bekommt.
Hat sie aber die Wahl, dann wird sie einen „mittelgroßen Latte macchiato, mit Halbfettmilch, zwei Schuß entkoffeinierten Espresso, etwas Zimtsirup, fettarme, geschlagene Sahne und Kakaopulver“ bestellen. Eine große Kaffee-Kette aus den USA macht mit diesem Bedürfnis nach dem perfekten Getränk Millionenumsätze.

Und mir geht dabei gerade durch den Kopf: Das Bedürfnis nach einer perfekten Geburt ist kein Stück weniger legitim. Gedanken – Geburt und Starbucks weiterlesen

Linda Palmer: "Wissenschaftler unterstützen AP!"

Vorgestern habe ich Linda Palmer, Autorin von Baby Matters zu einem Interview getroffen! Linda ist Expertin für Baby-Ernährung, hat mehr wissenschaftliche Artikel über Babypflege gelesen, archiviert und analysiert als irgendwer, den ich kenne, und hat ihr Wissen zu einem Buch verarbeitet, das demnächst in der dritten Auflage erscheint und in den USA bereits ein Standardwerk zum Thema Attachment Parenting ist.

LindaPalmer

Sie sagt nach mehreren Jahren Recherche: „Meine größte Entdeckung war, dass die Wissenschaft das „Natural Parenting“ unterstützt!“

Außerdem sprachen wir über ihr Spezialthema: Kuhmilch und die Folgen, außerdem um die Frage, ob man Milchersatznahrung auch selbst herstellen kann, Stress durch Schreienlassen und Tipps und Tricks rund ums Attachment Parenting.

Wo? Hier – sobald ich die Kamera den Mac angeschlossen kriege!

Weinen lassen II

Die Australische Vereinigung für die psychische Verfassung von Babies hat in einem Positionspapier erklärt, dass sie „kontrolliertes Schreienlassen“ für ungeeignet hält. „Es ist nicht konform mit dem, was Babies für ihre optimale emotionale und psychologische Gesundheit brauchen und kann unbeabsichtigte negative Konsequenzen haben“:

AAIMHI is concerned that the widely practiced technique of controlled crying is not consistent with what infants need for their optimal emotional and psychological health, and may have unintended
negative consequences.

Sie raten daher vollkommen von dieser Technik ab, da sie es als normal ansehen, dass Babies nicht durchschlafen und viele „Schlafprobleme“ andere Ursachen haben oder einfach der normale, unterbrochene Schlafrhythmus von Kleinkindern sind.

Das Paper ist hier zum Download online.

BoBB – live

Auf dem Spielplatz am Petco-Stadium habe ich heute live erlebt, dass der BoBB-Film kein Kino ist, sondern wahre Geschichten erzählt. Diese junge Frau, nennen wir sie Athena, ist eine davon. Sie spielt im Sand mit ihrer 15 Monate alten Tochter. Mein Sohn krabbelt dazu und so kommen wir ins Gespräch. Sie ist in der 25. Woche mit dem zweiten Kind schwanger.

Ich frage, nicht ohne Hintergedanken, wo sie denn entbunden hat und wie das hier in San Diego so sei.

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