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Windelfrei…

…sagte ich das bereits? Es ist Sommer, wir haben Splitpants, wir sind Windelfrei. Zu 90% des Tages. 1-2 Unfälle pro Tag, machmal auch mehr. Definitiv Unfälle beim Liegen und Spielen und im Babysitz. Nicht, wie ich anfangs dachte, weil sie sich nicht meldet, sondern weil ich es regelmäßig falsch interpretiere (sie langweilt sich? sie will auf den Arm? Nein – sie muss mal *andenKopfhau*).

Alles schick!

Morgentoilette

Ich habe in den letzten Wochen immer gedacht: Schade. Der Große hatte morgens einen so regelmäßigen Rhythmus mit den „großen Sachen“, das war viel einfacher. Die Kleine macht morgens nur „klein“ und das Große dann irgendwann – meistens dann, wenn ich nicht damit rechne.

Das ist ungewöhnlich. Die meisten Windelfrei-Kinder machen morgens ihr großes Geschäft und das zuverlässig und regelmäßig. Warum ging das jetzt plötzlich nicht?

Möglicherweise habe ich die Ursache dafür jetzt gefunden. Sie ist unglaublich simpel: Es ist einfach zu spannend auf unserer Toilette für ein 4-Monats-Baby! Während ein größeres Kind ja Abwechslung braucht, scheint meine Kleine so beschäftigt zu sein, dass sie sich weder konzentrieren noch entspannen kann. Und womit beschäftigt? Ich habe keine spannenden Spielsachen dort zu hängen. Nein, es ist viel einfacher, nämlich das hier:

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Der Bademantel vom Mann und sein Handtuch. Alles mit Mustern, die ein kleines Baby vollkommen faszinieren können. Heute morgen hab ich sie mal weggehängt und – zack! ihr ahnt es.

Ich muss schon wieder schmunzeln. Es gibt soviele Dinge, die Babys und Kinder sehen, die uns schon gar nicht mehr auffallen… als ich es aus „Babyperspektive“ fotografierte, fiel es mir auch auf: das Muster ist wirklich schön, wenn man es so ansieht…

Windelfrei nachts – so geht’s

Wie macht man denn windelfrei nachts? Hier meine Tipps zum Anfangen, eine Warnung vor der Still-Abhalte-Falle und die absolute Vorbedingung für nächtliches Windelfrei: Genug Schlaf.

Nachts gilt ja als total schwierig und „Und was machst Du nachts?“ – ist die Klassiker-Frage. Dabei sagt jede Windelfrei-Mama, die ich kenne, dass nachts total einfach ist. Auch Babys pinkeln nicht zehn, sondern vielleicht zwei oder vier Mal. Und nur, wenn sie wach sind. Und meistens beim oder nach dem Stillen. Eigentlich total einfach, zu wissen, wann sie müssen. Und eine prima Gelegenheit, Bettnässen vorzubeugen und den kleinen Po mal zu lüften, wenn tagsüber Windel angesagt ist.

Auch eine gute Vorbereitung für Fiebernächte! Mit Fieber mag ich meine Kinder nicht in heißen Windeln haben, da sie dann nächtliches Abhalten gewöhnt sind, können sie sich immer viel entspannter gesund Schlafen. Und bei uns hat es sich jetzt beim Großen nochmal bewährt: Als er mit Ankunft des Geschwisterchens nachts wieder alles nass machte, habe ich ihn einfach auch wieder mit abgehalten. Er kannte es ja, er wacht dazu nicht einmal auf.

Meine Tipps für Windelfrei nachts:

Neben dem Bett sollten stehen: Asia-Topf und/oder andere Schüssel, kleine Handtücher, ein großes Handtuch (falls man richtig viel danebengeht), Stoffwindeln.

Wie fängt man an? Fangt an mit einer Stoffwindel. Zieht dem Säugling eine Stoffwindel an und immer wenn ihr stillt oder sonstwie wach seid, checkt mit der Hand kurz, ob sie nass ist. Ist sie nass, dann wechseln (einfach ne längs gefaltete Stoffi in die Hose legen oder mit dem Wolle/Seide-Body festknöpfen oder in die Wollüberhose, dann ist sie leicht zu wechseln).

So merkt ihr schnell, wann und wie oft eurer Baby macht. Fast alle Babys haben nachts einen festen Rhythmus, z.B. immer beim ersten Stillen gegen zwölf und dann morgens um fünf wieder oder ähnlich. Sobald das klar ist, könnt ihr das Kind dann zu diesen Zeiten immer abhalten. Und dann irgendwann die Windel einfach weglassen, ohne ist es einfach einfacher.

Vorsicht vor der Still-Falle: Wenn das Baby daran gewöhnt ist (oder es verlangt), dass es zum Abhalten immer gestillt wird, gerät man schnell in einen Teufelskreis: Baby muss eigentlich nur mal, wird beim Abhalten aber gestillt, hat den Magen wieder voll, die Milch wandert hindurch und nach zwei Stunden muss Baby wieder… so kann man ganze Nächte verbringen und ständig oben rein- unten raus spielen. Das wird anstrengend. Mein Tipp: Versucht, schon dem Säugling beim Abhalten nicht die Brust anzubieten und schaut, ob er ohne oder mit nur kurzem Stillen hinterher wieder schläft. Dann ist der nicht wieder „voll“. Wenn ihr merkt, dass ihr im Still-Abhalte-Kreislauf seid – aufhören. Wickeln. Schlafen.

Schlaf hat Priorität.

Später nochmal versuchen. Kind abdocken versuchen. Oder nicht übern Topf abhalten, sondern nur ein Handtuch oder ne Stoffi zum Auffangen nehmen (Matthias Stulz hat erzählt, dass er das so macht, bei uns klappt das nie fleckenfrei, aber bei uns klappt Topf).

Manche Babys weinen, wenn man sie nachts abhält – wenn sie danach nicht wieder einschlafen, auch Abhalten besser einstellen. Schlafen ist wichtiger!

Absolute Vorbedingung: Mamas muss ausgeschlafen sein.

Sobald ich übermüdet bin, „verschlafe“ ich ihre Signale, ihr Strampeln, ihre Unruhe nachts, mit der sich ein Pipi ankündigt. Also muss ich genug geschlafen haben, damit es überhaupt funktionieren kann. Habe ich das nicht, bekommt sie eine Windel an – wenn ich es dann verpenne, ist das Bett nicht nass. Auch gut: Matratzenschoner. Wenn mal was danebengeht (bei uns fast immer ein paar Tropfen, ich krieg das nachts mit dem Asia nicht hin…), machts der Matratze nix und dann kleines Handtuch drüber und weiterschlafen…riecht ja nicht.

(Hab ich wirklich geschrieben, „Mama muss ausgeschlafen sein“? Ausgeschlafen? Mit einem Säugling oder gar zwei oder drei Kindern? Wie das gehen soll? Ich habe keine Ahnung…korrigiere also: Mama sollte in einem Zustand kurz vor statt kurz nach der totalen Erschöpfung schweren Übermüdung sein!)

Uh – bin ich müüüüüde….*gähn*….gute Nacht allseits! Lasst uns wissen, wie ihr es macht und wie es klappt, ja?

AFS-Kongress: Windelfrei-Kurs und Shopping

Bin seit gestern zurück vom AFS-Kongress, der dieses Jahr wieder mit spannenden Kursen und hochkarätiger Besetzung aufwarten konnte (u.a. war Gonzales da, Autor von In Liebe wachsen). Ein tolles Treffen – lauter interessante Menschen mit glücklichen Kindern in Tragen, Tüchern und auf Armen.

Liane und ich haben einen dort Windelfrei-Workshop machen dürfen und es hat riesig Spass gemacht – Dank Liane und unseren tollen Teilnehmerinnen sowie unseren zwei Windelfrei-Babys, die während unseres Workshops völlig unbeeindruckt und entspannt im Tragetuch schliefen (meine), am Beamer-Kabel zogen (Lianes Junge) und regelmäßig in die Asia-Töpfchen pieschten. Großes Kino.

Außerdem habe ich Matthias Stulz von ohne-windeln.de getroffen, er war als Ehrengast auch beim Workshop. Begeistert war mein Windelfrei-Mama-Herz auch von seinem Messestand, wer nicht dabei sein konnte, dem kann ich seinen Shop empfehlen, da gibts lauter tolle Dinge, die man sonst selten (oder im Falle der exklusiv für sie angefertigten Trainerhosen: gar nirgends) sieht. Hab gleich zwei erstanden :). Er hat mir versprochen, dass sie demnächst auch Splitpants anbieten, aber dank Eva und Julia bin ich ja schon großartig versorgt!

Und jetzt muss ich dringend: Schlafen. 2x über 5 Stunden Zugfahrt nach Köln mit zwei kleinen Kindern hat mich geschlaucht. Aber seitdem bin ich wieder sehr motiviert und die Kleine gut zu 90% windel- und backupfrei, weil es einfach großartig klappt.

Life is good!

Windelfrei!

Wir sind hier übrigens Windelfrei – zumindest immer dann, wenn es schön warm ist. Ich bin eigentlich eine richtige Schönwetterwindelfrei-Mama. Sonne motiviert mich: Unser Baby trägt Splitpants, signalisiert super, ich halte sie viel ab, Unfälle trocknen in der Sonne. Wir haben jetzt schon erste halbe Tage mit trockener Stoffwindel. Nach dem Schlafen macht sie fast immer.

Stand: Das Kind ist jetzt drei Monate alt und einfach viel, viel kräftiger. Jetzt kann man sie richtige abhalten. Sie kennt das Prinzip. Sie meckert laut, schrill und ansatzlos – wenn klar ist, dass sie weder müde noch hungrig sein kann, wissen auch Vater und Oma schon, dass die Kleine jetzt mal muss.

Es ist eigentlich so einfach. So unglaublich einfach. Und muss ich dazu sagen, dass sie nie wund ist, wir keine Feuchttücher brauchen und auch keine Cremes etc.?

🙂

Was nicht in den Büchern steht…

…liebe Runde, es gibt einen Verlag, der SEHR an meiner Buchidee interessiert ist 🙂 und ich arbeite gerade an einem Konzept. Dabei versuche ich vor allem, die Dinge einzuarbeiten, die eben nicht in den Büchern stehen, die man als Mutter immer nur von anderen Müttern erfährt und sich dann oft sagt: „Wenn ich DAS vorher gewusst hätte!!“

Eine Sache zum Beispiel: Dass der Stillanfang unglaublich schmerzhaft, kompliziert und schwer ist, das sagt einem vorher keiner. Oder dass es Windelfrei gibt :). Oder welche tausend Entscheidungen man vor, unter und unmittelbar nach der Geburt treffen muss (kann).

Deshalb die Frage auch an euch: Was hättet ihr gerne vorher gewusst. Was sind so Tipps, die euch unheimlich geholfen haben? Was sollte unbedingt in einem Buch drinstehen? Und was sind Vorurteile, denen ihr begegnet seid (So lernt der nie laufen, wenn ihr ihn immer tragt! Nach vier Monaten stillen kommt nur noch Wasser! Was- abhalten? Der kriegt ja nen Psycho-Knacks… etc.)?

Wir können ein wirklich hilfreiches Buch machen! Freu mich auf Rückmeldungen!

Windelfrei – yeah

Kurzes Update von uns: Wir sind jetzt voll im Windelfrei-Modus. Sie macht große Sachen fast ausschließlich „außerhalb“, hat häufig Windeln an, aber die bleiben auch häufig trocken. Wir brauchen ca. 2-3 Windeln auf 24 Stunden, manchmal weniger. Sie weiß jetzt, worum es geht. Wenn sie meckert und satt, ausgeschlafen und auch sonst nicht verärgert ist, ist es 90%ig Pipi machen. Sie sagt es richtig wütend an ;). Beim Stillen dasselbe – wenn sie Hunger haben müsste, aber partout nicht stillen will (und nicht müde ist), dann muss sie mal. Hinterher stillt sie ganz entspannt. Ich mach grad Fotos von unseren Windelfrei-Klamotten – folgen!

Seit heute sind nämlich die ersten Splitpants da – DANKE an Eva!

🙂
nic

Windelfrei: Die "erster Tag"-Regel

Es gibt immer einen ersten Tag, an dem man etwas Neues macht.

Angeblich existiert eine Studie, die besagt, dass man 21 Tage braucht, um eine alte Gewohnheit durch eine neue Gewohnheit zu ersetzen – vielleicht ist es nur eine urbane Legende, die sich im Internet alle zu eigen machen. Aber ob es nun sieben oder siebenundvierzig Tage sind – eins bleibt gleich:

Es gibt immer einen ersten Tag, an dem man eine alte Gewohnheit durch eine neue ersetzt. Und von diesem Tag an muss man eigentlich nix machen außer üben, Spass haben, dranbleiben. Mit Windelfrei ist es genauso. Natürlich ist man nicht von heute auf morgen von Voll-Pampers auf Teilzeit-Windelfrei oder Windelfrei. Aber wenn man sich nicht überwindet und gar nicht erst anfängt, dann kommt man auch nicht dorthin. Wenn es keinen ersten Tag gibt, gibt es auch keinen zweiundzwanzigsten.

Wenn Du also gerade überlegst, ob windelfrei nicht eine gute Idee wäre, lass dies der erste Tag sein! Heute. Einfach mal so. Wenn dein Baby aus dem nächsten Nickerchen aufwacht. Einfach mal abhalten. Und dann vielleicht nach dem nächsten Nickerchen nochmal. Und nochmal. Und irgendwann stellst Du fest: Hey, das damals war der erste Tag, an dem ich es probiert habe. Und jetzt ist es schon Gewohnheit, dass mein Baby nach dem Schlafen ins Töpfchen machen darf. Und ich zieh ihm zum Schlafen schon keine Windel mehr an, weil es ja im Schlaf nicht macht und nach dem Aufwachen wartet, bis ich es abhalte.

Und schwups – schon ist man mal eben den halben Tag windelfrei. Und eine neue Gewohnheit hat eine alte ersetzt. Herzlichen Glückwunsch!