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Stillen in der DDR

Stillen in der DDR – Sabine hat mir diese „Wiegekarte“ geschickt, mit der Aufschrift: „Mutter stille Dein Kind“ und Gründen fürs Stillen:

wiegekarte

Auf der Rückseite sind Größe bzw. Gewicht zu den Untersuchungszeitpunkten vermerkt.

Es gab in der DDR offenbar Milchbanken und auch finanzielle Anreize. Gleichzeitig hört man immer wieder, dass Mütter nur kurz (6 Wochen) stillten und dass die zeitlichen Vorgaben (alle 4 Stunden, nachts gar nicht) eher stillhinderlich waren. Ich hab mal ein bisschen rumgesucht und folgendes gefunden: Stillen in der DDR weiterlesen

Montags-Mantra: "Dann ist das halt so"

Wir sind die Generation der perfektionistischen Mütter. Bio-Essen. Tragetuch. Pikler-Kurs. Schwimm-Kurs. Schwangerschaftsyoga, Babyzeichen. Und wir leben im Zeitalter der Optimierer. Das Zeitalter der Ratgeber, der „So geht’s“-Artikel, der Ratschläge, wie es noch besser gehen kann.

Grundsätzlich alles okay. Aber manchmal – manchmal hat das Leben eigene Ideen. Kinder haben sowieso ganz eigene Ideen.

Wir haben tolle Bio-Brote mit Öko-Aufstrich dabei und der Große will aber lieber die Gummibärchen vom Nachbarskind. Wir sind beim Pikler-Im-Wasser-Schwimmkurs der Rochenkinder und meine Tochter spielt eine Stunde lang glücklich mit der Vorführpuppe- am Rand. Babyzeichen? Warum sich auf Babyzeichen konzentrieren, wenn Mama mich mit „ähäh!!“ auch versteht?

Bestimmt kennt jeder noch dutzend solcher Situationen. Früher hab ich mich aufgeregt. Heute versuche ich es mit: „Okay. Dann ist das halt so.“ Es ist meine Version von „Verändere, was du ändern kannst, nimm hin, was Du nicht ändern kannst, sei weise genug, eins vom anderen zu unterscheiden.“

Ich bin nicht immer weise genug. Aber wenn’s mal klappt, dann bin ich viel entspannter. Und meistens ist es auch gar nicht so schlimm.

Es ist einfach so.

Und irgendwann kann man sogar drüber lachen. Meine Ma und ich träumen von einer Website, auf der wir alle diese Situationen sammeln und die www.dannistdashaltso.de heißen soll. Und wenn’s mal wieder ganz anders läuft, als wir uns das gedacht haben, dann sagen wir auch nur noch genau das.

Sie fragt: „Www.dannistdashaltso.de?“

„Hihi, ja, Mama, Du hast recht. Dannistdashaltso.de!“

Und – weiter im Text.

🙂 Gruß zur Woche!

(PS: Sehe gerade, dass ein Herr Milzarek aus „Haseluenne“ die Domain schon registriert hat. Sehr witzig. Leider leer.)

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Habe ein Fertigessen, Dannistdashaltso.de, Routine ehren, Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Ina May Gaskin – Alternativer Nobelpreis

Ist ja mal wieder völlig an mir vorbeigegangen:

Die Pionier-Hebamme Ina May Gaskin hat vor zwei Wochen den alternativen Nobelpreis erhalten (hier original, hier die Nachricht im Deutschen Ärzteblatt.

Und eine Freundin hat mir heute erzählt, dass sie keine Angst mehr vor ihrer zweiten Geburt hat (nach einer traumatischen ersten), nachdem sie Gaskins Buch „Selbstbestimmte Geburt“ gelesen hat.

thumbs up.

Montags – Mama-Mantra: Halte Dich daran!

Jeden Morgen Beckenbodentraining. Und wenn es nur drei Minuten im Bett sind.
Um 18 Uhr zu Hause – egal wie schön es gerade draußen ist.
Um elf ins Bett – egal wie gerne ich noch bloggen würde *seufz*.

Die Dinge einfach tun. Nicht jedes Mal drüber nachdenken. Einmal entscheiden. Festschreiben. Dran halten. Wie Zähneputzen.

Anders gehts nicht. Ich weiß das. Manchmal würde ich gerne flexibler sein und Dinge anders machen. Aber die Erfahrung hat mir gezeigt, dass sich das rächt. Daher habe ich festgelegt: Beckenboden=Wichtig. Abendessen=Wichtig! Schlaf= Wichtig! etc.

An manchen Tagen denke ich: Naja, eine Ausnahme mache ich… und bereue es.

Kein Training? Rückenschmerzen. Zu spät zu Hause? Hungriges, weinendes, verzweifeltes Kind, stressiger Abend. Um zwölf noch am Rechner? Am nächsten Morgen bin ich wie tot.

Daher ist mein Mantra: Im Zweifel halte Dich an den Prozess, den Du mal innerlich beschlossen hast, weil Du ihn als sinnvoll erkannt hast. Gleich, wie verlockend die Alternative gerade aussieht. Und wenn ich das kontinuierlich mache – dann kann ich auch mal die eine oder andere Ausnahme schultern. Wenn ich aber ständig Ausnahmen produziere, dann kann ich meine Aufgabe nicht vernünftig machen.

Also heute vor allem ein Mama-Wartungsmantra :).

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Artgerecht-Kurs am Samstag!

Liebe Runde,

am Samstag ist Artgerecht-Kurs in Berlin wie gehabt im Hug&Grow von 11-14 Uhr. Wer kommen will, bitte meldet euch an (hallo(at)hug-and-grow.de), sonst steht ihr evtl. vor verschlossener Türe…

Es geht um aktuelle Infos aus Wissenschaft und Psychologie rund um alles, was auch hier im Blog behandelt wird – und mehr (Stillen, Tragen, Schlafen, Essen, Betreuung etc.).

🙂
Freu mich
Nicola

Wow – bald 5000 Leute hier!

Liebe Leser,

gerade sehe ich, dass das Windelfrei-Blog mit großen Schritten auf die 5000-Besucher-Marke zueilt (: Besuche, ich weiß gar nicht, ob er nach IP-Adressen unterteilt?) . Wow. Ich habe 2008 mit 188 Besuchern und 460 Seitenaufrufen pro Monat angefangen. Und jetzt sind es schon über 10.000 Seitenaufrufe und über 4800 Besucher pro Monat, die sich hier tummeln.

„Ich freue!“ (wie mein Dreijähriger zu sagen pflegte, als reflexive Verben noch nicht zu seinem Repertoire gehörten).

Und damit ihr euch hier nicht langweilt, arbeite ich an einem neuen Projekt, das euch hoffentlich ebenfalls viel Spass machen wird. Ihr dürft gespannt sein! Mehr wird aber noch nicht verraten.

Klickt mal wieder rein, empfehlt uns weiter :),

Eure Nicola

Mama-Mantra: Schau nicht auf den Baum!!

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie es sein kann, dass jemand mit dem Wagen einen Unfall baut, weil er auf freier Strecke in den einzigen Baum knallt, der weit und breit steht?

Mein Fahrlehrer pflegte zu sagen:
„Wer auf den Baum schaut, wird auf den Baum fahren.“

Also schaut auf den freien Weg!

Das hilft mir sehr, wenn es stressig wird. Wenn ich einen Tunnelblick kriege: Das geht schief, das wird zu spät, das kann nicht gutgehen, das wird doch nachher wieder so und so…

In solchen Momenten denke ich daran, dass ich dorthin schaue, wo ich hinwill, und nicht auf den Baum. Und siehe da – meistens kann ich dann eine Kollision vermeiden.

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Montags-Mantra: Reffe! Jetzt!

Mein Lieblings-Segel-Lehrer hat mal auf dem Boot gefragt: „Wann sollte man reffen (also die Segel verkleinern)?“ Wir grübelten alle lange: Wenn der Wind auffrischt, wenn das Boot sich zu weit neigt, wenn man zu schnell wird…aber nichts davon konnte man so richtig festmachen. Es gab keine feste Regel. Als würde man einen Pudding an die Wand nageln. Am Ende waren wir erstaunlich ratlos. „Ja..hm, ja, wann sollte man denn reffen?“ drängten wir schließlich.

„Man sollte reffen, wenn man sich fragt, ob man reffen sollte“, war seine Antwort.

Diese kleine Weisheit hilft mir auch als Mutter immer wieder. Wann sollte man ein Baby abhalten? Wenn man sich fragt, ob man es abhalten sollte. Wann sollte man doch mal eine Hand unter den Großen auf dem Klettergerüst halten? Wenn man sich fragt, ob man jetzt nicht doch mal hingehen sollte. Wann sollte man nach einem Blick in den Himmel die Regenjacke mitnehmen? Exakt: Wenn man sich fragt…

Das liegt an etwas ganz Simplen: Intuition. Intuition ist kein Hexenwerk. Mir leuchtet ein, dass sie einfach das Produkt aus Erfahrung, Wiederholung und einem schnellen, unterbewussten Denkprozess ist (siehe Hania Luczak für GEO über das Bauchgehirn). Bei Kindern müssen wir in Sekundenbruchteilen ständig Entscheidungen treffen und häufig haben wir das Glück, dass es immer die gleichen sind. Wir haben also wenig Zeit und viel Erfahrung – ideal für den Bauch, ideal für die Intuition. Und die meldet sich oft, indem sie uns fragen lässt: Sollte ich…

Daher ist meine Antwort immer: Ja, du solltest. Reffe, jetzt! Halte ab, jetzt! Und verflixt, jetzt pack einfach die Regenjacke ein ;).

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)