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Fußakrobatik für Still-Mamas

Heute mal meine kleine Serie: Was man als Mutter alles mit den Füßen können sollte. Wer immer mal wieder ein stillendes Baby auf dem Arm hat, kann folgende hilfreiche Fähigkeiten trainieren, alles mit den Füßen.

Für Anfänger:
Ein Schaukelpferd schaukeln
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und Licht an und aus machen

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Für Fortgeschrittene:
Die Spülmaschine schließen, bevor die Anderthalbjährige sie ausräumt
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Schubladen öffnen oder schließen CIMG0142

Für Profis:
Türen öffnen oder schließen CIMG0143CIMG0144
und
Den Wasserhahn öffnen oder schließen oder richtig einstellen. CIMG0141

Hab ich was vergessen? Schickt mir Fotos :)!!

Montags-Mantra: Jedes Kind ist anders

Jedes Kind ist anders – klar wisst ihr das schon. Aber wissen wir das wirklich? Mit dem Vergleich stirbt die Liebe – bei unseren Kindern stimmt das zwar nicht in ganzer Form, aber ein bisschen unsicher macht es uns doch:

Das Nachbarskind ist schon trocken.
Die Kindergartenfreundin haut NIE zurück.
Das Baby der besten Freundin schläft IMMER im Tragetuch ein
.

Dein Kind ist anders als andere? Meins auch! Vorgestern traf ich eine Mutter, deren Baby im Kinderwagen einfach ruhiger schläft als im Tuch. Sie macht sich Sorgen (getreu dem AP-Motto: „Liegt es an mir? Mach ich etwas falsch?“). Gestern traf ich eine Mutter mit Schreibaby trotz Windelfrei und AP – sie macht sich Sorgen, weil es nicht „klappt“ bei ihr. Heute unterhielt ich mich mit einer Mutter, deren 5-Jähriger schüchtern ist, nie zurückhaut und noch nicht trocken ist. Und sie macht sich große Sorgen. Mein Vierjähriger ist zwar schon trocken (*smile*), aber er haut so gut wie immer als erster und ist der geborene Draufgänger. Und ich mach mir auch Sorgen!

Wir sollten uns weniger Sorgen machen. Jedes Kind ist anders. Und jedes Kind ist an anderen Stellen „reif“ und „unreif“ nach unseren Erwachsenenmaßstäben.

Das Schöne ist: Jedes Kind hat seine Qualitäten. Wir müssen sie nur sehen. Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, entscheiden wir: Ist er eigentlich ein ganz tolles Kind, wenn er nur nicht so draufgängerisch wäre? Oder ist er einfach ein tolles Kind und das mit dem Draufgängertum, nunja, eine Phase, das gehört dazu?

Schaut eure Kinder an. Vergleicht sie nicht. Nehmt sie als die Unikate, die sie sind. Jedes Kind ist anders. Jedes Kind hat das Recht, dann zu reifen, wenn es soweit ist. Sauberkeit ist ein ganz wichtiger Punkt dabei. Ich kenne Kinder, die waren mit 15 Monaten so gut wie sauber. Ich kenne andere, die Windelfrei komplett verweigert haben. Alles in Ordnung. Alles gut.

Es liegt nicht an Fehlern der Eltern. Es liegt daran, dass jedes Kind anders ist und seinen eigenen Weg geht.

Welt-Down-Syndrom-Tag 2012

Heute ist der internationale Welt-Down-Syndrom-Tag. Ein Grund mehr zu den Menschen mit dem besonderen Handicap in unserer Gesellschaft zu schauen.

Welt-Down-Syndrom-Tag 2012

Ein bindungs- und bedürfnisorientierter Umgang mit Kinder mit Down-Syndrom ist genauso wichtig wie für alle anderen Kinder auch. Ich denke zu diesem Bindungs-/Bedürfnispaket zählt: Stillen, Tragen, Elimination Communication (Ausscheidungskommunikation, welche man für windelfrei nutzen kann), Familienbett sowie eine gleichwürdige Eltern-Kind-Beziehung.

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Montags-Mantra: Loslassen

Heute mal ein Zitat, das mich gerade sehr berührt:

„Nur wer die Vergangenheit loslässt,
hat die Hände frei für die Geschenke der Gegenwart.“

Loslassen – das ist gut. Das ist wichtig. Gedanken loslassen. Perfektion loslassen (nein, wir fangen NICHT jedes Pipi auf, wozu auch?!). Angst loslassen. Loslassen. Atmen. Mal schauen, was passiert.

Loslassen ist super. Wenn mich das Kind nervt oder ärgert und ich das Gefühl habe, ich MUSS jetzt aber mal eingreifen, dann hilft häufig: Loslassen. Nichts tun.

Wenn Windelfrei nicht klappt und ich das Gefühl habe, dass einfach alles danebengeht, dann hilft ebenfalls loslassen. Pausieren. Nichts tun. Später weitermachen. Ich empfehle es wärmstens allen, die gerade vom Windelfrei oder Sauberkeitstraining gestresst sind.

Es ist überhaupt ganz faszinierend, was „nichts tun“ für eine Wirkung haben kann. Ich mach das also jetzt mal.

🙂 Happy Monday!!
nica

(Danke an Dirk von der Wildnisschule Elementar-Erfahrungen, der mir das Zitat in einer seiner letzten Mails geschickt hat)

Artgerecht Camps 2012 – 50% voll!

Kleiner Zwischenstand zu den Artgerecht Camps 2012:

Das Camp im Juli ist jetzt halb voll, und zwar nicht nur – wie oft gemutmaßt – mit AP-Mamas, sondern es sind auch schon drei Väter mit dabei. Da sich hier viele Alumnis angemeldet haben, haben wir sogar noch einen Frühbucherrabatt-Platz (jetzt schnell sichern, auf die Plätze, fertig, Mailanmich!)

Das Camp im August ist sogar über halb voll und hier sind derzeit vier Papas angemeldet.

Falls eure Männer also zögern, weil sie Sorgen haben, dass sie die einzigen sind – mitnichten :).

Montags-Mantra: "Weiteratmen"

Familienherausforderung Kaufhaus.

Morgen ist Fasching und Kindergeburtstag, ich muss also noch Schminke und ein Kostüm kaufen. Wir schaffen es an den Süßigkeiten-Regalen vorbei bis in die Kostüm-Abteilung, finden sogar, was wir brauchen, „bitte-komm-jetzt“-en uns an den riesigen Flachbildschirmen vorbei und durch den Plastikhorror der Spielzeugabteilung wieder zurück bis zu den Kassen.

Ich warte etwas genervt, bis wir dran sind, dann lege ich halb erleichtert die Waren aufs Band. Der Große klettert auf der Kassen-Absperrung herum, „Bitte lass das, ich weiß nicht, ob das hält und ob man das darf“. Die Kleine meckert, „Nein, es tut mir leid, aber Du darfst NICHT die gesamten Tüten aus dem niedrigen Regal dort reißen.“

Genau in dem Moment, als die Kassiererin den Betrag nennt, fällt der Große von der Absperrung, die Kleine kriegt einen Tobsuchtsanfall und reißt mir das Portemonnaie aus der Hand, der Große versucht im Fallen, sich hinten an meinem Mantel festzuhalten und reißt die Kapuze ab, die Kleine verteilt meine gesammelten Scheckkarten auf dem Boden, der Große weint als ich ihn unglücklich zu packen kriege und die Kassiererin lächelt ihr voll automatisches Lächeln: „Sammeln Sie Punkte?“

Nein, ich sammle keine Punkte.
Ich sammle Mantras. Das Mantra für solche Situationen lautet: „Weiteratmen.“

Einfach Weiteratmen. Möglichst nichts sagen- nicht schimpfen, nicht fluchen (hach, das fällt mir schwer), nicht entschuldigen. Nicht hektisch werden (auch sehr schwer). Sondern: Weiteratmen. Ruhig weitermachen. Den Großen kurz trösten, die Karten aufsammeln, die Kleine noch ein letztes Mal mit dem EC-Karten-Terminal so geschickt ablenken, dass sie endlich die Tüten vergisst, möglichst schnell zahlen und dann nichts wie raus hier.

Manchmal schaffe ich das. Nicht immer. Aber wie immer versuche ich, es mir möglichst oft zu sagen.
Einen schönen Wochenanfang euch allen!

(Danke an Andra für das Mantra)

Neue Co-Autorin

Liebe Leser,

einige kennen sie schon von Posts oder Kommentaren, allen anderen darf ich vorstellen: Christina! Neue Co-Autorin des Windelfrei-Blog – herzlich willkommen :)!

Christina ist…

– Mutter einer windelfreien Tochter
– Medizinstudentin im letzten Abschnitt der ärztlichen Ausbildung, dem Praktischen Jahr
– neben dem „Alltagswahnsinn“ interessiert sie sich für alles rund um bindungs-und bedürfnisorientiertem Umgang mit Kindern und deren Zukunft.
– sie liest im Windelfrei-Blog seit November 2008 mit.
– sie liest IMMER noch mit, weil sie „hier auch über das windelfrei-Alter hinaus stets neue Anregungen abseits der mainstream-Erziehung findet.“ (*freu*)

Und – sie schreibt ab jetzt hier über lesens- und nachdenkenswerte Fundstücke aus dem WorldWideWeb…

willkommen und schön, dass Du da bist!

Montags-Mantra: Achte auf die Fehler-Effekte.

Robert Sutton, Professor an der Universität von Stanford, hat nach langem Forschen eine Liste erstellt, was einen guten Chef ausmacht. Es gibt einen Punkt darin, der mich berührt hat, als ich ihn las. Weil ich das Gefühl hatte, es trifft auch auf Familien zu:

One of the best tests of my leadership — and my organization — is „what happens after people make a mistake?“

Das ist auch in Familien eine interessante Situation. Was passiert, wenn unser Partner, wenn unsere Kinder einen Fehler machen? Wie reagieren wir?

Es ist interssant, mal darauf zu achten. Und zu überlegen, ob wir ein guter „Chef“ sind. Wir sind die Stärkeren, daran ändert auch unerzogen nichts. Aber sind wir auch gute Stärkere? Wie gehen wir damit um?

Anmeldebogen Artgerecht-Camp zum Herunterladen

Liebe Runde,

so, ich habs jetzt endlich. Hier ist der – von Susanne lesbar gemachte danke – Anmeldebogen. Da steht hoffentlich alles, alles drin, was ihr wissen wollt. Wenn noch Fragen offen sind, mailt mich an.

Ich geh jetzt mal schlafen *gäähn*. Die letzte Nacht war übrigens trockene-Windel-Nacht mit 2x abhalten, großes Kino. Aber das hat auch nur geklappt, weil ich fast die ganze Zeit wach war und an der Anmeldung gebastelt hab… Nur bedingt dauerfähig, das Modell ;).

Ich freu mich auf euch und überhaupt – das Leben ist schön!

artgerecht rocks
Eure nicAnmeldung_ArtgerechtCamp2012

Artgerecht Camps 2012 – Anmeldung ab jetzt möglich

Liebe Leser,

dies ist das Posting zum Artgerecht-Camp 2012. Ich lasse es jetzt mal eine Weile als „Post-it“ oben am Blog, damit Interessierte nicht jedes Mal suchen müssen. Das „eigentliche Blog“ beginnt direkt darunter. Die Infos und der Anmeldebogen zum Camp sind hier:
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