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Neue Co-Autorin

Liebe Leser,

einige kennen sie schon von Posts oder Kommentaren, allen anderen darf ich vorstellen: Christina! Neue Co-Autorin des Windelfrei-Blog – herzlich willkommen :)!

Christina ist…

– Mutter einer windelfreien Tochter
– Medizinstudentin im letzten Abschnitt der ärztlichen Ausbildung, dem Praktischen Jahr
– neben dem „Alltagswahnsinn“ interessiert sie sich für alles rund um bindungs-und bedürfnisorientiertem Umgang mit Kindern und deren Zukunft.
– sie liest im Windelfrei-Blog seit November 2008 mit.
– sie liest IMMER noch mit, weil sie „hier auch über das windelfrei-Alter hinaus stets neue Anregungen abseits der mainstream-Erziehung findet.“ (*freu*)

Und – sie schreibt ab jetzt hier über lesens- und nachdenkenswerte Fundstücke aus dem WorldWideWeb…

willkommen und schön, dass Du da bist!

Stillen schützt vor Asthma…

…oder zumindestens lässt sich nicht nachweisen, dass Stillen die Neigung zu Asthma fördert. Und es scheint so, dass Kinder, die länger ausschließlich gestillt werden, ein geringeres Risiko haben, an Asthma zu erkranken – sogar wenn die Krankheit in der Familie schon bekannt ist (hier).

Und wir sprechen hier nicht von Langzeitstillerei. Wir sprechen von ausschließlichem Stillen von drei Monaten – was ja ohnehin noch unter der Empfehlung der WHO liegt, die empfehlen ja 6 Monate ohne Beikost – das bereits die Asthma-Neigung zu reduzieren scheint.

Na, fein.

Abhalten? Hat hier jemand von Abhalten gesprochen?

Wow. Totalstreik. Von jetzt auf gleich. Sie hat definitiv andere Dinge zu tun, als sich abhalten zu lassen. Uff. Dabei hatte ich gerade wieder die 0-1 Windel-Phase eingeläutet. Die Gedanken zum Thema Müll bei Wegwerfwindeln haben mich nicht losgelassen. Die Kommentare im Blog haben mich noch lange beschäftigt.

Sie haben mich zum Sparen und Nachdenken gebracht. Ich habe sogar Pläne, so spät noch in ein Stoffwickelsystem zu investieren. Ich hab zwar ein paar gebrauchte BumGenius, aber sie sind nicht mehr dicht an den Bündchen. Könnt ihr Systeme besonders empfehlen?

Windelfrei im Winter – Abhalteoverall!

Winter – vor allem so ein Winter – ist ja bekanntlich für viele das Ende von Windelfrei. Was ziehe ich dem Kind an? ist eine häufige Frage. Bisher war die Antwort vor allem: Wolle/Seide-Sachen, Babylegs, Wollwalk-Mokomidis, Stoffwindeln, zweiteilige Schneeanzüge etc.

Für manche war das aber immer noch unbefriedigend, weil z.B. zweiteilige Sachen einfach nicht so warm sind wie Einteiler. Einteiler sind aber die totelen Windelfrei-Killer.

Wir haben jetzt endlich eine Lösung für das Problem: Den Abhalte-Overall vom Abhalteladen (disclaimer: nein, ich krieg – noch 🙂 – keine Prozente, aber ja, ich kenne Kristina persönlich).

Windelfrei- Schurwolle -Overall

Von vorne sieht er aus wie ein gewöhnlicher Overall. Schön in Bordeaux-Rot, ein schön dickes, warmes Schurwoll-Fleece. Das Besondere steckt im Reißverschluß:

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Windelfrei-Stand: 12 Monate

Unser Windelfrei-Stand:

Uff. Endlich. Das Camp ist organisiert und sofort merke ich, dass es wieder besser klappt. Nachts kommt sie wieder gegen 12, gegen 2 nur zum Stillen und dann nochmal gegen 5 zum abhalten und fertig. Seit drei Nächten ist die Windel morgens trocken, juchuh.

Tagsüber hatten wir drei Tage lang einen Abhalte-Streik. Die Klassiker: Durchstrecken, Kopfschütteln auf meine Frage, ob sie mal muss, meckern. Von Papa ließ sie sich abhalten, von mir nicht. Grmpf. Also musste der Vater ran. Am dritten Tag fiel mir eine neue Position ein: Ich setzte sie auf die Toilette, so wie der Große es auch immer macht und wir ja auch. Das fand sie toll! Seitdem machen wir es so und sie macht wieder. Sitzt da, grinst, macht, jubelt. Ich auch. Großes Kino.

Meistens geht 1-2 Mal was in die eine Windel, die wir jetzt wieder tagsüber brauchen (im Bus, im Hotel etc., wir sind ja gerade unterwegs, Elternzeit) und 1-2 Pfützen oder nasse Hosen haben wir auch. Was ich toll finde: Sie kommt zu mir und greift sich in den Schritt und meckert, wenn sie eingemacht hat. Auch MIT Windel :).

Windelfrei und Wegwerfwindeln??

Aaaalso, die bekennende Teilzeit-Windelfrei-Nic muss mal eine Lanze für die WWW brechen. Und für mich ;). Einige haben hier ja kommentiert, dass Windelfrei und WWW nicht zusammenpassen. Absolut korrekt! Wenn man die reine Lehre verfolgt, dann geht das gar nicht. Mach ich aber nicht. Ich bin eher die „simplify“-Mutter, ich versuche, das Ganze möglichst undogmatisch anzugehen. Und da gehört die „Erlaubis“ zur WWW einfach dazu.

Immerhin, wir verwenden zu 99% den biologisch abbaubaren Kram aus dem Bioladen, Moltext Öko und so. Das ist auch Müll, die sind manchmal echt brett-ig, aber nunja. Vorteil: Die Dinger sind NASS. Wirklich. Das merken die Kinder garantiert.

Und ich muss sagen, wenn ich z.B. Kurse gebe oder wenn wir im Flugzeug unterwegs sind oder ähnliches, dann bin ich wirklich froh drum. Eine nasse Hose wäre kein Problem, aber bei den Mengen, die sie macht, wäre nicht nur ihre Hose nass ;). Ich brauche da ein zuverlässige Back-Up, besonders, wenn es draußen schneidend kalt ist (obwohl wir ja jetzt den tollen Abhalte-Anzug aus dem Abhalte-Laden haben, ups, noch gar nicht gebloggt, folgt, das Teil ist der Hammer!!!)

Derzeit ist mein Verbrauch höher als er sein soll, dass ist allerdings wahr und hat mit den vielen durchwachten Nächten zu tun, in denen ich das Artgerecht-Projekt-Camp auf die Beine gestellt habe …. tagsüber ging das einfach nicht. Wenn ich tagsüber dann aber so ein nicht-geschlafen-haben- Zombie bin, dann ist eine nasse Hose für mich eine Katastrophe – das kann ich hier keinem Zumuten.

Und es ist immer noch nicht entschieden, ob die Stoffwindel-Wascherei nicht auch eine ziemliche Umweltbelastung ist. Dennoch fühle ich mich auch besser, wenn ich Stoffis verwende *gesteh* und ja, beim ersten Kind hatte ich einfach mehr Energie. Da hat mich halt nur einer nachts wach gemacht…

Unser Windelfrei-Stand: Jetzt ist das Camp organisiert und sofort merke ich, dass es wieder besser klappt. Nachts kommt sie wieder gegen 12, gegen 2 nur zum Stillen und dann nochmal gegen 5 zum abhalten und fertig. Seit drei Nächten ist die Windel morgens trocken, juchuh.

Montags-Mantra: Achte auf die Fehler-Effekte.

Robert Sutton, Professor an der Universität von Stanford, hat nach langem Forschen eine Liste erstellt, was einen guten Chef ausmacht. Es gibt einen Punkt darin, der mich berührt hat, als ich ihn las. Weil ich das Gefühl hatte, es trifft auch auf Familien zu:

One of the best tests of my leadership — and my organization — is „what happens after people make a mistake?“

Das ist auch in Familien eine interessante Situation. Was passiert, wenn unser Partner, wenn unsere Kinder einen Fehler machen? Wie reagieren wir?

Es ist interssant, mal darauf zu achten. Und zu überlegen, ob wir ein guter „Chef“ sind. Wir sind die Stärkeren, daran ändert auch unerzogen nichts. Aber sind wir auch gute Stärkere? Wie gehen wir damit um?