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August-Camp: Nur noch 3 Plätze frei! Jetzt buchen!

Auf die Plätze, fertig – LOS!! Für das August-Camp sind nur noch 3 Plätze frei, alle anderen sind jetzt vergeben! Wer noch kommen will, zögert nicht, mailt, faxt, ruft an! Hier nochmal die Daten:

Artgerecht-Camp 12.8.2012 – 17.8.2012 – 5 Übernachtungen im Tipi (Holzfußboden, Feuerschale in den Tipis), pro Erwachsener 339 EUR, Kinder 3-6 Jahre 119 EUR, Kinder unter 3 kostenlos – inklusive Vollverpflegung und Programm

Falls ihr keinen Platz mehr bekommt, kann ich euch auf die Warteliste setzen oder wärmstens das Juli-Camp empfehlen, das ist etwas über halb voll:

Artgerecht-Camp 16.7. 2012 – 21.7.2012 – 5 Übernachtungen im eigenen Zelt, pro Erwachsener 295 EUR, Kinder 3-6 Jahre 110 EUR, Kinder unter 3 kostenlos – inklusive Vollverpflegung und Programm

Also nix wir ran an die Mails, das Anmeldeformular ausgefüllt und raus damit. Ich freu mich auf euch!

Jedes Kind will gestillt werden

„Es gibt kein Kind, das nicht gestillt werden möchte“ – Ein klasse Interview mit Michael Abou-Dakn, dem Geburtsmedizin-Guru in Berlin und in Sachen Babyfreundliches Krankenhaus.

Er nennt drei wichtige Punkte für einen gelungenen Stillstart:

  1. Hautkontakt: „Mutter nimmt primär [direkt nach der Geburt als ERSTE] das Kind und legt es sich auf den Bauch“ – keine Trennen von Mama/Kind für Untersuchungen und Messungen, die warten können
  2. Breastcrawling/vom Kind gesteuerter Stillstart: Kind robbt zur Brust und fängt selbst an zu trinken = autonomes Trinken
  3. Kein Zufüttern von Wasser, Tee oder künstlicher Säuglingsnahrung

… und er ist der Meinung, dass „es kein Kind gibt, das nicht gestillt werden möchte – das wäre ein Selbstmordkandidat“ und dass „ein Kind am Anfang nur zwei Ziele kennt: Sicherheit und ernährt zu werden.“

Außerdem finde ich diesen Part besonders erwähnenswert:

Unsere Gesellschaft ist mittlerweile so vereinsamt, dass wir kaum noch andere Kinder sehen und beobachten. So, wie das früher in Großfamilien üblich war. In Papua-Neuguinea sind Kinder bei der Geburt dabei und beobachten das und lernen voller Stolz, wie das funktioniert. Die Zeiten der Großfamilie sind vorbei in unserer Gesellschaft. Deshalb brauchen wir heute Profis, um unsere Kinder zu verstehen.


Mein Fazit:
Wir brauchen Vorbilder und kompetente Geburtshelfer, die auf unsere natürliche „Kraft und Kompetenz“ vertrauen und uns darin bestärken sowie ein Ende des Versteckenspiels in unseren „Kleinst“-Familien. … Das wäre doch schon ALLES für einen gelungenen artgerechten Start ins eigene Familienleben?!?

EDIT:

Dieses doch alte Video zeigt Neugeborene zu unterschiedlichen Zeiten nach der Geburt mit und ohne äußeren Einflüssen auf den ersten Kontakt zur Mutter. Ich finde es beeindruckend…

… wie schädlich Störfaktoren auf das Breastcrawling und erste intuitive Anlegen wirken. Diese Ergebnisse sind nicht neu. Um so erschreckender finde ich, dass dieses Wissen nicht auf Seite EINS jedes Lehrbuches für medizinisches Personal in der Geburtshilfe steht.

OT: Bewegt Euch!

Patric Heizmann – selbst ernannter Ernährungsentertainer:

… Kinder machen 10 000 Schritte am Tag, Erwachsene 2000 Schritte, Tote null! Tendenz eindeutig!!!

Deshalb nehmt die Kinder als Vorbild!

Renne, laufe, Treppen steige!!!

Siehe auch: OT: Nutzt Eure Körper!

 

EDIT: Siehe auch auf die ganz „offizielle“ Seite…

Charité Ambulanz für Prävention und Integrative Medizin (CHAMP) – 10 000 Schritte im Land der Ideen

Warum 10.000 Schritte am Tag?

Der menschliche Organismus hat sich im Laufe der Evolution auf die Bewegungserfordernisse von Jäger-, Sammler- und Ackerbaukulturen angepasst [=ARTGERECHT, oder?!]. Heute wissen wir, dass das Gehen von 10.000 Schritten am Tag ein gesundheitlich sinnvolles Maß für die täglich notwendige Ausdauerleistung darstellt.

10.000 Schritte am Tag:

  • Verhindern Krankheiten, z.B. Übergewicht, Bluthochdruck, Altersdiabetes, Herzinfarkt, Osteoporose und Krebs
  • Helfen, Krankheiten zu heilen oder zu lindern, z.B. Altersdiabetes, Rückenschmerzen und Depressionen

Bettschoner gecrasht

Ich plädiere ja immer: Kauft euch Bettschoner. Das schont auch die Nerven. Mittlerweile gibts die Dinger Öko, atmungsaktiv und man schläft nach unserer Erfahrung wirklich gut drauf (wir haben den hier).

Unsere haben jetzt schon einiges mitgemacht – der Große ist ja schon vier – und jetzt hat der erste aufgegeben:

Bett-Unterlage nach 1 Jahr

Die wasserdichte Schicht hat schön symmetrische Risse, sieht ein bisschen aus wie ne alte Platine, finde ich ;).

Aber wie auch immer: Das ist nicht mehr dicht, da geht alles durch, der Bettschoner darf jetzt in die Tonne. Aber er hat sich tapfer geschlagen, der Gute, unzählige 60-Grad-Teebaumöl-Wäschen klaglos über sich ergehen lassen, von den mist-der-muss-noch-trocken-werden-Heizungstrocknungen ganz zu schweigen.

🙂

Nächstes Windelfrei-Treffen: 6. März, 12 Uhr, Veganz

Liebe Runde,

wir haben es endlich geschafft! Das nächste Treffen!

Wir treffen uns am Dienstag, 6. März, 12 Uhr in dem Kursräumen des Veganz (www.veganz.de). Ihr findet es am S-Bahnhof Schönhauser Allee, in der Schivelbeiner Straße 34, 10439 Berlin.

Aber es kommt noch besser: Jan und Juli unterstützen das Artgerecht-Projekt aktiv! Für 3 Euro/Person kriegen wir nicht nur den Raum – wie im Familienzelt – sondern vom Veganz ein veganes Mittagessen dazu und Wasser / Tee für alle!

Damit genug für alle da ist, sagt kurz Bescheid, ob und zu wievielt ihr kommt. Und ab dann können wir uns monatlich – oder öfter 🙂 – dort treffen.

Mein herzlicher Dank geht an Ulrike, die mich auf die Idee brachte, und an Jan und Juli für ihre Unterstützung und Begeisterung für das Projekt. Ich bin sehr glücklich, dass wir wieder ein „Zuhause“ haben.

Sagt es weiter! Alle windelfrei und artgerecht-Familien und solche, die es werden wollen, sind herzlich willkommen!

Eure Nicola

P.S.:
Im Veganz finden auch demnächst Kurse statt: Am 27.3. ein Windelfrei-Kurs, am 24.4. ein Artgerecht-Kurs, Anmeldung bei mir.

Frühlingsanfang

Endlich wurden die Tage wieder länger und sonniger. Heute ist der meteorologische Frühlingsanfang.

Ein Grund mehr wieder mit den kleinen und großen Kinder viel Zeit im Freien zu verbringen und etwas gegen das Natur-Defizit-Syndrom zu tun. Ich war in dieser Hinsicht leider in den letzten Monaten sehr träge. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen wirkten da bei mir Wunder. Gibt es doch so vieles zu entdecken wie zum Beispiel die Vorfrühlingsboten – Schneeglöckchen, Krokusse und das zunehmende Vogelgezwitscher sowie die Zugvögel auf der Durchreise. Und so genieße ich jetzt die strahlenden Kinderaugen beim Aufspüren kleinster Fundstücke und die nie enden wollenden Wieso,weshalb,warum?-Fragen meiner Naturforscherin.

Happy Spring!


Totales OT: Papa und Kind allein zu Haus

Hustendes und schniefendes Kind war heute statt Kindergarten mit Papa daheim…

… es wurde gespielt, getobt und Faxen gemacht…

… und schließlich festgestellt, dass sich die tollen Buntstifte prima zum Schminken eignen…

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… und die Kinderbastelschere auch zum Haareschneiden taugt, während Papa Mittagessen macht.
… Und sie war heute nachmittag so stolz wie Bolle. Ich wusste gar nicht, ob ich weinen oder lachen soll. IMG_8662_319x480
Die Haare sind am rechten Hinterkopf zum Teil nur noch wenige Millimeter kurz!!! Ich habe einfach keine Ahnung, was ich aus ihrer Frisur machen soll. Wuchsen ihre Härchen doch erst so spärlich und waren jetzt gerade so schön. *seufz* Einen kompletten Kahlschlag kann ich mir und meinem Haarschmuck liebenden Kind nicht antun. Werde erstmal eine oder mehrere Nächte drüber schlafen. Unser Friseursalon hat eh diese Tage wegen Umbau geschlossen und Töchterchen findet ihre neue Frisur schick.

Eine gute Sache hatte die ganze Aktion… Mir wurde bewusst, dass meine Tochter wieder einen immensen Entwicklungssprung gemacht hatte. Sie wirkte heute schon so groß und enorm selbstbewusst. Ich war doch nur arbeiten. Und dann stand mein großes Mädchen vor mir!

Zerrt nicht an den Kinderärmchen!

Chassaignac, das ist kein Wein eines guten Jahrgangs! Sondern das Symptom einer der häufigsten Verletzung im Kleinkindalter – der Radiusköpfchen-Subluxation, benannt nach dem französischen Chirurgen Charles Marie Édouard Chassaignac.

Was ist das? Wie passiert es?

Das Köpfchen der Speiche (Unterarmknochen der auf der Daumenseite zum Ellenbogen entlang geht) rutscht aus seinem Halte(-/Ring)band, welches ihn normalerweise in seiner Position an der Speiche nahe des Ellenbogens fixiert hält.
Das passiert, wenn im Kleinkindalter, wo das Band noch sehr flexibel und elastisch ist, das Kind plötzlich an der Hand/Unterarm hochgezogen wird.

Situationen:

  • Flieger spielen – Papa greift Kind bei den Händen und dreht sich schnell im Kreis, so dass das jauchzende Kind dank Fliehkraft in die Waagrechte abhebt. (Laut unserer Rettungsstelle die Top 1 der Auslöser!)
  • Das gerade Laufen lernende Kind stolpert an der Hand der Mama und Mama zieht schnell am Ärmchen, damit das Kleine nicht hinfällt.
  • „Bockiges“, sich wehrendes Kind wird vom Boden hochgezogen. (Deshalb heißt diese Verletzung auch im Volksmund „Kindermädchen-Ellenbogen“)
  • Kind wird an den Händen aus dem Bettchen gehoben.

Was passiert dann:

Kind weint oder sagt auch mal gar nichts und hält den betroffenen Arm wie gelähmt (Chassaignac-Lähmung). Mag es nicht bewegen. Der Arm ist nicht ganz gestreckt, aber auch nicht komplett gebeugt.

Was ist zu tun:

Ab in die Rettungsstelle. [Keine oder späte Behandlung kann zu Folgeschäden/-problemen führen – Kinder können sich auch an diesen Zustand gewöhnen und den verletzten Arm wieder voll einsetzen.]

Bei genauer Beschreibung des Auslösers brauchen die Ärzte kein Röntgenbild, abgesehen davon, dass es nicht röntgenologisch sichtbar ist. Ruhige geübte (Kinder-)Chirurgen/Ärzte können mit dem Chassaignac-Handgriff die Kinder schnell erlösen und das Speichenköpfchen wieder an Ort und Stelle bringen (=reponieren). Die Kinder sind dann sofort schmerzfrei und spielen so, als wäre nichts gewesen, was sie auch dürfen.

Warum passiert es nicht bei älteren Kindern?

Das Ringband wird mit dem Alter immer fester und kräftiger. Ab dem späten Vorschulalter findet man keine Kinder wegen dieser Verletzung in der Rettungsstelle.

Warum schreibe ich das?

Unsere kleine Maus hatte das schon viermal –  immer das linke Ärmchen. *seufz*

Einmal mit ungefähr mit zwei Jahren. Ich hatte sie von unserem Bett an den Händchen hochgezogen und irgendwie lief sie danach „komisch“ mit ihrem Arm herum und plötzlich fiel mir wieder eine Klausurfrage in Chirurgie ein. Ungeübt habe ich es mit einem Versuch wieder reponiert bekommen. (bitte als medizinische Laien NICHT nachahmen!!!)
Und im vergangenem Sommer zweimal (da war sie 3 Jahre alt). Fliegerspielen mit Papa (riesen Geschrei und es schien super schmerzhaft) und einmal ließ sich Töchterchen spaßeshalber Hängen als ihre Oma sie sitzend vom Boden hochziehen wollte (Schrei nach Mama!). Und das letzte mal um den ersten Advent herum – sie war müde und quengelig und ich nicht in der Stimmung auf sie einzugehen. Sie hängte sich an mich und einen Moment später jammerte sie, ich hätte an ihrem Arm gezogen. Keine Ahnung, wie es genau passierte.  Jedenfalls waren wir insgesamt zweimal damit in der Rettungsstelle, weil ich es nicht auf Anhieb reinbekommen habe. (Irgenwo setze ich mir als Mama und angehende Ärztin doch Grenzen. ) Aber schön, dass unsere Kleine jetzt Rettungsstelle immer mit Belohnung assoziert – Schmerz weg plus Gummibärchentütchen oder Buntstifte vom Arzt.

… und warum noch? Weil ich immer wieder Mamas und Papas sehe, die ihre kleinen weinenden und schreienden Kinder grob hinter sich her zerren, was mir persönlich schon beim Zusehen total weh tut.

Bitte seid achtsam!

Und wenn es nicht anders geht, nehmt Eure Kleinen lieber hoch auf den Arm. Fasst sie zum Fliegerspielen, Aus-dem-Bettchen-heben und so weiter unter den Achseln.