Archiv der Kategorie: Allgemein

Windelfrei nachts mit 21 Monaten

Hm. Bisher lief es nachts wie am Schnürchen. Jetzt ist was passiert. Ich weiß nicht was… aber es geht nicht mehr.

Bei uns war windelfrei nachts lange Zeit so, dass sie um 12, um 2 und um 5 mal musste. Dann nur noch um 12 und um 5. Und mittlerweile waren wir auf ein einziges 12-Uhr-Abhalten herunter. Danach war sie trocken bis morgens. Fein! Wenn nix kam, zog ich ihr eine Mama-schläft-ab-jetzt-tief-Sicherheitswindel an, die morgens aber dann auch stets trocken war.

Und jetzt? Aus! Vorbei! Seit drei Nächten macht sie nix mehr, wenn ich sie abhalte. Sie murmelt verschlafen „Mama, Pipi alle…“ und es passiert auch nix. Leider ist dann morgens das Bett nass bzw. die vorsorglich angezogene Windel. Doof. Kennt das jemand? Ich weiß nicht, ob ich das beim Großen auch hatte.

Naja…vielleicht ist es die Rache dafür, dass ich jetzt nachts manchmal schwindele „Nein, Nana alle“, wenn sie stillen will und ich nicht ;).

Montags-Mantra: Schreibe und bete.

Es gibt Dinge, die ich immer, immer, immer wieder mache. Und mich jedes Mal drüber ärgere.
Den Schlüssel verlegen, falsch parken, zuviel Nutella essen, den Müll nicht perfekt trennen, die Kleine nach dem Aufstehen nicht nochmal abhalten…und das sind nur die weniger dramatischen. Wenn es um meine Kids geht, dann bin ich strenger und vor allem völlig genervt, wenn ich immer wieder Dinge tue, die ich mir schon längst abgewöhnt haben wollte.

Aber wie neue Wege gehen? Ich habe zwei Techniken, die mir gut helfen.

1. Schreiben.
Ja, ich weiß, wir haben alle keine Zeit. Aber Schreiben hilft. Aus dem Buch von Julia Cameron „Weg des Künstlers“ lernte ich die Technik der Morgenseiten. Jede Morgen drei Seiten schreiben, einfach was euch in den Kopf kommt, wie es euch geht. Wenn es keine drei Seiten werden, schreibt eine. Oder eine halbe. Egal. Wichtig ist, dass ihr es täglich macht. Es ist unmöglich, sich über Wochen hinweg bei sich selbst jeden Tag über die gleichen Dinge zu beschweren. Irgendwann ändert ihr es einfach.

2. Beten.
Ja, ich weiß, total altmodisch. Hilft aber. Jeden Abend vor dem Schlafengehen zum Beispiel kurz: „Liebe/r/s wasimmerihrglaubt, danke für …. washeutetollwar….bitte gib mir die Kraft, morgen…. wasimmerihrbraucht. Schlussformel“

Bei mir klingt das dann zum Beispiel so: „Liebe Kraft da draußen, danke, dass wir heute warme Sonne, so leckeres Essen und lieben Besuch hatten. Bitte gib mir die Kraft, morgen beim nächsten Geschwisterstreit nicht sofort einzugreifen, sondern zu warten, ob sie es selbst lösen können. Bitte gib mir die Geduld zu warten. Das Vertrauen, zu schweigen. Die Kraft, mich zurückzuhalten. Danke.“

Ebenfalls unmöglich, sich das jeden Abend zu sagen und es dann nicht auch irgendwann so zu machen.

Wie macht ihr das? Ähnlich? Noch ganz anders?

Montagsmantramontagsgruss,

back in town,
eure nic

Windelfrei-Kurs im Veganz: Dienstag, 9.10., 12-15 Uhr

Ihr Lieben,

am nächsten Dienstag gebe ich den vorraussichtlich für dieses Jahr letzten Windelfrei-Kurs im Veganz!

9. Oktober, Dienstag 12-15 Uhr, im Extraveganz

Wer kommen will, bitte dringend eine Mail an nic@nicolaschmidt.de, ich brauche 5 feste Anmeldungen, sonst müssen wir ausfallen lassen. Daher bitte nicht spontan kommen, auch wenn es noch so schön ist :).

Am
10. Oktober, Mittwoch ist dann Artgerecht-Treffen im Veganz.

Ich freu mich auf euch,
Eure Nicola

Stoffwindel versus Wegwerfwindel

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

… aktuell bin ich noch dabei für uns zu recherchieren, wie die Ökobilanz für Stoffwindeln wirklich aussieht. Doch meine großen Prüfungen stehen vor der Haustür!!! Deshalb heute nur kurz:

Wegwerfwindel versus Stoffwindel

(entdeckt über facebook-Seite Merla – Natürlich gebunden) – Ist jemand von Euch künstlerisch begabt, ein Cartoon für Windelfrei zu kreieren?! Wir stellen das Bild dann gerne in Euren Namen hier im Blog online!

Noch was anderes: Explosion in Fabrik: Windel-Not befürchtet – Eine Chemiefabrik in Japan ist indirekt für ein Fünftel aller weltweit verkauften Windeln verantwortlich. Nun flog sie in die Luft. Oder auch hier bei nbcnews.com zu lesen: Chemical plant explosions in Japan kill one, may cripple global diaper output – Hat das jemand von Euch in den Nachrichten mitbekommen? An mir, die recht selten Fernsehen schaut, ist es scheinbar vorbeigegangen.

OT: Kein Zuschuss für Stoffwindeln in Berlin

… mich hatte es nicht los gelassen…

Zuschuss Stoffwindeln

… und ich wollte es für Berlin wissen. So schrieb ich die Berliner Stadtreinigung und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt an.

Von der BSR gab es kurz und knapp eine Antwort:

Leider müssen wir Ihnen mitteilen das es keine vergleichbare oder ähnliche Initiative bei den BSR gibt.

Da kam von einer Dame des Senats eine längere Antwort:

Ich bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, dass in Berlin keine Zuschüsse für die Benutzung von Mehrwegwindeln gewährt werden. In Berlin wurden Ende der 90er Jahre entsprechende Projekte initiiert, die jedoch nicht weiter verfolgt wurden. In dieser Zeit etablierten sich diverse Windeldienste. Diese wurde jedoch nicht ausreichend nachgefragt. Darüber hinaus konnten die Ökobilanzen durch die erforderliche Logistik und den hohen Energieaufwand für den Waschvorgang nicht immer überzeugen. Eine Deponierung von unbehandeltem Abfall ist in Deutschland seit 2005 verboten. Abfälle werden seither verwertet bzw. ihre Energieinhalte in Müllverbrennungswerken zunehmend erfolgreich genutzt. Die Berliner Anlage trägt aufgrund ihres guten energetischen Wirkungsgrades die Bezeichnung „Müllheizkraftwerk“.

Was meint Ihr zu letzteren Antwort?

Anderswo sieht’s anders aus: MÜNSTERECK: Schief gewickelt

Lies auch hier: ARTE: Doku über Wickeln und Windelfrei und den Film dazu auf Youtube.

HEUTE: Impfvortrag im Veganz!

Heute hält Judith wieder ihren beliebten Impfvortrag im Veganz:

Im Oktober gibt es im Veganz in Berlin wieder zwei Vorträge zum Thema Impfungen und Kindergesundheit:
1. Termin: Dienstag, 02. 10.2012
Der erste Vortrag befasst sich kritisch mit der Impfthematik und richtet sich vor allem an Eltern, die vor der Impfentscheidung stehen. Auch Schwangere und alle, die dieses Thema interessiert, sind herzlich eingeladen.
2. Termin: Mittwoch, 17.10.2012
Dieser zweite Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, was Eltern – unabhängig von Impfungen – für die Gesunderhaltung ihrer Kinder tun können.
Neben anderen wichtigen Aspekten wird dabei auch auf die Themen Stillen und Beikost eingegangen.
Die Vorträge finden in den Kursräumen des Veganz (“Extraveganz”) statt.

Gaskin: Menschenrecht für Hausgeburten

Die Alternativer-Nobelpreis-Trägerin des Vorjahres Ina May Gaskin war Anfang September in Deutschland und hinterließ ihre Spuren in der hiesigen Hebammenwelt beim Congress der Deutschen Hebammen Zeitschrift.

In der Kongressnachlese ist zu lesen:

Ein Höhepunkt des Kongresses war der Vortrag der amerikanischen Hebamme Ina May Gaskin, der im vergangenen Jahr der alternative Nobelpreis verliehen worden war. Sie hatte 1971 eines der ersten außerklinischen Geburtszentren in den USA gegründet, in dem bis heute über 97 Prozent der betreuten Geburten ohne medizinische Interventionen auskommen. Ihre Erkenntnisse erweiterte sie auch für die klinische Geburt. „Hebammen, die im Krankenhaus arbeiten, müssen eine starke Stimme haben, damit die Arbeit im Kreißsaal nicht nach Schema F läuft“, schreibt sie in der Kongressausgabe der DHZ. Sie wurde mit stehenden Ovationen schon vor ihrem Vortrag gefeiert, in dem sie die historischen Forschungen von Hebammen rühmte und mit heutigen Entwicklungen verglich.

Ina May Gaskin

Ihre Vorstellungen und Voraussetzungen für eine natürliche Geburt im klinischen Umfeld beschreibt sie in ihrem Artikel in der September-Ausgabe der Hebammen Zeitschrift: Hebammenkunst – Die Rettung der normalen Geburt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dapd fordert Gaskin sogar ein Menschenrecht für Hausgeburten:

… „Natürlich brauchen wir Krankenhäuser“, sagte die 72-Jährige. Aber es gebe keinen Grund dafür, kerngesunde Frauen in ein Krankenhaus zu bringen. „Ein Krankenhaus ist ein sehr unprivater Ort, wo dauernd Leute in den Raum platzen und stören“, sagte Gaskin. Für die meisten Frauen sei es schwierig, in dieser Atmosphäre zu entbinden. „Der Körper ist keine Maschine – Gefühle sind ausgesprochen wichtig“, bekräftigte sie. …