Archiv der Kategorie: Allgemein

Öko-Feuchttücher

Feuchttücher – ein Must-have für alle Eltern mit Babys und Kleinkinder, oder?!

Die Drogerieregale sind mit ihnen voll gestapelt. Aber ist das ökologisch und nachhaltig sowie gut für den Babypopo? *kopfschüttel*

Wir selbst sind in unserer Babyzeit vom Tochterkind fleißig immer zum Waschbecken gewatschelt, um Waschlappen nass zu machen. Für unterwegs hatten/haben wir die Minipackungen der Wegwerf-Feuchttücher.

Isa von Liebste Windeln zeigt, wie man aus Waschlappen selber Feuchttücher zaubern kann:

Montags-Mantra: Lobt einander! (Coming-Out)

Loben ist ja derzeit tooootal verpönt. „Du LOBST Dein Kind???“ werde ich gefragt, als ginge es um eine völlig überholte, schädliche Erziehungsmethode aus dem Mittelalter. Und es stehen ja meine eigenen Artikel bei urbia.de (Kinder richtig loben) und in der Süddeutschen Zeitung Online (Loben lernen) zur Frage, wie schäääädlich Lob sein kann. Aber wißt ihr was? Der Anti-Loben-Fundamentalismus, der daraus in einigen Kreisen gemacht wird, ist völlig unnötig.

Also hiermit mein öffentliches Coming-Out: Ja, ich lobe mein Kind! Und meinen Partner. Und meine Mutter. Und meinen Papa. Und meine Freunde. Und meinen Bäcker. Und den Buchhändler unten im Haus. Und die freundliche Verkäuferin im Bioladen. Und jeden, der sein Rad so anschließt, dass meins auch noch daneben passt.

Warum? Weil Lob auch gut sein kann.

Steht auch in meinen Artikeln. Es ist nämlich wichtig, WIE wir loben und WARUM. Schädlich ist es, soziales Verhalten durch Lob zu kontrollieren: „Jetzt sei ein braaaves Kind und teile die Spielsachen, braaaav, gut sooo.“ Schädlich ist es, ein Kind mit Lob zu erpressen: „Na klar schaffst Du das, das machst du doch sooo toll, los, kletter noch höher!“ Schädlich ist es, ein Kind mit Lob loswerden zu wollen: „Tolles Bild. Mal noch eins. Ich muss arbeiten.“

Ein aufrichtiges, konkretes, zielfreies Lob hingegen ist eine gute Sache. „WOW! Die Katze auf dem Bild kann man richtig gut erkennen! Das gefällt mir total gut!“

Und auch sonst tut es in meinem Umfeld ALLEN Menschen gut zu hören, was an ihnen gut ist (zumindest in unserer Kultur, in der wir derzeit aufwachsen und leben.).

Ich mag deine aufrichtige Art. Ich bin dankbar dafür, dass Du mir so aufmerksam zuhörst. Ich freue mich jedes Mal, wenn Du Gitarre spielst. Ich liebe deine Linzer Torte. Ich bin so froh, dass ich Dich immer anrufen kann. Es tut so gut, dass du mir klar sagst, wenn ich auf dem Holzweg bin…

Ihr seid so aufmerksame, kommunikative, kluge Blogleser – ich bin unsagbar glücklich, dass ihr da seid.

Windelfrei in der KidsGo

In der KidsGo (Veranstaltungsmagazin für Eltern hier in Berlin) gibt es einen Windelfrei-Artikel – und der ist nicht von mir! Großes Kino. Kommentiert ruhig fleissig, dann weiß Google auch, dass es ein wichtiges Thema ist ;).

Ich finde ihn ein mini-bisschen gefährlich, den Artikel, weil 18 Monate und trocken wirklich sehr früh ist und auf keinen Fall ein Ziel sein sollte, sonst wirds total unentspannt. Hab ich auch schon kommentiert. Wie findet ihr ihn?

Vollzeit-Windelfrei?!

Mit einem kleinen Aussetzer nun die Fortsetzung: Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Komplett ohne Windeln?! Es wäre ein Traum: ein Schlüpferchen und Höschen drüber – was für ein schlanker Babypopo!

Ich glaube, das trauen wir uns nicht zu…
Auf der einen Seite, denke ich, fehlt je nach Alltagssituation neben dem großen Tochterkind die Aufmerksamkeit und auf der anderen Seite kann mein Mann kein Pipi und/oder großes Geschäft dort leiden, wo es in unserer zivilisierten Welt nicht hingehört.

Aber wer weiß, vielleicht werden wir als Familie ein top eingespieltes Windelfrei-Team, so dass wir nach kurzer Zeit die Backups auf ein Minimum reduzieren können.

Doch wie auch immer es kommen mag, auch die Teilzeit-Windelfrei-Version kann reichen, um dem Baby das Prinzip von EC näher zu bringen.

Just relax!

Lies auch hier:
Wider die Perfektion: Windelfrei ist kein „Super-Mutter“-Test
Laurie Boucke: Windelfrei – das Wichtigste auf Deutsch!

OT: Gutes für die Umwelt und Bildung

Bei der Aktion „Meike – der Sammeldrache“ kann man nicht nur Gutes für die Umwelt, sondern auch etwas für die Bildung der Kinder tun:

Durch das Sammeln von leeren Druckerpatronen, Tonerkartuschen und gebrauchsfähigen Handys werden Spenden generiert und damit Bildungseinrichtungen unterstützt. […]
„Meike – Der Sammeldrache“ spricht neben Fördervereinen und Eltern auch Mitarbeiter und Unternehmer an: Interessierte tauschen hierbei leere Druckerpatronen, Tonerkartuschen und gebrauchsfähige Handys gegen Prämien ein. Die dazu benötigten 120 Liter Papp-Sammelboxen werden kostenlos in Büros und Einrichtungen geliefert und abgeholt, der Inhalt umweltschonend wieder verwendet bzw. recycelt. Für die vermarktungsfähigen leeren Tonerkartuschen und Tintenpatronen aus den Sammelboxen schreibt der Kooperationspartner INTERSEROH Product Cycle GmbH eine Vergütung in Grünen Umwelt Punkten (GUPs) gut. Diese können dann im „Sammeldrache-Kaufladen“ gegen mehr als 600 attraktive Prämien für die jeweilige Bildungseinrichtung eingetauscht oder gespendet werden.
Das Projekt ist nicht nur für Erwachsene gedacht. Kinder sollen damit gezielt an das Thema „Aktiv gelebter Umweltschutz“ herangeführt werden, denn sie wachsen durch die Teilnahme am Projekt „Meike – der Sammeldrache“ stärker als Gemeinschaft zusammen. Ein gemeinsames Ziel fördert die Kommunikation und den Teamgeist. Auch Unternehmen können für einen guten Zweck tätig werden, sich für eine Schule oder einen Kindergarten engagieren und gleichzeitig leere Druckerpatronen umweltgerecht und völlig kostenfrei entsorgen.

Wer genaueres dazu erfahren mag, findet unter www.sammeldrache.de weiterführende Informationen. Seit Ende September wird diese Aktion über die Seite Schulengel.de abgewickelt.

Von Hebammen und Mütterpflegerinnen…

… oder „Die Helfer des Klapperstorchs“ – eine Dokumentation über den Berufsstand der Hebammen und Mütterpflegerinnen (entdeckt bei Mamazeit Berlin).

Storch

Off topic: Irgendwie schließen sich häufig die Kreise: Dorothea Polster – Frau von Herbert Renz-Polster – ist eine Absolventin der Mütterpflegerinnen-Schule Gießen-Rödgen.

Lies auch hier: Eltern brauchen Rückenwind

 

Montags-Mantra: Wenn ich nur darf…

Heute ein Montags-Mantra für Windelfrei-Streikphasen. Ich habe es am Wochenende bei der Ausbildung zur AFS-Stillberaterin an einer Kita-Wand gesehen und euch mitgebracht:

Wenn ich nur darf,
wenn ich soll,

aber nie kann, wenn ich will,
dann kann ich auch nicht,
wenn ich muss.

Wenn ich aber darf,
wenn ich will,
dann kann ich auch,
wenn ich muss.

Denn merke: Die können sollen,
müssen auch wollen dürfen.

Johannes Conrad (Philopsoh)

Ich habe es, glaube ich, schon 15 mal gelesen und jedes Mal fällt mir ein neuer Aspekt auf. Und es passt sehr auf Windelfrei und die Phasen, in denen unsere Kinder „verweigern“, weil sie einfach selbstständig werden.

Dann wollen sie nämlich nicht, wenn sie sollen, sondern nur wenn sie wollen. Und wenn wir ihnen das lassen und sie einfach wollen dürfen, dann kooperieren sie nach dieser Phase auch wieder und wollen, wenn wir wollen bzw. glauben, dass sie (mal) müssen. Mit diesem Gedanken bekommt für mich „Streik“ eine neue Qualität… wie eine Blume, die bei genauem Hinsehen auch dann schön ist, wenn sie schon welkt.

Montagsgruss von eurer
nic

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Windelfrei-Coach Ausbildungs-Kurs

Juchuhhh!!! Er ist fertig! Startschuß für alle, die Windelfrei unter die Leute bringen wollen!

Ich freue mich sehr, dass ich euch heute den ersten Windelfrei-Trainer Kurs vorstellen kann, den Julia und ich zusammen für euch entworfen haben (nach BERLIN jetzt auch in HAMBURG, siehe unten und SO WARS IN BERLIN)

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Wir haben viele Liebe und Arbeit in den Kurs gesteckt und alles dafür getan, dass alle zertifizierten Coaches nach den zwei Tagen wirklich optimal vorbereitet sind, um eigene Kurse geben zu können.

Der Kurs beinhaltet alles, was Ihr braucht: Alles rund um Windelfrei, aber auch Infos zum Gruppenleiten, Übungen, Marketing. Wir haben für euch Handouts, Flyer, Checklisten, Merklisten etc. layoutet und zusammengestellt.

Wir versorgen euch mit Demo-Sachen (Splitpants etc.), damit Ihr die auch habt – eine runde Sache!

Details und Anmeldung im PDF unten. Fragen? Schreibt uns eine Mail (wir sind gespannt, wie machen das ja auch zum ersten Mal… )

Leitet es auch gerne an Interessierte weiter.

Mein Bauch kribbelt…wir sind Teil eines großen Veränderungsprozesses – wer weiß, eines Tages kommt die Zeit, wenn Windelfrei bei der U3 ganz selbstverständlich allen Eltern vom Kinderarzt angeboten wird!

EDIT: Wichtige INFO: Der Preis sind 299,- EUR für den Kurs – nicht verwirren lassen! Der Aufbaukurs ist weder Pflicht noch jetzt gleich dabei, das ist für später!! Ihr könnte selbst wählen, ob ihr noch das Material von uns haben wollt und die Prüfung oder nicht. Dann bleibt es bei 299,-, mit denen wir – siehe unten – die Kosten für den Kurs decken.

Ich freu mich auf eure Anmeldungen, gern auch erstmal per Mail.

herzlich,
🙂
Eure Nicola

DER BERLINER KURS IST GESCHLOSSEN! BITTE NUR NOCH FUER HAMBURG ANMELDEN :). SO WARS IN BERLIN: Nachlese

Anmeldungmappe Hamburg (2./3. MÄRZ 2013)

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— Das Kleingedruckte

Wie kommt der Kurspreis von 299 EUR zustande?

Etwa die Hälfte von eurem Geld fließt in die Nebenkosten (Raummiete, Strom, Wärme), in die insgesamt 32 Stunden, die wir an den Kurstagen mit und für euch arbeiten sowie in die Druckunterlagen (Hefter, Ausdrucke, Handouts, Flyer, Formulare, Demosachen).

Ein Teil vom Rest fließt in die ungezählten Stunden Arbeit, die Julia und ich in die Präsentation, das Layout, die 300 Telefonate mit Partnern und das Konzept gesteckt haben. Und natürlich in Julias Fahrkarte von Hamburg nach Berlin und wieder nach Hause.

Was dann noch übrig bleibt, fließt in die Projekte, die wir machen, die Webseiten, Flyer und Telefonate.

Nach nur 3 Kursen mit 6 Mamas zu 20 EUR habt ihr das Kursgeld wieder drin!

Jetzt noch schnell Overalls kaufen!

Nicht vergessen: Kristina vom Abhalteladen bekommt demnächst ihr Baby! Wer für diesen Winter einen Abhalte-Overall kaufen wollte, sollte das JETZT tun!

Zitat von ihrer Website:

„zwar werde ich einiges auf Vorrat nähen und auch weiterhin im Bedarfsfall die Hilfe einer Schneiderin haben, aber bestimmte Produkte kann ich noch nicht extern nähen lassen bzw. auf Vorrat nähen, weil die Fertigungs- und/oder Materialkosten dafür viel zu hoch sind.

Betroffen sind vor allem die Abhalte-Overalls sowie die Bio-Wollaspas aus GOTS-zertifiziertem Wollwalk. Wer also noch ein solch begehrtes Teilchen für diese Saison erwerben will, sollte mich das schnellstmöglich wissen lassen… In Sachen Overalls ergibt sich aber aus der Not aber auch etwas Gutes:

Engel natur hat mir erlaubt, in Engel-Overalls Reißverschlüsse einzusetzen, sofern ich die Nähleistung gesondert zum gekauften Overall anbiete. Damit können wir nun erstmalig auch Abhalte-Overalls aus Bio-Wollfleece anbieten. Ab sofort können Sie also Engel Overalls hier kaufen und von uns zu Abhalte-Overalls umarbeiten lassen!

Und das Schöne dabei ist: der Stoff ist nun auch Bio-zertifiziert und die Engel Mützen, Handschuhe usw. passen nun auch optimal dazu!“

Artgerecht-Treffen: Singen, Futtern, Themen

Gestern war ein feines Artgerecht-Treffen im Veganz. Wir waren wie ein „richtige“ Stillgruppe und doch ganz anders. Der Sommer ist vorbei, wir haben uns erstmals drinnen getroffen und insofern war es gut, dass es nicht so voll war wie sonst (10 Mamas hab ich gezählt). Im Kreis sitzen, Epo i tei tei jubeln, Suppe schlürfen und Erfahrungen austauschen war eins. Super, dass wir wieder (wie übrigens oft!!) einen Papa dabei hatten, der mal die männliche Perspektive zum einen und anderen Thema beisteuern konnte.

Themen:

Mütterteams:

Was tun, wenn einem mit Baby alleine zu Hause die Decke auf den Kopf zu fallen droht? Gründet ein Mütterteam! Wie das geht, steht hier ausführlich. Schafft euch einen Clan, wenn ihr noch keinen habt. Geht in den Rückbildungskurs und fragt die Frauen, wer Lust hat, Mütterteams zu bilden. Trefft euch regelmäßig, putzt nicht vorher, sondern gemeinsam, vertraut den anderen euer Baby an, geht duschen und checkt euer Mails oder was immer euch gerade wichtig ist.

Schlafen mit Baby – wie macht man’s sicher?

In der Runde kam heraus, dass alle mit ihren Babys schlafen und jede Familie ihren Weg gefunden hat. Fast alle haben ihre Babys einfach so mit im Bett. Manche nutzen ein Beistellbett, manche nicht. Meine Empfehlung für ganz kleine Babys orientiert sich jedoch weiterhin am Sicherheitsaspekt, daher: Bitte keine großen Decken oder Kissen, bitte im Schlafsack, bitte auf dem Rücken, bitte so im Bett, dass ihr es nicht zudeckt.
Wer es eilig hat, HIER meine 10 Tipps für ein sicheres Familienbett. Außerdem ein wenig Hintergrundwissen hier.

Wie Babys schlafen, erklärt McKenna in diesem Video:

Warum sie nicht alleine schlafen sollen, erklärt er hier.

Muss ich mein Baby wirklich ständig herumtragen?

Ach ja, Jean Liedloff und das Tragegebot. In der Runde zeigte sich, dass am Ende alle mehr getragen hatten, als sie selbt gedacht hatten. Und K. sagte: „Als er dann plötzlich immer vom Arm wollte, dachte ich, ach, schade, hätte ich ihn mal mehr getragen, als er noch kleiner war“. Grundsätzlich ist es so, dass Tragen wichtig und richtig ist, vor allem, weil menschliche Babys eine Frühgeburt sind, die sich erst an das „Außen“ gewöhnen muss und 40 Wochen getragen worden ist. Dennoch dürfen wir nicht übersehen, dass bei Liedloffs Yequana und auch sonst fast überall die Babys nicht von einer Person betreut und daher den Tag über auch immer von anderen getragen werden. Da ergibt sich die Frage so also gar nicht. Fazit: Tragt soviel, wie es sich richtig für euch anfühlt. Und nehmt eure Babys immer hoch, wenn sie euch zeigen, dass sie nicht abgelegt werden wollen (sprich: quengeln oder gar weinen).

Stillstreits und Papa-Eifersucht:

Es kam die Frage auf, wie man damit umgehen kann, wenn Väter vom Stillen genervt sind und endlich auch eine aktivere Rolle übernehmen wollen. A. hat da etwas sehr Schönes gesagt: Nehmt mal Rücksicht auf die Männer. Sie sollen motivierte, engagierte Papas sein, aber stehen in den ersten Monaten (und ggf. in den ersten drei Jahren) vor dem Problem, dass viele Kinder allein durchs Stillen und die Betreuung noch sehr eng an die Mutter gebunden sind. Was bei der Runde auch herauskam: Das lässt nach 3 Jahren bei den meisten stark nach. Dann ist Papa plötzlich der Held und Mama kann sich um andere Dinge oder eventuelle Nachzügler kümmern.

Buchvorstellung war diesmal Diana Richardson Slow Sex: Zeit finden für die Liebe –
(ein bisschen sehr Marketing-lastiges Video darüber hier). Ein Buch darüber, wie (gestresste Eltern-)Paare sich die Nacht neu erobern können, die lieber achtsam statt mit Zeit -und Leistungsdruck an ihre Zweisamkeit herangehen wollen (Danke für den Tipp, Bastian!). (Falls ihr es kaufen wollt, nutzt gerne den Link hier im Blog, das Artgerecht-Projekt sammelt Amazon Provision für neue Flyer und die Website).