Archiv der Kategorie: Allgemein

Frauentag: Neuer Film über natürliche Geburt

Am 8. März ist in Berlin Europa-Premiere von The Face of Birth, ein weiterer Dokumentarfilm mit Interviews und Hintergründen dazu, warum Frauen ein Recht auf eine natürliche, interventionsfreie Geburt haben und dass das in vielen Fällen sicherer ist als eine Krankenhausgeburt.

Im Trailer geht es viel um England und Australien, wo Hausgeburten einen anderen Stellenwert haben als bei uns. Klingt spannend, ein weiterer Schritt nach Birth as we know it und Business of Being Born.

Termin:

8. März in der „Alten Schmiede“ in der Spittastraße 40 in 10317 Berlin-Lichtenberg

Beginn – 19:00 (Einlass – 18:30)
Eintritt frei (Spenden willkommen).

Der Film dauert 87 min. Nach dem Film gibt es „Raum zum Nachsinnen, Ausklingen lassen, gemütlichen Verweilen und sich Austauschen bei Tee und Kerzenschein. Auch werden an diesem Abend Menschen anwesend sein, die rund um die Geburt arbeiten und gerne über ihre Arbeit informieren.“

schreibt Nicky, Danke für den Hinweis!

Wer hingehen will – hinterlasst einen Kommentar, vielleicht bildet sich eine Gruppe :)!

Tragen hilft bei Windelfrei

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

K. hat uns auch den Interviewfragenbogen ausgefüllt und das schrieb sie:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Ich habe irgendwo davon gelesen, als mein Sohn 7 Monate alt war, dachte damals, er wäre schon zu alt, um damit zu beginnen. Habe es nun beim nächsten Kind fast von Anfang an gemacht.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
4 Tage

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Vergessen, vielleicht 5 oder 6 Wegwerfwindeln. Die Anzahl hat sich anfangs aber noch nicht wirklich reduziert durch das Abhalten, denn es ging ja trotzdem noch genug in die Windel.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Hm, ich glaube 3 oder 4 Stoffwindeln (die wechsel ich deutlich häufiger als WWW). Je nachdem, wie aufmerksam und kommunikativ ich bin, ist es manchmal auch nur 1. Mein Kind ist fast 8 Monate alt.

Nutzt Du auch andere Backups?
Nein.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Nein.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
Ich probiere eigentlich nicht aus, ich achte einfach auf die Signale meines Kindes. Die können z.B. nach dem Aufwachen kommen, manchmal aber eben auch nicht. Ich achte aber in solchen Situationen aufmerksamer auf mein Kind. Sobald ich ein Signal erkenne, geht es zur Toilette, vorher nicht.

Wann klappt es am besten?
Nachts und früh morgens, da sind die Signale sehr deutlich und ich weniger durch andere Dinge abgelenkt.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Das ist sehr unterschiedlich. Nachts schläft mein Kind manchmal auch noch mal ein, wenn ich nicht reagiere (weil ich einfach zu müde bin) und meckert 30 bis 60 Minuten später erneut. Am Tage sind es meist nur 1-5 Minuten. Ich nehme an, weil mein Kind da öfter einpieseln „muss“ – weil ich tagsüber einfach nicht so sehr darauf achte, wenn ich andere Dinge nebenher tue, und da gibt es schneller auf mit Warten.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Im Schlafzimmer steht ein ganz normales Töpfchen, das ich meist bevorzuge, wenn die Kleine abends noch mal wach wird, damit ich nicht mit ihr durch den hellen Flur muss. Nachts und tagsüber nutzen wir ausschließlich die Toilette.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein – eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickel?
Es wiegt sich auf – sofern es gut klappt. Wenn ich aber abhalte und trotzdem was in der Windel ist (tagsüber meist), habe ich eher mehr Arbeit, da ich ja trotzdem noch neu wickeln muss und eine Windel mehr zum Waschen habe. Da ich nachts auch zusätzlich aufstehen muss, ist es für mich gefühlt derzeit insgesamt mehr Arbeit. Man kann das aber auch nicht richtig vergleichen, denn wir benutzen ja trotzdem Windeln. Wenn ich abhalte, muss ich also sowieso wickeln. Die „Hosehoch“-Prozedur wird mir mit Windelfrei auch nicht erspart. Es ist aber ein Unterschied, ob ich WWW benutze oder Stoff. Bei Stoff habe ich gefühlt mehr Arbeit, da ich eine Windel mit ein ganz klein wenig Pipi drin nicht nochmal ummache, bei einer WWW würden die paar Tropfen dagegen gar nicht auffallen und die Windel würde ich durchaus noch mal nehmen. Weniger Arbeit habe ich allerdings was das große Geschäft betrifft. Das geht zuverlässig in die Toilette und häufiges Mülleimerrausbringen oder Powischen entfällt. Insgesamt also schwer zu sagen, was momentan weniger Arbeit macht. Auf Dauer gesehen aber mit Sicherheit Windelfrei.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ich habe begriffen, dass es Babys unangenehm ist, wenn sie in die Sachen urinieren müssen und sie manchmal nur aus diesem Grund weinen können. Ich habe damit eine Handlungsstrategie, dem Weinen eines Babys zu begegnen, dazu gewonnen. Insgesamt schätze ich mich aber oft eher so ein, dass ich etwas begriffsstutzig bin, was die feinen Signale betrifft. Ich nehme das Ausscheidungsbedürfnis oft nur wahr, wenn mein Kind deutlich meckert o.ä.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Ich finde, dass es für meine Begriffsstutzigkeit und viel nebenher Beschäftigung trotzdem recht gut klappt, auch wenn es ohne Windel einfach nicht zuverlässig geht (nur in Bezug auf das große Geschäft). Aber wenn es nicht klappt, ist es eigentlich immer eine Kopfsache bei der Mutter. Mein Tipp: Die Sache entspannt sehen. Selbst, wenn man nur 1x in der Woche ein Ausscheidungssignal erkennt und erfolgreich abhalten kann, so ist das besser als es nie versucht zu haben. Ich würde auch nicht einfach auf Verdacht abhalten und dem Kind Stress machen – ich hätte immer Bedenken, dass ich ihm damit den Gang zur Toilette vermiese, wenn ich es abhalten will, obwohl es nicht muss. Oder damit mir Stress machen, weil ich dann ganz oft erlebe, dass es eben nicht klappt (kann ja auch nicht, wenn es nicht muss) oder eben nur durch Zufall. Das frustriert ja. Tragen hilft ungemein. Nirgendwo anders nehme ich tagsüber die Signale deutlicher wahr.

Vielen lieben Dank gilt auch Dir!

Die zweite Woche

Mit einer halben Woche Verspätung…
Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Heute meine Erkenntnisse aus der zweiten Lebenswoche mit Bildern:

  • Muttermilchstuhl ist verdammt flüssig! … mit Wegwerfwindeln merkt man das gar nicht wirklich.
  • Ab dem 10. Lebenstag hat sich die Stuhlhäufigkeit vermindert, dafür ist aber die Menge mehr pro Ladung geworden. (Bilder dazu erspare ich Euch. )
  • Ein volles Bäuchlein mag nicht gern abgehalten werden, auch wenn die Zeichen noch so deutlich dafür sind. Lieber ein Bäucherchen und ein kommentiertes Aa/Pipi in die Stoffwindel.
  • Habe stets Toilettenpapier in Reichweite. Hier ein Werbegeschenk, welches mit einen ganzen Rolle Toilettenpapier (abgewickelt) befüllt ist:
    Toilettenpapier
  • Ganz blöd: Ein roter, fast wunder Po durch das viele Kacka trotz nur Abtupfens mit weichem Tuch oder Toilettenpapiers. Mit reiner Lanolin-Salbe haben wir es halbwegs im Griff.
  • Ein kleiner Mann kann schon ordentlich weit mit Hochdruck vom Badewannenrand aus einige Fliesen hoch pinkeln.
    Badewanne(Mein Favoritort zum Abhalten: Ich sitze seitlich auf dem Badewannenrand, Sohnemann liegt auf dem Unterarm.)
  • Mein derzeit favorisiertes Daheim-Outfit: Stoffwindel, darüber Wollwindelhose in Gr. 62/68 (hält Bauch/Rücken/Beine schön warm), dazu Langarm-Wickelbody und Söckchen, sofern letztere nicht gerade wieder angepinkelt worden sind.
  • Unsere Waschmaschine läuft alle 2-3 Tage mit Stoffwindeln und Handtüchern beladen.
    Waschmaschine
  • EIn Wäscheständer dort, wo er am wenigstens stört, ist Gold wert. Mein selbst geschenktes Weihnachtsgeschenk. Wir hatten sonst unseren Flügelwäscheständer im Wohnzimmer. *richtig doof fand*
    Wäscheständer

Soweit unser kleines Update.


Splitpants gemeinsam bei TRAGZEIT nähen

… ich wollte schon seit meinen Prüfungen Ende Dezember mal meine Nähmaschine rausholen und mich am Nähen von Sachen wie Splitpants und Babylegs probieren. Aber wo ist die Zeit hin?!

Für alle, denen es ähnlich geht, hat Monique von TRAGZEIT eine schöne Aktion vor:

Wir wollen wir am 7. März 2013 eine Runde Splitpants nähen. Die klassischen Schlitzhosen, die Dir das Abhalten einfach machen. Schnittmuster haben wir da. Hast Du auch welche, einfach mitbringen. Auch Stoffe musst Du Dir selbst mitbringen. Ob Du Näherfahrung machst ist unerheblich. Wir wollen Spaß haben und die Maschinen (wenn Du eine hast, bring sie mit) rattern lassen.

Genaueres erfahrt Ihr hier.

SAMSTAG: 2.3.: Windelfrei Kurs im ZWERG NASE in Berlin

Während Julia und ich die Coach-Ausbildung in Hamburg machen, gibt es noch einen Windelfrei-Kurs in Berlin bei der wunderbaren, zertifizierten Franziska Karagür:

Windelfrei Kurs am 2. März von 11-14 Uhr.
Spielcafé Zwergnase in Prenzlauer Berg (http://www.zwergnase-berlin.de/fenster.htm)

Telefon: (030) 48 62 41 55

Mehr Infos aufm Blog

http://einfach-klein.tumblr.com/

oder direkt anmelden bei

einfachklein@gmx.de

🙂
Nic

Wickeln und Abhalten

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Rahel informierte sich schon während der Schwangerschaft über Windelfrei und so sah dann bei ihr die Praxis aus:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Ich habe schon vor der Geburt meines Kindes im Rabeneltern-Forum mitgelesen und dort und auch auf der Homepage einige Informationen zu Windelfrei gefunden. So kam ich auch zu meinem ersten Windelfrei-Treffen in der Schweiz noch während der Schwangerschaft.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
Ca. eine Woche. Wir waren nach der Geburt noch 5 Tage im Krankenhaus (Kaiserschnitt) und als wir zuhause richtig angekommen sind, habe ich ihn angefangen abzuhalten. (Nächstes Mal kommt das Asiatöpfchen mit in die Kliniktasche!)

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Ziemlich viele.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Mein Kind ist 2 Jahre und 3 Monate alt und wir verbrauchen je nach Tagesform 3 bis 5 Windeln am Tag. Leider kann ich ihn nicht mehr mit Stoffwindeln wickeln seit er 6 Monate alt ist (Beikost!), er verträgt sie auch nicht, wenn sie trocken bleiben und wird wund.

Nutzt Du auch andere Backups?
Nein.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Ja, seit er nicht mehr voll gestillt wird, ist er sehr empfindlich. Er wird auch wund, wenn er eine Pipi-Wegwerfwindel zu lange trägt!

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – Ja, das funktioniert immer, wenn er sich abhalten lässt…
beim Stillen – Ja, als er noch gestillt wurde, hat er dabei sogar gut signalisiert.
nach dem Stillen – Nein, da schlief er meistens. 
nach dem Spielen – Nach dem Spielen ist vor dem Spielen… aber in Spielpausen klappt es ganz gut.
Andere: Wenn ich ihn aus dem Tragetuch nehme, beim Wickeln, bevor wir das Haus verlassen, bei „Denkpausen“ beim Essen… 

Wann klappt es am besten?
Es klappt ganz gut, wenn wir Zuhause sind und uns ganz aufeinander konzentrieren können. Unterwegs war es früher (so bis 1.5 jährig) auch ganz gut, heute ist es aber viel zu spannend und ich traue mich oft nicht, ohne Windel rauszugehen.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Unterdessen habe ich auch mal 5 Minuten Zeit, weil ich ihm erklären kann, dass er noch schnell warten muss. Ganz praktisch ist, dass er auch selbst aufs WC gehen kann, wenn ich ihm beim Ausziehen helfe.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
In der Babyzeit haben wir vor allem das Asiatöpfchen verwendet, das klappt auch heute noch sehr gut. Mittlerweile geht er aber, mit und ohne Aufsatz aufs normale WC.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Da mein Kind nur Teilzeit-Windelfrei war, schätze ich die Arbeitsbelastung als eher geringer ein. In den Situationen, wo sie größer gewesen wäre (viele Unfälle), haben wir einfach eine Windel angezogen. Eine riesige Arbeitserleichterung war, dass ich im ersten halben Jahr so gut wie keine richtig schmutzigen Windeln waschen musste (nur Pipi).

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seid ihr Windelfrei macht und was?
Ich bin sehr aufmerksam für seine Signale und bemerke auch in Situationen, in denen er sich nicht abhalten lassen will, oft, wenn er Pipi muss.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Am Anfang hat mir geholfen mein Kind einfach abzuhalten, wenn ich gewickelt habe. Dies gibt keinen Zusatzaufwand und man bekommt einen Eindruck davon, wie einfach es ist! In Streikphasen, in der sich mein Sohn gar nicht abhalten lassen wollte, haben wir oft draussen gepinkelt. Als er laufen konnte, durfte er an einer bestimmten Stelle ins Gras pinkeln, das fand er IMMER toll. Ansonsten halten wir auch im Winter oft draußen über den Balkon ab (wir wohnen im Grünen *gg*), weil er das einfach besser akzeptiert. Als er noch gestillt hat, war Stillen beim Abhalten auch immer sehr hilfreich – heute schauen wir oft zusammen ein Buch an, wenn er auf dem WC sitzt.

Dankeschön für Deine Antworten!

Montags-Mantra: "Mach es einfach."

Es regnet. Es ist kalt. Es schneit. Es ist Chaos. – was immer es ist, das uns gerade stresst, oft lassen wir uns davon die gesamte Energie entziehen. Wir haben auf nichts mehr Lust. Wir sind nicht mehr kreativ. Wir denken vielleicht noch: „Ach ja, man könnte bei so einem Wetter mal in die Sauna gehen…mal einen Schneemann bauen… mal mit dem Kakao ins Bett liegen….“ aber wir tun es nicht und dann geht es uns nooooch schlechter.

In solchen Momenten hilft es mir, mir einen inneren Ruck zu geben und zu sagen: „Mach es einfach.“
Du willst mit Kakao ins Bett? Nimm die Kinder mit!
Du willst in die Sauna? Ruf alle Freunde durch und finde jemanden, der mit ins Erlebnisbad geht!
Dir ist kalt? Die Kinder müssen trotzdem raus? Warum nicht mal im Schnee zur Grillstelle im Park gehen und ein Feuer anzünden?
Es regnet? Baut Schiffe! Lasst sie in den Pfützen fahren!!

Die meisten dieser Dinge kosten nicht einen Cent und bringen eine Menge Spass – und vor allem bringen sie uns in Bewegung und dann gehts meist gleich besser.

Wir haben auch solche Situationen, in denen ich leer, ausgelaugt und müde bin und das Wetter (oder die Welt oder das Leben im Allgemeinen) mir einfach „den Rest“ gibt. Es hilft mir, mir einen Ruck zu geben. Mich zu fragen: Was hätte ich jetzt gerne? Und es dann – vielleicht abgewandelt und an das Leben mit zwei Kindern angepasst – auch zu machen.

Wir sind im Urlaub und der Große will einen Legoflughafen. Also haben wir aus Pappschachteln einfach einen gebaut.

Flughafen

(treue Leser erinnern sich an „Basteln statt Youtube„.)

Wir haben seit Tagen Regen und sind nölig. Plötzlich stellen wir fest, dass unsere Strasse abschüssig ist und Schiffe dort hervorragend im Regen fahren können!

Heute war auch so ein Tag: Es ist kalt. Es schneit. Wir frieren. Es ist irgendwie ungemütlich. Warum nicht einfach mal morgens ein Feuer anmachen? Gesagt, getan:

Feuerfrühstück

Es war ein nettes Frühstück zu Dritt auf dem Boden vor dem Feuer, sehr artgerecht, fast so schön wie im Camp

🙂
In diesem Sinne, was immer euch heute fehlt oder gut tun würde – macht es doch einfach mal.

Er kann es. Ich weiß es. Wir machen EC!

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

… nun haben wir schon die ersten Kuscheltage mit meinem Sohn im Arm verbracht.

Hier sind meine ersten Windelfrei-Erfahrungen: Er signalisiert!

Erster Lebenstag: Aufschrei – auch mitten aus dem Schlaf heraus – um dann direkt danach eine ordentliche Ladung Kindspech/Mekonium abzusetzen oder etwas zu pinkeln (erinnert an mich Largo „Einige Sekunden bevor der Säugling Urin oder Stuhl ausscheidet, stößt er einen kurzen charakteristischen Schrei aus…“).

Zweiter Lebenstag: Überwiegend Kindspech, wenig Pipi. Er kündigt es mit ein (wie beschreibe ich es jetzt am besten?!) eher lautlosen „Aa“-Knurren an, deutlich vom Weinen zu unterscheiden. Zeit bis zum Losdrücken etwas länger. Teilweise entleerte er sich in die geöffnete Stoffwindel. (Ich kann mich irgendwie nicht daran erinnern, dass mein Tochterkind damals so viel Kindspech in den ersten Tagen los geworden ist.)

Dritter Lebenstag ähnlich wie zweiter.

In der Nacht zum 4. Lebenstag: erstes erfolgreiches Abhalten überm Töpfchen, auch Pipi ging im Strahl hinein. Seitdem spielen wir uns langsam ein. Meine Intuition kommt in kleinen Schritten zum Signalisieren hinzu.

Er trägt Stoffwindeln – einfach nur Mullwindeln oder ähnliches mit Snappi fixiert. Das reichte völlig bis zum 4. Lebenstag aus. Jetzt weicht sowohl der Muttermilchstuhl, als auch das Pipi durch. Besonders beim Muttermilchstuhl ist ein schnelles Wechseln gefragt, sonst ist alles herrlich quietschorange. Eine Überhose finde ich trotzdem noch überflüssig (bis wohl zum ersten Außerhaus-Termin). Er trägt größtenteils des Tages nur einen Body und die Windel. Die ersten Tage war er überwiegend nur mit der Stoffwindel bekleidet kuschelnd auf meiner Brust mit Decke zugedeckt.
Nicht jedes Pipi oder Kacka erwische ich. Aber ich merke es und ich denke, er weiß auch, dass ich darauf eingehe (sei es nur der kommentierte Windelwechsel). Es macht unheimlich Spaß mit ihm so zu kommunizieren. Das Pipi-Zielen muss ich noch üben. 

Off topic: Ich dachte immer, es sei so schwierig das Kindspech aus den Stoffwindeln zu bekommen. Ich habe die Windeln einfach, wie sie waren, im Windeleimer zwischengelagert. Vor dem Beladen der Waschmaschine habe ich die Flatschen mit einem Messer abgekratzt. Keine weitere Vorbehandlung, einmal Vorwäsche ohne Zusatz und dann das 60°C-Programm mit meinem Standard-Waschmittel gestartet. Ergebnis: keine Rest-Spuren und saubere Windeln.

So, wir kuscheln uns weiter stillend, schlafend und ECing im Wochenbett…