… Julia sagt es Euch.
… Julia sagt es Euch.
Wir entscheiden tagsüber darüber, wie unsere Nacht wird. Das gilt vor allem mit Kindern. Das heißt:
Nicola und Julia erzählen Euch heute die wichtigsten Dinge, die man über das Schlafen im Familienbett wissen sollte.
Dass wir hier nichts von Schlaftrainings halten, ist leicht zu erraten. Aber was machen Eltern, die jetzt aber WIRKLICH mal nachts durchschlafen wollen? Auf der Rabeneltern-Website ist ein angeblich „sanftes“ Schlaftrainingskonzept nach Gordon beschrieben, an das man sich halten könne.
Wir halten auch davon nichts. Aber wir wollen euch nicht ohne Hilfe lassen. Manche Kinder trinken nachts einfach zu oft, zu viel, und ihr kommt gar nicht mehr zum Schlafen. Das ist natürlich auch keine Lösung, denn Eltern müssen einigermaßen ausgeschlafen sein, um tagsüber ihren Eltern-Job machen zu können.
Aus meiner Sicht ist jedes Schlaftraining und nächtliche Schreienlassen unangemessen. Schlaftrainings sind wieder nur ein Zeichen dafür, dass wir den Stress, den wir als Kernfamilie mit der Alleinbetreuung eines Kinder haben, am Kind auslassen. Statt die Umstände zu verändern!
Keiner ruft bei der Familienministerin an und sagt: „Hey! Ich bin so müde, dass ich nachts nicht mehr stillen kann, hier läuft etwas falsch! Ich brauche tagsüber mehr Unterstützung!!“
Nein, wir lassen es unsere Kinder ausbaden, die sich nicht wehren können und die für diese familienunfreundliche Isolations-Welt, in der wir leben NICHTS können. Das ist nicht artgerecht. Das ist unfair. Das geht gar nicht.
Aber Eltern sind nunmal in der Situation und das ist auch unfair.
Daher hier ein paar Ideen für die, die mit ihren 12-24 Monate alten Kindern endlich, wirklich nachts durchschlafen wollen. Ohne Schreien. Ohne Weinen. Ohne Druck. Probiert es einfach mal aus.
Ihr seufzt? Jetzt kommt die schon wieder mit ihrer „kooperativ aufziehenden Art“? Aber so ist es. Wenn ihr erschöpft seid, habt ihr zu wenig Unterstützung. Menschenkinder sind wie sie sind, das hat sich jahrtausendelang bewährt. Wir haben nur das biologische System, in dem sie aufgewachsen sind, auseinandergerissen und versuchen, das Haus alleine zu bauen. Überall leben wir in der ach so arbeitsteiligen Gesellschaft, nur bei der Kinderaufzucht sind wir unnatürlich alleine. Eure Kinder sind nicht anstrengend! Eure Kinder sind so, wie Menschenkinder sein müssen! Euer Umfeld ist nur einfach nicht artgerecht. Und darum seid ihr natürlich total erschöpft. Eine Frau aus Afrika sagte mal zu mir: „Es soll ja so toll sein in Europa, aber wie zieht ihr nur eure Kinder auf? Ihr seid ja in euren Wohnungen alle so schrecklich alleine damit!?“
Also erster Schritt: Unterstützung, Clan, Hilfe. Damit die Eltern nicht mehr so erschöpft sind und nächtliche Erziehung (denn das ist es) leichter einbauen können.
Konkret heißt das:
Leider muss ich das Treffen für den 29. Juni absagen. 
Die Vereinshalle wird in der letzten Juniwoche komplett leer geräumt, grundgereinigt und Schönheitsmängel werden behoben.
Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie…
Vierfach-Mama Caroline macht seit dem zweiten Kind Windelfrei. Und so läuft es beim vierten Kind:
Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Als unser 2. Kind etwa 16 Wochen alt war, bin ich im Internet drüber ,gestolpert. Ich hatte Informationen über Attachment Parenting gesucht.
Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
16 Wochen. Kind 3 und 4 dann ab Geburt.
Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Vor Windelfrei habe ich so 7-9 gebraucht? Ich weiss nicht mehr genau.
Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
1 pro Nacht, obwohl brauchen besser passt als verbrauchen. Häufig ist sie morgens noch trocken. Je nach Ausflug mit dem Auto 1 Windel. Er ist jetzt 9 Monate.
Nutzt Du auch andere Backups?
Sehr selten und wenn ja, dann eine flopi.
Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Noch nie.
Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen / beim Stillen nach dem Stillen / nach dem Spielen / andere: Alle, ich muss sagen, dass die zwei Kinder, die wir von Geburt an windelfrei hatten/haben, so gut wie immer deutlich signalisieren. Und sonst einfach nach Gefühl.
Wann klappt es am besten?
Wenn ich nicht am Telefon bin. 
Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Nach dem Schlafen gehe ich direkt und dann sprudelt es meisten auch gleich. Ansonsten bleiben mir meisten ein paar Minuten Zeit
Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Wir haben ein normales Töpfchen. In den ersten 3-4 Monaten habe ich nachts ein Plastikbecher benutzt, das eigentlich das grösste Teil eines Spielzeug-Stapelturm war (etwa die Grösse eines Asiatopfs). Am Tag meisten das Waschbecken, da sehen wir uns im Spiegel und ich zeige das Babyzeichen für Pipi. Oder die Badewanne (da schaut er sich immer die Spielsachen an) und draußen im Garten.
Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Gering. Ich gehe schätzungsweise 10-15 Mal am Tag mit meinem Kind ins Bad. Dauer im Schnitt 1 Minute. Im Vergleich dazu: Unsere Katze will 10-15 Mal am Tag rein oder raus. Da muss ich auch schnell zum Fenster und es öffnen. Was ich für die Katze tun kann, mache ich auch für mein Kind! Im Vergleich zum Wickeln ist es weniger Aufwand und hygienischer. Kein Kampf um das Kind auf dem Rücken zu halten.
Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ja, sehr. Ich registriere viel mehr und reagiere auf kleinste Gesichtsausdrücke, Laute oder Verhalten nicht nur im Bezug auf Windelfrei.
Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Auch wenn es anfangs etwas Mut braucht, ist es sehr hilfreich das Baby wirklich ohne Windeln zu lassen oder höchsten in einem Backup, dass schützt, aber nicht saugt wie eine Windel. Gerade zu Hause ist das gut machbar und so lernt man viel schneller, weil es sichtbar ist. Bei einer Windel merkt man zwar, wenn etwas drinnen ist, aber man weiß nicht, wann es passiert ist. Dann ist es schwierig zu schätzen, wann das nächste Mal sein könnte und es entsteht ein Teufelskreis. Das Baby muss spüren, dass es nass wird. Bei uns war/ist das so, dass das Kind inne hält, wenn es merkt, dass es nass wird. Meistens muss ich danach etwa 5-10 Minuten verstreichen lassen, bevor es den Rest der Blase auch noch leeren kann.
Vielen lieben Dank und liebe Grüße in die Schweiz! 
Im Zeitraum vom 17. bis 23. Juni 2013 füttern wir Euch mit allerhand Infos und Alltagstipps für einen friedlichen Familienschlaf.
Unter anderem machen wir Vorträge in „Real Life“.
Freut Euch drauf! 
Ich kann es immer nur wieder betonen..
Austausch über Windelfrei hilft ungemein.
Heute war wieder ein schönes Windelfrei-Treffen in Berlin – 14 Erwachsene und 13 1/2 Babys/Kleinkinder.
Wenn Ihr weit und breit in Eurer Region keine andere Windelfrei-Familie findet, dann habt Ihr folgende Internet-Foren zur Verfügung:

Viel Spaß beim Lesen und Tippen! 