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Erste Windelfrei Erfahrung

Gestern war es soweit. Ich musste kurz in die Stadt mit dem Auto und hatte in der Eile keine Windel eingepackt. Mein Töchterchen fing irgendwann an zu jammern, was sie sonst nie macht im Auto. Ich nachgeschaut – Windel voll. Toll. Also sind wir ohne Windel weitergefahren. Eine Viertelstunde, dann waren wir wieder zu Hause. Ich war so gespannt, ob sie in der Zeit trocken geblieben ist. Ist sie nicht. Fand ich trotzdem toll, dass sie mal so ganz ohne Windel sein durfte.

learning by doing

Nach 9 Wochen klappt das Abhalten mit unserem Baby (11 Wochen alt) schon ganz gut. Mittlerweile sparen wir auch schon die ein oder andere Windel.

Eine Freundin wunderte sich letztens, wie man windelfrei überhaupt beginnt und woran man erkennt, wann das Baby muss. Das sind Fragen, die ich mir vor ein paar Wochen auch noch stellte. Und die ich immer noch nicht beantworten kann, außer damit, dass man mit der Zeit einfach ein Gefühl dafür entwickelt. Es lässt sich nicht pauschalisieren, welches Geräusch oder welcher Gesichtsausdruck auf ein anstehendes Geschäft hindeutet. Man learnt einfach by doing. Zum Glück macht es wirklich Spaß – ihr Grinsen beim erfolgreichen Abhalten ist einfach göttlich – so dass ich dranbleibe, auch wenn oft nicht klappt.

Mittlerweile fordert sie es sich auch so ausdauernd ein, dass man es unmöglich ignorieren kann.

Von wegen Windelfrei!

Unser Baby ist jetzt 6 Wochen alt (wir sind seit 4,5 Wochen dabei) und kündigt ihr Geschäft in 99% der Fälle an. Je schneller ich reagiere (vorausgesetzt ich deute ihr Meckern richtig), desto wahrscheinlicher klappt es. Und offensichtlich bekommt sie mit, wie sehr ich mich immer über ein volles Töpfchen freue, denn mittlerweile grinst sie jedesmal breit, wenn sie fertig ist (sie grinst nicht, wenn sie in die Windel gemacht hat).
Die Windel ist jetzt immer öfter leer, wenn ich sie ausziehe, um sie abzuhalten aber dafür lässt sie nicht locker, bis ich sie von einer benutzten Windel befreie, selbst wenn sie nur gepullert hat, was dazu führt, dass wir momentan einen Windelverbrauch von mindestens 10 Stück pro Tag haben. Von wegen Windelfrei!

Es macht aber immernoch Spaß. Jetzt verstehe ich auch, warum es Elimination Communication heisst- es ist wirklich eine Art der Kommunikation. Sie teilt mir mit, wann sie muss und erwartet dass und wartet bis ich reagiere. Das „Warten bis“ wird immer ausdauernder, je öfter ich auf ihre Signale reagiere und je mehr sie darauf vertrauen kann. Klar klappt es nicht immer, aber das ist auch gar nicht mehr mein Anspruch. Ich hab nicht das Gefühl, dass es uns zurückwirft, wenn ich mal zu faul bin (vor allem nachts).

lg,
Susi

Stellungswechsel

Bisher hielt ich meine Tochter, die morgen 4 Wochen alt wird, immer im Arm liegend (z.B. beim Stillen) ab. Aber heute haben wir die Rücken-an-Bauch Stellung für uns entdeckt, bei der ich sie in den Kniekehlen übers Töpfchen halte. Das geht viel besser, weil sie da besser drücken kann. So fix war sie jedenfalls noch nie fertig mit dem Geschäft. Ich freu mich immernoch wie ein Honigkuchenpferd über jedes volle Töpfchen. Schade dass sie noch nicht „high five“ machen kann. 🙂

liebe Grüße,
Susi