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Artgerecht-Treffen im Veganz – Nachlese

16 köstlich-vegane Suppen! Glückliche Kinder! Spannende Gespräche! Vernetzung! Ideen! Heute war Artgerecht-Treffen im Veganz mit Windelfrei-Runde!

Wir waren eine buntgemischte Truppe: Mamas, Papas, ganz frische Windelfrei-Eltern, alte Freunde mit schon großen Kindern. Ich liefere hier noch einmal die Links und Infos nach, über die wir gesprochen haben:

– Den ARTE-Film über Windeln und ihre Effekte auf die Umwelt „Wickeln, Windeln, Wegwerfen“ findet ihr hier.

Eine Journalistin sucht für einen Artikel in der Eltern eine Windelfrei-Mama mit einem (teilzeit-)windelfreien Kind ab ca. 6 Monate. Jemand Interesse? Mailt mir bitte, dann schick ich mehr Infos.

– Ein Paar berichtete, dass sie jetzt mit ihrem 2,5 Jahre alten Sohn 1 Jahr lang in die Wildnis von Wisconsin gehen und dort mit 38 anderen als Jäger und Sammler im Clan leben – Artgerecht ein ganzes Jahr lang. Hier findet ihr die Wildnisschule Teaching Drum, die das organisiert. Einen Überblick über den „Family Yearlong“ findet ihr hier, am Ende der Seite. Ich will versuchen, ob wir auf dem Blog oder der Artgerecht-Seite immer mal wieder Berichte bringen können, wie es ihnen dort geht (es werden dort im Winter -30 Grad…eine echte Herausforderung…wahrscheinlich nicht nur das…)

Artgerecht Leben – ich hatte erzählt, dass ich wir uns mit Freunden den Lebenspark Tollense ansehen wollen. In der Artgerecht-Wohnen-Gruppe sammeln sich gerade noch andere, die Lust auf ein Info-Wochenende dort haben. Noch jemand?

Johanna hatte nochmal Vernetzung und Mütterteam-Gründung angeregt. Ich rufe hiermit also dazu auf: Schreibt in die Kommentare, wo ihr seid und ob ihr ein Mütterteam sucht und vernetzt euch!! Wer sich ansonsten noch vernetzen möchte, kommt in die Artgerecht-Yahoo-Group, dann könnt ihr dort im sicherem Rahmen eure Adressen etc. austauschen. Beitreten ist ganz einfach (so geht’s).

Was hab ich vergessen? Am Samstag gibt es einen Windelfrei-Kurs im Hug&Grow und noch Plätze darin. Das nächste Artgerecht-Treffen soll in 4 Wochen sein, ich poste nochmal das Datum. Und jetzt fall ich artgerecht zu meinen Kids in die Heia – danke, dass ihr alle da wart, danke an Jan und Juli vom Veganz für die warmherzige Aufnahme!

EDIT: Hier noch ein Video von einem, der Auszog, in Wisconsin ein Jahr in der Wildnis zu leben wie S. und A. es jetzt machen werden:

und es geht hier weiter – mit den spannenden sozialen Aspekten des Clans/EDIT

Artgerecht-Camp August: ausgebucht

Liebe Runde,

2 Monate vor Anmeldeschluss ist es erst, aber das Artgerecht-Camp im August ist bereits ausgebucht.

Für alle, die jetzt nicht hineingekommen sind: Wir veranstalten noch ein genau so schönes Camp im Juli :). Für wen das zeitlich gar nicht geht, den kann ich auf die Warteliste schreiben, falls bis zum 1.5. – dem Überweisungsstichtag – doch noch jemand abspringt.

Ach, ich freu mich so auf euch. Das wird toll!

🙂
Nicola

August-Camp: Nur noch 3 Plätze frei! Jetzt buchen!

Auf die Plätze, fertig – LOS!! Für das August-Camp sind nur noch 3 Plätze frei, alle anderen sind jetzt vergeben! Wer noch kommen will, zögert nicht, mailt, faxt, ruft an! Hier nochmal die Daten:

Artgerecht-Camp 12.8.2012 – 17.8.2012 – 5 Übernachtungen im Tipi (Holzfußboden, Feuerschale in den Tipis), pro Erwachsener 339 EUR, Kinder 3-6 Jahre 119 EUR, Kinder unter 3 kostenlos – inklusive Vollverpflegung und Programm

Falls ihr keinen Platz mehr bekommt, kann ich euch auf die Warteliste setzen oder wärmstens das Juli-Camp empfehlen, das ist etwas über halb voll:

Artgerecht-Camp 16.7. 2012 – 21.7.2012 – 5 Übernachtungen im eigenen Zelt, pro Erwachsener 295 EUR, Kinder 3-6 Jahre 110 EUR, Kinder unter 3 kostenlos – inklusive Vollverpflegung und Programm

Also nix wir ran an die Mails, das Anmeldeformular ausgefüllt und raus damit. Ich freu mich auf euch!

Bettschoner gecrasht

Ich plädiere ja immer: Kauft euch Bettschoner. Das schont auch die Nerven. Mittlerweile gibts die Dinger Öko, atmungsaktiv und man schläft nach unserer Erfahrung wirklich gut drauf (wir haben den hier).

Unsere haben jetzt schon einiges mitgemacht – der Große ist ja schon vier – und jetzt hat der erste aufgegeben:

Bett-Unterlage nach 1 Jahr

Die wasserdichte Schicht hat schön symmetrische Risse, sieht ein bisschen aus wie ne alte Platine, finde ich ;).

Aber wie auch immer: Das ist nicht mehr dicht, da geht alles durch, der Bettschoner darf jetzt in die Tonne. Aber er hat sich tapfer geschlagen, der Gute, unzählige 60-Grad-Teebaumöl-Wäschen klaglos über sich ergehen lassen, von den mist-der-muss-noch-trocken-werden-Heizungstrocknungen ganz zu schweigen.

🙂

Nächstes Windelfrei-Treffen: 6. März, 12 Uhr, Veganz

Liebe Runde,

wir haben es endlich geschafft! Das nächste Treffen!

Wir treffen uns am Dienstag, 6. März, 12 Uhr in dem Kursräumen des Veganz (www.veganz.de). Ihr findet es am S-Bahnhof Schönhauser Allee, in der Schivelbeiner Straße 34, 10439 Berlin.

Aber es kommt noch besser: Jan und Juli unterstützen das Artgerecht-Projekt aktiv! Für 3 Euro/Person kriegen wir nicht nur den Raum – wie im Familienzelt – sondern vom Veganz ein veganes Mittagessen dazu und Wasser / Tee für alle!

Damit genug für alle da ist, sagt kurz Bescheid, ob und zu wievielt ihr kommt. Und ab dann können wir uns monatlich – oder öfter 🙂 – dort treffen.

Mein herzlicher Dank geht an Ulrike, die mich auf die Idee brachte, und an Jan und Juli für ihre Unterstützung und Begeisterung für das Projekt. Ich bin sehr glücklich, dass wir wieder ein „Zuhause“ haben.

Sagt es weiter! Alle windelfrei und artgerecht-Familien und solche, die es werden wollen, sind herzlich willkommen!

Eure Nicola

P.S.:
Im Veganz finden auch demnächst Kurse statt: Am 27.3. ein Windelfrei-Kurs, am 24.4. ein Artgerecht-Kurs, Anmeldung bei mir.

Montags-Mantra: Loslassen

Heute mal ein Zitat, das mich gerade sehr berührt:

„Nur wer die Vergangenheit loslässt,
hat die Hände frei für die Geschenke der Gegenwart.“

Loslassen – das ist gut. Das ist wichtig. Gedanken loslassen. Perfektion loslassen (nein, wir fangen NICHT jedes Pipi auf, wozu auch?!). Angst loslassen. Loslassen. Atmen. Mal schauen, was passiert.

Loslassen ist super. Wenn mich das Kind nervt oder ärgert und ich das Gefühl habe, ich MUSS jetzt aber mal eingreifen, dann hilft häufig: Loslassen. Nichts tun.

Wenn Windelfrei nicht klappt und ich das Gefühl habe, dass einfach alles danebengeht, dann hilft ebenfalls loslassen. Pausieren. Nichts tun. Später weitermachen. Ich empfehle es wärmstens allen, die gerade vom Windelfrei oder Sauberkeitstraining gestresst sind.

Es ist überhaupt ganz faszinierend, was „nichts tun“ für eine Wirkung haben kann. Ich mach das also jetzt mal.

🙂 Happy Monday!!
nica

(Danke an Dirk von der Wildnisschule Elementar-Erfahrungen, der mir das Zitat in einer seiner letzten Mails geschickt hat)

Windelfrei für Spätstarter

Über Facebook hat eine Mama gefragt, ob man TopfFit oder Windelfrei auch mit älteren Kindern anfangen kann. Klar kann man! Man muss es nur ein wenig anders aufziehen.

Wenn ein Kind mal die magische 6-Monats-Grenze oder sogar die 12-Monats-Grenze hinter sich gelassen hat, dann ist‘ s aus mit Signalen. Die Kinder haben gelernt, kommentarlos in die Windeln zu machen und tun das auch. Ich fasse hier mal die Tipps von Laurie Boucke aus TopfFit zusammen (wer es ganz genau wissen will, dem empfehle ich wärmstens das Buch).

Die 10 wichtisten Tipps „Windelfrei für Spätstarter“

1. Wähle ein Signal
Jedes Mal, wenn das Kind etwas macht, mache ein Geräusch (viele machen „sss“ oder ähnliches). Das hilft dem Kind, das Geräusch mit dem, was da passiert, zu verbinden. Das hilft später wiederum, wenn es lernen soll, WO es diese Dinge tun soll.

2. Lerne dein Kind kennen
Beobachte dein Kind: Wann macht es, besonders hinsichtlich der Bezüge zu Schlafen und Essen? Die meisten Kinder müssen direkt nach dem Schlafen und während oder nach dem Essen. Wie oft zwischendurch macht es, häufiger am vormittag als am nachmittag etc. Hier hilft nur: Windel ab und ein oder zwei Tage das Kind beobachten und wischen 🙂 oder einen Garten aufsuchen (so es denn mal wärmer wird).

3. Finde einen Ort
Finde heraus, wo ihr anfangen wollt: Abhalten, auf dem Töpfchen, auf der Toilette – oder bei älteren Jungen z.B. im Stehen im Garten oder in der Dusche? Spätstarter haben bereits ihre eigenen Vorstellungen, wo und wie sie gerne sein wollen, findet es also gemeinsam heraus. Du kannst z.B. damit anfangen, ein Töpfchen immer in der Nähe des Kindes zu haben oder ihr könnt immer zur Toilette gehen, wenn es etwas gemacht hat- je nachdem, was dem Kind lieber ist.

4. Finde eine Position
Spätstarter können oft schon Krabbeln, Sitzen oder Laufen und damit fallen für sie die Abhaltepositionen auf dem Arm meist weg. Finde heraus, ob dein Kind lieber auf einem möglichst bequemen Töpfchen/Toiletteneinsatz/Toilettensitz sitzen, hocken, stehen oder gehalten werden will.

5. Finde Zeichen
Jedes Kind zeigt ein bestimmtes Verhalten, wenn es mal muss. Gleichzeitig kann jedes Kind lernen, ein Handzeichen oder Wort mit dem Toilettengang zu assoziieren. Es lernen also beide Seiten: Die Eltern lernen, dass ein Griff in den Schritt, herumzappeln oder vom Stuhl springen z.B. heißt, dass das Kind mal muss. Und das Kind lernt, dass diese oder jenes Wort oder Handzeichen damit zusammengehört. Manche Kinder fangen dann an, das Zeichen der Eltern zu übernehmen und machen es anfangs, wenn „es“ schon läuft. Freue dich darüber und mache die Zeichen weiter, es wird sich später auszahlen.

6. Relax!!!
Ein ganz wichtiger Tipp von Laurie: „Versuche es ein paar Wochen und überlege dann, ob Du weitermachen möchtest“. Manche Kleinkinder werden von einem auf den anderen Tag trocken. Bei anderen dauert es scheinbar ewig, scheint alle Mühe vergebens und die Eltern sind frustriert. Forschungen zeigen, dass keine Mühe vergebens ist, die Kinder lernen auch, wenn sich noch keine Effekte einstellen und greifen es später wieder auf, wenn sie soweit sind!

7. Finde einen Raum für TopfFit
Es hat keinen Sinn, ein windelgewöhntes Kind tage – oder wochenlang ständig in die Wohnung machen zu lassen. „Benutze deinen gesunden Menschenverstand!“ mahnt Laurie. Findet Räume oder Stunden, in denen ihr windellose Phasen einbauen könnt, ohne alle verrückt zu werden. Probiert Trainerhosen.

8. Habt Spass!
Gestaltet die Zeit auf dem Töpfchen angenehm – mit Büchern, Spielen, Lachen. Ältere Kinder können beim Einkauf dabei sein und sich ihren Topf selbst aussuchen. Vielleicht findet dein älteres Kind es lustig, beim Pipi-Machen auf etwas zu zielen – einen Baum, ein Stück Toilettenpapier etc. Rechne damit, dass auch dein Kind Spass haben will und „Unfug“ macht – ein „Nein, ich muss nicht“ kann durchaus eine Pfütze zur Folge haben und das ist normal und okay.

9. Bleib sachlich!
Wenn das Kind in seine Kleidung oder auf den Boden macht, kommentiere sachlich, was passiert ist, wische, wasche, lächle und erkläre, dass das eigentlich ins Töpfchen gehört. Punkt. Kein Schimpfen, kein Loben, kein Drohen, keine Wut. Entspanne dich und sage Dir, das dein Kind auch nur laufen gelernt hat, indem es nach jedem Hinfallen wieder aufgestanden ist.

10. Sei Vorbild!
Lass die Badezimmertür offen, damit das Kind sieht, was Du da machst. Kommentiere laut und klar, wenn Du musst, dann gehe deutlich sichtbar ins Bad etc. Kinder imitieren, was sie sehen. Was sie nie sehen, können sie schwer imitieren.

11. Bonus-Tipp
Wenn Du total genervt bist und das Gefühl hast, dass das NIE klappt – sei willkommen im Artgerecht-Camp. Dort wirst du sehen, wie es gehen kann und findest Verständnis, noch mehr Infos und Tipps, Hilfe und Motivation – absolutes windelfrei-Ehrenwort.

Artgerecht Camps 2012 – 50% voll!

Kleiner Zwischenstand zu den Artgerecht Camps 2012:

Das Camp im Juli ist jetzt halb voll, und zwar nicht nur – wie oft gemutmaßt – mit AP-Mamas, sondern es sind auch schon drei Väter mit dabei. Da sich hier viele Alumnis angemeldet haben, haben wir sogar noch einen Frühbucherrabatt-Platz (jetzt schnell sichern, auf die Plätze, fertig, Mailanmich!)

Das Camp im August ist sogar über halb voll und hier sind derzeit vier Papas angemeldet.

Falls eure Männer also zögern, weil sie Sorgen haben, dass sie die einzigen sind – mitnichten :).