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Montags-Mantra: Ruf eine kluge Freundin an.

Manchmal ist alles doof. Unerträglich. Verworren. Zuviel. Zuwenig.

Dann ruft eine kluge FreundIn an.

Reden hilft. Nicht nur Frauen, auch Männern. Menschen halt. Wir sind Kommunikationstiere.

Redet mit den richtigen FreundInnen. Mit Menschen, die Lebenserfahrung haben. Die euch solange nach dem Mund reden, bis ihr euch ausgeschimpft, -geheult, -gejault habt und die dann mit euch nach Lösungen suchen und auch mal kritisch sagen: Naja, schau mal, was dein Anteil daran ist und was Du ändern kannst.

Mich macht das immer wieder zum Menschen, wo ich vorher nur Nervenbündel, Arbeitstier oder Wutbestie war. Danke an alle Ohren, die mir bis heute zugehört haben. Ich wünsche jede/m da draußen ein paar Ohren, die euch klug zuhören, wenn ihr das braucht!

Camp-Vorbereitungen

Hier noch letzte Camp-Vorbereitungen:

eine neue Manduca für den Trageworkshop ist gestern gekommen – juchuh!

Testmanduca

Sie darf die alte ersetzen, die uns jetzt wieder fast zwei Jahre gute Dienste geleistet hat, aber mit der ich mich schon fast nicht mehr in die Kurse getraut habe, so zerfetzt ist sie…

alte Manduca

Und meine Henkersmahlzeit heute, Reste aus dem Kühlschrank verarbeitet zu einem Mittagessen aus Shake (2 alte Bananen, ein Rest Aprikose, von der Kleinen zermatschte TK-Früchte, Sojamilch, ein wenig überschüssiges Müsli, ein Rest Joghurt) und Avokado-Mus-Traum (eine Avokado, die letzte Tomate, Sesam, Sonnenblumenkerne, Salz), hmmmm, ich bin ja eigentlich nur veggie, aber das war heute mal ausnahmsweise vegan, roh und sehr lecker! :).

Veganes Mittagessen

CU!

Windelfrei im Urlaub mit 1,5 Jahre-Kind

Windelfrei im Urlaub – Chance oder Katastrophe? Ich bin mit meinen Windelfrei-Kindern viel unterwegs. Diesmal ins Warme, vier selige Wochen mit Freunden in Elternzeit. Warmes Wetter ist immer von Vorteil.

DorfSo haben wir es für uns genutzt:

Anreise:
Wir reisen wie schon damals in Indien mit minimalem Gepäck: Matratzenschoner, Stoffwindeln, Stilltuch sind dabei. Während der Anreise trug die Kleine Windeln, basta. Ich halte sie ab, wenn es geht (oder verlangt wird), aber ich gehe kein Risiko ein. Sie trägt dm- Öko-Wegwerfwindeln. Wir hatten diesmal eine Anreise von 48 Stunden mit einer Übernachtung, da trage ich definitiv keine nassen Stoffwindeln umher.

Ich habe mittlerweile ziemlich viel Übung darin, Hotelzimmereinrichtungen zum sicheren Familienbett mit Windelfrei-Option umzubauen. Das heißt:

– große Kissen aus dem Bett nehmen (Gefahr!!) und lieber vors Bett auf den Fußboden, falls einer rausfällt
– Stühle an beiden Seiten ans Bett, damit keiner rausfällt
– in alle Schränke gucken – wenn extra-Decken angeboten werden, rolle ich diese zu dicken Rollen und baue so Begrenzungen an den Betträndern vor die an die Bettseiten gelehnten Stuhllehnen, damit die Kids nachts nicht hart dagegenkullern
– die Tagesdecke des Hotelbettes kommt ebenfalls neben das Bett und zwar an der Seite des Kindes, bei dem ich nicht liege, falls es rausfällt
– wenn das Bett sehr hoch ist (und sich nicht an die Wand schieben lässt), lege ich den Koffer zusätzlich neben das Bett – den Großen habe ich auf selbigem schlafend auch schon vorgefunden
– ich suche einen guten Mülleimer (unterm Schreibtisch oder aus dem Bad) und nutze ihn als Schüssel fürs nächtliche Abhalten. Wenn es keinen gibt (oder es so ein netter Gitter-Mülleimer ist), trage ich sie auch schonmal nachts in Bad und lasse sie in die Wanne…bei uns lohnt sich das, sie schläft dann einfach ruhiger.

Für die Reise schreibe ich meinen Kindern Vornamen, meine Handynummer und ggf. Sitzplatznummern (auf einer Fähre z.B.) oder wie in Indien den Hotelnamen mit Kuli auf die Arme. Bisher haben wir es nie gebraucht, aber es macht mich ruhiger.

Telefonnummer auf Arm

Erste Tage:
DSC00550
In den ersten Tagen bin ich total abhalte-unfähig. Daher nutze ich hier je nach Ort und Planung Öko-Windeln oder Stoffwindelsysteme. Für mich hat sich das bewährt, weil ich so besser und entspannter in der neuen Umgebung ankommen kann – und das Kind auch. Ist es ein Strandurlaub, dann ist sie am Strand natürlich ohne Windel (aber mit UV-Shirt).

StrandUrlaub

Alltag:

Je länger wir da waren, desto mutiger wurde ich. Bei Ausflügen erst Wegwerfwindeln, dann BumGenius, dann Kabea-Trainerslips, am Ende manchmal gar nix mehr am Po (es war auch einfach zu heiß…)

Hausgeburt

Da wir dieses Mal im Haus von Freunden wohnen konnten, waren die Kleinen (15 und 18 Monate) zu Hause ohnehin bald unten ohne und basta. Überall war Steinboden und eine Pfütze war kein Problem. Leider haben beide das zum Anlass genommen, um alsbald auch große Geschäfte fröhlich ins Haus zu machen. Doof. Meine Lösung: Jedes Mal, wenn sie etwas im Haus gemacht haben, haben wir sie genommen, rausgetragen und sie an einen Ort im Garten gestellt, an dem sie machen durften: „Guck mal, mach das bitte hier….“.
Es hat nicht lange gedauert, bis zumindest die Größere das verinnerlicht hatte.

Allerdings ließ sie sich nach wenigen Tagen „Freilaufs“ so gut wie gar nicht mehr abhalten. Es war ja viel spannender, das alleine im Garten zu erledigen. Ich war genervt – denn es wurde jedes Mal eine große, mehrteilige Aktion, wenn ihr wisst, was ich meine….

Gegen Ende des Urlaubs ließ sie sich nicht mal mehr zu den Standardzeiten abhalten, nur noch nachts. Ich war etwas in Sorge, wie das zu Hause werden würde, beschloß aber, mich zu entspannen. Und siehe da – zwei Tage vor Abfahrt ging es wieder. Und zu Hause war es dann überhaupt keine Diskussion mehr, alles wie gehabt – uff.

Tja und dann – dann war alles schon wieder viel zu schnell vorbei. Noch einmal die Badesachen trocknen, packen, ab nach Hause. Aber schön war es. Wirklich schön. Und seit wir wieder hier sind, ist sie 90% windelfrei. sie sagt an. Draußen klappt es super. Alle 2-3 Tage eine nasse Hose – da kann man nicht meckern. Aber dazu die Tage mehr!

Badesachen

PS: Wir haben in 4 Wochen knapp 1,5 Pakete Windeln verbraucht, ca. 45 Stück, für vier Kinder, die theoretisch alle noch Windeln hätten tragen können (die Großen in der Kita des Großen tragen sie alle noch nachts). Hätten wir Vollzeit gewickelt, hätten wir (30 Tage * 4 Windeln * 2 Babys + 30 Tage * 1 Windeln * 2 Kleinkinder = 300 Windeln) 8-10 Pakete Windeln verbraucht (je nachdem, wieviele im Paket sind).

Montags-Mantra: Sei einen Schritt voraus

Sodele, ihr Lieben, es geht hier wieder weiter und zwar heute mit einem neuen, sehr wichtigen Montags-Mantra:
Sei den Kindern immer einen Schritt voraus.

Heißt bei uns z.B.:

Nicht erst kochen, wenn die Kids Hunger haben – wissen, dass sie in einer Stunde essen müssen.
Nicht erst rausgehen, wenn die Kids schon am Rad drehen – wissen, dass sie nochmal raus müssen.
Nicht erst Zähne putzen, wenn die Kids schon total müde sind – wissen, dass wir das lieber jetzt erledigen und danach noch ein bisschen spielen.
etc.

Für Windelfrei heißt das zum Beispiel:

Nicht erst abhalten, wenn die Hose nass ist.
Nicht erst nach einem Tuch suchen, wenn das Kind schon in Abhalteposition ist, sondern vorher sehen, dass man was zum Abwischen hinterher hat :).
Nicht erst wickeln, wenn alle vom Abhalten schon total genervt sind, sondern vorher merken, dass jetzt mal ne Windelfrei-Pause angesagt ist.
Nicht erst Trainerhosen/Splitpants/Mokomidis kaufen, wenn schon alles andere nass und nervig ist, sondern vorher in Equipment investieren.
Nicht erst denken: Windelfrei ist zu anstrengend und dann nach 3 Jahren wundern, dass man immer noch wickelt ;).

Großartiges Mantra. Hat uns im Urlaub viel Stress erspart – und wenn wir es nicht beachtet haben (mit vier Kindern in einem Haus), haben wir regelmäßig die Quittung bekommen. Und es ist eine großartige Achtsamkeitsübung, das Jetzt wahrzunehmen und nach vorne zu denken, was als nächstes notwendig werden wird. Go for it!

(Dank an Andra und Oma Otti, die mir diese Mantra gebracht haben!)

Zurück! Windelfrei-Workshop! Video :)

Ihr Lieben,

wir sind zurück! Yeah! Urlaub ist großartig. Am Freitag gibt es wieder einen Windelfrei-Workshop! Am Wochenende ein Treffen. Ich bin voller Sonne und Energie und wilder Ideen. Und schau gerade eine schönes Video über eine Gemeinschaft, die sich Land in Oregon gekauft hat, um eine Naturschule aufzubauen. Großes Kino.

Back in town :), more to follow,

Eure
nic

Wildnis-Camp-Effekte

Unser Besuch im Wildnis-Camp hat bleibenden Eindruck hinterlassen.

Am Spielplatz werden Tipis gebaut.

Tipi

Mein Sohn spielt mit anderen Kindern in der Natur draußen plötzlich nicht mehr nur „DAS IST ABER MEIN STOCK!“ und „DU DARFST ABER NICHT MITSPIELEN!“, sondern sie spielen „Wir sind ein Clan“ – sie geben sich einen Clan-Namen (die Wilden Kuckucke) und einen Clan-Ruf („Kuckuck!!“) und wenn einer mitspielen will, wird der Art einberufen, der Redestab herumgegeben und beraten. Ich liebe es.

Und auch zu Hause sitzen die Playmobil-Menschen jetzt ums Feuer

Lagerfeuer

und jede Baumrinde, jede Nussschale wird zum Teller.

Playmobil-Lagerfeuer

Ui, ich freu mich so aufs Artgerecht-Camp!!!

Montags-Mantra: Beckenboden, bitte.

Leidiges Thema: Beckenboden-Training. Meist mit Inkontinenz in Beziehung gebracht. Aber soo wichtig! Macht euer Beckenboden-Training nach der Geburt. Am besten jeden Morgen, am besten ein Jahr lang nach der Geburt. Wenn es nur fünf Minuten sind – egal. Besser als nix! Fünf Minuten jeden Morgen machen auch etwas aus!

Ganz nebenbei stärkt ihr damit auch noch Po, unteren Rücken (den braucht ihr zum Baby-Tragen) und Bauch. Ich kann wärmstens empfehlen: Das Cantienica-Yoga von der DVD Mamas Milch. 20 Minuten, die man einfach ein Mal am Tag mitmacht und fertig. Aber egal was und wo und wie ihr es macht – tut es. Eine Freundin hat es vernachlässigt und hatte dann nach dem zweiten Kind so starke Beschwerden, dass sie eine OP brauchte – nicht schön.

Also – ran an den Beckenboden :). Jetzt!