Windelfrei mit Brei

Uff.

Wir haben eine Woche mit fast ständigem Wickeln hinter uns (das ist anstrengend…). Ich hab echt schon gedacht: Das war es jetzt mit Windelfrei. Es geht bis zur Beikostgrenze und dann wars das. Aber seit heute ist wieder Licht am Ende des Pamperstunnel…

In der vergangenen Woche konnte ich plötzlich die Mütter verstehen, die immer ganz ungläubig fragen „Und das funktioniert?“. Als ich plötzlich den Rhythmus meines Kindes nicht mehr kannte und er auch nicht mehr signalisierte, waren wir 1-2-3 zurück beim Vollzeitwickeln. Es war ein Gefühl wie … Angst. Ich konnte einfach überhaupt nicht mehr absehen, was wann passierte.

Da er sich nicht abhalten ließ und auch morgens, wenn es doch mal ging, nix mehr erledigte, war für mich einfach völlig unklar, wann als nächstes Hose naß oder sogar Hose voll angesagt war. Das ist kein schöner Zustand. Man wartet einfach nur darauf, wann man das nächste Mal umziehen, duschen, waschen und neu anziehen darf – und das bei meinem kleinen Entdecker, das An- und Ausziehen extrem lästig findet. Ein Gefühl, als würde man auf Post vom Finanzamt warten, nervtötend. Es machte einfach nur Stress für alle. Ich pellte ihn -und mich- zwei Mal aus komplett eingesauten Klamotten und danach griff ich den Rest der Woche regelmäßig zur Pampers. Jedes Mal, wenn ich ihn ohne lassen wollte, passierte irgendetwas. Er ließ sich zudem nicht abhalten und ich dachte mir, okay, ich zwinge hier niemanden, aber auch nicht mich, dann war es das eben.

In den ersten Nächten ging es sogar nachts nicht ohne, weil das Kind völlig unerklärlicherweise jedesmal schon naß war, wenn ich aufwachte. Seit drei Nächten aber wacht er wieder auf, weckt mich und macht in sein Töpfchen. Nachts.

Ich versuchte weiterhin, ihn auch tags liebevoll zum Abhalten zu überreden, wann immer es ging. Wenn er beim Gang ins Badezimmer schon zu schimpfen anfing, gingen wir halt wieder raus. Wenn er nicht schimpfte, probierten wir es. Mit wieder mehr und mehr Effekt. Nach dem Schlafen (also morgens, vormittags und nachmittags) ging es dann Ende der Woche wieder. Und heute Morgen, draußen war es noch dunkel, im Haus war es noch still, dann endlich wieder der vertraute Ablauf: Aufstehen, Kuscheln und Spielen und dann gemeinsam ins Bad trippeln, zu den Delfinen und…juchuch! Ich war sofort hellwach, als mir klar wurde, dass er jetzt wieder komplett „leer“ war, ich ihn also heute vormittag mit großer Wahrscheinlichkeit windelfrei lassen können würde, ohne die Komplettmonturwechselaktion!

Und wirklich: Jetzt ist es fast zwölf Uhr mittags, er schläft wieder und hatte heute noch kein einzige Windel an. Vielleicht haben wir diese Hürde genommen. Vielleicht sind wir jetzt windelfrei trotz bzw. mit Brei?

Wobei er übrigens keinen Brei isst. Er isst Spinat, Kartoffeln, Griesbrei und Kartoffelsuppe. Am liebsten mit seinem eigenen Löffel, was erstaundlich gut klappt! Er lässt sich die ersten Löffel gerne füttern und greift dann irgendwann nach dem roten Plastiklöffel, stochert damit in seinem Teller herum schiebt sich in den kleinen Mund, was immer daran kleben bleibt. Geht weniger gut mit Kartoffelsuppe, aber super mit Griesbrei.

2 Gedanken zu „Windelfrei mit Brei

  1. Das macht Mut, wie Du darüber schreibst. Jetzt freue ich mich ja fast schon auf unsere ersten Beikost-Erlebnisse … 🙂
    Alles Gute Euch beiden – und dran bleiben!

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