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Sie WILL aber NICHT!

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie…

Anne achtete ab Geburt auf die Ausscheidungszeichen ihres Kindes, doch auch nach dem zweiten Geburtstag trägt es noch Windeln. Wie sie damit umgeht, erzählt sie uns:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen? 
Bei der Suche nach einem geeigneten Stoffwindelsystem habe ich von Windelfrei gelesen. Nach anfänglicher Skepsis („wie…ein Baby soll zur Sauberkeit erzogen werden?“) war ich schnell von der Idee und dem Prinzip begeistert.  

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast? 
Kurz nach der Geburt hab ich angefangen verstärkt auf die Signale zu achten und sie hin und wieder abzuhalten. Recht schnell mit Erfolg. 

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)? 
Viele…da wir Stoff gewickelt haben und ich die Windel nach (fast) jedem Pipi gewechselt habe.   

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile? 
Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre und 4 Monate. Je nachdem, ob wir Stoff oder WWW nutzen und wie sie bescheid sagt, zwischen 3 und 5 Windeln pro Tag, manchmal auch mehr. 

Nutzt Du auch andere Backups? 
Hin und wieder versuche ich eine Unterhose mit Damenbinde, sonst Stoffwindeln oder WWW. Manchmal auch ohne Windel (phasenabhängig).

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein? 
Hin und wieder, unabhängig davon, ob sie oft oder gar keine Windeln, Stoffies oder WWW getragen hat. Wenn ich den Po oft unter fließendem Wasser gesäubert habe, wurde sie schneller wund, als wenn ich nur ein feuchtes Tuch hatte. Besonders schlimm ist es, wenn sie krank ist oder zahnt, hat also nicht direkt was mit der Windel zu tun. 

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – ja
beim Stillen – früher ja, jetzt nicht
nach dem Stillen – früher ja, jetzt nicht
nach dem Spielen – nein
Andere: Wenn es die Situation ergibt, ich frag immer mal wieder zwischendurch nach; vor dem Rausgehen.

Wann klappt es am besten? 
Vor dem Rausgehen, nach dem Aufwachen, unterwegs.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)? 
Von 2-20 Minuten war schon alles dabei…  

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt? 
Früher: Asiatopf und „Rührschüssel“, heute normales Töpfchen oder die Toilette, mit und ohne Kinderaufsatz. 

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein: eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickeln?
T
endenziell eher mehr Arbeit, da man noch viel mehr auf das Kind achtet und die Unfälle hier nicht zu unterschätzen sind, also neben Kind säubern auch Fußboden säubern, Wäsche wechseln etc.   

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was? 
Definitiv. Man achtet viel mehr auf die Bedürfnisse des Kindes, ob es nun muss oder auch ob es gerade nicht will. Das Kind fühlt sich verstanden und ist zufrieden.  

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation? 
Akzeptiere die Meinung deines Kindes! Ich persönlich finde die Methode immer noch super, allerdings eher für Babys. Irgendwann wollte meine Tochter einfach nicht mehr (fing mit ca. 1 Jahr an). Ich biete es immer wieder an und phasenweise klappt es super, aber sie trägt – leider – scheinbar inzwischen gerne Windeln. Im Sommer waren wir alle (Eltern, Großeltern, Krippenerzieher) überzeugt davon, dass sie bald trocken wird, weil es so gut lief. Und nun ist sie fast wieder ein Vollzeitwindelkind. Sie weiß was passiert, merkt wenn sie muss, kann anhalten, WILL ABER NICHT! Auch wenn es mir manchmal schwerfällt, ich muss das akzeptieren. Wer weiß, womit sie gerade mal wieder beschäftigt ist…   

Lieben Dank für Deine Offenheit!

Über Anspannung und Loslassen.

… oder warum Babys nicht pinkeln, wobei sie müssten und sogar signalisiert haben.

(Diesen Blogeintrag wollte ich schon seit dem frühen Sommer schreiben. Es geht um ein paar Beobachtungen, die gemacht habe.)

Ihr kennt es bestimmt auch alle… Baby signalisiert, Ihr seid in Eile und bietet trotzdem das Abhalten an und es kommt nichts. Oder Ihr wollt Euch als Dreamteam vor skeptischen Zuschauern beweisen, Baby gerade aus dem Schlaf erwacht und mal schnell ausgezogen und dann kein Pipistrahl in Sicht. Dann legt Ihr Euer Kind ab und was macht es dann?! Es pinkelt. *argh*
Was mir bei mir selbst aufgefallen ist, ich war total angespannt in solchen Situationen. Gedanklich und auch bis in die letzte  Muskelfaser. Und dann hat man ein Babylein mit sensiblen Antennen im Arm. Klar muss es pinkeln! Aber nicht wenn Mama mit ihren Hände feste um die Oberschenkelchen gefasst hat. Seitdem mir das bewusst wurde, achte ich auch noch heute darauf, dass die Babyoberschenkelchen beim Abhalten in meinen offenen Händen ruhen, lasse meine hochgezogenen Schultern sinken und versuche mich auch mental zu entspannen.
Et voilà Babysohn kann loslassen und pinkelt meistens auch in kniffligeren Situationen.

Mein (Erinnerungs-)Mantra ist dann in diesen Momenten: *tief einatmen* LOOOOSLASSEN! *… und (eventuell mit einem Seufzer) ausatmen*.

Mal wieder eine Wollüberhose…

Shopping Hug and Grow

… und was für eine schöne!

Gestern war im Hug&Grow das erste Mal ein Windelfrei-Treffen. Wir hatten eine feine Runde. 
Unsere Themen waren unter anderem:

Für den Anschluss hatte ich mir Zeit mitgebracht, um im Laden zu stöbern. Was mit nach Hause kam, seht Ihr auf dem Bild: Ulrich Entkalker gegen das harte Wasser in Berlin statt Weichspüler, Lenya Wollkur, ein Reläx Ringel-Schlüttli Wolle burgund/natur sowie die super schicke Wollüberhose von Storchenkinder in eselbraun Größe 2 und dazu will ich noch die Einlagen Little Lamb Cotton Night Time Booster testen.

Wir hatten Disana Wollüberhosen bis um den 4. Lebensmonat herum überwiegend für die Nacht genutzt, dann wurden sie zu klein und die Mokomidi kam zum Einsatz und zuletzt die WWW. Jetzt schlummert Babysohn endlich wieder mit einer gefalteten Mullwindel und der hübschen Wollüberhose am Po. Das fühlt sich gleich viel besser an!

Stoffwindeln sind bestellt…

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Verdammt nochmal!!! Kann jemand bitte die Zeit anhalten?! 7 Monate und etwas mehr sagt der Kalender für meinen Krabbelsohn. … eigentlich wollte ich nach meinem letzten Streik-Posting kurze Zeit später gleich mitteilen: Bloggen hilft! Wir hatten nach ein, zwei Tagen keine ganztägigen Abhalte-Durchstreckphasen mehr. Puh, war ich erleichtert. Klar, macht er das immer mal wieder, wenn er partout nicht zu müssen scheint oder wenn das große Geschäft sich anmeldet. Bei zweiteren hilft nur Ruhe und eine andere Abhalteposition (wir wechseln hier zwischen freihängend überm Waschbecken oder sitzend auf dem Töpfchen).

Aber zurück zum Beitragstitel. Im Laufe des Sommers hat sich die Ökö-Wegwerfwindel als Backup bei uns eingeschlichen. An warmen Tagen gab’s nichts unten rum an und zur Nacht die Mokomidi. Doch an trüben Tagen kam immer mehr die WWW zum Einsatz. Umso kühler und feuchter es draußen wurde, desto mehr trug und trägt Kleinmann die Plastikbuchse: ich bin ein Schlechtwetterwickler. So haben wir mittlerweile die 16. Windelpackung frisch aufgebrochen. Wir haben einen Verbrauch von 3 bis 6 Windeln pro Tag. Abgehalten wird nach seiner Ansage und Timing. Aber diese Wegwerferei wurmt mich. Deshalb hab ich jetzt bei Stoffywelt ein Testpaket bestellt.

… und morgen bin ich beim Windelfrei-Treffen am baldigen Ausbildungsort der Stoffwindelschule.

Es geht fast alles ins Klo

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie…

Heute kommt Jessicas Erfahrungsbericht:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Durch meinen Sohn selbst – er hat mit 11 Monaten einfach angefangen nachts nicht mehr zu pieseln und erleichterte sich dann immer morgens auf dem Wickeltisch, sobald die Windel unten war. Nach dem dritten Mal in Folge habe ich ihn dann morgens aufs Klo gesetzt…

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
11 Monate

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
5-6   

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
An guten Tagen: 0-1 und an schlechten Tagen: 2-3 (eher selten geworden). 15 Monate.

Nutzt Du auch andere Backups?
Da wir sehr spät angefangen haben, traue ich es mich bei langen Ausflügen nicht ohne Windel (obwohl sie meistens doch trocken bleibt). Bei normalen Spaziergängen gehen wir nur in Unterhose und Hose los (und planen eine Pinkelpause ein)…  

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Hatten wir noch nie wirklich gehabt.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – immer
beim Stillen – wird nicht mehr gestillt
nach dem Stillen – nach dem Essen immer
nach dem Spielen – nein
Andere: nach Timing – ca. alle Stunde muss er mal…  

Wann klappt es am besten?
Nach dem Aufwachen, nach dem Essen, unterwegs im Stehen, wenn er selbst nach dem Töpfchen verlangt.  

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Morgens gehen wir immer relativ zügig, haben aber immernoch so rund 5-10 min Zeit. Mittags nach dem Schlafen kann er oft erst nach ca. 20-30 min und wenn er Bescheid gibt, haben wir (meistens) immer noch Zeit ihn in Ruhe auszuziehen (5 min). Manchmal gibt er auch erst Zeichen, wenn es schon zu spät ist und „sagt“ im Prinzip, dass ihm da was passiert ist…  

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Klo mit Sitzverkleinerer, normales Töpfchen und Fläschchen für unterwegs.   

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein: eher mehr Arbeit – eher weniger Arbeit – genauso viel Arbeit wie beim Wickeln?
Es ist wohl genauso viel Arbeit, da er fast stündlich mal aufs Klo muss – aber ich finde es um einiges stressfreier und angenehmer (für mich UND für meinen Sohn). Vor allem beim großen Geschäft – da geht fast alles ins Klo.   

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ja, ich achte mehr auf ihn und seine Bedürfnisse. Außerdem finde ich es mittlerweile wirklich eklig und keineswegs mehr normal ihn länger in einer nassen Windel krabbeln zu lassen! Ich schaue, dass er immer trocken ist… Und wenn es mal nicht klappt, habe ich auch ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber und erkläre es ihm, warum.  

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Immer alles ruhig und gelassen sehen! Keinen Zwang oder Druck aufbauen (auch nicht sich selber unter Druck setzen). Bei uns gab es auch zeitweise viele Pfützen, die haben wir kommentarlos und ruhig weggewischt… Selbst wenn er scheinbar bewusst auf den Teppich pinkelt – vermutlich wollte er unsere Reaktion testen…  Das Töpfchen interessant gestalten (Bilderbücher schauen, Spiele, Seifenblasen, …). Und einfach dranbleiben!!

Herzlichen Dank!