Schlagwort-Archive: windelfrei

Windelfrei mit 14 Monaten – Zickzack zum Ziel

Wir sind auf der Zielgeraden – manchmal. Manchmal sind wir auch eher verzweifelt. Oder himmelhochjauchzend. Manchmal sagt der Vater: „Wieso ziehst Du ihr eigentlich keine Windel an???“ und manchmal erzähle ich stolz: „Sie geht ganz alleine! Und sagt Bescheid!!“

Folgende Situationen hatten wir ALLE in den vergangenen Wochen. Windelfrei mit 14 Monaten – Zickzack zum Ziel weiterlesen →

Welt-Down-Syndrom-Tag 2012

Heute ist der internationale Welt-Down-Syndrom-Tag. Ein Grund mehr zu den Menschen mit dem besonderen Handicap in unserer Gesellschaft zu schauen.

Welt-Down-Syndrom-Tag 2012

Ein bindungs- und bedürfnisorientierter Umgang mit Kinder mit Down-Syndrom ist genauso wichtig wie für alle anderen Kinder auch. Ich denke zu diesem Bindungs-/Bedürfnispaket zählt: Stillen, Tragen, Elimination Communication (Ausscheidungskommunikation, welche man für windelfrei nutzen kann), Familienbett sowie eine gleichwürdige Eltern-Kind-Beziehung.

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Bettschoner gecrasht

Ich plädiere ja immer: Kauft euch Bettschoner. Das schont auch die Nerven. Mittlerweile gibts die Dinger Öko, atmungsaktiv und man schläft nach unserer Erfahrung wirklich gut drauf (wir haben den hier).

Unsere haben jetzt schon einiges mitgemacht – der Große ist ja schon vier – und jetzt hat der erste aufgegeben:

Bett-Unterlage nach 1 Jahr

Die wasserdichte Schicht hat schön symmetrische Risse, sieht ein bisschen aus wie ne alte Platine, finde ich ;).

Aber wie auch immer: Das ist nicht mehr dicht, da geht alles durch, der Bettschoner darf jetzt in die Tonne. Aber er hat sich tapfer geschlagen, der Gute, unzählige 60-Grad-Teebaumöl-Wäschen klaglos über sich ergehen lassen, von den mist-der-muss-noch-trocken-werden-Heizungstrocknungen ganz zu schweigen.

🙂

Nächstes Windelfrei-Treffen: 6. März, 12 Uhr, Veganz

Liebe Runde,

wir haben es endlich geschafft! Das nächste Treffen!

Wir treffen uns am Dienstag, 6. März, 12 Uhr in dem Kursräumen des Veganz (www.veganz.de). Ihr findet es am S-Bahnhof Schönhauser Allee, in der Schivelbeiner Straße 34, 10439 Berlin.

Aber es kommt noch besser: Jan und Juli unterstützen das Artgerecht-Projekt aktiv! Für 3 Euro/Person kriegen wir nicht nur den Raum – wie im Familienzelt – sondern vom Veganz ein veganes Mittagessen dazu und Wasser / Tee für alle!

Damit genug für alle da ist, sagt kurz Bescheid, ob und zu wievielt ihr kommt. Und ab dann können wir uns monatlich – oder öfter 🙂 – dort treffen.

Mein herzlicher Dank geht an Ulrike, die mich auf die Idee brachte, und an Jan und Juli für ihre Unterstützung und Begeisterung für das Projekt. Ich bin sehr glücklich, dass wir wieder ein „Zuhause“ haben.

Sagt es weiter! Alle windelfrei und artgerecht-Familien und solche, die es werden wollen, sind herzlich willkommen!

Eure Nicola

P.S.:
Im Veganz finden auch demnächst Kurse statt: Am 27.3. ein Windelfrei-Kurs, am 24.4. ein Artgerecht-Kurs, Anmeldung bei mir.

Windelfrei für Spätstarter

Über Facebook hat eine Mama gefragt, ob man TopfFit oder Windelfrei auch mit älteren Kindern anfangen kann. Klar kann man! Man muss es nur ein wenig anders aufziehen.

Wenn ein Kind mal die magische 6-Monats-Grenze oder sogar die 12-Monats-Grenze hinter sich gelassen hat, dann ist‘ s aus mit Signalen. Die Kinder haben gelernt, kommentarlos in die Windeln zu machen und tun das auch. Ich fasse hier mal die Tipps von Laurie Boucke aus TopfFit zusammen (wer es ganz genau wissen will, dem empfehle ich wärmstens das Buch).

Die 10 wichtisten Tipps „Windelfrei für Spätstarter“

1. Wähle ein Signal
Jedes Mal, wenn das Kind etwas macht, mache ein Geräusch (viele machen „sss“ oder ähnliches). Das hilft dem Kind, das Geräusch mit dem, was da passiert, zu verbinden. Das hilft später wiederum, wenn es lernen soll, WO es diese Dinge tun soll.

2. Lerne dein Kind kennen
Beobachte dein Kind: Wann macht es, besonders hinsichtlich der Bezüge zu Schlafen und Essen? Die meisten Kinder müssen direkt nach dem Schlafen und während oder nach dem Essen. Wie oft zwischendurch macht es, häufiger am vormittag als am nachmittag etc. Hier hilft nur: Windel ab und ein oder zwei Tage das Kind beobachten und wischen 🙂 oder einen Garten aufsuchen (so es denn mal wärmer wird).

3. Finde einen Ort
Finde heraus, wo ihr anfangen wollt: Abhalten, auf dem Töpfchen, auf der Toilette – oder bei älteren Jungen z.B. im Stehen im Garten oder in der Dusche? Spätstarter haben bereits ihre eigenen Vorstellungen, wo und wie sie gerne sein wollen, findet es also gemeinsam heraus. Du kannst z.B. damit anfangen, ein Töpfchen immer in der Nähe des Kindes zu haben oder ihr könnt immer zur Toilette gehen, wenn es etwas gemacht hat- je nachdem, was dem Kind lieber ist.

4. Finde eine Position
Spätstarter können oft schon Krabbeln, Sitzen oder Laufen und damit fallen für sie die Abhaltepositionen auf dem Arm meist weg. Finde heraus, ob dein Kind lieber auf einem möglichst bequemen Töpfchen/Toiletteneinsatz/Toilettensitz sitzen, hocken, stehen oder gehalten werden will.

5. Finde Zeichen
Jedes Kind zeigt ein bestimmtes Verhalten, wenn es mal muss. Gleichzeitig kann jedes Kind lernen, ein Handzeichen oder Wort mit dem Toilettengang zu assoziieren. Es lernen also beide Seiten: Die Eltern lernen, dass ein Griff in den Schritt, herumzappeln oder vom Stuhl springen z.B. heißt, dass das Kind mal muss. Und das Kind lernt, dass diese oder jenes Wort oder Handzeichen damit zusammengehört. Manche Kinder fangen dann an, das Zeichen der Eltern zu übernehmen und machen es anfangs, wenn „es“ schon läuft. Freue dich darüber und mache die Zeichen weiter, es wird sich später auszahlen.

6. Relax!!!
Ein ganz wichtiger Tipp von Laurie: „Versuche es ein paar Wochen und überlege dann, ob Du weitermachen möchtest“. Manche Kleinkinder werden von einem auf den anderen Tag trocken. Bei anderen dauert es scheinbar ewig, scheint alle Mühe vergebens und die Eltern sind frustriert. Forschungen zeigen, dass keine Mühe vergebens ist, die Kinder lernen auch, wenn sich noch keine Effekte einstellen und greifen es später wieder auf, wenn sie soweit sind!

7. Finde einen Raum für TopfFit
Es hat keinen Sinn, ein windelgewöhntes Kind tage – oder wochenlang ständig in die Wohnung machen zu lassen. „Benutze deinen gesunden Menschenverstand!“ mahnt Laurie. Findet Räume oder Stunden, in denen ihr windellose Phasen einbauen könnt, ohne alle verrückt zu werden. Probiert Trainerhosen.

8. Habt Spass!
Gestaltet die Zeit auf dem Töpfchen angenehm – mit Büchern, Spielen, Lachen. Ältere Kinder können beim Einkauf dabei sein und sich ihren Topf selbst aussuchen. Vielleicht findet dein älteres Kind es lustig, beim Pipi-Machen auf etwas zu zielen – einen Baum, ein Stück Toilettenpapier etc. Rechne damit, dass auch dein Kind Spass haben will und „Unfug“ macht – ein „Nein, ich muss nicht“ kann durchaus eine Pfütze zur Folge haben und das ist normal und okay.

9. Bleib sachlich!
Wenn das Kind in seine Kleidung oder auf den Boden macht, kommentiere sachlich, was passiert ist, wische, wasche, lächle und erkläre, dass das eigentlich ins Töpfchen gehört. Punkt. Kein Schimpfen, kein Loben, kein Drohen, keine Wut. Entspanne dich und sage Dir, das dein Kind auch nur laufen gelernt hat, indem es nach jedem Hinfallen wieder aufgestanden ist.

10. Sei Vorbild!
Lass die Badezimmertür offen, damit das Kind sieht, was Du da machst. Kommentiere laut und klar, wenn Du musst, dann gehe deutlich sichtbar ins Bad etc. Kinder imitieren, was sie sehen. Was sie nie sehen, können sie schwer imitieren.

11. Bonus-Tipp
Wenn Du total genervt bist und das Gefühl hast, dass das NIE klappt – sei willkommen im Artgerecht-Camp. Dort wirst du sehen, wie es gehen kann und findest Verständnis, noch mehr Infos und Tipps, Hilfe und Motivation – absolutes windelfrei-Ehrenwort.

Windelfrei im Winter – Abhalteoverall!

Winter – vor allem so ein Winter – ist ja bekanntlich für viele das Ende von Windelfrei. Was ziehe ich dem Kind an? ist eine häufige Frage. Bisher war die Antwort vor allem: Wolle/Seide-Sachen, Babylegs, Wollwalk-Mokomidis, Stoffwindeln, zweiteilige Schneeanzüge etc.

Für manche war das aber immer noch unbefriedigend, weil z.B. zweiteilige Sachen einfach nicht so warm sind wie Einteiler. Einteiler sind aber die totelen Windelfrei-Killer.

Wir haben jetzt endlich eine Lösung für das Problem: Den Abhalte-Overall vom Abhalteladen (disclaimer: nein, ich krieg – noch 🙂 – keine Prozente, aber ja, ich kenne Kristina persönlich).

Windelfrei- Schurwolle -Overall

Von vorne sieht er aus wie ein gewöhnlicher Overall. Schön in Bordeaux-Rot, ein schön dickes, warmes Schurwoll-Fleece. Das Besondere steckt im Reißverschluß:

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Windelfrei-Stand: 12 Monate

Unser Windelfrei-Stand:

Uff. Endlich. Das Camp ist organisiert und sofort merke ich, dass es wieder besser klappt. Nachts kommt sie wieder gegen 12, gegen 2 nur zum Stillen und dann nochmal gegen 5 zum abhalten und fertig. Seit drei Nächten ist die Windel morgens trocken, juchuh.

Tagsüber hatten wir drei Tage lang einen Abhalte-Streik. Die Klassiker: Durchstrecken, Kopfschütteln auf meine Frage, ob sie mal muss, meckern. Von Papa ließ sie sich abhalten, von mir nicht. Grmpf. Also musste der Vater ran. Am dritten Tag fiel mir eine neue Position ein: Ich setzte sie auf die Toilette, so wie der Große es auch immer macht und wir ja auch. Das fand sie toll! Seitdem machen wir es so und sie macht wieder. Sitzt da, grinst, macht, jubelt. Ich auch. Großes Kino.

Meistens geht 1-2 Mal was in die eine Windel, die wir jetzt wieder tagsüber brauchen (im Bus, im Hotel etc., wir sind ja gerade unterwegs, Elternzeit) und 1-2 Pfützen oder nasse Hosen haben wir auch. Was ich toll finde: Sie kommt zu mir und greift sich in den Schritt und meckert, wenn sie eingemacht hat. Auch MIT Windel :).

Windelfrei und Wegwerfwindeln??

Aaaalso, die bekennende Teilzeit-Windelfrei-Nic muss mal eine Lanze für die WWW brechen. Und für mich ;). Einige haben hier ja kommentiert, dass Windelfrei und WWW nicht zusammenpassen. Absolut korrekt! Wenn man die reine Lehre verfolgt, dann geht das gar nicht. Mach ich aber nicht. Ich bin eher die „simplify“-Mutter, ich versuche, das Ganze möglichst undogmatisch anzugehen. Und da gehört die „Erlaubis“ zur WWW einfach dazu.

Immerhin, wir verwenden zu 99% den biologisch abbaubaren Kram aus dem Bioladen, Moltext Öko und so. Das ist auch Müll, die sind manchmal echt brett-ig, aber nunja. Vorteil: Die Dinger sind NASS. Wirklich. Das merken die Kinder garantiert.

Und ich muss sagen, wenn ich z.B. Kurse gebe oder wenn wir im Flugzeug unterwegs sind oder ähnliches, dann bin ich wirklich froh drum. Eine nasse Hose wäre kein Problem, aber bei den Mengen, die sie macht, wäre nicht nur ihre Hose nass ;). Ich brauche da ein zuverlässige Back-Up, besonders, wenn es draußen schneidend kalt ist (obwohl wir ja jetzt den tollen Abhalte-Anzug aus dem Abhalte-Laden haben, ups, noch gar nicht gebloggt, folgt, das Teil ist der Hammer!!!)

Derzeit ist mein Verbrauch höher als er sein soll, dass ist allerdings wahr und hat mit den vielen durchwachten Nächten zu tun, in denen ich das Artgerecht-Projekt-Camp auf die Beine gestellt habe …. tagsüber ging das einfach nicht. Wenn ich tagsüber dann aber so ein nicht-geschlafen-haben- Zombie bin, dann ist eine nasse Hose für mich eine Katastrophe – das kann ich hier keinem Zumuten.

Und es ist immer noch nicht entschieden, ob die Stoffwindel-Wascherei nicht auch eine ziemliche Umweltbelastung ist. Dennoch fühle ich mich auch besser, wenn ich Stoffis verwende *gesteh* und ja, beim ersten Kind hatte ich einfach mehr Energie. Da hat mich halt nur einer nachts wach gemacht…

Unser Windelfrei-Stand: Jetzt ist das Camp organisiert und sofort merke ich, dass es wieder besser klappt. Nachts kommt sie wieder gegen 12, gegen 2 nur zum Stillen und dann nochmal gegen 5 zum abhalten und fertig. Seit drei Nächten ist die Windel morgens trocken, juchuh.