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Born in the USA!

Ein Buch!

Ein Buch soll geboren werden. Rund um Stillen-Tragen-Windelfrei. Und da man zu Hause ja zu nix kommt, werden wir drei Monate in die USA fahren – Mann und Kind an den Strand, meine eine hinter den Computer. Das Blog fährt mit.

Zusätzlich sind wir verabredet mit Meredith Small (Our Babies, Ourselves), Jim McKenna und Laurie Boucke (Topffit!).

Let’s go West.

Heute!

Heute war es soweit: Windelfrei-Party im Milchbart. Wow. Es war einfach toll. So toll, dass ich überhaupt nicht eine Sekunde dazu gekommen bin, Bilder zu machen, um sie hier hochzuladen…daher schreibe ich jetzt einfach, was ich hätte fotografieren wollen:

– das 123-Windelfrei-Logo an der Wand des Milchbart-Cafes, direkt neben der Theke
– der kleine Büchertisch, der bald zusätzlich mit Hirsebrei, von Kindern bemalten Flyern und Croissant-Krümeln übersät war
– im Kreis sitzende Mütter mit in der Mitte um ein Plastiktelefon rangelnden Kindern
– jauchzende Babies auf der Mini-Rutsche
– herumgereichte Splitpants in blau und beige
– mit Schoko-Muffin verschmierte Münder und Kinderhände…

Ich hab einen neuen Flyer entworfen, der als PDF zu haben ist (wenn hier Grafiker oder Texter mitlesen, ich lasse mich sehr, sehr gerne mit guten Tipps überschütten!).

Ergebnis des Treffens: Windelfrei-Treffen sind toll, herzerwärmend, zum Lachen, spannend und sehr lehrreich. Meine Lieblings-Details: Katharina vom Milchbart sagt: „15-20 Mütter? Wir haben aber nicht ausreichend Platz für soviele Kinderwagen…“, aber das ist gar kein Problem, denn es zeigt sich, dass am Ende nur zwei Wagen draußen stehen, weil alle ihre Kinder tragen. Oder Doreen, die plötzlich „Our Babies, Ourselves“ aus der Tasche zieht, der erste Mensch, den ich treffe, er das Buch auch liest! Und wie kam sie drauf? „Das war eine Empfehlung in meiner Amazon-Liste“ – hey, so war es bei mir auch (und es hat mir die Augen für dafür geöffnet, warum es jeder besser weiß). E-Commerce rocks. Oder die zwei Frauen, die nur „ganz kurz!“ vorbeischauen wollten und dann doch ihre Kinder aus den Schneeanzügen pellten, weil sich so spannende Gespräche ergaben.

Am spannendsten fand ich, dass viele Mütter erzählten, dass unsere Großmütter Windelfrei überhaupt nicht spektakulär finden. „Meine Oma hat nur gesagt, klar haben wir das früher auch so gemacht“, so oder ähnlich erzählen es viele Mütter.

Auch großes Interesse gab es an den Mütterteams, zu denen ich morgen noch detaillierter bloggen werde.

Wunderbar, dass ihr alle da wart! Ich werde das vermissen, wenn wir jetzt unterwegs sind!

Abhalten mit Pampers

Schon seit dem Urlaub versprochen, grübele ich seit Wochen darüber, wie ich dieses Posting bebildere ohne die Intimsphäre des Babies zu verletzen. Fazit: Ich brauche ein Babypuppe. Bis dahin also theoretisch:

Wenn man eine Pampers nimmt, die tendenziell eine Größe zu groß ist oder zumindest nicht knapp sitzt, dann kann man das Kind auch abhalten, ohne ihm selbige auszuziehen. Einfach in Abhalte-Hockstellung bringen, und dann mit dem Zeigefinger die Pampers zur Seite ziehen. Ich weiß nicht, ob das auch bei Mädchen geht, bei Jungs geht es prima! Er erledigt das Seine und ich packe ihn wieder ein und fertig. Pampers weiterhin frisch, Kind weiterhin warm, kein Kampf zum Thema An- und Ausziehen. Teilzeit-Windelfrei trotz Herbst :).

Moko-Mini im Rückzug

Ach, wie sehnsüchtig lese ich Claudias Posting…

Bei uns ist die Moko-Mini derzeit im Rückzug begriffen, aus verschiedenen Gründen. Zum einen hält sie die Menge an Flüssigkeit derzeit einfach nicht mehr aus. Was heißt: Kind ist trotzdem nass, Klamotten auch, sehr frustrierend für alle Beteiligten. Unsere Frustrationstoleranz ist zusätzlich herabgesetzt, da Anziehen derzeit zu den absoluten No-Gos gehört. Anziehen ist langweilig und schrecklich. Außerdem krabbelt er mittlerweile sehr intensiv und da ist Abhalten einfach störend, lästig und doof. Ach so, und: langweilig und schrecklich.

Wir sind daher derzeit auf „ganz oder gar nicht“ umgestiegen: Er trägt entweder „normale“ Klamotten und Pampers oder eben Splitpant und Babylegs. Das heißt meistens: Draußen Pampers, es sei denn, er ist die ganze Zeit im Tuch, denn da ist er ja trocken. Zu Hause dann Splitpants oder – am Nachmittag, wenn nicht mehr so viel passiert – eine Strumpfhose und eine vierfach längs und einfach quer gefaltete Stoffwindel drin. Die hält kleinere Unfälle dann doch noch aus.

Nachts bin ich derzeit wieder zu Teilzeit-Windelfrei-Nacht zurück: Zwischen 0 und 4 Uhr trägt er Pampers oder Easy-Up-Pants (Stoffwindeln schaffen es auch hier nicht mehr), da ich hier meine Tiefschlafphase habe und ihn offensichtlich stille, ohne es zu merken. Manchmal liegt er dann plötzlich links von mir statt rechts, aber ich kann mich an nichts erinnern…und das Kind ist nass. Und der Schlafanzug ist nass. Und das Bett ist nass. Umziehen geht nachts zwar besser ;), aber spaßig ist anders.

Nach meiner Tiefschlafphase, wenn ich zum ersten Mal wieder bei mir bin, ziehe ich ihm alles aus und halte ihn ab und er schläft dann windelfrei weiter: in Body oder Schlafanzugoberteil und Schlafsack. Das klappt prima, zum Abhalten einfach Schlafsack öffnen, nach hinten klappen, Kind andocken, abhalten, Topf wieder weg, zu Ende stillen, Ablegen, Reißverschluss wieder zu – fertig. Ab 5 Uhr morgens MUSS ich ihn sogar abhalten, sonst schläft er total unruhig.

Allerdings habe ich das Projekt „Pampers-Weg“ noch nicht aufgegeben und gerade Gutes von Flexitots gehört.

Naja und wenn Claudia das nächste Mal nach Berlin kommt…wird sie bekniet, uns mit einer neuen, warmen Splitpant zu versorgen, mal sehen, ob ich erhört werde :), dann haben wir auch vormittags draußen mehr Chancen.

Auch unser Bett ist gerne mal naß, aus gleichen Gründen: Topf umgekippt, nicht aufgepasst, etc. pp. Aber es wird immer seltener! Und wenn ich – oh Rabenmutter! – den Mac nachts neben dem Bett lade, hilft mir das kleine Lämpchen am Ladekabel, besser ins Töfpchen zu treffen.

Topffit-Telepathie II

Fast vergessen! Situation im Urlaub:

Vater trägt Kind auf dem Arm.
Plötzlich sagt er:

„Ups, ich glaube er hat mich angepieschert.“

Mutter ungläubig: „Wirklich? Auf dem Arm?“

Vater: „Naja, es ist so warm hier“, er nimmt das Kind etwas weg und schaut auf sein T-Shirt in Hüfthöhe, wo das Kind saß, aber da ist nichts.

Mutter: „Super, halte ihn jetzt mal ab, ich wette 100 Rupie, dass er jetzt muss!“

Und wirklich – der Kleine muss.

Und ich muss lachen und bin begeistert, erleichtert, fasziniert, alles zugleich. Es sind also nicht nur die Topffit-Sensiblen Mütter, die spüren, wenn das Kind muss. Diese „plötzlich warme Stelle“ spüren auch andere!

Klimaschutz? Stromsparen? Öhm…Faulsein…?

Heute auf dem Kollwitz-Platz im Prenzlauer Berg. Ökomarkt und viele Stände der Grünen Liga, die über Klimaschutz, Stromsparen, Öko-Essen informierten. Mir juckte es gleich in den Fingern, ein Windelfrei-Info-Stand hätte da wunderbar hingepasst – schützt das Klima, spart Strom, total pc.

Ich sah mich also im Geiste in Thaihosen und Strickpulli an meinem Info-Stand stehen, umgeben von Bio-Filz-Mokomidis und ungefärbten Splitpants. Ich würde „Topffit“ und Asia-Töpfchen mit Öko-Siegel anpreisen und alle Handy-Telefonierer im Umkreis von 10 Metern mit Waschnüssen bewerfen „Alarm! Elektrosmog!!“

Und wenn mich einer fragt:
Sachma‘, Du, TragenStillenWindelfrei…warum das Ganze?
Dann grinse ich mein Öko-Lächeln und mir purzelt die Political Correctness nur so aus allen Poren:
Du, voll der Klimaschutz! Du, ganz wichtig: Stromsparen! Du, denk immer dran, Resourcen für morgen sichern!

Ja, so würde ich das tun. Vielleicht. Oder vielleicht würde ich auch einfach die Wahrheit sagen:
Du…ich mach das weil…bin einfach so…faul.

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Simplify your…holiday II – Tagesablauf

Lange schlafen, früh ins Bett gehen, faul sein, nichts tun, Neues entdecken, dem Ozean zuhören…Ferien :)! Abgesehen davon sahen unsere Tage – aus der windelfrei-Perspektive gesehen – so aus:

Morgens ging ich mit ihm als erstes das Morgengeschäft erledigen und zog ihm dann für ein ruhiges und garantiert unfallfreies Frühstück im Hotel eine frische Windel an. Nach dem Frühstück zog ich ihm diese wieder aus und kleidete ihn entweder in die Splitpant, ließ ihn nackt oder zog ihm eine improvisierte Mokomidi an. Sie besteht aus einem Haarband und einer Stoffwindel – danke an die berliner Topffit-Frauen für den Tipp! Es hat gegenüber dem herkömmlichen Wickeln mit Stoffwindeln den Vorteil, dass sich das Kind leicht abhalten lässt – einfach zur Seite schieben und los gehts. Sehr praktisch. Simplify… Simplify your…holiday II – Tagesablauf weiterlesen

Simplify your…holiday – Packliste

Urlaub

Urlaub – das ist Entspannung, das ist Loslassen, das ist einfach nur Sein…auch mit Kind…oder?
„Als wir mit unserem Kind das erste Mal verreist waren, hatten wir zu Dritt 60 kg Gepäck mit – es war die Hölle!“, erzählte mir ein lieber Freund während des Urlaubs.

Argh. 60 kg! Das macht 20kg Gepäck pro Person. Ich hätte also mit Kind 40 kg Gepäck schleppen müssen? Auuuutsch, mein Kreuz!

Simplify…wir sind mit einem 12kg schweren Trekkingrucksack vier Wochen lang prima ausgekommen – und ich hätte kein Gramm mehr tragen wollen oder können. So aber blieb noch genug Kraft, um hinten den Rucksack und vorne in der Manduca den Kleinen zu tragen. Allerdings lernt man nie aus – einiges in meinem Rucksack war immer noch überflüssig, anderes hätte ich besser mitgenommen!
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Geschichten aus dem Trekkingrucksack

Nach fast fünf Wochen Reisezeit sind wir wieder daheim und endlich wieder online :). In meinem Trekkingrucksack warten noch ein paar ein paar Einträge, die in den nächsten Mittaggschlafstunden auspacken werde:

– Windelfrei im Paradies oder warum sich auf den Seychellen niemand wunderte
– Stoffwindel statt Pampers und Segen der Splitpant
– Mokomidi die zweite und dritte – neue Falttechnik und Maßanfertigungen
– Tragen-ist-ungesund bei C&A – kleine Kurzgeschichte mit Literaturliste
– Abhalten mit Windel – völlig un-pc, aber sehr praktisch!

Bis dahin – Babies ohne Windeln?! Geht denn das? Klar geht das!

🙂