Wie wäre es mit
„Abhalten nach Bedarf“ – analog zu Stillen nach Bedarf
oder
„Familienbad“ – analog zu Familienbett?
Wie wäre es mit
„Abhalten nach Bedarf“ – analog zu Stillen nach Bedarf
oder
„Familienbad“ – analog zu Familienbett?
„Windelfrei“
„Topffit“
Das ist schön. Das klingt gut. Aber es führt auch schnell in eine falsche Richtung. Hiermit eröffne ich die Suche nach einem Begriff, der woanders hinführt :).
Seit exakt zwölf Stunden ist mein Kind wieder windelfrei, ohne Unfälle, mit nur 2 vergeblichen Abhalteversuchen, ohne Stress :).
Und es liegt weder an ihm noch an mir noch an einem neuen Trick, sondern einfach nur am Wetter: Es sind 30 Grad in der Stadt.
Man liest es ja immer wieder, aber ich hab das nie geglaubt: Dass man beim Tragen spüren kann, wenn das Kind muss.
Doch jetzt entschuldige ich mich hiermit öffentlich für jeden schiefen Blick, den ich bei solchen Geschichten umhergeworfen habe. Die persönliche Erfahrung gibt kleinlaut zu, dass es auch bei uns so ist. Ich spüre es, selbst wenn er keinerlei sonstige Zeichen gibt:
Ist das Kind im Tragetuch und ich habe das Gefühl, dass ich nass gemacht werde, weil es plötzlich an der Kontaktstelle zwischen uns ganz warm wird, dann muss er, hat aber noch nicht, sondern wartet aufs Abhalten. Halte ich ihn dann ab – zack, kommt etwas. Klappt zuverlässig jedesmal! Ob das nun wirklich Intuition oder einfach eine Blutansammlung oder ein Energiefluss ist, ich weiß es nicht. Egal – fühlt sich total irre an, oder?
Boucke schreibt in Topffit vieles, das mir in unserer neuerlichen Topffit-Pause sehr hilft. Sie schreibt über die Magie des Teamwork, über den Trick, wie man entspannt an die Sache herangeht und hat ein Herz für entspanntes Teilzeit-Windelfrei statt gestressten Vollzeit-Abhaltefundamentalismus.
Wir hatten heute ein wunderbares Missverständnis – da kann man mal sehen, wo Elimination Communication hinführen kann:
Papa geht in die Badewanne und der Kleine, windelfrei auf meinem Arm, zeigt eindeutig, dass er unbedingt auch mit ins Wasser möchte. Ich setzte mich also mit ihm auf den Toilettendeckel gegenüber der Badewanne, um ihm Socken und Body auszuziehen.
Und bin noch nicht beim zweiten Ärmel, da pieschert er kommentarlos los!
Erst dachte ich – ups, was ist das jetzt? Aber dann fiel mir ein: Klaro! Wir sitzen auf der Toilette, das IST der Ort zum pieschern. Ob jetzt der Deckel zu ist oder Mama gerade etwas anders vorhat, spielt keine Rolle, das ist der richtige Ort! Also habe ich artig das Signalgeräusch gemacht, erstmal über mich selbst gelacht, das Kind gelobt, zu Ende ausgezogen und ab mit ihm in die Wanne :).
Zwischenbericht vom Wochenbett: Es klappt immer besser, auch wenn erfolglose Angebote an der Tagesordnung sind. Die kleine Dame weiß mittlweile auch schon, was Mama vorhat, wenn sie sie vor den Bauch hält – und das mit vier Wochen! Aber das ist nicht die einzige Erkenntnis…
Bericht von Claudia – Windelfrei mit Säugling, Woche 3 weiterlesen
Connie war in Vietnam und hat beobachtet, wie dort mit den Kleinkindern umgegangen wird, die bei der Hitze natürlich keine Windeln tragen. Ihr Bericht ist wie eine Entspannungsseelenmassage: Auch in Gesellschaften mit Windelfrei-Tradition können die Mütter nicht hellsehen, anpieschern ist erlaubt und Sonne macht die Sache natürlich leichter :). Außerdem: Wie ein kleiner Sprung über den indischen Ozean einen 3-monatigen Streik beenden kann.
Um die Entwicklung festzuhalten und mal zu sehen, wer hier eigentlich so windelfrei-t, gibt es einen Fragebogen. Kati gibt darin eine kurze Übersicht, wann sie angefangen hat, wie es derzeit läuft und gibt Tipps für andere Windelfrei-Mütter mit älteren Kindern.
Ihr bemerkenswertes Fazit bisher: Die Nächte sind ruhiger (!) obwohl jetzt nachts zum Stillen auch das Abhalten kommt. Wie das sein kann:
Nic steht ja soooo sehr auf Nutella – nun, bei uns steht Eiscreme höher im Kurs.
Warum wir jetzt eigentlich einen neuen Tiefkühlschrank brauchen …
Eiscreme-Kurs nach anfänglichem Tief deutlich im Aufwind weiterlesen