Schlagwort-Archive: nappyfree

Babies ohne Windeln?!

Klar geht das! Und – nein, es ist nicht stressig, nein, es ist kein Sauberkeitstraining, ja, ich hab noch Zeit für eine Menge andere Dinge :). Und wir sind nicht alleine – Mütter auf der ganzen Welt machen es, seit Urzeiten…

Ganz ohne oder mit weniger Windeln, manchmal auch einfach mit Windeln – windelfrei heißt eigentlich: Wir halten schon Babies ab wenn sie mal müssen und sehen Windeln eher als Option und nicht als zwangsläufig. Abhalten ist der natürliche Weg und ganz einfach.

Der Vorteil: Kein Wundsein, kein Toilettentraining, ruhigere Nächte, weniger Müll, weniger Kosten, nie wieder bis zum Kragen vollge…e Babies, mehr Freiheit und eine Menge Spass für alle. Der Trick: Kinder melden sich, wenn sie mal müssen – von Anfang an. Wenn man drauf achtet, sieht man es sofort! Wir haben trotzdem Windeln daheim, wir sind sozusagen Teilzeit-Windelfrei – es ist undogmatisch, eröffnet alle Vorteile und ist ganz einfach (hier gehts zur kurzen Übersicht (pdf, 132 kB ), hier zur Literaturliste.

In diesem Blog berichten wir von unseren (Teilzeit-)Windelfrei-Experimenten, Anekdoten, Tipps&Tricks. Und allem, was das Mutterleben entspannter macht.

Herzlich Willkommen auf 123-windelfrei.de!

Lob im Einkaufscenter

„Das ist großartig! Also, ich muss Sie wirklich loben, das ist toll!“

Die Herrin über die Toiletten des Einkaufscenters freut sich und schenkt mir ein Lächeln nach dem anderen. Noch fünf Minuten vorher hätte sie wahrscheinlich selbst nicht gedacht, dass sie die komische Frau mit dem Kind vor dem Bauch so freundlich verabschieden würde. Lob im Einkaufscenter weiterlesen

Topffit-Treffen Berlin 10/08

Eine Holzeisenbahn liegt in der Spülmaschine, lautes Kinderlachen dringt durch die Mauern, Reiswaffel-Krümel zaubern den ersten Schnee aufs Laminat…

Loko in Spülmaschine

Wir haben Besuch! Einige der Berliner Frauen aus der Topffit-Yahoo-Group treffen sich regelmäßig und dieses Mal waren sie alle bei uns. Sieben Frauen, ein Mann und acht Kinder hatten Spass mit Kuchen, Keksen, Reiswaffeln, Stilltee, Obst, jeder Menge Spielzeug – und alle ohne Windeln!
Topffit-Treffen Berlin 10/08 weiterlesen

Der Gastrokolische

Wir haben einen neuen Verbündeten: Der Gastrokolische.

Wieso muss das Kind beim Stillen oder nach dem Stillen? Warum rennen wir selber gerne mal nach dem Genuß von Obstsalat oder Müsli ins Bad? Willkommen, mein Freund, der Gastrokolische! „Gastrokolischer Reflex“ ist sein korrekter Name und Claudia hat ihn mir, dem medizinischen Laien, so erklärt:

„Wenn Du oben was reintust, plumpst unten was heraus!“

Und das ist wahr! Und es löst mein Warum-immer-diese-gehaltvollen-Winde-in-der-Hose-zu-komischen-Zeiten-Frage.

Denn mein Windelfrei-Kind kann sich den Gastrokolischen offensichtlich ein wenig verkneifen, er macht weder sofort beim noch nach dem Stillen. Aber früher oder später setzt sich Gastrokolino doch durch und ich wußte nie, woher das denn nun plötzlich kommt. Nun weiß ich es!

Das bedeutet: Wenn ich ihn stille, biete ich hinterher – oder zwischendurch, wenn er abdockt – mal den Gang zu den Delfinen an. Mache ich das nicht, dann passiert zwar nicht gleich etwas, aber ich kann in den nächsten 10 Minuten schon mal drauf warten, die Jogginghose zu wechseln. Mache ich es, kann sich Mr. Gastrokol sofort austoben und wir haben alle wieder eine saubere Hose mehr.

Das ist wunderbar! Es ist einfach toll, wenn man eine medizinische gebildete Freundin hat. Gastrokolastisch.

Wenn einer eine Reise tut…

Wenn einer eine Reise tut…und das mit kleinem Kind, dann hagelt es meistens strenge Blicke. Reisen sind stressig. Reisen werfen den Rhythmus eines Kleinkindes durcheinander. Reisen werfen die Windelfreierei durcheinander. Da nimmt man lieber viele Pampers mit, das Kind ist ja sowieso verwirrt. Und windelfrei auf solchen Kurztrips, das bringt nichts!

Doch, doch. So dachte ich.

Wenn einer eine Reise tut… weiterlesen

Herbst-Equipment tags und nachts

„Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung“ :).

Statt über die Temperaturen zu weinen, werde ich jetzt also mal was zum Thema Herbst-Equipment von mir geben. Wenn er streikt und sich nicht abhalten lässt, ist er nachts windelfrei, vormittags bis ca. 10 Uhr windelfrei und nach 18 Uhr wieder windelfrei – so wie ganz zu Anfang. Denn vormittags geht er immer mit mir ins Bad, das ist längst Routine, abends sind die Abstände groß genug, als dass wir das diskutieren können. Tagsüber ist windelfrei jedoch ein Kampf und das ist mir zu anstrengend. Also: unterwegs trägt er Windel und daheim mach ich es gemäß Katis Rat „lächeln, wischen und waschen“.

Lässt er sich abhalten, trägt er tagsüber Kleidung in folgenden Varianten.
Herbst-Equipment tags und nachts weiterlesen

Windelfrei!!!

Ich kann mir nicht helfen, jedes Mal, wenn es dann wieder klappt, ist es ein Quell der Freude: 48 Stunden windelfrei – ohne Stress, einfach so :). Nachts klappt es wieder, tagsüber haben wir jetzt übergangsweise die Splitpant von Babygerecht in Benutzung mit Babylegs, das klappt ganz gut, so kalt ist es ja noch nicht. Zu Hause dann einfach ohne alles – wunderbar. Und nachts haben wir eine neue Kombi: Unterwäsche mit Slipeinlage plus Stoffwindel – das hält das meiste dann doch ab. Aber in den letzten drei Nächten war das alles bis morgens trocken. Hach…geht doch 😉

Moko-Mini im Rückzug

Ach, wie sehnsüchtig lese ich Claudias Posting…

Bei uns ist die Moko-Mini derzeit im Rückzug begriffen, aus verschiedenen Gründen. Zum einen hält sie die Menge an Flüssigkeit derzeit einfach nicht mehr aus. Was heißt: Kind ist trotzdem nass, Klamotten auch, sehr frustrierend für alle Beteiligten. Unsere Frustrationstoleranz ist zusätzlich herabgesetzt, da Anziehen derzeit zu den absoluten No-Gos gehört. Anziehen ist langweilig und schrecklich. Außerdem krabbelt er mittlerweile sehr intensiv und da ist Abhalten einfach störend, lästig und doof. Ach so, und: langweilig und schrecklich.

Wir sind daher derzeit auf „ganz oder gar nicht“ umgestiegen: Er trägt entweder „normale“ Klamotten und Pampers oder eben Splitpant und Babylegs. Das heißt meistens: Draußen Pampers, es sei denn, er ist die ganze Zeit im Tuch, denn da ist er ja trocken. Zu Hause dann Splitpants oder – am Nachmittag, wenn nicht mehr so viel passiert – eine Strumpfhose und eine vierfach längs und einfach quer gefaltete Stoffwindel drin. Die hält kleinere Unfälle dann doch noch aus.

Nachts bin ich derzeit wieder zu Teilzeit-Windelfrei-Nacht zurück: Zwischen 0 und 4 Uhr trägt er Pampers oder Easy-Up-Pants (Stoffwindeln schaffen es auch hier nicht mehr), da ich hier meine Tiefschlafphase habe und ihn offensichtlich stille, ohne es zu merken. Manchmal liegt er dann plötzlich links von mir statt rechts, aber ich kann mich an nichts erinnern…und das Kind ist nass. Und der Schlafanzug ist nass. Und das Bett ist nass. Umziehen geht nachts zwar besser ;), aber spaßig ist anders.

Nach meiner Tiefschlafphase, wenn ich zum ersten Mal wieder bei mir bin, ziehe ich ihm alles aus und halte ihn ab und er schläft dann windelfrei weiter: in Body oder Schlafanzugoberteil und Schlafsack. Das klappt prima, zum Abhalten einfach Schlafsack öffnen, nach hinten klappen, Kind andocken, abhalten, Topf wieder weg, zu Ende stillen, Ablegen, Reißverschluss wieder zu – fertig. Ab 5 Uhr morgens MUSS ich ihn sogar abhalten, sonst schläft er total unruhig.

Allerdings habe ich das Projekt „Pampers-Weg“ noch nicht aufgegeben und gerade Gutes von Flexitots gehört.

Naja und wenn Claudia das nächste Mal nach Berlin kommt…wird sie bekniet, uns mit einer neuen, warmen Splitpant zu versorgen, mal sehen, ob ich erhört werde :), dann haben wir auch vormittags draußen mehr Chancen.

Auch unser Bett ist gerne mal naß, aus gleichen Gründen: Topf umgekippt, nicht aufgepasst, etc. pp. Aber es wird immer seltener! Und wenn ich – oh Rabenmutter! – den Mac nachts neben dem Bett lade, hilft mir das kleine Lämpchen am Ladekabel, besser ins Töfpchen zu treffen.