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Windelfrei-Stand nachts

Nachts ist es derzeit schwankend. Eigentlich dachte ich ja, super, wir haben es jetzt raus: Er muss um elf und um vier und schläft ansonsten selig. Aber dann hab ich den Fehler gemacht, ihn bei einem Familientreffen wieder ein paar Nächte in eine Windel zu packen.

Der Effekt ist – wie beim vorigen Mal – dass er jetzt wieder nachts macht, ohne sich zu melden oder auf mich zu warten. Also habe ich mich entschlossen: Ab jetzt nachts keine Windel mehr. Komme, was da wolle. Dann wird halt gewaschen, gewechselt, egal. Und siehe da: Es geht besser. Ich bin einfach aufmerksamer. Und nach drei Nächten macht er auch wieder in den Asia. Er macht immer noch nur noch zwei Mal pro Nacht, gegen elf und dann erst wieder am frühen Morgen, teilweise erst gegen sieben. Da ist eine Windel auch irgendwie albern. Wenn ich die Abendladung erwische, kann ich selbst ebenfalls ganz ruhig bis morgens schlafen. Und er schläft ohne Windel auch besser.

Bin mal gespannt, ob ich doch nochmal auf Windeln zurückgreife oder ob es jetzt dabei bleibt!

Eltern.de zu Schlaf

Eltern.de zu Thema Kinderschlaf:

Eltern.de zu Schlaf

Und ich frage mich: Ist eine Eltern-Website denn gleichzeitig eine Website gegen Kinder? Warum sind Kinder, die nicht durchschlafen „lästig“? Hat in der Redaktion mal jemand die Studien gelesen, die sagen, dass das Empfinden „lästiges Nichtdurchschlafkind“ kulturspezifisch ist? Dass Kinder weltweit nicht durchschlafen, weil das biologisch nicht vorgesehen ist? Dass vor allem westliche Kulturen und Nicht-Co-Sleeping-Eltern das als belastend empfinden?

Ich kann nur empfehlen: Familienbett. Man hört allenthalben: Schwups – schon schlafen alle besser.

Co-Sleeping in Chicago

Wir sind in Chicago angekommen und treffen Montag Co-Sleeping-Forscher James McKenna zum Interview. Co-Sleeping? Und wie krieg ich das Kind wieder aus dem Bett? Ich darf zu dieser Gelegenheit www.familienbett.de zitieren (und empfehlen), die wiederum Dr. Sears übersetzt haben:

Frischgebackene Eltern sorgen sich oft darum, dass die Kinder sich so sehr an dass gemeinsame Schlafen gewöhnen, dass sie ihr Bett niemals mehr verlassen wollen würden. Ja, wenn man daran gewöhnt ist, erster Klasse zu schlafen, dann wird man sich nur wiederwillig herabstufen lassen. Genauso wie beim Abgewöhnen von der Brust, gewöhnen sich Kinder vom Bett ab (normalerweise mit ca 2 Jahren). Denken Sie daran, dass sleepsharing ein Arrangement ist, dass dafür gedacht ist, Babies Sicherheit zu geben. Die Zeit in Ihren Armen, an Ihrer Brust und in Ihrem Bett ist nur eine sehr kurze Zeit im gesamten Leben Ihres Kindes, dennoch werden die Erinnerungen an Liebe und Nähe ein Leben lang andauern.

Na denn – gute, wunderbare, cogesleepte Nacht allerseits :).

Windelfrei, nachts

Es „klappt“ wieder. Nach drei Übungsnächten ist wieder alles wie gehabt. Er meldet sich, wenn er mal muss, er wartet, ich wache auf. Wahnsinn. Das fasziniert mich immer wieder. Es zeigt, dass es keine Zufälle sind, sondern Lernprozesse – die sie auch wieder vergessen.

Wahnsinnig anstrengend ist es derzeit allerdings auch: In Nacht 2 und folgenden wachte ich alle 2 Stunden nachts auf und hielt ihn ab. Er machte dann auch jedesmal, aber wow, das ist anstrengend! Und ich habe den Verdacht, dass es auch mit weniger geht. Elisabeth hat mir mal erzäht, dass sie ihren Kleinen am Anfang nachts ständig abhielt und jedes Mal kamen ein paar Tropfen. Irgendwann sattelte sie um auf weniger abhalten – und das ging genauso gut, nur dass dann mehr kam. So werde ich es jetzt auch versuchen. Stoffwindel und dann 23 Uhr, 4 Uhr und 6:30. Gestern habe ich das schon einmal gemacht, aber ein Geschäft muss ich verpasst haben. Mal sehen, wie es heute Nacht wird. Es bleibt spannend.

Windelfrei im Winter – Bericht nach fünf Monaten Abhalten

Hallo alle zusammen. Wir haben uns etwas rar gemacht. Was aber nicht an der Nichtigkeit des Themas liegt, sondern an seiner momentanen Beiläufigkeit.

Mit unserer Tochter praktizieren wir wie gesagt seit ihrem 3. Lebenstag „EC“, beziehungsweise „Teilzeit-windelfrei“. Jetzt sind wir gute fünf Monate dabei.

Die ersten drei Monate drehte sich alles um ihre Signale – ihre verpassten, ihre wahrgenommenen, ihre mutmaßlichen, ihre noch zu entdeckenden… 24 Stunden im Dienste der Ausscheidungen, na ja, gefühlt zumindest 😉

Dann wurden wir immer cooler, immer gelassener, immer mutiger und … immer vertrauter miteinander. Der Clou ist das Vertrauen in ihre Kompetenz. Mit Vertrauen auf ihre Äußerungen zu warten, hat alles vereinfacht. Vorbei die ständige vorsorgliche Abhalterei, die zu keinem fließenden Ergebnis führte. Vorbei die stete Angst, ich könne ja etwas verpassen, die Hose könne dreckig werden, das Fell nass, etc. Erstens ist das immer seltener vorgekommen und zweitens habe ich es einfach viel entspannter hingenommen, wenn es denn mal passiert ist. Denn mittlerweile hatte ich gemerkt, dass man auch das Fell waschen kann, sich selber sowieso, und dass auch sonst nichts unwiderrufflich hinüber ist.

Der Wendepunkt war mit ca drei Monaten die Sache mit der Moko-Mini. Das hat bei uns alles verändert. Weil plötzlich das Abhalten mal so nebenher gelang, ohne große Ausziehaktion, vor allem ohne diese fiesen Klettverschlüsse der Windeln, die an allem und jedem hängebleiben. Und damit wurden auch die windelfreien Nächte eingeleitet. Plötzlich zeigte sie nachts, dass sie muss (sie wälzt sich im Bett hin und her). Übrigens muss sie ca 4-5 mal/Nacht. Das läuft dann so:
– wälzen
– Mama schnallt’s irgendwann
– hochheben, Schlafsack zur Seite schieben und in Wiegeposition über den Topf halten. Wenn sie sich sträubt, klappt es mit stillen besser. Manchmal muss sie aber auch nicht und trinkt nur – da habe ich früher ewig gewartet, mach ich nicht mehr. Ich lege sie zurück und vertraue, das sie sich schon meldet und das tut sie in der Regel auch.
– zurücklegen und noch einen kleinen Beruhigungsschluck geben
– weiterschlafen.

Es kamen die Tage, an denen nicht ein einziger „Unfall“ passierte, es kamen Reisen ohne nennenswert viele Windeln im Gepäck, es kamen shopping-Touren in die Innenstadt mit Boxenstopps in den Top-Geschäften am Platze (weil dort die Toiletten einfach am saubersten sind 😉 ), es kamen die Fahrten mit den Öffentlichen ohne die stete Sorge, sie müsse genau jetzt, weil ich wusste, sie kann auch ein paar Minuten warten, wenn ich ihr das ankündige.

Alles in Allem: ich denke gar nicht mehr ständig an das Thema, es ist so selbstverständlich geworden – die Erfolge wie auch die Pannen – einfach unser Alltag.

– Und jetzt im Winter?, werde ich laufend gefragt, – da geht das doch nicht, oder?

DOCH.

Denn was ist schon wirklich anders? Ich trage sie eh den ganzen Tag im Ergo. Das bedeutet, sie ist nicht in tausend Schichten eingepackt, sondern trägt nur das, was sie in der Wohnung auch an hat (sprich: Body unten offen oder Hemdchen, Langarm-Pulli aus Wolle oder Wollwalk, ein Haarband um den Bauch mit einer gefalteten Stoffwindel, Babylegs, Wollsocken und manchmal eine Splitpants), manchmal, aber nicht unbedingt, noch eine Jacke drüber und Lammfellschühchen und Mütze. Ich trage dann die Eltern-Kind-Jacke von Didymos oder den MaM-Poncho.
All das stört uns nicht beim Abhalten. Kein hinderlicher Overall, in dem man sonst alle Babies so sieht. Allerdings haben wir im mokoshop doch mal einen Schnee-Overall mit Reißverschluß im Schrittbereich (ähnliches Modell) second hand bestellt. Bin gespannt. Werde berichten, ob’s ‚was taugt.

Und was das Abhalten bei Kälte angeht: Da wir weniger Zeit auf dem Spielplatz verbringen und mehr drinnen sind, halten wir halt auch mehr drinnen ab. Aber draußen geht es auch, wenn’s sein muss.

Ein nettes Accessoire für den Winter mit Asiatopf: das Topfrandkondom, denn die Erfahrung mache ich durchaus: nachts auf dem Topf sträubt sie sich erst mal, weil der so kalt ist. Also auch das wird sehnlich vom mokoshop erwartet.

Und nachts schläft sie mit Body/Hemdchen, Langarmshirt, babylegs und Wollsocken und ihrer Moko-Mini auf einem Lammfell ohne weiteren Nässeschutz. Wir haben dann auch noch einen Daunenschlafsack auf dem Flohmarkt ergattert, der sich so schließen lässt, dass das Fußteil unten offen ist. (Reißverschluß wie ein normaler Erwachsenenschlafsack, aber noch mit Schulterträgern dran). Ich war sooo stolz! Nach vielen Pannenfreien Nächten hat sie dann in der ersten Daunenschlafsacknacht reingepieselt. Hm, dachte ich, bei Daunen sollte das nicht zu oft passieren, also habe ich den Sack einfach wie eine Decke über sie gelegt und nur die Träger oben zugemacht, damit sie nicht drunterrutschen kann. Und so sind wir alle sehr zufrieden.

Das ist unser Winterequipment! Kaum mehr als im Sommer.

Hier nochmals als Liste im Überblick:

– Unterhemden/Bodies aus Wolle oder Wolle/Seide
– Strickpulli oder noch lieber Wollwalktunika, die über den Po reicht (selbst genäht)
– Mokomini, also gefaltete Stoffwindel, mit Haarband
– babylegs
– Wollsocken
– Lammfellschuhe
– Mütze
– Kuscheljacke für draußen (nach Belieben und Temperatur. Nutzen wir erst ab Null Grad)
– Tragetuchjacke oder -poncho, oder Tragetuchcover

– Winteroverall mit Reißverschluß im Schritt (noch nicht vorhanden, aber bestellt)

– Asiatopf mit Asiatopfrandwärmer (noch nicht vorhanden, aber bestellt)
– Lammfell
– Schlafsack

– jede Menge Mullwindeln. Die kann man im Winter hervorragend schnell mit Wasser auswaschen und über der Heizung trocknen. -> super Raumklima

– warme Zimmer! warme Krabbeldecken/Felle! und jede Menge Tragestunden pro Tag 🙂

Aber damit nicht der Eindruck entsteht, bei uns ist alles easy peasy: wir haben echt ganz schön viele feuchte Windeln, immer wieder phasenweise. Meist läuft ein ganzer Tag ziemlich gut, nachdem sie morgens auf dem Bauch robbend oft gar nicht signalisiert hat – oder ich es zumindest nicht als solches verstanden habe – und dann haben wir im 15 Minuten-Takt Pannen. Dann wieder muss sie drei Stunden mal gar nicht, weil sie davon zwei schläft und auch beim Aufwachen nicht gleich muss. Ich habe es aufgegeben, sie beim Aufwachen abzuhalten. Meistens streikt sie dann nämlich. Wenn ich mich darauf verlasse, dass sie sich meldet, dann geht’s besser.

Dann hatten wir jetzt viele Wochen lang grünen, dünnen Stuhl. Sie musste 20x/Tag knöken, immer einen kleinen Kleks. Da dachte ich am Anfang, ich müsste ihr eine Windel anziehen, aber sie hat fast jeden Kleks angemeldet, das hat mich am meisten erstaunt. Dafür ist’s am Pipi dann gescheitert.

Und jetzt hat sie ihr erstes Fieber und da ist auch alles etwas durcheinadner. Sie lässt sich gar nicht gerne abhalten. Wie gesagt, dann geht’s halt in die Mullwindel, die wird gewaschen und gut ist.

Letztlich ist es nur entscheidend, dass sie spürt, dass sie muss. Wo es dann hingeht…

Auf einen weißen windelfreien Winter!

Morgenunruhe bei Babies

Warum sind Babies in den letzten Stunden des Schlafes oft unruhig? Bei uns hat sich das ja schon gezeigt: Wenn ich ihn nicht abhalte, sondern drauf warte, dass er sich in die Windel erleichtert, dann wälzt er sich besonders in der Zeit zwischen 5 und 8 Uhr morgens eher noch eine halbe Stunde unruhig hin und her – als würde er warten, dass ich ihn doch noch abhalte. Nun kann das ja auch antrainiertes Verhalten der Windelfrei-Kinder sein.

Dachte ich. Jetzt hab ich ein Gegenbeispiel.

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Windelfrei!!!

Ich kann mir nicht helfen, jedes Mal, wenn es dann wieder klappt, ist es ein Quell der Freude: 48 Stunden windelfrei – ohne Stress, einfach so :). Nachts klappt es wieder, tagsüber haben wir jetzt übergangsweise die Splitpant von Babygerecht in Benutzung mit Babylegs, das klappt ganz gut, so kalt ist es ja noch nicht. Zu Hause dann einfach ohne alles – wunderbar. Und nachts haben wir eine neue Kombi: Unterwäsche mit Slipeinlage plus Stoffwindel – das hält das meiste dann doch ab. Aber in den letzten drei Nächten war das alles bis morgens trocken. Hach…geht doch 😉

Moko-Mini im Rückzug

Ach, wie sehnsüchtig lese ich Claudias Posting…

Bei uns ist die Moko-Mini derzeit im Rückzug begriffen, aus verschiedenen Gründen. Zum einen hält sie die Menge an Flüssigkeit derzeit einfach nicht mehr aus. Was heißt: Kind ist trotzdem nass, Klamotten auch, sehr frustrierend für alle Beteiligten. Unsere Frustrationstoleranz ist zusätzlich herabgesetzt, da Anziehen derzeit zu den absoluten No-Gos gehört. Anziehen ist langweilig und schrecklich. Außerdem krabbelt er mittlerweile sehr intensiv und da ist Abhalten einfach störend, lästig und doof. Ach so, und: langweilig und schrecklich.

Wir sind daher derzeit auf „ganz oder gar nicht“ umgestiegen: Er trägt entweder „normale“ Klamotten und Pampers oder eben Splitpant und Babylegs. Das heißt meistens: Draußen Pampers, es sei denn, er ist die ganze Zeit im Tuch, denn da ist er ja trocken. Zu Hause dann Splitpants oder – am Nachmittag, wenn nicht mehr so viel passiert – eine Strumpfhose und eine vierfach längs und einfach quer gefaltete Stoffwindel drin. Die hält kleinere Unfälle dann doch noch aus.

Nachts bin ich derzeit wieder zu Teilzeit-Windelfrei-Nacht zurück: Zwischen 0 und 4 Uhr trägt er Pampers oder Easy-Up-Pants (Stoffwindeln schaffen es auch hier nicht mehr), da ich hier meine Tiefschlafphase habe und ihn offensichtlich stille, ohne es zu merken. Manchmal liegt er dann plötzlich links von mir statt rechts, aber ich kann mich an nichts erinnern…und das Kind ist nass. Und der Schlafanzug ist nass. Und das Bett ist nass. Umziehen geht nachts zwar besser ;), aber spaßig ist anders.

Nach meiner Tiefschlafphase, wenn ich zum ersten Mal wieder bei mir bin, ziehe ich ihm alles aus und halte ihn ab und er schläft dann windelfrei weiter: in Body oder Schlafanzugoberteil und Schlafsack. Das klappt prima, zum Abhalten einfach Schlafsack öffnen, nach hinten klappen, Kind andocken, abhalten, Topf wieder weg, zu Ende stillen, Ablegen, Reißverschluss wieder zu – fertig. Ab 5 Uhr morgens MUSS ich ihn sogar abhalten, sonst schläft er total unruhig.

Allerdings habe ich das Projekt „Pampers-Weg“ noch nicht aufgegeben und gerade Gutes von Flexitots gehört.

Naja und wenn Claudia das nächste Mal nach Berlin kommt…wird sie bekniet, uns mit einer neuen, warmen Splitpant zu versorgen, mal sehen, ob ich erhört werde :), dann haben wir auch vormittags draußen mehr Chancen.

Auch unser Bett ist gerne mal naß, aus gleichen Gründen: Topf umgekippt, nicht aufgepasst, etc. pp. Aber es wird immer seltener! Und wenn ich – oh Rabenmutter! – den Mac nachts neben dem Bett lade, hilft mir das kleine Lämpchen am Ladekabel, besser ins Töfpchen zu treffen.