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Montags-Mantra: Essen? Schlafen? Hippiek***e

Vorsicht – das heutige Mantra ist ein eigenartiges, verrücktes, wahnsinniges, zynisches Mantra. Es ist überhaupt nicht buddhistisch, kein bisschen achtsam, nicht besonders positiv, nicht psychologisch sinnvoll. Und? Es hilft enorm! Es lautet:

„Schlafen und Essen ist Hippiek*cke.“

Will sagen: Es hilft nix, wir machen weiter. Und wir machen weiter. Wir alle. All die Mütter, die um mich sind, all die Väter, alle die, die in einer nicht artgerechten Umgebung das Wunder vollbringen, ihr Familienleben einigermaßen achtsam, liebevoll und sinnvoll zu gestalten.

Heute hatten wir Freunde zum Plätzchenbacken hier. Ich weiß gar nicht mehr, wieviele Kinder es waren – sieben? Acht? Neun? Es war aber auch völlig egal, denn es waren genug Erwachsene da, damit jedes Kind immer jemanden hatte, den es ansprechen konnte. Es waren immer zwei freudige Hände da, die gerne ein Baby auf den Arm nehmen wollten. Es war immer ein Spielkamerad da, immer jemand zum Vorlesen. DAS ist artgerecht. SO sollte es sein. Aber wie ist es?

Freundin 1 hat einen krank daniederliegenden Mann und keine Schwiegereltern oder Eltern als Hilfe, dafür einen alten Hund, ein kleines Baby, eine 35-Stunden-Woche und eine Menge ehrenamtliches Engagement (u.a. im Artgerecht-Projekt). Und was sagt sie? Sie lacht und sagt: Egal! „Schlafen und Essen ist Hippiek*acke!“ und weiter gehts.

Freundin 2 hat eine Homöopathie-Praxis, ein krankes Kind, einen Säugling, eine eifersüchtige, durchdrehende Katze und einen Mann, der seinen Job hinschmeißen will. Aber hey – „Schlafen und Essen ist …“ und weiter geht’s!

Eltern haben keinen Schlaf, sondern Husten, kranke Kinder, zahnende Säuglinge, überarbeitete Väter, die Klimakatastrophe und zu wenig Nutella im Haus? Egal! Weiter gehts, lachen und: „Schlafen und….“.

Manchmal hilft mir das. Und an Tagen, an denen es mir nicht hilft, träume ich von einer Lobby, die dafür kämpft, damit wir Menschen aus der Käfighaltung endlich in die Freilandhaltung kommen.

Und dann geht’s weiter. Irgendjemand muss ja war gegen die Klimakatastrophe und für den Regenwald tun. Es lebe das Artgerecht-Projekt. Schlafen können wir….ein andermal ;).


(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Habe ein Fertigessen, Tue es jetzt!, Dannistdashaltso.de, Routine ehren, Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Mama-Mantra: "Habe ein Fertigessen…"

Einkaufszettel sind soooo 80er. Für Warmduscher, Schattenparker und Leute, die den Hausschlüssel schon rauskramen, wenn sie gerade erst aus dem Bus steigen.

Ich schreibe trotzdem regelmäßig welche. Und ich lasse sie ebenso regelmäßig auf dem Küchentisch liegen. Aber das macht nichts. Denn ich habe ein Einkaufs-Mantra, das dafür sorgt, dass das aller-aller-allerwichtigste auf jeden Fall eingekauft wird. Das Mantra heißt:

„Habe eine Fertigessen im Haus und sei bereit, es zu benutzen!“

Es muss immer, immer (!), etwas im Haus sein, das ich schnell zu einem nahrhaften, sättigenden, ansatzweise (oder besser: sehr) gesunden Abendessen verarbeiten kann. Das wichtigste der Kriterien ist: schnell.

Es passiert nämlich immer wieder, dass wir abends ausgehungert aus dem Wald, vom Spielplatz, aus der Bibliothek kommen und dann muss ratzfatz was auf dem Abendessentisch stehen. Mein Kind – und ich – haben dann oft keinerlei Reserven mehr, um Dinge zu schälen, zu kochen, zu pürieren etc. Es muss ein In-10-Minuten-fertig-Abendessen im Hause geben, sonst gibt es Schokolade ;).

Also sorge ich dafür, dass wir von folgenden Dingen immer etwas im Haus haben:

– Gnocchi
– Tortellini
– Fischstäbchen
– bereits gekochte Kartoffeln oder Nudeln

– Vollkorn-Gries und Sojamilch und Sahne

Bis auf den Gries kombiniere ich alles dies mit einem Salat, der sich fix zusammenschnibbeln und -rühren lässt, während Fischstäbchen oder Kartoffeln oder Nudeln in der Pfanne brutzeln. Er hat den Vorteil, dass sich in ihm jetzt im Winter frisch gepresster Knoblauch und Zitronensaft unterbringen lassen (beides macht der Große mit Begeisterung), was eine Extra-Portion Abwehrkräfte ins Kind packt.

Das klappt aber nur, wenn ich beim Einkaufen dran denke. Und daher stehe ich regelmäßig im Laden und sage mir: Was brauche ich? Ach so, ja: Ein Fertigessen….

🙂

Guten Appetit!


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Montags-Mantra: Tu es jetzt!

Handy verloren? Und gerade gestern gedacht, „ich müsste mal die Nummer sichern“? Rechner abgestürzt? Und gerade letztens gedacht „Ich sollte mal Backup machen?“ Kind krank? Und kürzlich noch gedacht, Mensch, die Hausapotheke müsste ich mal wieder neu füllen…?

Auch wenn es mit zwei Kindern fast nicht durchführbar ist, ich versuche es tapfer: „Tu es jetzt!“

Denn wenn es mir jetzt einfällt, dann ist absehbar, dass es demnächst wichtig wird. Ist ein bisschen wir „Reffen!“ aber doch langfristig orientierter. Denn viele dieser Dinge kosten Zeit. Aber viele Dinge kosten auch weniger Zeit, als wir glauben und was dauert, ist nur der Prozess, bis man sich überwunden hat, endlich mal die quietschende Tür zu ölen, die jeden Abend das gerade einschlafende Baby aus dem Schlaf reisst. Was auch richtig lange dauern kann, sind die Reparaturarbeiten, wenn z.B. der Rechner abstürzt und man keine Datensicherung hat.

Ich bin kein König in dieser Disziplin. Dafür habe ich das unendlich Glück, einen Mann zu haben, der immer alles gleich erledigt. Das ist faszinierend. Ich habe so etwas vorher noch nie gesehen. Aber es ist ein Geschenk (er hat gestern die quietschende Kühlschranktür zum Schweigen gebracht).


(Was ist das Mama-Mantra? hier

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Montags-Mantra: "Dann ist das halt so"

Wir sind die Generation der perfektionistischen Mütter. Bio-Essen. Tragetuch. Pikler-Kurs. Schwimm-Kurs. Schwangerschaftsyoga, Babyzeichen. Und wir leben im Zeitalter der Optimierer. Das Zeitalter der Ratgeber, der „So geht’s“-Artikel, der Ratschläge, wie es noch besser gehen kann.

Grundsätzlich alles okay. Aber manchmal – manchmal hat das Leben eigene Ideen. Kinder haben sowieso ganz eigene Ideen.

Wir haben tolle Bio-Brote mit Öko-Aufstrich dabei und der Große will aber lieber die Gummibärchen vom Nachbarskind. Wir sind beim Pikler-Im-Wasser-Schwimmkurs der Rochenkinder und meine Tochter spielt eine Stunde lang glücklich mit der Vorführpuppe- am Rand. Babyzeichen? Warum sich auf Babyzeichen konzentrieren, wenn Mama mich mit „ähäh!!“ auch versteht?

Bestimmt kennt jeder noch dutzend solcher Situationen. Früher hab ich mich aufgeregt. Heute versuche ich es mit: „Okay. Dann ist das halt so.“ Es ist meine Version von „Verändere, was du ändern kannst, nimm hin, was Du nicht ändern kannst, sei weise genug, eins vom anderen zu unterscheiden.“

Ich bin nicht immer weise genug. Aber wenn’s mal klappt, dann bin ich viel entspannter. Und meistens ist es auch gar nicht so schlimm.

Es ist einfach so.

Und irgendwann kann man sogar drüber lachen. Meine Ma und ich träumen von einer Website, auf der wir alle diese Situationen sammeln und die www.dannistdashaltso.de heißen soll. Und wenn’s mal wieder ganz anders läuft, als wir uns das gedacht haben, dann sagen wir auch nur noch genau das.

Sie fragt: „Www.dannistdashaltso.de?“

„Hihi, ja, Mama, Du hast recht. Dannistdashaltso.de!“

Und – weiter im Text.

🙂 Gruß zur Woche!

(PS: Sehe gerade, dass ein Herr Milzarek aus „Haseluenne“ die Domain schon registriert hat. Sehr witzig. Leider leer.)

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Montags – Mama-Mantra: Halte Dich daran!

Jeden Morgen Beckenbodentraining. Und wenn es nur drei Minuten im Bett sind.
Um 18 Uhr zu Hause – egal wie schön es gerade draußen ist.
Um elf ins Bett – egal wie gerne ich noch bloggen würde *seufz*.

Die Dinge einfach tun. Nicht jedes Mal drüber nachdenken. Einmal entscheiden. Festschreiben. Dran halten. Wie Zähneputzen.

Anders gehts nicht. Ich weiß das. Manchmal würde ich gerne flexibler sein und Dinge anders machen. Aber die Erfahrung hat mir gezeigt, dass sich das rächt. Daher habe ich festgelegt: Beckenboden=Wichtig. Abendessen=Wichtig! Schlaf= Wichtig! etc.

An manchen Tagen denke ich: Naja, eine Ausnahme mache ich… und bereue es.

Kein Training? Rückenschmerzen. Zu spät zu Hause? Hungriges, weinendes, verzweifeltes Kind, stressiger Abend. Um zwölf noch am Rechner? Am nächsten Morgen bin ich wie tot.

Daher ist mein Mantra: Im Zweifel halte Dich an den Prozess, den Du mal innerlich beschlossen hast, weil Du ihn als sinnvoll erkannt hast. Gleich, wie verlockend die Alternative gerade aussieht. Und wenn ich das kontinuierlich mache – dann kann ich auch mal die eine oder andere Ausnahme schultern. Wenn ich aber ständig Ausnahmen produziere, dann kann ich meine Aufgabe nicht vernünftig machen.

Also heute vor allem ein Mama-Wartungsmantra :).

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Mama-Mantra: Schau nicht auf den Baum!!

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie es sein kann, dass jemand mit dem Wagen einen Unfall baut, weil er auf freier Strecke in den einzigen Baum knallt, der weit und breit steht?

Mein Fahrlehrer pflegte zu sagen:
„Wer auf den Baum schaut, wird auf den Baum fahren.“

Also schaut auf den freien Weg!

Das hilft mir sehr, wenn es stressig wird. Wenn ich einen Tunnelblick kriege: Das geht schief, das wird zu spät, das kann nicht gutgehen, das wird doch nachher wieder so und so…

In solchen Momenten denke ich daran, dass ich dorthin schaue, wo ich hinwill, und nicht auf den Baum. Und siehe da – meistens kann ich dann eine Kollision vermeiden.

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Montags-Mantra: Reffe! Jetzt!

Mein Lieblings-Segel-Lehrer hat mal auf dem Boot gefragt: „Wann sollte man reffen (also die Segel verkleinern)?“ Wir grübelten alle lange: Wenn der Wind auffrischt, wenn das Boot sich zu weit neigt, wenn man zu schnell wird…aber nichts davon konnte man so richtig festmachen. Es gab keine feste Regel. Als würde man einen Pudding an die Wand nageln. Am Ende waren wir erstaunlich ratlos. „Ja..hm, ja, wann sollte man denn reffen?“ drängten wir schließlich.

„Man sollte reffen, wenn man sich fragt, ob man reffen sollte“, war seine Antwort.

Diese kleine Weisheit hilft mir auch als Mutter immer wieder. Wann sollte man ein Baby abhalten? Wenn man sich fragt, ob man es abhalten sollte. Wann sollte man doch mal eine Hand unter den Großen auf dem Klettergerüst halten? Wenn man sich fragt, ob man jetzt nicht doch mal hingehen sollte. Wann sollte man nach einem Blick in den Himmel die Regenjacke mitnehmen? Exakt: Wenn man sich fragt…

Das liegt an etwas ganz Simplen: Intuition. Intuition ist kein Hexenwerk. Mir leuchtet ein, dass sie einfach das Produkt aus Erfahrung, Wiederholung und einem schnellen, unterbewussten Denkprozess ist (siehe Hania Luczak für GEO über das Bauchgehirn). Bei Kindern müssen wir in Sekundenbruchteilen ständig Entscheidungen treffen und häufig haben wir das Glück, dass es immer die gleichen sind. Wir haben also wenig Zeit und viel Erfahrung – ideal für den Bauch, ideal für die Intuition. Und die meldet sich oft, indem sie uns fragen lässt: Sollte ich…

Daher ist meine Antwort immer: Ja, du solltest. Reffe, jetzt! Halte ab, jetzt! Und verflixt, jetzt pack einfach die Regenjacke ein ;).

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Mama-Mantra: Schlafen-Essen-Sport-Rest

Mütter haben zuviel zu tun. Immer. Allein das Befriedigen der Grundbedürfnisse aller Beteiligten ist eine logistische Herausforderung (der Große muss unbedingt raus zum Toben, die Kleine hat Hunger, ich will noch kurz ins Bad…).

Wenn plötzlich mal Zeit für die eigenen Grundbedürfnisse ist, weiß ich manchmal nicht, wo ich anfangen soll. Die Kleine schläft – jetzt essen oder schlafen oder schnell Yoga…? Sie wacht in 20 Minuten wieder auf, womit fange ich an, was kann ich am ehesten hinten an stellen? An manchen Tagen hat mich die reine Entscheidung schon soviel Zeit gekostet, dass sie wieder wach war :(.

Daher kürze ich den Prozess jetzt ab und hab mir ein Mantra zurechtgelegt mit meiner persönlichen Prioritätenliste. Das Wichtigste für mich ist Schlaf. Also immer zuerst den Schlaf-Füllstand überprüfen. Ist der nicht voll, lege ich mich hin. Als nächstes ist Essen essentiell. Bin ich also ausgeschlafen, mache ich mir etwas nahrhaftes. Sollte ich wider Erwarten ausgeschlafen und satt sein (oh Wunder!), dann ist Sport, in meinem Falle: Yoga, überlebenswichtig. Also Yogamatte ausrollen und ran an die Rückenmuskeln.

Und für den Fall, dass alle diese drei Bedürfnisse erfüllt sein sollten – selten, selten – dann kommt der Rest dran: Bücher lesen, Zeitung lesen, Radio hören, Pläne schmieden… ach so, ja und: Nichts tun 🙂

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Montags-Mama-Mantra: Erst das Wichtige

Erst das Wichtige, dann das Dringende.

Das ist aus den 7 Habits of highly Effective People, über die ich mal gestolpert bin. Und es ist (m) ein Lebensretter.

Was immer an Arbeit zu tun ist – die Zeit ist knapp. Außerdem halte ich mich gerne mit Kleinkram auf, der schnelle Erfolgserlebnisse verspricht, aber mich von den längerfristigen Projekten abhält. Das Mantra hilft mir, das Wichtige vom Dringenden und Unwichtigen zu unterscheiden.

Das geht dann so: Spülmaschine ausräumen? Dringend, aber nicht wichtig. Aufräumen? Dringend, aber nicht wichtig (es sei denn, morgen ist Besuch angekündigt o.ä.). Post erledigen? Vielleicht nicht dringend, könnte aber bald sehr wichtig sein. Buchkapitel schreiben? Wichtig! Also jetzt!

Dieses Mantra hilft mir ungemein, Dinge zu erledigen, ohne mich ständig mit Kleinkram aufzuhalten. Und wenn ich pro Tag eine oder zwei wichtige Sachen erledigt habe, dann gebe ich mich umso hemmungloser erfolgserlebnisschwangerem Kleinkram hin ;).

(Was ist das Mama-Mantra? hier
bisherige Mantras:
Sei zu einem aggressiven Kind niemals aggressiv, , Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

Das Montags-Mama-Mantra: Sei zu einem aggressiven Kind niemals aggressiv

Der Originalsatz lautet:

Never treat an aggressive child aggressively. (Behandle ein aggressives Kind niemals aggressiv).

Leichter gesagt als getan. Wenn ein Dreijähriger mich anschreit und haut, dann gibt es das, was ich insgeheim die „primäre Primatenreaktion“ nenne. Sie lautet: Zurückschreien, ebenfalls aggressiv, laut, heftig reagieren.

Das ist sinnvoll, wenn man seinem Kind beibringen will, dass Schreien und Hauen die Problemlösungs- und Konfliktbearbeitungsstrategien der Familie sind. Sind sie bei uns aber nicht. Also gilt: Schreien und Hauen is‘ nicht.

Wenn ich meinem Kind beibringen will, dass wir Konflikte und Spannungen anders lösen, dann gibt es nur einen, wenn auch manchmal mit viel Selbstdisziplin gepflasterten, Weg: Ich muss es vorleben. Ich muss ihm zeigen, wie wir einen Konflikt anders lösen können. Kulturreflexe pflegen statt Primatenego (der Begriff stammt von Michel Odent).

Und daher ist das erste, was ich mir sage, wenn mein Kind aggressiv reagiert, auch gegenüber anderen Kindern: Never treat an aggressive child aggressively. Und dann los mit der ruhigen, gewaltfreien Kommunikation, mit Klarheit, Sanftheit, mit Wasser sein etc. Uh. Klappt natürlich nicht immer perfekt, natürlich schlagen und schreien wir nicht, aber manchmal werde auch ich ungeduldig, bin genervt…das ist ja schon bekannt ;)… Ist aber nicht schlimm. Unperfekt und meistens reicht laut Mr. Juul vollkommen, in 20 Jahren weiß ich, ob er recht hat.

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)