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windelfrei. 17 monate.

bei uns ist es derzeit soweit. er ist windelfrei. einfach so. (dafür ist mein computer tot und ich kann nur schwer bloggen, was total gemein ist, ausgerechnet jetzt! also heute mal in kleinschrift, fremde tastatur… )

heute waren wir den ganzen tag unterwegs, er hat wegen einer anderen sache leichte diarrhoe und dennoch dachte ich nicht einmal daran, ihm eine windel anzuziehen. es ist irgendwie…nicht mehr nötig. ich halte ihn ab, er ist leer, er hält jetzt auch mal länger durch und ich sehe an der menge, die er morgens von sich gibt (nach meistens komplett trockenen nächten), dass seine blase mittlerweile eine recht beeindruckende kapazität hat.

wie wir wieder windelfrei wurden – nachts

ach ja, die nächte…bis wir hier wieder windelfrei waren nach dem usa-urlaub, das war nur mit einer radikalstrategie zu machen.

ich hatte ihn ja eine weile nachts wieder gewickelt und – zack! – bekam ich mal wieder, was ich verdient hatte. er meldete sich nicht mehr, er wartete nicht mehr, er machte nicht mal mehr, wenn ich es ihm anbot. juchhei juchhee. aber hey – war ich gerade bei laurie boucke und hatte entspannung getankt? also los. wie wir wieder windelfrei wurden – nachts weiterlesen →

Mütterteams in Aktion

Gestern waren wir beim Mütterteam im Prenzlauer Berg/Pankow zu Gast und es war beeindruckend. Vier Mütter, vier Babies. Eine Mama war kränkelnd, ihr Kind leicht fiebrig, aber ausgerechnet sie hatte noch sooo viel zu tun.

Und da haben wir getan, worin Mütterteams einfach unschlagbar sind: immer zwei Mamas haben auf die Kinder aufgepasst und die zwei andern haben Fenster geputzt, Wäsche aufgehangen, gekocht, aufgeräumt und die Spülmaschine geleert und befüllt. Und nebenbei haben wir geratscht, gesungen, Kuchen gegessen, Tipps ausgetauscht.

Großartig. Wahlverwandtschaften, Großfamilienersatz, Dschungel-Kinder? Alles das und noch mehr! Mütterteam rocks.

Ich war sehr glücklich dort.

Erwachsen auf Probe III – Auszüge

Das Familiennetzwerk durfte zum Screening erster Folgen der Serie für Verbandsvertreter und Journalisten. Entgegen dem Interview im Stern sind demnach die Eltern nicht immer greifbar gewesen, waren außer Sichtweite ihrer Babies (und in einem beschriebenen Fall sogar einkaufen in der Stadt) und haben bei weinendem Baby nicht eingegriffen. Ich zitiere die Website, auf der eine der Episoden nachskizziert ist (hier).

Zitat:

Theresa ist bei Probevater Mario, ihre echte Mutter beobachtet die Szene. Baby Theresa schaut stumm und ernst (und am Schnuller nuckelnd). Mario spicht mit dem Baby. (Kommentar: auffällig ist, Theresa reagiert überhaupt nicht und vermeidet jeden Blickkontakt mit ihm). Nächste Einstellung: Theresas echte Mutter kommt draußen auf der Straße zu den Probeeltern ihrer Tochter dazu, die Baby Theresa gerade im Buggy fahren. Theresa weint sofort los und streckt die Hände nach ihrer Mutter aus. Die beachtet ihr Kind nicht. Sie sagt im anschließenden Interview, dass sie fände, dass man den Probevater Mario eigentlich nicht mit dem Kind alleine lassen kann.
(…)

Nächste Szene Haus: Probemutter Tamara hütet Lasse, „der schreit und schreit“ (O-Ton). Seine echte Mutter beobachtet dies am Monitor ohne erkennbare Regung, sie sagt, dass sie “glaube, dass es Probleme” gebe, «weil die Probemutter zu zurückhaltend“ sei, das habe ihr Kind verunsichert: „Der spürt das einfach“.

Kompetentes Kind – Telefon

Kleine Anekdote kompetenes windelfrei-Kind.

Wir stehen im Bad. Er weiß, dass er hier alles anfassen darf außer eines: Ich bin gar nicht begeistert, wenn er mit den Händen in der Toilette spielen will. Manchmal tut er es trotzdem. Ich halte ihn nicht gewaltsam ab, bringe aber jedes Mal meinen Mißmut zum Ausdruck.

Heute also wieder: Er steht vor der Toilette, hebt immer wieder den Deckel, der ihm aber immer wieder herunterfällt. Er schimpft, er fordert meine Hilfe. Ich sage „Nein, ich mag Dir nicht helfen, ich mag nicht, dass Du da spielst.“ Normalerweise akzeptiert er das und sucht sich etwas anderes. Nicht heute. Deckel hoch, Deckel fällt, Kind schimpft. Deckel hoch, Deckel fällt…

Nach dem 5. Mal oder so frage ich mich, warum er heute so hartnäckig ist. „Was ist denn da heute so extrem spannend?“ frage ich, gehe hin, hebe den Deckel und…sehe, was das so spannend ist: Mein Engel hat das Mobilteil unseres Telefones dort versenkt und versucht nun verzweifelt, es wieder herauszuholen! Als ich es herausfische und mich bedanke, hört er sofort auf zu schimpfen, lächelt mich an und zieht zufrieden von dannen.

Wow, was für ein Glück, dass ich nicht versucht habe, ihn abzulenken mit „schau mal, abziehen ist doch viel spannender, drück doch mal hier“ ;).

Ältere Kinder und windelfrei

Heute im Biergarten sprach mich eine nette Mutter darauf an, dass unser Kleiner ja keine Windeln tragen würde. Sie versucht gerade, ihrem 2 1/2 Jährigen das Töpfchen nahe zu bringen und so kamen wir ins Gespräch. Dabei fiel mir mal wieder ein, dass Laurie Boucke – die Windelfrei/Abhalte-Grand Dame, die wir in Colorado besucht haben – in ihrem Buch „Topffit“ (Verlag, Amazon) auch beschreibt, dass man das auch noch mit älteren Kindern machen kann. Ich kann ihr Buch also auch allen empfehlen, deren Kinder schon aus dem Säuglingsalter heraus sind!

Und mir ist ein Zitat von ihr wieder eingefallen, das ich sehr eindrucksvoll fand:

„Sauber sein erfordert Zeit und ist für den Betreuer erst einmal unbequem, egal wann man damit beginnt. Doch Vorsicht: Windeln verschieben diesen Aufwand nur auf später – und sie verschieben ihn auf einen Zeitpunkt, an dem das Kind bereits gelernt hat, seine natürlichen Instinkte zu ignorieren.“
Laurie Boucke, Potty Whispering

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Mütterteams Update

Die Mütterteams sind derzeit auf folgendem Stand:

Das Kreuzberger Team ist in den letzten drei Monaten zu einem „richtigen“ Betreuungsteam gereift. Die Kinder kennen die jeweils andere Mutter so gut, dass an zwei Tagen pro Woche eine Mama ein paar Stunden arbeiten und die jeweils andere Mama auf zwei Kleine aufpasst. Das funktioniert wohl sehr gut und passt auch zu den Arbeitszeiten der Mütter.

Das Treptow-Team ist derzeit wegen verschiedener Elternzeit-Langzeiturlaube on hold und bildet sich erst wieder.

Das Prenzlauerberg-Team ist nach wie vor vor allem ein Austausch- und Spieltreff, der aber jetzt so weit zusammengewachsen ist, dass einige Mamas sich bei Wohnprojekt-Treffen des Stadtgut Blankenfeldes treffen.

🙂

Eltern.de zu Schlaf

Eltern.de zu Thema Kinderschlaf:

Eltern.de zu Schlaf

Und ich frage mich: Ist eine Eltern-Website denn gleichzeitig eine Website gegen Kinder? Warum sind Kinder, die nicht durchschlafen „lästig“? Hat in der Redaktion mal jemand die Studien gelesen, die sagen, dass das Empfinden „lästiges Nichtdurchschlafkind“ kulturspezifisch ist? Dass Kinder weltweit nicht durchschlafen, weil das biologisch nicht vorgesehen ist? Dass vor allem westliche Kulturen und Nicht-Co-Sleeping-Eltern das als belastend empfinden?

Ich kann nur empfehlen: Familienbett. Man hört allenthalben: Schwups – schon schlafen alle besser.