Der Tag der Erde (auch engl. Earth Day) wird alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen und soll die Menschen dazu anregen, die Art ihres Konsumverhaltens zu überdenken.
Mit 125 Veranstaltungen ab den Nachmittagsstunden bis spät in die Nacht lädt Berlin am 5. Mai 2012 zur 2. Langen Nacht der Familie mit Spiel, Spaß und Spannung ein.
Ein etwas detaillierterer Artikel als die dpa-Pressemeldung ist auf der Homepage der BVJK zu finden, aber unter dem – meiner Meinung nach – blöden irreführenden Titel „Tragetuch kann Babys Hüftgelenken schaden!“. Wichtigster Abschnitt daraus:
Wird das Kind mit dem Rücken zum Tragenden transportiert bzw. hat die Tragehilfe keinen oder einen zu kurzen Steg, werden die Beine des Kindes durch das Eigengewicht gestreckt. Die noch weichen Hüftgelenke werden geschädigt: Der Hüftkopf wird nach außen gehebelt. Es kann zu Hüftgelenksschäden kommen. Wir raten von solchen Tragehilfen nachdrücklich ab.
Sogar RTL war diese Empfehlung 20 Sekunden in der Mittagssendung Punkt 12 am 26.3.2012 wert – hier bei Minute 35:40.
Eine interessante Diskussion zu ungeeigneten Tragehilfen findet Ihr unter den Kommentaren zum Blog-Eintrag Stokke 3 in 1 – Fehlkonstruktion?
Off Topic: Wozu brauchen wir scheinbar einflussreiche Persönlichkeiten, die das schon in Fachkreisen bekannte Wissen unter die breite Masse der Menschen bringen. *wacko* Warum geht die Verbreitung von neuen sowie alten wichtigen und richtigen Infos nicht einfacher?
In der Gesprächsreihe „Freitag Salon“ sprach Jakob Augstein (selbst Vater von drei Kindern) am 4. März 2012 mit Jesper Juul über: Abenteuer Familie Beziehung statt Erziehung! Wie schon am 29. Februar 2012 war auch diese Veranstaltung ausverkauft.
Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier ist das Gespräch gekürzt im „Freitag“:
Heute ist der internationale Welt-Down-Syndrom-Tag. Ein Grund mehr zu den Menschen mit dem besonderen Handicap in unserer Gesellschaft zu schauen.
Ein bindungs- und bedürfnisorientierter Umgang mit Kinder mit Down-Syndrom ist genauso wichtig wie für alle anderen Kinder auch. Ich denke zu diesem Bindungs-/Bedürfnispaket zählt: Stillen, Tragen, Elimination Communication (Ausscheidungskommunikation, welche man für windelfrei nutzen kann), Familienbett sowie eine gleichwürdige Eltern-Kind-Beziehung.
Ich glaube, erst mit meiner Tochter habe ich diesen Song in seiner Ganzheit verstanden. Dabei kenne ich ihn schon seit 2000, als ich die EXPO in Hannover besuchte.
Am 29. Februar 2012 hielt Jesper Juul, der dänische Lehrer, Gruppen- /Familientherapeut, Konfliktberater und Buchautor, im Herzen von Berlin vor ausverkaufter Kulisse des Kinos Babylon seinen Vortrag:
Früher Hautkontakt hilft den Babys bei der Anpassung ihres Stoffwechsels, Atmung, Kreislauf und Körpertemperatur und unterstützt das Stillen nach der Geburt.
Frühgeborene wachsen schneller und entwickeln ein stärkeres Immunsystem.
Regelmäßig getragene Babys sind ausgeglichener und weinen insgesamt weniger.
Entwicklung von Urvertrauen (=Bindungssicherheit).
Mütter leiden seltener an Wochenbett-Depressionen.
Tragekindermütter gehen schon nach wenigen Monaten sensibler mit ihren Säuglingen um als nicht-tragende.
Körperkontakt hilft Eltern und Kinder sich früh kennenzulernen und „ohne großen Aufwand feinfühlig und niederschwellig miteinander zu kommunizieren“.
Hier ist ein sehr schönes Video (gefunden in der 3sat-Mediathek): Ursprung der Mutterliebe mit einem Kommentar von Sarah Blaffer Hrdy. Wie im Video erwähnt, brauchen wir wie Elefanten und Affen die Gemeinschaft um unseren kostspieligen Nachwuchs aufzuziehen. Doch das ist ein neuer Blogeintrag wert… 😉
Nicht nur am helllichten Tage gibt es einiges zum Frühlingsanfang zu entdecken, sondern auch bei diesem wunderschönen, wenn auch noch kühlen Wetter in der Abenddämmerung.
Zur besten Vor-dem-Abendessen-Zeit gegen 18 Uhr lockt der Abendhimmel mit einer Menge sichtbarer Planeten, bevor das Sternenzelt in voller Pracht erscheint:
Der Mars im Osten, Merkur im Westen sowie Jupiter und Venus ganz nah beieinnander Richtung Süden. … und dann gibt es da noch den Fast-Eierkuchen-Mond.
Meine zukünftige Astronomin ist hellauf begeistert und plant die nächste Mission zum Jupiter und seinem geheimnisvollen roten Fleck. 🙂
Er nennt drei wichtige Punkte für einen gelungenen Stillstart:
Hautkontakt: „Mutter nimmt primär [direkt nach der Geburt als ERSTE] das Kind und legt es sich auf den Bauch“ – keine Trennen von Mama/Kind für Untersuchungen und Messungen, die warten können
Breastcrawling/vom Kind gesteuerter Stillstart: Kind robbt zur Brust und fängt selbst an zu trinken = autonomes Trinken
Kein Zufüttern von Wasser, Tee oder künstlicher Säuglingsnahrung
… und er ist der Meinung, dass „es kein Kind gibt, das nicht gestillt werden möchte – das wäre ein Selbstmordkandidat“ und dass „ein Kind am Anfang nur zwei Ziele kennt: Sicherheit und ernährt zu werden.“
Außerdem finde ich diesen Part besonders erwähnenswert:
Unsere Gesellschaft ist mittlerweile so vereinsamt, dass wir kaum noch andere Kinder sehen und beobachten. So, wie das früher in Großfamilien üblich war. In Papua-Neuguinea sind Kinder bei der Geburt dabei und beobachten das und lernen voller Stolz, wie das funktioniert. Die Zeiten der Großfamilie sind vorbei in unserer Gesellschaft. Deshalb brauchen wir heute Profis, um unsere Kinder zu verstehen.
Mein Fazit: Wir brauchen Vorbilder und kompetente Geburtshelfer, die auf unsere natürliche „Kraft und Kompetenz“ vertrauen und uns darin bestärken sowie ein Ende des Versteckenspiels in unseren „Kleinst“-Familien. … Das wäre doch schon ALLES für einen gelungenen artgerechten Start ins eigene Familienleben?!?
EDIT:
Dieses doch alte Video zeigt Neugeborene zu unterschiedlichen Zeiten nach der Geburt mit und ohne äußeren Einflüssen auf den ersten Kontakt zur Mutter. Ich finde es beeindruckend…
… wie schädlich Störfaktoren auf das Breastcrawling und erste intuitive Anlegen wirken. Diese Ergebnisse sind nicht neu. Um so erschreckender finde ich, dass dieses Wissen nicht auf Seite EINS jedes Lehrbuches für medizinisches Personal in der Geburtshilfe steht.
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