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Montags Mantra: "Das kann schon mal passieren"

Das heutige Montags-Mantra verdanke ich den Kloeters-Briefen, die ich derzeit interessiert studiere. Einer der schönen Sätze, die man darin findet, ist der kleine, unscheinbare und doch erstaunlich mächtige Satz:

„Das kann schon mal passieren“

Kind kippt sein Glas um: „Das kann schon mal passieren.“
Kind macht sich (oder das Bett oder den Teppich) nass: „Das kann schon mal passieren.“
Kind macht etwas, das wir im Geiste als nervende Eltern-Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wahrnehmen: „Das kann schon mal passieren.“

Was macht diesen Satz aus? Er sagt: Das war nicht okay, was gerade passiert ist. Es sollte nicht passieren. Aber es kann jeden mal passieren, dass er ungeschickt ist, einen Fehler macht oder sich unvernünftig verhält. Und das ist nicht schlimm. Ich hab Dich lieb. Du bist mein Kind. Komm, wir machen das zusammen weg.

Soweit Kloeters.

Ich finde, dass der Satz noch einen weiter gehen kann: „Das kann schon mal passieren.“ – gilt auch für Eltern. Keine Taschentücher dabei? „Das kann schon mal passieren.“
Rechnung nicht rechtzeitig bezahlt und ärgerlich Zinsen aufgelaufen? „Das kann schon mal passieren.“

Nicht zurückgerufen, mail ohne Anhang abgeschickt, keine Äpfel gekauft, nicht mitgekriegt, dass das Baby schon wieder Stillen will? „Ja, auch das, auch das kann schon mal passieren!“

Unsere Kinder sind nicht perfekt. Sie müssen nicht perfekt sein. Aber obacht: Auch Eltern sind nicht perfekt. Und müssen aus meiner Sicht nicht perfekt sein. Das ist okay. Es sollte anders sein und ist ja auch oft anders, aber wir machen nunmal auch Fehler. Wir sind nicht perfekt. Und müssen es nicht sein.

Abhaltepositionen für Neugeborene

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Ich habe bis jetzt noch nie ein Neugeborenes, geschweige denn ein fremdes Kind abgehalten. Deshalb habe ich mich nochmal im Kugelbauchendspurt schlau gemacht…

Also TopfFit! von Laurie Boucke zur Hand genommen!

Laurie nennt auf Seite 43 die wichtigsten Punkte, die man beim Abhalten beherzigen sollte:

  • Die Position ist bequem, sicher und entspannend.
  • Nacken, Köpfchen und Wirbelsäule sind gut gestützt.
  • Die Umgebung ist warm, sauber und friedlich
  • Die Einstellung und Stimmung ist positiv.

Sie beschreibt für den Einstieg die Im-Arm-Variante (ebenfalls S. 43):

Lass ein Neugeborenes flach auf dem Rücken auf deinen Unterarmen liegen, während der kleine Kopf deinen Brustkorb oder deinen Bauch berührt. Halte bei beiden Positionen die Oberschenkel des Babys in den Händen, leicht geöffnet, während du mit deinem Baby über Waschbecken oder Toilette „zielst“.

Davon sind generell viele Abwandlungen/Varianten möglich, sofern die oben genannten Punkte beachtet werden.

Nicola hatte 2011 schon einmal einen Blogeintrag zu Abhaltepositionen geschrieben und schöne Fotos mit ihrer Vortragspuppe dazu gemacht.
Bei TopfFit.de findet man unter Wie kann ich mein Baby in einer bequemen Position bei seiner Ausscheidung halten? gute Illustrationen.

Welche Abhalte-POSITIONS-erfahrungen habt Ihr in den ersten Lebenstagen gemacht?

Stoffwindel versus Wegwerfwindel II

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Bilder sind oft unschlagbar!

Schaufenster - Stoffwindeln vs WWW

The Giggling Green Bean: Have you seen our new window at Tennyson? It’s stopping passersby. We’ve already had people tell us they are going to try cloth diapers because our window is so compelling!

(über facebook geteilt von Tragzeit Bindungsorientierte Elternbegleitung – Danke!)

Als eingespieltes Windelfrei-Team kann man bestimmt mindestens die Stoffwindelmenge halbieren. … ich bin ja schon sooo gespannt, was ich bald von uns berichten kann…

Mittwochs-Neujahrs-Mantra: Plane jetzt

Das neue Jahr hat angefangen! Gute Vorsätze? Neue Ziele? Träume, Wünsche, Neuanfang? Jetzt!

Mich fragen immer wieder Leute:
Wie machst Du das, sovieles zu Verwirklichen, soviel zu organisieren? Die Antwort ist einfach: a) ich habe noch nie etwas so gerne gemacht wie das Blog, die Kurse und die Camps; und b) ich plane.

Was immer ihr euch von 2013 wünscht, mein Mantra für den Jahresanfang ist entsprechend: Plane jetzt.

Drei Schritte, damit ihr das, was ihr euch vornehmt und wünscht, auch umsetzen könnt: Mittwochs-Neujahrs-Mantra: Plane jetzt weiterlesen

Omas Erfahrungen

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Das letzte Adventswochenende habe ich mit meiner kleinen Familie bei meinen Großeltern verbracht. Nebenbei habe ich von meinem Vorhaben, mein Bauchkind ab Geburt abzuhalten, erzählt.

Wie meine Oma so ist, hält sie nicht mit ihren Erfahrungen und Meinungen hinter dem Berg…

Sie selbst hatte all ihre vier Kinder (in den 60er Jahren) schnell trocken. Besonders ihre drei Januarkinder. Ab Mai – Juni trugen diese nur noch Schlüpferchen. Ihr Spätsommerkind brauchte länger, weil das Abhalten im Herbst und Winter aufgrund der Kleidung und der Witterung draußen nicht so einfach ist.
„Rückfälle“ gab es eigentlich nur bei Krankheit und dann dauerte es manchmal bis zu vier Wochen, bis es keine Unfälle mehr gab. Meine Oma hatte damals weder Waschmaschine noch Schleuder. Es war sehr mühselig. Das Windelnwaschen brachte sie öfters an das Ende ihrer Kräfte.
Generell war es ein normales Bild, wenn man sein Baby mal schnell unterwegs am Rinnstein abgehalten hat.

Omas Empfehlung für mich: Das Abhalten erst nach 6 Wochen beginnen, früher ist es für so ein Babyrücken nicht gesund. (Oma!!! ) Dafür soll ich aber in der ersten Zeit das Baby viel nackig unten herum auf einem Handtuch frei strampeln lassen.

Jetzt bin ich neugierig: Was empfehlen Eure Omas?

Mein Windelfrei-Schatz

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Eigentlich wollte ich heute über „Wie viel kackert ein Baby?“ bloggen, doch leider bin ich dazu noch nicht zum ausführlichen Recherchieren gekommen.

Deshalb will ich heute einfach nur meine Freude mit Euch teilen…

Zu meiner größten Überraschung zauberte meine Mama am dritten Advent eine Ladung Stoffwindeln hervor, mit denen wir Kinder (drei an der Zahl) gewickelt wurden.

Windelfrei-Schatz

… somit habe ich jetzt ein Sortiment aus 11 Mullwindeln, 6 ca. 40×40 cm kleine und 4 ca. 80×80 cm große dickere Baumwollwindeln mehr, die ich als Backups, Einlagen oder Unterlagen verwenden kann.

Wunder Babypopo

In der medizinischen Fachsprache auch als Windeldermatitis bekannt. Sie zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen im Säuglings- und Kleinkindesalter, welche besonders zwischen dem neunten und zwölften Lebensmonat auftritt, also oft nach dem Abstillen beziehungsweise zum Zeitpunkt der erweiterten Beikosteinführung. [1] Bis zu 50% der Kinder leiden mindestens einmal in ihrem Leben daran. [2] Wunder Babypopo weiterlesen

Wie viel pinkelt ein Windelfrei-Baby?

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Wer mag Zahlen und Fakten?

Kaum jemand weiß zum Beispiel, wie viel in so einen Magen eines Neugeborenen passt. So wird häufig bei einem noch nicht 48 Stunden alten Baby gern mal auf einer Wochenbettstation nach einem Fläschen gerufen, weil das Kleine doch noch so unruhig ist und die mütterliche Brust scheinbar nicht ausreicht. Aber passt ein 100 ml-Fläschen in ein 10-20 ml fassenden Magen?

Wie sieht es mit Babys Pipi und einer Wegwerfwindel aus? Die Fassungsmenge der Blase eines 2 Wochen alten reifen Neugeborenen beträgt circa 25 ml und davon verbleiben bei einer Entleerung noch gute 8 ml in der Blase [1]. Um die 17 ml pro Pipi und dann eine Windel mit megasuperduper Absorbiersystem?! Passt das zusammen? Im Laufe des ersten Lebensjahres steigert sich das Blasenvolumen: 3 Monate altes Baby etwa 28 ml, 6 Monate auf 35 ml, 9 Monate auf 38 ml und 12 Monate 40 ml. Dabei nimmt die Restharnmenge eines Windelfrei-Babys zum 9. Lebensmonat auf kleiner 1 ml ab [1].

Blasenfüllung eines Babys

Interessant dabei ist, dass nicht abgehaltene Windel-Kinder – der Durchschnitt der westlichen Babys – die vollständige Blasenentleerung erst mit dem späteren Zeitpunkt des Töpfchentrainings beherrschen. Das ist ungefähr mit 27 Monaten der Fall [1].

Wie häufig entleert sich so ein Baby? Im ersten Lebensjahr pullern bis zum Ende des sechsten Lebensmonats vollgestillte Babys in einem 4 Stunden Beobachtungszeitraum im Schnitt dreimal. Nur um den dritten Lebensmonat ist es mit viermal pinkeln in 4 Stunden häufiger [1]. Laurie Boucke schreibt dazu: „Viele Babys urinieren in einigermaßen regelmäßigen Abständen. Zum Beispiel kann es sein, dass Neugeborene und sehr junge Säuglinge nach einer Mahlzeit ein paar Mal aller 5 bis 15 Minuten pinkeln. Ein drei Monate altes Baby macht vielleicht nach dem Stillen drei oder vier Mal alle 15 bis 20 Minuten, dann mag sich der Abstand erhöhen auf 30 Minuten, oder vielleicht muss das Baby auch nur einmal nach 30 Minuten und dann nicht mehr, bis es wieder etwas zu sich nimmt.“ [2]

[1] Development of bladder control in the first year of life in children who are potty trained early.  Duong TH, Jansson UB, Holmdahl G, Sillén U, Hellstrom AL. J Pediatr Urol. 2010 Oct;6(5):501-5.
[2] TopfFit!. Laurie Boucke. Seite 40

Windelfrei-Checkliste

… mit einem Aussetzer und einer kleinen Verspätung hier nun wieder die …

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Die verbleibenden Schwangerschaftswochen sind nun schon im einstelligen Bereich. Es wird Zeit die Babysachen des großen Tochterkindes zu sichten…

Was ist Windelfrei-tauglich, was nicht?

TOP: Zweiteiler – also Höschen und Shirt separat, lange Söckchen, Babylegs

GEHT SO: unten aufknöpfbare Strampler, Bodys

FLOP: Einteiler wie Strampler

Was brauche ich noch?

Hier orientiere ich mich an der Windelfrei-Checkliste vom mokoshop:

Neugeborenes Baby
im Sommer:
* eine Schüssel zum Abhalten, mit Bezug
* Stulpen
* Babygown oder T-shirts
* Windelfrei-Unterlagen oder waschbare Wickelunterlagen
* Matratzenschutz
* Autositzeinlagen
* Back-up System (Windelersatz) – MokoMini Windelgürtel oder MokoMidi windelfrei Überhose
* Einlagen
* Baumwolldecke oder Wolldecke
* „Windelsack“ für einen pannenfreien Transport des Töpfchens
im Winter:
* wie oben, dazu noch:
* Splitpants oder GenaPants
* Windelfrei-Overall

So sieht dann meine bis jetzt gedachte Liste für ein spätes Winterkind aus:

Was würdet Ihr für den Windelfrei-Anfang mit einem Neugeborenen empfehlen?

Lies auch hier: Neugeborenes im Haus – Tipps und Ideen

Stuhlgang beim Baby erleichtern

Eine Namensvetterin von mir – ebenfalls aus Berlin – bringt Windelfrei ganz einfach unter das Volk:

Dein Baby hat Schwierigkeiten beim Stuhlgang?! Dann probiere es mit Abhalten.

Stuhlgang beim Baby erleichtern

Klingt doch prima: Statt das große Geschäft in die Windel zu verrichten, ab damit ins Töpfchen oder in die Toilette. Ich glaube, dass das die höchste Treffsicherheit bei den Windelfrei-Kindern hat. Was ist Eure Erfahrung dazu?

Lies auch hier: Dreimonatskoliken