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Morgenunruhe bei Babies

Warum sind Babies in den letzten Stunden des Schlafes oft unruhig? Bei uns hat sich das ja schon gezeigt: Wenn ich ihn nicht abhalte, sondern drauf warte, dass er sich in die Windel erleichtert, dann wälzt er sich besonders in der Zeit zwischen 5 und 8 Uhr morgens eher noch eine halbe Stunde unruhig hin und her – als würde er warten, dass ich ihn doch noch abhalte. Nun kann das ja auch antrainiertes Verhalten der Windelfrei-Kinder sein.

Dachte ich. Jetzt hab ich ein Gegenbeispiel.

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Babies ohne Windeln?!

Klar geht das! Und – nein, es ist nicht stressig, nein, es ist kein Sauberkeitstraining, ja, ich hab noch Zeit für eine Menge andere Dinge :). Und wir sind nicht alleine – Mütter auf der ganzen Welt machen es, seit Urzeiten…

Ganz ohne oder mit weniger Windeln, manchmal auch einfach mit Windeln – windelfrei heißt eigentlich: Wir halten schon Babies ab wenn sie mal müssen und sehen Windeln eher als Option und nicht als zwangsläufig. Abhalten ist der natürliche Weg und ganz einfach.

Der Vorteil: Kein Wundsein, kein Toilettentraining, ruhigere Nächte, weniger Müll, weniger Kosten, nie wieder bis zum Kragen vollge…e Babies, mehr Freiheit und eine Menge Spass für alle. Der Trick: Kinder melden sich, wenn sie mal müssen – von Anfang an. Wenn man drauf achtet, sieht man es sofort! Wir haben trotzdem Windeln daheim, wir sind sozusagen Teilzeit-Windelfrei – es ist undogmatisch, eröffnet alle Vorteile und ist ganz einfach (hier gehts zur kurzen Übersicht (pdf, 132 kB ), hier zur Literaturliste.

In diesem Blog berichten wir von unseren (Teilzeit-)Windelfrei-Experimenten, Anekdoten, Tipps&Tricks. Und allem, was das Mutterleben entspannter macht.

Herzlich Willkommen auf 123-windelfrei.de!

Windelfrei!!!

Ich kann mir nicht helfen, jedes Mal, wenn es dann wieder klappt, ist es ein Quell der Freude: 48 Stunden windelfrei – ohne Stress, einfach so :). Nachts klappt es wieder, tagsüber haben wir jetzt übergangsweise die Splitpant von Babygerecht in Benutzung mit Babylegs, das klappt ganz gut, so kalt ist es ja noch nicht. Zu Hause dann einfach ohne alles – wunderbar. Und nachts haben wir eine neue Kombi: Unterwäsche mit Slipeinlage plus Stoffwindel – das hält das meiste dann doch ab. Aber in den letzten drei Nächten war das alles bis morgens trocken. Hach…geht doch 😉

Moko-Mini im Rückzug

Ach, wie sehnsüchtig lese ich Claudias Posting…

Bei uns ist die Moko-Mini derzeit im Rückzug begriffen, aus verschiedenen Gründen. Zum einen hält sie die Menge an Flüssigkeit derzeit einfach nicht mehr aus. Was heißt: Kind ist trotzdem nass, Klamotten auch, sehr frustrierend für alle Beteiligten. Unsere Frustrationstoleranz ist zusätzlich herabgesetzt, da Anziehen derzeit zu den absoluten No-Gos gehört. Anziehen ist langweilig und schrecklich. Außerdem krabbelt er mittlerweile sehr intensiv und da ist Abhalten einfach störend, lästig und doof. Ach so, und: langweilig und schrecklich.

Wir sind daher derzeit auf „ganz oder gar nicht“ umgestiegen: Er trägt entweder „normale“ Klamotten und Pampers oder eben Splitpant und Babylegs. Das heißt meistens: Draußen Pampers, es sei denn, er ist die ganze Zeit im Tuch, denn da ist er ja trocken. Zu Hause dann Splitpants oder – am Nachmittag, wenn nicht mehr so viel passiert – eine Strumpfhose und eine vierfach längs und einfach quer gefaltete Stoffwindel drin. Die hält kleinere Unfälle dann doch noch aus.

Nachts bin ich derzeit wieder zu Teilzeit-Windelfrei-Nacht zurück: Zwischen 0 und 4 Uhr trägt er Pampers oder Easy-Up-Pants (Stoffwindeln schaffen es auch hier nicht mehr), da ich hier meine Tiefschlafphase habe und ihn offensichtlich stille, ohne es zu merken. Manchmal liegt er dann plötzlich links von mir statt rechts, aber ich kann mich an nichts erinnern…und das Kind ist nass. Und der Schlafanzug ist nass. Und das Bett ist nass. Umziehen geht nachts zwar besser ;), aber spaßig ist anders.

Nach meiner Tiefschlafphase, wenn ich zum ersten Mal wieder bei mir bin, ziehe ich ihm alles aus und halte ihn ab und er schläft dann windelfrei weiter: in Body oder Schlafanzugoberteil und Schlafsack. Das klappt prima, zum Abhalten einfach Schlafsack öffnen, nach hinten klappen, Kind andocken, abhalten, Topf wieder weg, zu Ende stillen, Ablegen, Reißverschluss wieder zu – fertig. Ab 5 Uhr morgens MUSS ich ihn sogar abhalten, sonst schläft er total unruhig.

Allerdings habe ich das Projekt „Pampers-Weg“ noch nicht aufgegeben und gerade Gutes von Flexitots gehört.

Naja und wenn Claudia das nächste Mal nach Berlin kommt…wird sie bekniet, uns mit einer neuen, warmen Splitpant zu versorgen, mal sehen, ob ich erhört werde :), dann haben wir auch vormittags draußen mehr Chancen.

Auch unser Bett ist gerne mal naß, aus gleichen Gründen: Topf umgekippt, nicht aufgepasst, etc. pp. Aber es wird immer seltener! Und wenn ich – oh Rabenmutter! – den Mac nachts neben dem Bett lade, hilft mir das kleine Lämpchen am Ladekabel, besser ins Töfpchen zu treffen.

OT: Rabeneltern.org – Schlafen

Die Rabeneltern sind einfach eine Quelle von Informationen, die man gar nicht überschätzen kann. Gerade habe ich – nach der Frage einer Mutter, ob Ferbern nicht doch eine tolle Alternative sei – wieder etwas gefunden: die WHO-Empfehlung zum Elternbett! Und auch sonst sind eine Menge interessanter Artikel auf der Seite zu finden – Ammenmärchen rund ums Schlafen, eine Übersetzung von McKennas Artikel zum Familienbett von naturalchild.org und ein sanftes Schlafprogramm für alle, die unbedingt eines brauchen.

Was ich schön finde: Auch die Rabeneltern tun nicht so, als sei schlafen mit einem Baby (im Familienbett oder im Babybalkon oder wo immer) genau wie das Schlafen vor der Geburt. OT: Rabeneltern.org – Schlafen weiterlesen

Freiburger Säuglingsstudie

Fundstück von heute: Die Freiburger Säuglingsstudie und das Buch, das daraus wurde. Ein Puzzle-Teil zum Thema biologisch korrekter Umgang mit Säuglingen.

Zitiert hier:

Baby ruhig mal brüllen lassen ist kein guter Ratschlag

Babys, deren Eltern sofort auf das Schreien ihres Kindes reagieren, sind insgesamt friedlicher. Das ist ein Ergebnis der Freiburger Säuglingsstudie unter Leitung von Dr. Joachim Bensel von der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen in Kandern. 103 Mütter berichteten für die Studie in mehreren Protokollen über das Verhalten ihres Kindes in den ersten drei Lebensmonaten. Wie das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ berichtet, kam heraus, dass Babys, deren Mütter spät oder gar nicht auf Schreien reagierten, wesentlich unruhiger waren und im Durchschnitt eine halbe Stunde länger pro Tag weinten. Den Ratschlag vermeintlich Erfahrener, Säuglinge ruhig einmal brüllen zu lassen, sollten Eltern deshalb besser ignorieren.

Zitat aus dem Waschzettel des Buches:

Was sind die Ursachen für die frühe Säuglingsunruhe? Wie viel Schreien ist normal für eine gesunde Entwicklung? Ein Blick in traditionale Kulturen, bei denen kindliche Unmutslaute nur selten zu hören sind, stellt die Normalität der in westlichen Kulturen üblichen Schreimengen in Frage.
Das Ziel der Freiburger Säuglingsstudie war es, Unterschiede in den Betreuungspraktiken zwischen stammesgeschichtlich ursprünglicheren Bevölkerungsgruppen und unserer modernen westlichen Welt herauszuarbeiten und diese auf ihre Bedeutung zur Entschlüsselung der frühen Säuglingsunruhe zu prüfen. Die Auswertungen zeigen, dass sich ein Teil des Schreiens durch kulturabhängige Betreuungsbedingungen erklären lässt.

Muss unbedingt besorgt werden.

Und gleich daran die Frage: War jemand auf diesem Workshop?

Symposium:
„Der Säugling – Bindung, Neurobiologie und Gene
Grundlagen für Prävention, Beratung und Therapie“

Samstag, 2. Dezember 2006, 09.00 Uhr – 18.00 Uhr, Sonntag, 3. Dezember 2006, 9.00 Uhr – 14.00 Uhr im Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz

Wenn es Unterlagen gibt, würde ich wahnsinnig gerne mal reinschauen.

Kompetentes Kind – Einschlafen

Wieder eine Lektion kompetentes Kind:

Es ist Abend, ich bin der Meinung, jetzt muss er doch mal müde sein, jetzt muss er doch mal ins Bett. Noch ein letztes Abhalten – wildes Gemecker, fast schon verzweifeltes Gemecker, meine Güte, Mama, lass das, merkst Du denn gar nichts? scheint er zu sagen. Ich halte noch einen Moment, na, kommt nicht doch etwas, ich denke Du musst doch sicher, oder? Er meckert noch lauter, okay, okay, dann nicht. Ich lasse ihn also. Aber ich bin mir so sicher, das er…na egal.

Bin aber nach wie vor der Meinung, herrje, der Tag war so lang, das Kind muss doch jetzt mal ins Bett. Und…das letzte Mal ist mindestens eine dreiViertelStunde her… müssen müsste er doch jetzt auch noch mal, oder?

Aber hey – wir waren gerade beim Unerzogen-Treffen. Kompetentes Kind – Einschlafen weiterlesen

Faulsein…und andere Katastrophen

Wenn wir schon mal beim Thema sind: Auch Faulsein will gelernt sein ;). In den ersten Nächten nach dem Urlaub dachte ich: Windel ist besser. Ich trau mich noch nicht, wieder windelfreie Nächte zu machen und bin – zu faul. Der Effekt: Ab ca. 5 Uhr schlief er unruhig, wälzte sich hin und her. Nach der zweiten solchen Nacht hielt ich ihn – trotz Windel – um genau diese Uhrzeit einfach ab. Und schon schlief er von fünf Uhr bis nach acht ganz ruhig weiter.

Das gab mir Mut, ihn wieder windelfrei schlafen zu lassen. Nachdem ich im Urlaub dicke Freundschaft mit der Stoffwindel geschlossen habe, hatte er nur eine solche lose in den Schlafanzug gelegt. Die ersten zwei Nächte klappte es prima, immer trockene Stoffwindel, ruhig schlafendes Kind, morgens war ich stolz wie Oskar und froh wie Bolle auf seinem Milchwagen.

Doch dann kam sie: Die Nacht, in der alles, aber auch alles schiefging. Faulsein…und andere Katastrophen weiterlesen

Simplify your…holiday II – Tagesablauf

Lange schlafen, früh ins Bett gehen, faul sein, nichts tun, Neues entdecken, dem Ozean zuhören…Ferien :)! Abgesehen davon sahen unsere Tage – aus der windelfrei-Perspektive gesehen – so aus:

Morgens ging ich mit ihm als erstes das Morgengeschäft erledigen und zog ihm dann für ein ruhiges und garantiert unfallfreies Frühstück im Hotel eine frische Windel an. Nach dem Frühstück zog ich ihm diese wieder aus und kleidete ihn entweder in die Splitpant, ließ ihn nackt oder zog ihm eine improvisierte Mokomidi an. Sie besteht aus einem Haarband und einer Stoffwindel – danke an die berliner Topffit-Frauen für den Tipp! Es hat gegenüber dem herkömmlichen Wickeln mit Stoffwindeln den Vorteil, dass sich das Kind leicht abhalten lässt – einfach zur Seite schieben und los gehts. Sehr praktisch. Simplify… Simplify your…holiday II – Tagesablauf weiterlesen