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Was nicht in den Büchern steht…

…liebe Runde, es gibt einen Verlag, der SEHR an meiner Buchidee interessiert ist 🙂 und ich arbeite gerade an einem Konzept. Dabei versuche ich vor allem, die Dinge einzuarbeiten, die eben nicht in den Büchern stehen, die man als Mutter immer nur von anderen Müttern erfährt und sich dann oft sagt: „Wenn ich DAS vorher gewusst hätte!!“

Eine Sache zum Beispiel: Dass der Stillanfang unglaublich schmerzhaft, kompliziert und schwer ist, das sagt einem vorher keiner. Oder dass es Windelfrei gibt :). Oder welche tausend Entscheidungen man vor, unter und unmittelbar nach der Geburt treffen muss (kann).

Deshalb die Frage auch an euch: Was hättet ihr gerne vorher gewusst. Was sind so Tipps, die euch unheimlich geholfen haben? Was sollte unbedingt in einem Buch drinstehen? Und was sind Vorurteile, denen ihr begegnet seid (So lernt der nie laufen, wenn ihr ihn immer tragt! Nach vier Monaten stillen kommt nur noch Wasser! Was- abhalten? Der kriegt ja nen Psycho-Knacks… etc.)?

Wir können ein wirklich hilfreiches Buch machen! Freu mich auf Rückmeldungen!

Natural Child Projekt sucht Spenden

Das Natural Child Projekt ist offenbar immer noch in der Klemme wegen der wirtschaftlichen Lage in den USA, so sagt es eine Rundmail von Jan Hunt.

Sie bittet um Spenden, um die Arbeit fortsetzen zu können. Mit Fünf Dollar ist man dabei!

Jan Hunt informiert seit 1996 Eltern darüber, wie man gleichwürdig und selbstbestimmt mit Kindern zusammenlebt. Sie unterhält eine Website, berät Eltern und erhält das Netzwerk.

Spenden kann man hier per Paypal oder Kreditkarte.

Wer ihr helfen will, kann auch im Shop schöne Dinge kaufen. Es gibtn dort Puppen, die ihre Puppenkinder stillen oder tragen sowie ein Puppen-Tragesling. ch bin z.B. ein großer Fan der Parenting Cards, von denen eine im Wechsel immer an unserer Abzugshaube überm Herd hängt (auch ein schönes Geschenk).

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OT: Basteln statt Youtube – so gehts

Der Große guckt seit Wochen leidenschaftlich gerne Gerrits Tagebuch, der Bau eines Modellflughafens. Vor ein paar Tagen kapierte ich endlich, dass er es nicht nur sehen wollte – er wollte es tun!

Gerrits Tagebuch zeigt, wie er mit seinem Team einen Flughafen für das Miniaturwunderland in Hamburg baut – und es gibt dazu gefühlte eine Millionen Filmchen auf Youtube. Der Große ist total begeistert von Flugzeugen und geradezu süchtig nach diesen Filmchen.

Irgendwann in den letzten Tagen erinnerte ich mich an ein Blogposting im Unerzogen-Blog von Johanna. Sie erzählt darin von der Erkenntnis, dass ihr Sohn gar nicht so sehr Super Mario spielen oder sehen, sondern dass er Super Mario SEIN wollte. Und da hat sie mit ihm zusammen einfach die Super-Mario-Welt ins Wohnzimmer gebastelt und das Kind hüpfte und spielte begeistert darin (statt vor der Mattscheibe zu sitzen und zu daddeln). Ich war total inspiriert, als ich diesen Blogeintrag las. und dachte, wow, Johanna, was für eine geniale Idee!

In den letzten Tagen musste ich wieder daran denken, wenn der Große imitierte, wie Gerrit seine Modellflugzeuge erklärt. Flugzeuge haben wir schon. Was fehlte uns also? Ein Flughafen! Aber wie soll ich einen Modellflughafen bauen, ohne Material und vor allem ohne jedes Basteltalent? Egal, einfach machen…

Wir haben also mit der Landebahn angefangen. Wir haben sie aus alten Corn-Flakes-Schachteln, Toilettenpapierrollen und einer Plastikflasche gezimmert, mit Tower und Landelichtern. Das sieht dann so aus:

Landebahn1

Und es hat dem Kind als Modellflughafen vorerst völlig ausgereicht, er hat begeistert mitgeschnitten, mitgeklebt und vor allem damit gespielt. Warum der Helikopter allerdings nicht auf dem Boden, sondern im Tower gelandet ist, bleibt allein ein Geheimnis des Großen ;).

Landebahn2

Vier Schritte zur Achtsamkeit – nicht nur für Familien

Wir haben hier gerade eine Lektion in praktisch angewendeter Achtsamkeit gelernt. Der Prozess lässt sich in vier einfache Schritte aufteilen, die ich in Zukunft hoffentlich mehr beherzigen werde.

Die Situation: Der Große geht hier nicht mehr in die Kita. Wir hatten in vergangenen Wochen viele Freunde und auch Familie zu Besuch, da war das kein Problem, ein bisschen wie ein kleines Steinzeitcamp. Aber derzeit ist keiner mehr hier und es wird auch bis zu unserer Abreise vorraussichtlich niemand mehr kommen, der sagt: Hey, ich nehme die Kids jetzt mal für zwei Stunden mit auf den Spielplatz. Soweit, so gut. Kein Problem, wir sind ja selber groß.

Aber nach einigen Tagen Alleinsein merkten wir, dass es doch ein Problem war. Dass uns die Energie ausging, das wir auf Spielplatz keine Lust mehr hatten. Wir waren müde, genervt, unzufrieden. Die Kinder unausgeglichen und entsprechend anstrengend.

Achtsamkeit, Buddhismus und Byron Katie haben uns (mir) herausgeholfen.
Das ging so: Vier Schritte zur Achtsamkeit – nicht nur für Familien weiterlesen

Gorillamama macht’s vor

Wenn ihr mal ein wirklich tolles Video über Mutter-Kind-Kontakt sehen wollt, hier die Gorilla-Mama aus dem Londoner Zoo im Oktober mit ihrem Neugeborenen – Körperkontakt, Windelfrei, Stillen nach Bedarf, Spielen…
(Dank an Utta von der AFS!):

Im Off-Text erklärt Phil Ridges, Chef der Gorilla-Pfleger im Port Lympne Wild Animal Park, das sie derzeit das Problem haben, das Baby mit dem dominanten Männchen der Gruppe bekannt zu machen. Der Vater des kleinen ist dieses Jahr verstorben, so dass es keinen Beschützer gibt und dominante Männchen sind dafür bekannt, dass sie nicht-verwandte Nachkommen attackieren und auch töten (spannende Hintergrundgeschichten zur Frage, warum Männchen Babys töten und wie die – auch menschlichen – Weibchen darauf im Laufe der Evolution möglicherweise reagiert haben übrigens bei Sarah Bluffer Hrdy in Mutter Natur).

Vorsicht! Attachment Parenting funktioniert nicht

Es gibt ein Problem. Attachment Parenting funktioniert nicht. Auch Unerzogen funktioniert nicht. Und doch glauben alle daran – und machen sich selbst und einander das Leben zur Perfektionshölle.

Letztens erzählte ich einer anderen AP-Mutter, dass unser Sohn Karies hat und jetzt eine zahnärztliche Behandlung braucht. Jene Mutter fragte zuerst die Dinge ab, die uns auch Familienmitglieder, Zahn- und Kinderärzte fragen: Wieviel Zucker bekommt er? Wie oft putzt ihr Zähne? Womit? Als ich alle diese Fragen offenbar zu ihrer Zufriedenheit beantwortet hatte, sagte sie: „Hm, klingt so, als hättet ihr alles richtig gemacht.“ (Subtext: Es hätte funktionieren müssen)

Ja, irgendwie schon, dennoch stehen wir vor der Frage nach dem Warum, die derzeit mit „vielleicht hat er einfach extrem empfindlichen Zahnschmelz“ beantwortet wird. Aber sie war ja eine AP-Mutter…und sie hatte eine viel bessere Idee: „Und trotzdem Karies…ich finde, ihr solltet euch Gedanken darüber machen, was euer Kind euch damit sagen will, wenn ihm quasi der Mund wegfault.“ (Subtext: Wenn es nicht funktioniert hat, ist bei euch irgendetwas falsch!)

Wow. Das saß. Ich war sprachlos. Verletzt. Schließlich wütend. Dann habe ich – wie immer – versucht, nachzudenken. Und heraus kam: Tausend Dank für diese Replik! Denn ja, genau hier liegt eines der größten Probleme des Attachment Parenting.

AP-Mütter glauben – und bekommen fast überall in der Szene gesagt – dass man bei einem Kind nur die richtigen Knöpfe drücken muss und es wird ein zufriedenes, gesundes, freundliches, unerschrockenes, aufmerksames, kooperatives Baby und Kleinkind sein. Vorsicht! Attachment Parenting funktioniert nicht weiterlesen

Impfen oder nicht – vollkommen unmedizinische Gedanken

Gleich vorneweg: ich mache hier keine Impfdebatte auf. Das Thema ist so komplex, es gibt soviel Für und Wider, soviele Studien, Positionen, Interessen und viel zu viele Meinungen, dass ich nicht noch eine dazu packen will.

Etwas anderes bewegt mich gerade. Matthias Matting, ein sehr geschätzter Freund und Journalist, hat mir auf mein Facebook-Posting hin eine Seite des Robert-Koch-Institutes empfohlen, auf der zu den Argumenten gegen Impfungen Stellung bezogen wird. Es ist eine recht ausführliche Info mit ein paar Quellenangaben und sie beinhaltet wirklich die am häufigsten zu hörenden Thesen der Impfgegner.

Aber eines fehlt mir. Impfen oder nicht – vollkommen unmedizinische Gedanken weiterlesen

Krippenbetreuung – ja, aber wie?

Gerade schreibe ich für die Unerzogen über Krippenbetreuung. Der Anstoss meiner Recherche war ein Positionspapier der Deutschen Liga für das Kind, das auch online steht. Darin wird – herausstechendster Punkt für mich – eine Betreuung von 1:2 (!!) im ersten Lebensjahr und 1:3 für Kinder im Alter von 1-2 Jahren gefordert. Juchuh. In einer Länderübersicht des Bildungsservers zum Personalschlüssel steht bei vielen Bundesländern ein Schlüssel von real 1:10-1:12,5. Das zweite Papier, das mich zu dem Artikel bewegt hat, sind die Empfehlungen der GAIMH zu Betreuung in Krippen.

Ergebnisse der Recherche in Kürze dann hier. Und ab Sonntag gehts für eine Woche in den Urlaub mit der Familie. Danach gehts hier weiter :)!