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FC Windelfrei im Halbfinale

Hihi – erinnert sich noch jemand an den Post rund um den FC-Windelfrei?

Auszug:

Das Bestreben der Windelfrei-Truppe ist nach wie vor, den FC Pampers aus dem Turnier zu kicken. Das gelang in letzter Zeit trotz vor allem technischer Neuerungen nicht immer. Intensives Kauen an den Füßen und plötzliches auf-den-Bauch-Werfen behinderten den Spielfluss unserer Mannschaft. Doch gerade in eine durch Schlaflosigkeit und Unruhe geprägte Enwicklungsphase hinein ging die Windelfrei-Truppe durch einen sanften Gegenangriff in Führung.

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Und jetzt ist wieder WM – und wir sind schon durch ;).

Wie netz-affin seid ihr?

Gerade sitze ich in einer Fortbildung zu Social Media: Twitter, Facebook, Blogs, Digg, Delicious, Wissenschaftsthemen – wie unsere Windelfrei- und AP-Themen! – Online…

Und ich frage mich gerade, wie netz-affin „wir Mütter“ denn sind?

Lest ihr die Twitter-Nachrichten von 123-windelfrei oder sind das „die anderen“? Schreibt ihr auf vielen Blogs Kommentare? Ich weiß, dass einige der Mitleser hier sogar selbst Webseiten aufgesetzt haben (einige ja sogar Verlage, hallo Julia, oder Magazine, hallo Sabine und Johanna :)), aber seid ihr z.B.

– in Facebook aktiv und würdet euch mehr Infos dort wünschen? Vielleicht sogar eine Fanseite?
– setzt ihr Lesezeichen auf Delicious oder Mister Wong?
– wollt ihr wieder mehr Videos? Hat jemand den Kanal auf Youtube abonniert?
– In welchen Foren seid ihr?

Wow, soviele Fragen! Aber so ein spannendes Thema!

Windelfrei-Streik – was tun?

Streiks gehören dazu. Mich erreichte gerade eine Mail von einer Streikgeplagten Windelfrei-Mama. Ihre 10 Monate alte Tochter protestiert, weil sie nicht abgehalten werden will, macht dann aber kurz darauf in die Mullwindel. Selbst der Standard nach dem Aufwachen klappt nicht mehr.

Mein erster Rat: Macht eine Pause. Entspannt euch. Nutzt Mullwindeln und Pampers und freut euch, dass es sie gibt ;).

Bei uns waren solche Streiks manchmal genauso schnell vorbei, wie sie gekommen waren und einfach eine Info von meinem Kind, dass gerade wichtigere Dinge im Kinderkopf vonstatten gingen. Das ist auch immer meine erste Frage gewesen: Passiert gerade etwas Wichtiges? Hat es von Außen eine Veränderung gegeben (Besuch, Reise, neues Spielzeug, sonstige Aufregung) oder lernt das Kind gerade Drehen, Krabbeln, Laufen, Sprechen? Als ich feststellte, dass Streiks immer auf einen Lernschritt hinwiesen, freute ich mich manchmal schon drauf, dass jetzt „etwas Neues“ kommen würde und war dann während des Wickelns freudig gespannt, was das wohl sei :). Natürlich hab aber auch ich immer nach Wegen gesucht, um das Wickeln wieder loszuwerden.

Bei uns hat häufig geholfen, für Abwechslung zu sorgen.

Also: Anderer Ort, andere Position (Hocken, Liegen, Stehen, was halt schon geht und bequem für alle ist), ein neues Spielzeug, ein neues Bild im Klodeckel, ein neues Bilderbuch. Oder einfach mal draußen statt drinnen, über einem anderen Topf, überm Waschbecken statt überm Bad etc. Lasst eurer Phantasie freien Lauf!

Das Wichtigste ist: Bleibt entspannt. Es wird sich wieder einstellen. Man wickelt und fragt sich schon, ob dieser Windelfrei-Kram doch nur Quatsch ist und plötzlich hat man dann das Gefühl, Mensch, ich könnte es ja mal wieder probieren und schwups läufts wieder :). Und noch etwas Tröstliches: Meistens läuft es hinterher noch viel besser als vorher!

Eltern.de Newsletter

Ich kann mir nicht helfen, ich finde solche Formulierungen Baby-feindlich.

Liebe Community-User/innen,
super, die weißen Nächte im Juni. Morgens um vier wird es schon ein bisschen hell – der erste Vogel zwitschert, wenn das Baby wieder kräht.

Wie würden die Leute es wohl finden, wenn so etwas in einem Newsletter für, sagen wir, Ärzte stehen würde?

Morgens um vier wird es für die Nachtschwestern wieder hell – und die Vögel zwitschern, wenn die Patienten wieder krähen…

🙁

Hebammenprotest – 100.000 Unterzeichner& alles fake?

Der Hebammenprotest hat mittlerweile 100.000 Unterzeichner, noch bis zum 17.6. kann man mitzeichnen.

Was mich immer wieder fasziniert, sind die Einwände, da würde „ein einzelner Berufsstand um seine Privilegien“ kämpfen. Letztens sagte wieder jemand – ein Mann – zu mir: „Naja, das ist ja nur eine Aktion des Interessenverbandes freiberuflicher Hebammen, die ihre Pfründe sichern wollen.“

In mir sträubt sich alles gegen so eine Sichtweise, es ist so als würde man sagen, jaja, die Umweltschützer, die wollen ja nur ihre Jobs sichern und dass sie ganz nebenbei die Umwelt schützen ist eigentlich genauso als würden sie an Tankstellen Autos betanken (womit ich nix gegen Tankwarte gesagt haben will ;)).

Bei den Hebammen ist meine Haltung derzeit: Klar will da ein Berufsstand sein Überleben sichern, aber erstens ist das einer, der nachweislich einen wichtigen Beitrag zu unser aller Wohlergehen leistet (wir alle sind geboren worden!!) und zweitens arbeiten sie sowieso für Stundensätze, die ihrer so verantwortungsvollen Aufabe m.E. nicht angemessen sind.

Nochmal die Zahlen von der Hebammenseite:

Seit 2008 wurden die Versicherungsprämien bereits um 80% auf 2.400,- EUR jährlich angehoben. Zum 01.07.2010 steht eine weitere massive Prämienerhöhung bis zu 4.600,- EUR an. Dem gegenüber steht das zu versteuernde Durchschnittseinkommen der geburtshilflich, in Vollzeit tätigen Hebamme bei ca. 1.180,- EUR monatlich, was einem Stundenlohn von 7,50 EUR entspricht.

Was meint ihr dazu? Seht ihr das als reine Lobby-Aktion eines Berufsstandes (und selbst wenn – wäre das schlimm?) oder ist da mehr dahinter?

*grübel*
nic

Windelfrei-Studie: Chance zum Mitmachen

Rita Messmer arbeitet mit den Universitäten Fribourg und Neuenburg zusammen an einer Studie zu Windelfreien Babys. Sie sucht Eltern, die einen kurzen Fragebogen zu ihren windelfreien oder teilzeitwindelfreien Babys ausfüllen und diesen zurückschicken an Rita Messmer.

EDIT: Die Studie ist beendet.

Rita Messmer hat mit „Ihr Baby kann’s“ eines der ersten deutschen Bücher zu Windelfreien Babys geschrieben. Sie ist Mutter von drei Kindern, lebt und arbeitet in der Schweiz und war zwischendurch in Neuseeland. Ihr Fokus liegt derzeit auf den neurologischen Hintergründen zu windelfrei und ihre These ist, dass es es eine sensible Phase dafür gibt (ebenso wie fürs Sprechenlernen), in der die Kinder für Sauberkeitsstimulation offen sind. Sie sagt bewußt „Stimulation“, um abzugrenzen, dass Abhalten kein „Training“ ist.

Weitere Infos zu Rita Messmer findet ihr hier: www.rita-messmer.ch.

Reflux – die unbekannte Speikrankheit

Die aktuelle Ausgabe von Kidsgo beschäftigt sich unter anderem mit Reflux und bringt mich dazu, auch selbst mal wieder dieses Thema zu recherchieren. Reflux ist im Prinzip das, was wir als „Sodbrennen“ bezeichnen würden. Es fließt Magensäure die Speiseröhre hoch und das tut sehr weh.

Allgemeine Infos dazu findet man unter Wikipedia und auf der Seite einer betroffenen Mutter (Englisch). Dr. William Sears beschäftigt sich online ebenfalls mit Reflux allgemein und Reflux als unerkannter Grund für nächtliches Aufwachen. Der Netdoktor hat ebenfalls eine Seite dazu.

Sears schreibt zu der Krankheit, dass „Kolik“ häufig die – falsche- Diagnose ist, die schlicht heißt: „Wir wissen nicht, was los ist“ und dass Reflux eine Ursache für unklare Schmerzen und anhaltendes Schreien sein kann.

Hinweise auf möglichen Reflux sind: Plötzliche Schmerzattacken, manchmal häufiges Spucken (aber nicht immer), Bauchschmerzen, wachen nachts auf mit plötzlichem Weinen, sind nach dem Stillen unruhig, winden sich in Schmerzen, ziehen es vor, aufrecht getragen zu werden, wollen auf dem Bauch schlafen oder auf einem erhöhten Kissen, sauer riechender Atem.

Ein Reflux-Kind kann einige oder nur wenige dieser Symptome aufweisen.

Was hilft:
– Baby nach dem Essen noch mindestens 30 Minuten aufrecht tragen
– Häufigere, kleine Mahlzeiten und Stillen nach Bedarf
– Baby viel am Körper tragen
– Schreien vermeiden – beim Schreien kommt mehr Magensäure hoch, also besser immer sofort reagieren
– Stillen, gestillte Kinder haben weniger starken Reflux, weil Muttermilch schneller verdaut wird
– Flaschenmilch kann angedickt werden (VORSICHT: das Forschungsinstitut für Kinderernährung rät davon eher ab )
– Reflux-Babys schlafen besser auf dem Bauch, allerdings erhöht das statistisch gesehen die Gefahr des plötzlichen Kindstodes, daher mit dem Kinderarzt darüber sprechen, ob und wie man das Baby z.B. halbhoch lagern kann

Bei unserem Kind ist bis heute nicht ganz klar, ob er Reflux hatte, aber wir hatten einige der Symptome und das war nicht schön. Bei uns haben das hohe Lagern, viel Tragen, nicht Schreien lassen, häufiges Stillen ganz gut geholfen.

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft, Liebe und gute Besserung!

Update: "Unser" Windelfrei

Es gab einmal eine Zeit (lang, lang ist es her…), da war unsere Variante von „Windelfrei“ genau das Richtige: Vollzeitbewindelung mit Wegwerfwindeln, aber dennoch regelmässig Töpfchen anbieten. Nach dem Schlafen, vor dem Wegggehen oder mal zwischendurch. Es war gut, so wie es war, entspannt und bequem, doch gleichzeitig hatte unser Kind die Gelegenheit, im Kontakt zu seinem Körper zu bleiben.
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