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Windelfrei-Streik – das hilft!

Was tun beim Windelfrei-Streik? Es gibt Hilfe. Wir haben ihn überstanden!


Was ist ein „Streik“? Sieht so aus: Dein Baby lässt sich nicht abhalten, streckt sich durch, weigert sich, weint, dreht sich weg, macht nicht mehr mit. Die meisten Windelfrei-Mütter kommen früher oder später an diesen Punkt. Meistens passiert eine „Abhalte-Pause“, wie Laurie Boucke das in „Topffit“ nennt, wenn die Babys beginnen, sich zu drehen, zu krabbeln, zu stehen, zu laufen oder zu sprechen – also bei Entwicklungsschüben. Laurie schreibt „Gründe sind entwicklungsbedingt oder emotional“. Unter „emotional“ fällt: Protest gegen Unterbrechen einer Aktivität, eine Änderung im Zeitplan, Änderung der Umstände (Umzug, neue Kita o.ä.) oder plötzlich weniger Aufmerksamkeit zu bekommen.

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Trinkt Kaffee!

Nein, natürlich nicht. Besonders nicht, wenn ihr stillt. Aber ich habs heute getan. Und es hat mir mal wieder gezeigt: Kinder sind nicht schuld. Nie. Wenn ich gestresst bin, dann weil ich müde, hungrig oder sonstwie unpässlich bin. Aber nicht wegen der Kinder. Die Kinder sind toll. Alles andere sind Benutzerfehler.

Aber von vorne: Wir hatten eine wirklich harte Nacht gestern (Husten, Großer schlecht geträumt, ich spät eingeschlafen) und heute Vormittag fand ich einfach keine Ruhepause. Ich war so müde! Und bin ich müde, findet sich nicht eine Spur von Buddhismus oder Jesper Juul an mir. Ich bin dann einfach nur genervt. Da hab ich mir gegen 15 Uhr einen Latte Macchiato gekauft. Und getrunken. Das ganze Glas .

Das hab ich ewig nicht gemacht.

Der Erfolg war durchschlagend. Ich war vollkommen entspannt, trotz eines massiven Wutanfalls des Großen und eines Abenddramas wegen Bauchschmerzen. Ich blieb während seines Ausrasters einfach still und offen und vor allem bei ihm, ich habe mich nicht aufgeregt, nicht geschimpft, nicht geklagt, sondern hab ihn still in den Arm genommen, als er wieder soweit war.

Zuhause hab ich gekocht, Abendessen bei Kerzenschein mit zwei Kindern, dann später einem plötzlich auftretenden Bauchwehkind geholfen, nebenbei die Kleine beschäftigt und gebadet, beide bettfertig gemacht und als alles wieder gut war, hab ich sie mit einer frisch selbst ausgedachten Piratengeschichte in den Schlaf gequatscht/getragen.

Toll. Kaffee rocks.

Hoffentlich vergesse ich das nicht wieder Unkooperative, stressige Kinder sind immer mein Fehler. Also Merke: Viel und gut essen. Und schlafen. Oder Kaffee.

Geht euch das auch so? Ich bin einfach oft soooo müde (nicht wegen der Kinder…. der Tag hat einfach nicht genug Stunden und dann arbeite ich oft nachts…und wenn ich dann nicht schlafen kann…grrrr)

Katzen würden Whiskas kaufen? Ich glaube, wenn der Große könnte, würde er mir hin und wieder einen Kaffee machen. Ich kauf jetzt öfter mal einen.

Gute Nacht!!

Abhalten – so gehts besser

Bei Kleinkindern lernen Mütter für’s Töpfchentraining, dass viele von ihnen besser „können“, wenn sie ihre Füße aufstellen können (was bei kurzen Beinen und hohen Erwachsenentoiletten oft nur mit einem Hocker geht).

Ich habe festgestellt, dass das auch für Babys gilt. Da hier der Hocker nicht hilft, machen wir das so:

Füße auf den Toilettenrand (wir sitzen falsch herum auf der Toilette, sie auf meinem Schoß)

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Windelfrei-Workshop 12.11. um 12:30

Liebe Runde,

das Leben ist großartig. Ich denk ja immer: ach, windelfrei, das interessiert doch sicher wieder keinen – aber offensichtlich interessiert es eine ganze Menge Leute. Der Windelfrei-Workshop im Hug&Grow war voll, zehn Plätze hatten wir, neun Menschen waren da mit ihren hinreißenden Babys. Und da schon am Tag selbst einige Mamas sagten: „Ach, ich wäre so gerne gekommen!“ und einige sich angemeldet hatten, aber nicht kommen konnten, werden wir einen Wiederholungstermin machen am

12.11.2011
um 12:30-15:30
im Hug& Grow
15 Euro pro Person, 20 Euro für Paare.

Windelfrei – so geht’s. Eine Einführung ins Thema mit ein bisschen Hintergrund, inklusive Positionen-Training, tags&nachts, Abhaltestreik-Beratung, ich bring Splitpants, Mokomidi, Asia-Topf und Bücher mit, so dass man direkt mal alles ansehen und anfassen kann.

Dieses Mal hat mich sehr gefreut, dass manche Eltern mit ihren 4 (!) Wochen alten Babys die Abhaltepositionen ausprobierten und gleich feststellten, dass es ja viel einfacher ist, als sie dachten. Und ich habe durch die Fragen wieder so viele Anregungen bekommen, dass der Workshop immer ausgefeilter wird. Wer teilnehmen möchte, melde sich hier an, ich freu mich drauf!

Eure Nicola

PS: Wer schon Windelfrei-Fit ist, schaut einfach mal hier, es gibt noch weitere Kurse in der Workshop-Reihe, von mir noch „Artgerecht“ und „Sicheres Familienbett“.

Montags-Mantra: Reffe! Jetzt!

Mein Lieblings-Segel-Lehrer hat mal auf dem Boot gefragt: „Wann sollte man reffen (also die Segel verkleinern)?“ Wir grübelten alle lange: Wenn der Wind auffrischt, wenn das Boot sich zu weit neigt, wenn man zu schnell wird…aber nichts davon konnte man so richtig festmachen. Es gab keine feste Regel. Als würde man einen Pudding an die Wand nageln. Am Ende waren wir erstaunlich ratlos. „Ja..hm, ja, wann sollte man denn reffen?“ drängten wir schließlich.

„Man sollte reffen, wenn man sich fragt, ob man reffen sollte“, war seine Antwort.

Diese kleine Weisheit hilft mir auch als Mutter immer wieder. Wann sollte man ein Baby abhalten? Wenn man sich fragt, ob man es abhalten sollte. Wann sollte man doch mal eine Hand unter den Großen auf dem Klettergerüst halten? Wenn man sich fragt, ob man jetzt nicht doch mal hingehen sollte. Wann sollte man nach einem Blick in den Himmel die Regenjacke mitnehmen? Exakt: Wenn man sich fragt…

Das liegt an etwas ganz Simplen: Intuition. Intuition ist kein Hexenwerk. Mir leuchtet ein, dass sie einfach das Produkt aus Erfahrung, Wiederholung und einem schnellen, unterbewussten Denkprozess ist (siehe Hania Luczak für GEO über das Bauchgehirn). Bei Kindern müssen wir in Sekundenbruchteilen ständig Entscheidungen treffen und häufig haben wir das Glück, dass es immer die gleichen sind. Wir haben also wenig Zeit und viel Erfahrung – ideal für den Bauch, ideal für die Intuition. Und die meldet sich oft, indem sie uns fragen lässt: Sollte ich…

Daher ist meine Antwort immer: Ja, du solltest. Reffe, jetzt! Halte ab, jetzt! Und verflixt, jetzt pack einfach die Regenjacke ein ;).

(Was ist das Mama-Mantra? hier

weitere Mantras: Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

"Na…?" "Nicht jetzt!" – Abhalte-Streik!

Sie streikt. Windelfrei – vorbei. Nichts mehr zu machen. Seit Tagen haben wir 90% Windel. Und kaum noch etwas in anderen Gefäßen. Abhalten ist vollkommen out. Nur noch nachts klappt es gut. Tagsüber klappt es manchmal nach dem Schlafen, wenn sie noch zu müde ist und die Umgebung langweilig. Ansonsten ist die Welt definitiv zu spannend, um auch nur eine einzige, kostbare Sekunde mit Abgehalten-Werden zu verbringen. Sie streckt sich durch, sie dreht sich weg, sie schimpft.

Meine Bebachtungen:
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