Archiv der Kategorie: Allgemein

Parenting Card: Kinder machen Fehler

Children make mistakes

Kinder machen Fehler – wie jeder andere auch. Aber ich habe oft den Eindruck, dass ihre Fehler besonders scharf geahndet werden. Vielleicht, weil immer noch die Idee herumschwebt, man müsse ihnen den Hobbes’schen Wolf austreiben? *seufz*.

Kinder machen Fehler. Und das ist nicht schlimmer als wenn wir sie machen. Wer würde einen Nachbarn, der zu Besuch ist und ein Glas umwirft, vor versammelter Mannschaft ausschimpfen oder gar bloßstellen?

Beim nächsten „Fehler“ eures Kindes, darf ich auf Robert Sutton verweisen, der „Good Boss, Bad Boss“ geschrieben hat. Er sagt: „Der beste Test, ob ihr ein guter Boss (in unserem Sinne: Erwachsener) seid, besteht darin, was ihr macht, wenn jemand einen Fehler macht.“

Er hat einen schönen, langen Artikel dazu geschrieben, der „Forgive and Remember“ heißt und in dem es darum geht, dass wir aus Fehlern vor allem Lernen sollten. Passieren tun sie – uns und den Kindern – nämlich sowieso :).

Impfvortrag in Berlin

Im Veganz gibt es 2 Vorträge zum Thema Impfungen von Judith:

1. Termin: Mittwoch, 18.04.2012
Der erste Vortrag befasst sich kritisch mit der Impfthematik und richtet sich vor allem an Eltern, die vor der Impfentscheidung stehen. Auch Schwangere und alle, die dieses Thema interessiert, sind herzlich eingeladen.

2. Termin: Mittwoch, 25.04.2012

Dieser zweite Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, was Eltern – unabhängig von Impfungen – für die Gesunderhaltung ihrer Kinder tun können.
Neben anderen wichtigen Aspekten wird dabei auch auf die Themen Stillen und Beikost eingegangen.

Die Vorträge finden in den Kursräumen des Veganz („Extraveganz”) statt.

OT: Grüner Frühjahrsputz

Mit dem Aufruf „An Umwelt und Gesundheit denken“ werden Eltern und junge Familien im aktuellen Magazin „haut & allergie“, welches in Arzt- und Hebammenpraxen sowie in Apotheken und Kliniken ausliegt, über den bewussten und richtigen Umgang mit Haushaltsreinigern/-chemikalien durch die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. informiert.

Gut zu wissen:

  • Die meisten Reiniger sind zu scharf und schädigen Gesundheit und Umwelt.
  • Immer Haushaltshandschuhe – idealerweise mit Baumwolle gefüttert – tragen.
  • Ausdünstungen schädigen die Atemwege.
  • Antibakterielle Mittel schaden mehr als sie nützen.

Was braucht man für den unbedenklichen Frühjahrsputz?

Wasser, Seife, Spülmittel, eventuell eine Scheuermilch, verschiedene Putzlappen oder Schwämme und Muskelkraft. Bei hartnäckigerem Schmutz muss möglicherweise richtig geschrubbt werden. Das ist zwar deutlich anstrengender, aber viel gesünder. Und es reicht aus, um mögliche Verschmutzungen zu beseitigen bzw. auf ein gesundheitlich unbedenkliches Niveau zu bringen.

Zum ähnlichen Schluss kommt auch die David Suzuki Foundation mit ihrer Aktion:
Spring Breakup – End up your toxic relationship with your household cleaner

Viele Reinigungen im Haushalt können mit Mitteln erledigt werden, die sicher ungiftig essbar (wenn auch in Maßen) sind – wie Backpulver, Olivenöl, Weißweinessig, Salz und Zitrone – und den Rest zumindest mit Reinigern mit wenig giftgen Bestandteilen.

Hier mit Anleitungen zum Herstellen eigener „grüner“ Reinigungsmitteln: Green Cleaning Recipes.


EDIT: Ja, gerne her mit den Euren persönlichen Praxistipps und Erfahrungen.  Ich schiebe das Entsorgen der üblichen Reinigern und das Umstellen zu den „grünen“ aus Unwissenheit/Erfahrungslosigkeit vor mir her.

Dankeschön „Gast“ für den WDR Hinweis! Mogelpackung Putzmittel – eine Sendung vom 20. März im WDR.

Fußakrobatik für Still-Mamas

Heute mal meine kleine Serie: Was man als Mutter alles mit den Füßen können sollte. Wer immer mal wieder ein stillendes Baby auf dem Arm hat, kann folgende hilfreiche Fähigkeiten trainieren, alles mit den Füßen.

Für Anfänger:
Ein Schaukelpferd schaukeln
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und Licht an und aus machen

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Für Fortgeschrittene:
Die Spülmaschine schließen, bevor die Anderthalbjährige sie ausräumt
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Schubladen öffnen oder schließen CIMG0142

Für Profis:
Türen öffnen oder schließen CIMG0143CIMG0144
und
Den Wasserhahn öffnen oder schließen oder richtig einstellen. CIMG0141

Hab ich was vergessen? Schickt mir Fotos :)!!

Montags-Mantra: Tanze!!

An grauen Tagen braucht meine gute Laune ein bisschen Hilfe, um durchzuhalten. Bei Kriss Carr von CrazySexyCancer habe ich jetzt im Trailer gesehen, dass sie eine geniale Idee hat: Sie tanzt jeden Tag zu einem Popsong wild durch die Gegend. Ich habe das bisher eher hin und wieder mal gemacht, wenn es sich halt ergab. Oder wenn ich glaubte, es mir „erlauben“ zu können. Aber es als Teil einer „Therapie“ zu sehen bzw. es zum Ritual zu machen, das ist großartig.

Keine Zeit? Ein Popsong – das sind meistens nicht mehr als Dreieinhalb Minuten. Soviel Zeit muss sein. Tanze!

Der Effekt ist nachgewiesenermaßen höchst gesund: Bewegung und Musik helfen gegen Verspannungen und Schmerzen, Herz und Kreislauf profitieren von der Extraportion Training und Sauerstoff, Seele und Geist werden durchgepustet und eine bessere Stimmung ist die Folge.

Wenn es sich nicht einrichten lässt, ganz alleine mal das Bein zu schwingen oder einen abendlichen Tanzkurs zu machen, dann tanzt halt miteinander! Meine Erfahrung ist, dass die Kinder es großartig finden und begeistert mittanzen.

Habt ihr das auch schonmal gemacht? Was macht ihr sonst noch gegen schlechte Laune an dunklen Tagen?

Parenting Card: Es gibt keine perfekten Kinder

no perfect children

Eine neue Seite eines Themas, das ich schon einmal aufgegriffen habe („Jedes Kind ist anders“): Es gibt keine perfekten Kinder.

Schon allein deshalb, weil „perfekt“ zu jeder Zeit, in jeder Kultur, von jedem Elternpaar und teilweise sogar von jedem Elternteil anders definiert wird. Wie sollten die Kinder das alles hinkriegen? Keine Chance.

Meine Kinder sind für mich immer in einzelnen Momenten „perfekt“, das sind die Momente, in denen ich sie ansehe und ich denke, wahnsinn, das sind meine Kinder, sind sie nicht großartig! Und es gibt die Momente, in denen ich denke, aaaaargh!!! das sind meine Kinder??? Was hab ich denn da verbockt???

Danke, Jan. Jetzt weiß ich es: Sie sind nicht perfekt.

Oder besser: Sie sind perfekt. Sie sind so wie sie sind. So wie sie zu diesem Zeitpunkt sein müssen. Und man darf getrost davon ausgehen, dass sich viele auswächst. Ich muss immer an Juul denken, der sagt, dass es 5000 Übungskonflikte braucht, bis Kinder sie lösen können.

Danke, Meister der Entspannung-Juul. Kinder sind nicht perfekt. Weil sie nicht perfekt sein müssen, können oder sollen.

OT: TEDxChange 2012 Berlin: Respektvoll helfen, Welt verändern

Heute war ich auf der TEDxchange 2012 eingeladen. Ein High-Tech-Event zum Thema: „The Big Picture“ im eiskalten Trafo in Berlin. Inhalt: Wie machen wir die Welt ein bisschen besser. Starring Melinda French Gates, die Frau, die dank Microsoft mal eben 10 Millionen in ihre Entwicklungshilfeprojekte investieren kann und die voriges Jahr auf Platz 6 der Forbes-Liste der mächtigsten Frauen der Welt war. Ihr neues Thema: Familienplanung!

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Zukunftsdialog für Deutschland

Der ein oder andere hat schon davon gelesen oder sich sogar aktiv online beteiligt, dem Dialog über Deutschlands Zukunft – einer Initiative der Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Bundesregierung. Jeder darf seit Februar 2012 Vorschläge im Bürgerdialog einreichen und für Ideen anderer abstimmen. Das Ganze ist bis zum 15. April 2012 freigeschaltet.

Kernfragen sind:
Wie wollen wir zusammenleben?
Wovon wollen wir leben?
Wie wollen wir lernen?

Fragen, die wir auch für uns in der artgerecht-Yahoo-Group gut diskutieren könnten (und zum Teil auch schon machen). *find*

Zukunftsdialog

Die Autoren der 10 meist gewählten Vorschläge werden zum Dialog ins Bundeskanzleramt eingeladen. Angela Merkel möchte dann über ihre Ideen sprechen. Ebenfalls eingeladen werden die Initiatoren der zehn Vorschläge, die von den „unabhängigen Fachleuten des Expertendialogs und den Mitarbeitern des Bundespressamtes nach fachlicher Prüfung als die erfolgversprechendsten ausgewählt wurden“.

Ziel dieser Aktion soll sein: „neue Art von Beteiligung“ und „eine neue Kultur des Zuhörens und eine neue Form des Dialogs“  zu geschaffen. Es soll ein „Experiment“ sein, „das stark auf den Prozess des gemeinsamen Arbeitens und Diskutierens setzt, Fehler bewusst zulässt und vor allem eines im Blick hat: das Hinzulernen“.

Es gibt mittlerweile wahnsinnig viele Vorschläge. Zwei – unter vielen tollen – Vorschlägen sind:

Ob diese eigentlich doch spannende Aktion wirklich etwas bringt, bleibt natürlich abzuwarten… *think positive*