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Montags-Mantra: Dreh es mal um!

imag1896-web_65213_by-der_patrick_piqs_deDreh es mal um!

Wie oft ärgern wir uns – lautstark oder insgeheim – über unsere Mitmenschen: Die Frau an der Kasse hätte auch freundlicher sein können. Die Nachbarin redet immer so oberflächlich. Sabine könnte ruhig mal wieder anrufen.

Mit solchen Gedanken können wir uns den schönsten Sonnentag schlecht reden.

Das Komische ist: Das menschliche Gehirn bemerkt die negativen Dinge viel eher als die positiven. Vielleicht war das mal ein Überlebensmechanismus: „Puh, die Braunbären sind ganz schön aggressiv dieses Jahr vor dem Winterschlaf, lasst uns lieber woanders Nüsse sammeln gehen.“

Wenn das allerdings überhand nimmt, wird es zur Belastung. Negative Gedanken strengen uns viel mehr an als positive und ziehen unseren gesamten Organismus in Mitleidenschaft.

Daher mein Mantra für Tage, an denen alles doof ist:

Drehe es mal um! Hätte ich zu der Frau an der Kasse freundlicher sein können? Könnte ich der Nachbarin mal erzählen, was mich wirklich bewegt? Oder Sabine einfach mal anrufen? Hocke ich ein einem engen, stickigen Flugzeug heraus oder war ich der Sonne selten so nah wie jetzt?

Der Effekt: Ich übernehme Selbstverantwortung (ein herrliches Gefühl, die Endorphine beginnen sofort zu tanzen) und verändere etwas, indem ich mich verändere (und sie tanzen, und tanzen und tanzen!). Sofort geht es mir und meinem Gehirn deutlich besser!

Albern sein: Was Eltern von Clowns lernen können

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Wir alle lachen viel zu wenig. Dabei ist Lachen so wahnsinnig gesund! Es löst Spannungen, es schafft Verbindung, es schafft Nähe. Es hilft sogar so gut, dass es Clowns gibt, die in Kinderkliniken gehen und dort mit den kleinen Patienten albern sind. Und das geht auch mit Babys!

Lachen hilft uns, einen schwierigen Alltag zu überstehen. Als mein Sohn ein Baby war, hat er viel geweint. Er war kein klassisches Schreibaby, aber nachmittags konnte ich mich darauf einstellen, dass wir 2-3 Stunden – oder mehr – mit einem quengelnden, unzufriedenen, weinenden, schreienden, nicht schlafen könnenden Baby verbrachten.

Irgendwann war ich am Ende meiner Nerven.

Die Sonne schien – ich sah es nicht mehr.
Die Menschen lächelten. Ich lächelte nicht zurück.
Mein Baby war hinreißend – ich fürchtete nur noch die Stunde, in der er mich mit seinen 120 – Düsenjet-Dezibel attackieren würde.

Eines Tages reichte es mir. Ich wollte wieder Spass am Leben haben! Und ich erschuf uns eine Regel:

1 am Tag sollten wir miteinander lachen – so richtig lachen! Bis wir uns vor Lachen in Hose und Backup machten ;).

Auch wenn die Welt für meinen kleinen Neuankömmling offenbar sehr schwierig war, ich wollte, dass er 1x am Tag mit mir lachte, 1x am Tag erfuhr, wie schön und lustig es sein könnte.

Wir verordneten uns also eine Stunde Blödsinn am Tag, ich…

…kitzelte ihn
…prustete auf seinen Bauch
…knabberte an seinen Füßen
…versteckte mich hinter Tüchern
…ließ Eier in Schüsseln fallen – flatsch!
…machte Grimassen
…ließ ihn Wasser an – & ausmachen

… und ich stellte mit Erstaunen fest, wieviel Humor schon ganz kleine Babys haben.

Ergenoß es! Ich lachte! Er lachte! Wir waren unendlich albern und auch wenn am Abend das Schreien wieder losging – wir hatten einen guten Tag gehabt.

Heute ist er sieben und wir handhaben das immer noch so. Egal wie der Tag war – 1x am Tag müssen wir richtigen Quatsch machen und uns darüber kaputtlachen (z.B. wenn mir der Kaffee in die Handtasche läuft…), sonst fehlt uns etwas. Und der Effekt? Mein Sohn ist ein herrlicher Clown, wenn die Kleine weint, stolpert er durch die Gegend und läuft gegen imaginäre Wände und ich lerne und lerne und lerne von ihm.

🙂
Eure nic

Montags-Mantra: Wie man aus einem schlechten Tag einen guten machen kann: Neustart!

An manchen Tagen läuft alles schief. Gerne auch mal – Montags.

Aber egal wie schief der Tag angefangen hat – es gibt einen Weg, es wieder hinzukriegen!

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Manchmal geht es bei uns schon morgens los: Die Kinder streiten beim Aufstehen. Sie ziehen gähnend langsam an. Sie sitzen ewig auf dem Klo statt zu frühstücken. Die Uhr tickt, wir geraten in Stress.

Ich bin nicht immer gut darin, jetzt gelassen zu bleiben. Bin ich selbst nicht im Gleichgewicht, geht es los: ich hetze die Kinder, meckere, finde den Schlüssel nicht, stolpere über das Lego von vorgestern, alles ist doof. Wenn wir es dann endlich an den Frühstückstisch geschafft haben, sind wir alle entnervt, traurig, die Kleine weint wegen jeder „Kleinigkeit“ und ich habe um zehn nach halb acht Uhr morgens das Gefühl, dringend zurück unter meine Decke zu wollen.

An solchen Tagen haben wir ein sehr effektives Familientool, das auch die Kinder von sich aus sehr gerne einfordern. Es heißt: „Lasst uns den Tag nochmal neu starten!“

Das geht so:
„Uff, der Tag hat richtig schlecht angefangen.“ „Ja, alles total doof.“ „Ich hab eine Idee!“ „Ideen sind immer gut, lass hören!“ „Wollen wir den Tag nochmal neu starten?“ „Ja!“ „Ja!“

Und dann nehmen wir uns in die Arme, es wird geknuddelt, gekitzelt und geküsst und wir starten nochmal „neu“. Ich bin wieder freundlich, die Kinder wieder kooperativ und wenn wir an der Haustür sind, sagt einer: „Mensch, das haben wir aber gut hingekriegt, jetzt kann es doch noch ein richtig schöner Tag werden!“ – und so kann ich meine Kids dann auch guten Gewissens in Schule und Kindergarten entlassen…

🙂

Ich wünsche euch einen schönen Montag!

Eure Nic

Montags-Mantra: Plane die Pause

Die Woche geht wieder los, die Uhr tickt, die Aufgaben drängen. Genau der richtige Moment, um die Pausen zu planen. Pausen zwischen den Welten, Pausen zwischen zwei Aufgaben, Pausen für Übergänge. Für die Kinder. Aber genauso wichtig: Für uns!!

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Von zu Hause zur Kita, von Oma zu Papa, von Mama zum Babysitter – Übergänge sind oft mit Streit, „Trödeln“, Weinen und Verweigerung behaftet. Wir Eltern haben viele Strategien, was man tun kann.

Aber mal ehrlich: wie ist es mit uns Erwachsenen? Können wir einfach so von einem zum anderen wechseln? Hin und Her und immer sofort wie auf Knopfdruck in einem anderen Modus funktionieren?

Von der Arbeit raus, ins Auto, durch den Stau, in die Kita hetzen bevor sie zumacht und uns dann problemlos dem gemütlichen Tempo der Kinder anpassen, obwohl wir noch einkaufen müssen?

Viele berufstätige Eltern berichten, dass sie nach einem Arbeitstag eine halbe Stunde brauchen, um wieder zu Hause „anzukommen“, bevor sie sich der „Familienarbeit“ widmen können.

Meine eigene, wundervolle Mutter hat immer ihren „Pause-Puffer“ gehabt, in der sie nach Hause kam, 10 Minuten, in denen sie ihre Sachen wegräumte, einen Kaffee trank, kurz durch die Zeitung schaute und danach konnte sie entspannt meinem Schwall an aufregenden Erzählungen zu den Tagesereignissen folgen.

Mit Babys und kleinen Kindern sind solche Abmachungen schwierig. Aber auch hier gibt es Lösungen:

Wenn Mama oder Papa da sind, sollten sie auch wirklich „da“ sein. Wir müssen unseren Puffer also anders einplanen: Geht noch einmal um den Block, bevor ihr beim Kind ankommt. Tanzt zu einem wilden Lied, bevor ihr das Büro verlasst. Quetscht in die Pause zwischen Arbeit und Familie nicht noch Post, Bank und Einkauf, sondern lieber 10 Minuten Ruhe auf einer Wiese im Park.

Diese Minuten sind Gold wert. Sie stärken das Herz – und damit eure Beziehung, eure Lieben, euch, eure Kinder und das ganze Leben.

Einen schönen Montag für alle!

Montags-Mantra: "Sei still!" – Die Mecker-Spirale unterbrechen

Kennt ihr das? An manchen Tagen stört mich die Fliege an der Wand. Für die Kinder ein Dauer-Stress-Zustand. Mein Mantra, um mit der „Mecker-Spirale“ wieder aufzuhören.

fliege2-web_193827_by-ilagam_piqs_deEs gibt Tage, da fängt es schon morgens an: Der Große räumt seinen Frühstücksteller nicht weg, die Kleine schmeißt ihre Klamotten überall herum, sie zanken sich, wer zuerst auf Toilette darf – wir haben in unserer Wohnung zwei Toiletten, aber der Architekt hat nicht dran gedacht, dass sie um des lieben Familienfriedens willen bitte GENAU identisch zu sein haben und daher gibt es natürlich ein „gutes“ Bad und ein „nicht so gutes“ Gästebad ;D. Wenn es mir gut geht, denke ich an die !Kung und ihren Ausspruch: „Kinder haben keinen Verstand“ und sage mir, dass es mit meinen klugen, kooperativen, wundervollen Kindern eigentlich gut getroffen habe. Aber an Mecker-Tagen nervt mich das alles einfach nur.

Und dann hört man mich: „Räum bitte deinen Teller weg, warum muss ich Dich jeden Morgen daran erinnern? Nein, die Klamotten nicht auf den Boden, sondern in den Wäschkorb bitte. Ja, der steht seit zwei Jahren im Schlafzimmer, da steht er immer noch. Verflixt noch eines, müsst ihr um die Toilette streiten? Wir haben doch zwei!?“

Wenn der Tag so anfängt, kann das gut und gerne den Rest des Tages oder sogar Wochenendes so genervt weitergehen. Plötzlich regt mich alles auf, ich sehe überall Fehler und Nachlässigkeit, reagiere auf jede Kleinigkeit genervt, habe selbst einen schrecklichen Ton am Leib und die Kinder – dankenswerterweise – spiegeln das ungefiltert, reden sich gegenseitig auch im genervten Ton an, fangen an zu petzen „Er hat aber zuerst…!“, was sie sonst nie tun und es wird und wird nicht mehr besser.

Wie kommt man da heraus?

Ich habe für solche Momente ein Mantra, das bei uns sehr gut funktioniert, es heißt: „Einfach mal die Klappe halten“ oder netter „Sei still!“

Es gilt nur für mich, nicht für die Kinder.

Es geht so: Ich meckere mich durch den Vormittag und beim Mittagessen merke ich, dass ich den Tag so nicht weitermachen will.

Ich informiere die Kinder: „Ich will so nicht weitermachen. Ich kann mich selbst schon nicht mehr hören, ihr streitet auch nur noch, so macht mir das keinen Spass. Ich will aber, dass das hier Spass macht! Also werde ich jetzt mal einen Moment still sein.“ Und das mache ich dann.

Ich kommuniziere nur noch mit Gesten und Mimik, mit Handzeichen oder eben gar nicht. Das wirkt Wunder! Erstens kann ich dann ja gar nicht weiter meckern. Zweitens kann ich mich nicht mehr so aufregen, sondern muss mich auf „Ja“ „Nein“ „Dort“ und „dies“ beschränken. Sofort scheint sich in meinem Gehirn irgendetwas zu entspannen. Als würde das aufgeregte „Mecker-Zentrum“ wieder zur Ruhe kommen. Außerdem ist es für die Kinder sehr amüsant, wenn Mama mit Händen und Füßen erklärt, dass mal kurz jemand zu Oma rübergehen und einen Topf holen soll ;).

Manchmal machen sie sogar mit, sie versuchen mir zu helfen, dass ich mich verständlich machen kann und sind selbst wieder viel kooperativer, weil es wie ein lustiges Spiel ist.

Wenn mein Kopf sich entspannt hat und ich mich auch, dann rede ich wieder – oder wenn ich etwas wirklich nicht mit Zeichen erklären kann, und dann lachen wir alle und schwups geht der Tag viel besser weiter! Kennt das jemand? Schonmal jemand ausprobiert?

🙂
Ich wünsche allen einen guten, meckerfreien Montag!

Eure Nic

Stellungnahme des GKV-SV- Warum sogar die Blauwale die Hebammen brauchen

Der Streit um die Hebammen geht weiter. Ich muss gestehen – die kompletten Details entgehen mittlerweile meiner Kenntnis, wer sich dafür interessiert, findet auf Mother-hood.de Infos und Expertinnen.

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So wie ich das sehe, ist der Stand jetzt:

In der Radiosendung NDR-Redezeit sagte GKV-Mitarbeiterein Ann Marini am 8. Juli, dass wir vielleicht gar keine freiberuflichen Hebammen brauchen.

Der DHV hat eine Stellungnahme dazu gefordert.

Der GKV hat geantwortet.

Ich lese das alles und fühle mich wie im falschen Film…

Ich wünschte, ich könnte die Krankenkassenvertreter, die Ärzte und die Politiker ein Mal mit in meine Camps nehmen. An dem vormittag, an dem wir den Geburtsworkshop machen. Wenn sie nur einen Funken Empathie im Leib haben, müsste das den Streit eigentlich in Nullkommanix beenden.

Ich habe in den Camps dieses Jahr wieder so viele Geburtsgeschichten gehört, in denen die Frauen und Babys unter und nach der Geburt gestört wurden. Geburtsgeschichten, bei denen Unachtsamkeit, Personalmangel, Überlastung und Überforderung der Geburtshelfer dazu geführt haben, dass der erste Bindungsmoment nicht stattfinden konnte. Wir haben alle Tränen in den Augen gehabt, als die Frauen das erzählt haben, es tut Vater, Mutter und Baby so weh, wenn sie nicht selbstbestimmt und geborgen gebären können und die Wunden brauchen lange, lange bis sie heilen.
Keine der Frauen mit einer Hausgeburt oder Beleghebamme hat in all meiner Zeit, in der ich Workshops zum Thema Geburt leite, dermaßen traurige Geschichten erzählt (auch wenn es Einzelfälle geben mag).

Die Freiberuflichkeit von Hebammen rein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen ist daher nach meiner Meinung ein falscher Blickwinkel. Denn dann ist es nicht mehr die Selbstbestimmung, um die es geht – dass ich mir also eine Hebamme aussuchen kann, die ich mag und nicht nehmen muss, wer eben Dienst hat – sondern es geht um Finanzierung, Risiken, Versicherungsmathematik. So isses ja auch. Aber es geht doch auch noch um etwas ganz anderes!

Wir haben ALLE ein INTERESSE daran, dass die Hebammen finanziert werden, und zwar gut finanziert, weil es ein wichtiger Baustein für selbstbestimmte Geburten, sichere Bindung und gesunde Familien ist.

Sogar die Blauwale brauchen die Hebammen! Weil gesunde, heile Familien und Menschen viel besser auf den Planeten aufpassen können als wir es gerade tun (siehe hier). Was muss noch passieren, damit wir das verstehen und rückhaltlos umsetzen, egal was die Versicherungsmathematik dazu ausrechnen mag?

Wir müssen etwa dafür tun, damit in den Workshops im Jahre 2025 die Mädchen von heute schöne, selbstbestimmte, kraftvolle Geburtsgeschichten erzählen und die Tränen ihrer Eltern nur noch ein Relikt der Erinnerung in meinem ergrauten Kopf sind…

Du wünschst Dir das auch? Das können wir tun.

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Montags-Mantra: Schau raus!

Der Sommer ist die beste Zeit, um sich klar zu machen: Wir leben in einer Immer-Mehr-Haben-Müssen-Gesellschaft. Aber schaut mal raus! Es ist mehr da, als wir essen können. Wir leben auf einem Planeten des Überflusses, wir müssen nur genau hinschauen.

Wohin wir auch gehen, überall wächst es wie wild und vieles davon wächst direkt in unsere Beerenpflückerhände: Die wilden Kirschen, die Walderdbeeren, die Johannisbeeren. Der Kirschbaum steht einfach da und verschenkt seine Früchte – er hat ja ein Interesse daran, dass wir die Kerne möglichst weit spucken und so seine Spezies verbreiten. Eine klassische Win-Win-Situation!

Walderdbeere

Gleiches mit den Erdbeeren. Und sogar die Brennnesseln, die wirklich überall wachsen, sind lecker, super gesund und ja, man kann sie essen. Hier pflückt sich meine Vierjährige gerade ihren kleinen Waldsnack für zwischendurch:

Brennessel pflücken

Dabei verbrennt man sich nicht, wenn man die kleinsten Blätter oben abpflückt und sie nicht seitlich, sondern flach anfässt, wie auf dem Bild.

Brennessel pflücken

Jetzt sind auch die Brennnessel- Samen reif, die golden oben an den Pflanzen hängen und leicht nussig schmecken.

Samen pflücken

Und es geht ja in den nächsten Monaten so weiter, bei uns werden als nächstes Himbeeren reif, dann Brombeeren.

Wenn Du das Gefühl hast, die Decke ist überall zu kurz, dann schau raus. Da draußen herrscht der herrlichste Überfluss :).

Rosen

Montags-Mantra: Ich kriege, was ich will!

Wenn Du haben willst, was du nie gehabt hast, musst Du tun, was du nie getan hast? Ja, aber erst musst Du wagen zu träumen, was du nie geträumt hast.jettyboat-web_190672_by-magann_piqs_deDas Leben hilft uns immer zu bekommen, was wir wollen. Es braucht nur klare Anweisungen. Aber Vorsicht: Wenn wir nicht aufpassen, plant jemand „anders“ für uns.

Eine „Vision“ oder einen „Lebensplan“ zu haben, ist für manche Menschen selbstverständlich. Sie haben das einfach. Für andere ist es etwas, das sie sich mit Büchern und Seminaren aneignen – einfach oder mühsam. Für wieder andere ist es etwas fremdes und eigenartiges, das sie entweder argwöhnisch beäugen und schlicht ablehnen.

Das Lustige daran ist: Dem Leben ist es völlig gleichgültig, wie wir zu Plänen stehen. Es liefert uns das, was wir bestellen. Punkt. Wenn wir nicht aktiv und bewusst etwas wollen, dann liefert es uns das, was wir unbewusst wollen. Denn wenn wir nicht visionieren, dann macht unser Unterbewusstsein das – und das ist nicht immer das Ergebnis, das wir haben wollen.

Das heißt: Wenn Du im Leben nicht kriegst, was du willst, musst Du die Führung übernehmen. Deine eigenen Bilder schaffen, deine eigenen Pläne machen! Hinzunehmen, was halt so passiert, klappt nur, wenn dein Unterbewusstsein mit Dir am gleichen Strang zieht. Menschen, die davon ausgehen, dass sie glücklich, zufrieden, erfolgreich und satt sind, werden sich immer wie von selbst in diese Richtung bewegen. Menschen, die gelernt haben, dass sie nichts wert sind, dass Glück nicht möglich ist oder hart erarbeitet werden muss, werden sich ebenfalls ein Leben schaffen, das genau so gestrickt ist. Nicht, weil es nicht anders geht, sondern weil sie das innere Bild haben, das es so sein muss.

Innere Bilder aber können wir ändern.

Wenn ich glaube, dass ich hart arbeiten muss, dass man nehmen muss, was man kriegt, dass unsereins sowieso keine Chance hat und dass „erst die Arbeit dann das Vergnügen“ kommt, dann wird das so sein. Dann wird das Leben mir noch so viele tolle Optionen bieten können, ich werde sie nicht sehen. Schönes Beispiel dafür, wie das funktioniert: Die meisten von uns sehen nur 10% aller Tiere im Wald – obwohl sie direkt vor unserer Nase sind. Weil wir nur sehen, was wir kennen, was wir erwarten und was wir im Kopf haben.

Aber wenn ich davon ausgehe, fest davon ausgehe, dass ich eines Tages ein eigenes Haus haben/ im Warmen wohnen / mein eigene Firma haben / einen sinnvollen Job machen werde, dann wird das so sein. Weil mein Such-Radar anders eingestellt ist. Weil ich andere Situationen schaffe, in denen sowas passieren kann. Und ja: Weil das Leben mir die richtigen Optionen bietet. Aber dazu brauche ich das Bild davon in meinem Kopf und in meinem Herzen (und wer ganz sicher gehen will: auf Papier)!

Wenn ihr kriegen wollt, was ihr wollt – und nicht nur was ihr sollt – dann macht eure eigenen Pläne. Baut in eurem Kopf ein Bild davon, wie es sein soll. So konkret wie möglich. Und dann lasst das Leben eigene Ideen haben.

Wenn Du haben willst, was du nie gehabt hast, musst Du tun, was du nie getan hast? Ja, aber erst musst Du wagen zu denken und zu träumen, was du nie geträumt hast.

In diesem Sinne – eine wunderbare Woche!

Eure Nic

(Danke für die Inspiration, L.S.!)

Montags-Mantra: Ich darf das! – 10 unkorrekte Dinge, die ich mir erlaube, seit ich Mutter bin

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Was dürft ihr? Seit ich Mutter bin, erlaube ich mir die eine oder andere, schreckliche Unkorrektheit. Politisch unkorrekt. Ökologisch unkorrekt. Sonstwie unkorrekt. Anders gehts manchmal einfach nicht…

1. Ich darf abends eine halb volle Spülmaschine anwerfen! Jawoll! Klar ist das zuviel Wasserverbrauch! Mir doch egal, mir ist wichtig, dass Morgen früh die Lieblings-Müsli-Schüsseln der Kinder wieder startklar sind. Mein echter Wasserverbrauch liegt bei über 120 Litern, mein „virtueller“ Wasserverbrauch angeblich bei 3900 Litern – da kommt es auf die 10 Liter jetzt auch nicht mehr an…

2. Ich darf eine halb leere Waschmaschine anwerfen! Auch das! Weil wir morgen die Jeans brauchen. Nein, wir haben kein Halb-Voll-Programm…

3. Ich darf morgens um 11:30 zurück ins Bett gehen und 30 Minuten schlafen bis der Große von der Schule kommt (mein Tag ist da ja auch immerhin schon 5,5 Arbeitsstunden alt, die Nacht nicht eingerechnet…)

4. Ich darf Glasflaschen in den Hausmüll werfen, weil der Weg zum Glascontainer diese Woche einfach nicht in den Plan passt. Und wenn ich zum Glascontainer gehe, darf ich die Deckel dran lassen – das übrigens höchst offiziell!

5. Ich darf Kaffee trinken Früher hatte ich die eiserne Regel, dass ein Körper, der müde ist, Schlaf braucht und ihn zu kriegen hat. Heute denke ich das Gleiche, aber wenn ich müde bin, bin ich nicht die Mutter, die ich gerne sein möchte, also: Kaffee.

6. Ich darf mir beim Telefonieren heimlich schnell die Nägel feilen. (Kein Kommentar ;))

7. Ich darf meine Einkäufe online bestellen – zur Not auch bei Rewe oder Amazon!Der Einzelhandel! Regional! Wohnortnah! Verpackungsfrei! – machen wir alles. Wenn es geht. Aber bevor wir Tiefkühlpizza essen oder es kein Geburtstagsgeschenk gibt, muss der Lieferservice ran.

8. Ich darf Tiefkühlpizza kaufen! Essen! Den Kindern geben! Ja, es gibt 1586 gesündere Alternativen, die genau so schnell sind (die hier ist von mir ;)). Egal! Manchmal hilft gegen eine erschöpfte Mutter und total genervte Kinder nur eines: „Kids! Heute gibt ehehehheeees PIZZA!“ „YEAH!!!! MAMA! Wir lieben es!!!“

9. Ich darf 5 Kilo zunehmen, 5 Kilo abnehmen oder beides gleichzeitig! Ich muss nicht tipptopp aussehen Wenn es mich glücklich macht, gut auszusehen – prima! Wenn ich drei Tage lang Tiramisu essen und im Schlabberlook herumlaufen will – lasst mich. Manchmal bin ich so einfach der bessere Mensch.

10. Ich darf es mir einfach machen:

anrufen, wenn ich jemanden vermisse, einladen, wenn ich einsam bin, fragen, wenn ich Fragen habe, sagen, wenn ich etwas nicht will, bitten, wenn ich etwas brauche und mich offenbaren, wenn ich jemanden liebe – oder nicht mehr kann. Wir haben nur ein Leben. Ich hab zwei Kinder. Ich muss das Ganze möglichst einfach halten.

Was dürft ihr? 🙂
#blogparade #wasduerftihr

Gruss zum Montag,
nica