Archiv der Kategorie: Allgemein

Montags-Mantra: Wärmen, Leeren, Kühlen

Heute ein Mantra für alle, die gerade an einem Milchstau oder einer Brustentzündung laborieren:

Wärmen, Leeren, Kühlen.

Ein Milchstau kündigt sich an mit einer schmerzenden, teilweise angeschwollenen Brust. Manchmal bilden sich harte Stellen oder Bereiche. Druckempfindlich. Anlegen ist unangenehm, doch je leerer die Brust wird, desto besser ist es.

Das Mantra will sagen: Die schmerzende Seite erst sanft wärmen, z.B. mit einem Kirschkernkissen oder einer nicht zu warmen Wärmflasche. Dann leeren, also Baby anlegen und ausgiebig trinken lassen, auch wenns unangenehm ist. Anschließend diese Seite kühlen (damit sie nicht gleich wieder nach dem Saugreiz so übermotiviert Milch bildet).

Bei jedem Stillen an der betroffenen Seite diese drei Schritte wiederholen, bis die Milchmenge wieder so ist, wie sie sein soll. Allerdings bitte sanft kühlen! Keine Kühlpacks direkt auf die Brust! Lieber Quark oder ein kühles Handtuch o.ä. Und immer nachspüren, ob’s jetzt vielleicht mal reicht, damit ihr eure Milchproduktion nicht abwürgt.

Hintergrund: Beim Milchstau habt ihr mehr Milch, als getrunken wird. Diese Milch muss aus der Brust raus und niemand holt sie so effektiv wie euer Säugling. Das Problem: Durch den Saugreiz produziert die Brust gleich wieder neue Milch. Durch die Wärme helft ihr der Brust, die Milch gut abzugeben. Durch die Kühle hinterher drosselt ihr die Neuproduktion, damit sich die Milchmenge wieder einpendeln kann.

Wenn es trotzdem nicht besser wird, kontaktiert möglichst frühzeitig eine Stillberaterin (zu finden hier). Sie kann nochmal genauer sehen, wie es um euren Milchstau bestellt ist und was ihr tun könnt. So gut wie alle Stillprobleme lassen sich lösen oder sogar vermeiden, wenn man rechtzeitig Hilfe sucht.

Denn: Stillen ist erlernt, nicht angeboren.

Allen Betroffenen wünsche ich gute Besserung!

(Danke, Anne!)

Studie über Trennungsfamilien – Mitmacher gesucht!

Die LMU-München sucht Familien in Trennung für eine Studie – gerne weiterleiten!

Hallo Frau Schmidt,

unter der Leitung von Frau Prof. Sabine Walper, LMU München, führen wir derzeit eine längsschnittliche Studie zu Trennungs- und Scheidungsfamilien in ganz Deutschland durch. Es handelt sich dabei um eine Fragebogenstudie.

Ich selbst bin für die Projektkoordination zuständig und schreibe zudem an meiner Dissertation über
hochkonflikthafte Trennungsverläufe. Wir suchen für unsere Studie Eltern, die in Trennung / Scheidung leben. Teilnehmen können Paare, die zusammen gelebt haben bzw. verheiratet waren oder auch noch verheiratet sind. Die Entscheidung zur Trennung muss jedoch gefallen sein, unabhängig auch davon, ob das Paar noch zusammenlebt oder nicht. Außerdem muss das Paar mindestens ein Kind haben, welches unter 18 Jahren ist. Teilnehmen können auch Paare, bei denen die Trennung / Scheidung bereits länger zurückliegt.

Uns interessiert vor allem, was sich bei den Paaren im Laufe der Zeit verändert, wie z.B. das Konfliktniveau, die Kontakthäufigkeit zwischen Kind und getrennt lebendem Elternteil, Wohlbefinden und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben nach der Trennung und vor allem auch die Gestaltung der elterlichen Sorge, der Umgangskontakte und damit u.U. einhergehenden gerichtlichen Verfahren. Es ist natürlich schön, wenn sowohl die Mutter als auch der Vater, also das Paar, an der Studie teilnimmt, es ist jedoch keine Voraussetzung.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie auf unsere Studie aufmerksam machen bzw.
diese E-Mail weiterleiten.

herzlichen Dank und viele Grüße

Eliane Retz

Eliane Retz M.A., Doktorandin
LMU München
Projekt „Familien nach Trennung“
Leopoldstr. 13, 80802 München
Email: familien-nach-trennung@edu.lmu.de

Ökotest – Stoffwindeln versus Wegwerfwindeln

Ökotest hat auf meine eMail geantwortet und mich auf ihren aktuellen Ökotest-Artikel aus dem Heft Spezial Mein Baby, welches am 12. Oktober 2012 erschienen ist, verwiesen:

Windeln und wickeln – In die Tonne oder waschen?

Hier ein kleiner Auszug daraus:

Wickeln mit Wegwerfwindeln geht ruck, zuck. Allerdings entsteht im Laufe der ersten Jahre viel Abfall. Stoffwindeln kommen immer wieder zum Einsatz, verbrauchen aber beim ständigen Waschen Energie und Wasser. Die Umweltbilanz taugt daher kaum als Entscheidungshilfe.
Rund 90 Prozent der Eltern entscheiden sich heutzutage für Wegwerfwindeln. Doch wer mit Pampers und Co. wickelt, weiß: Einwegwindeln verbrauchen Holz, Energie und Wasser bei der Herstellung und produzieren Berge von Restmüll. Pro Wickelkind entsteht ein Müllhaufen von rund 2.500 Litern Volumen oder 2,5 Kubikmetern dicht gepacktem Windelmüll. Der Windelanteil im Hausmüll wird auf zwei bis drei Prozent geschätzt – eine ganze Menge. Auch mit Bio-Wegwerfwindeln können junge Eltern ihr ökologisches Gewissen nicht wirklich beruhigen. Sie bestehen nur zum Teil aus Rohstoffen, die biologisch abbaubar sind. Außerdem landet am Ende meist doch die ganze Windel in der Müllverbrennung – laut gesetzlicher Bestimmung dürfen gebrauchte Windeln wegen der Fäkalien nicht in die Bio-Tonne geworfen werden.
Stoffwindeln dagegen verbrauchen zwar weniger Ressourcen bei der Herstellung, weil sie langlebiger sind und wiederverwendet werden – und sie ergeben auch deutlich weniger Müll -, dafür kosten sie aber mehr Energie, Wasser und Waschmittel in der Reinigung. Eine unabhängig erstellte Öko-Bilanz für beide Systeme gibt es laut Umweltbundesamt für Deutschland bis heute nicht. Die Wahl der Windel ist also letztlich eine Frage der Weltanschauung.
Wer sich vor der Geburt seines Kindes nicht entscheiden möchte, besorgt am besten eine Packung kleine Wegwerfwindeln und leiht die Stoffwindeln bei Freunden und Familie aus. Manche Hersteller von Stoffwindeln geben eine Geld-zurück-Garantie, sodass man zumindest ein Modell testen kann. Manche Kinder vertragen Stoffwindeln besser, bei anderen ist es die Papierwindel. Hier hilft nur eines: ausprobieren.

Im Artikel findet man eine Auflistung und Gegenüberstellung von Windelsytemen über Wegwerfwindel zu verschiedenen Stoffwindeln sowie einen Hinweis zu Windeldiensten. Ich finde es ganz nett gemacht. Man bekommt einen ersten guten Überblick, was es so alles gibt und dazu den Vergleich in Sachen Material, Preis, Aufwand, Vorteile und Nachteile.

Wen das also auch interessiert, geht in den nächsten gut sortierten Zeitschriftenladen oder kauft sich das Heft als ePaper.

Wie finde ich was? – Ein kleiner Blog-Lotse

Nun habe ich schon des Öfteren die Frage bekommen, wie man sich am besten als Neuankömmling im Windelfrei-Blog zurecht findet und die Themen findet, die einen derzeit am meisten interessieren.

Hier eine kleine Hilfestellung:

  1. Das Thema eines Blog-Eintrages findest Du interessant? Nutze die Tags unterhalb des Textes, um Dir ähnliche Einträge anzeigen zu lassen.
    Tags

  2. Die Tag-Cloud in der Spalte auf der rechten Seite des Blogs zeigt Dir eine Auswahl der im Blog genutzten Tags.
    Tag-Cloud

  3. Nutze die interne Blog-Suche. Suche

  4. Oder nutze die allgemeine Google-Suche mit einem Operator: Das [gewünschtes Stichwort] wird mit [site:windelfrei.blog.de] ergänzt. Und stoße dabei auch auf eventuelle hilfreiche Kommentare von anderen Blog-Lesern zur gewünschten Thematik.
    Google-Suche

Ökobilanz Stoffwindeln

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Puh, das ist wirklich ein ziemlich komplexes und schwieriges Thema… Ist es wirklich egal, ob ich Wegwerfwindeln mit all ihrer Chemie, hohen industriellen Herstellungsaufwand und den riesigen Müllbergen nutze oder die Stoffwindeln, für die ich die Waschmaschine häufig laufen lasse und dafür Waschmittel, Wasser und Energie verbrauche, für mein Baby verwende?

Quarks & Co brachte 2009 kleine Dokumentation namens „Umweltschutz am Babypopo“ dazu:

Schließlich bleibt als Ergebnis: Die Stoffwindel ist nicht umweltfreundlicher als die Wegwerfwindel. – Für mich ist die Sache jetzt klar: zurück zu den gewohnten Einwegwindeln. Optimal sind sie zwar nicht, aber praktisch.

Der Autor von Stoffwindel oder Einweg-Windeln kommt zu folgendem Schluss:

Sind Sie sich nicht sicher, welchen Ergebnissen Sie bezüglich der Ökobilanz Glauben schenken sollen, sollten Sie wissen, dass Greenpeace den Stoffwindeln den Vorzug gibt.

Greenpeace sagt auf seiner österreichischen Seite:

Die Verwendung von waschbaren Windeln stellt eine umweltfreundliche Alternative zum Gebrauch von Wegwerfwindeln dar.

Das deutsche Greenpeace weiß leider keine Antwort darauf und verweist an „Stellen, die ausschließlich mit Verbraucherinformation  und -beratung beschäftigt sind – Foodwatch e.V., ÖKO-TEST Verlag GmbH, Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V., Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und Bundesinstitut für Risikobewertung„. Die Antworten von diesen Institutionen – ausgenommen Foodwatch e.V. – stehen noch aus.

Deshalb wandte ich mich an die hiesigen Wasserbetriebe, da der Wasserverbrauch für die Reinigung der Stoffwindeln so hoch angeprangert wird und ich eine Lösung finden wollte, wie ich mit der Ressource Wasser besser umgehen kann. Auf der Internetseite habe ich mir folgende Informationen zusammengetragen:

Meine Anfrage an die Wasserbetriebe ergab dann auch keine entscheidende Neuigkeit mehr.

Verunreinigungen sollten vermieden werden… Wassersparen nicht mehr erforderlich… Deutschland ein wasserreiches Land … die heutigen technischen Geräte machen es möglich, dass praktisch jede Wasseranwendung sparend ist. … Wasser eine lokale Ressource. … Sparen in Berlin behebt anderswo keinen Mangel. Die Folgen des Wassersparens in den Trink- und Abwassernetzen (Verkeimung, Geruch, Korrosion, Verstopfung) sind technisch zu beheben, allerdings führt dies zu steigenden Kosten/Preisen. Empfehlungen zum Stoffwindelgebrauch können wir Ihnen nicht geben.

So ist mein aktuelles Fazit:

Ich denke, dass man mit dem Verzicht auf Wegwerfwindeln und dem Wechsel zu Stoffwindeln einen großen Beitrag leisten kann. Unsere persönliche Bilanz möchte ich durch Zeiten ohne Windeln, den Kauf von (zum Teil gebrauchten) Stoffwindeln und einen bewussten Umgang mit Wasser aufbessern.

Artgerecht Treffen 11/12 – Nachlese

Das letzte Offene Artgerecht Treffen dieses Jahr im Veganz: News vom Artgerecht-Projekt, Vernetzung, eine fröhliche Runde, Windelfrei-Infos und wie immer spannende Diskussionen (und Ideen!) zu der Frage: Wie wollen wir eigentlich artgerecht leben?

runde

(natürlich mit ganz vielen Kindern, ich hab sie auf dem Foto nur aus Privatsphäre-Gründen rausgenommen)

mit den druckfrischen Infos für die Artgerecht Camps 2013:

leser
impressionen

mit lecker Suppe, wie immer:
suppeSuppe II

Und mit einer Urkunde für Christina, für ihre wunderbare Mitarbeit am Windelfrei-Blog, auch hier nochmal danke, danke danke:

urkunde

Meine Maus hat das halbe Treffen ganz entspannt verschlafen :):
schlafendes kind

Es war wunderschön, danke, dass ihr da wart!

Jetzt ist Winterpause mit Treffen im Veganz. Wir machen noch das Quartaltreffen am 15.12.2012, Infos dazu dann hier auf dem Blog! (oder rechts im Google-Kalender)

Es geht weiter mit den OATs ab Februar 2013 wieder jeden ersten Dienstag im Monat von 10-13 Uhr (ACHTUNG, veränderte ANFANGSZEIT!!) im Veranstaltungsraum des Veganz.

Montags-Mantra: Delete, Delegate, Record or do.

Die Inbox ist zu voll? Deine To-Do-Liste auch? Vielleicht hilft diese einfache Regel:

Löschen. Delegieren. Aufschreiben. Oder machen.

Und zwar in dieser Reihenfolge. Die meisten Dinge können wir einfach löschen – aus der Inbox oder von der inneren Liste.

Ja, es wäre schön, wenn mal jemand die Backopfenabdeckung abschrauben und innen säubern würde. Aber ist das lebensnotwendig? Verändert es unseren Alltag zum Besseren? Macht es die Kinder gesund und glücklich? Nein? Okay:

Löschen.

Ja, es wäre schön, wenn mal jemand Speisekammer aufräumen würde, bevor sie lebendig wird und in Form von kleinen Tierchen rausgekrabbelt kommt. Wer könnte das erledigen? Der Angetraute, die Oma, die Schwiegermutter, die beste Freundin? Auch andere Leute können Haltbarkeitsdaten lesen! Derartiges lässt sich wunderbar…

…delegieren.

Ja, es wäre schön, der Tante in Amerika mal wieder einen Brief zu schreiben. Schöne Idee. Macht alle glücklich – die Kinder, wenn sie mitschreiben dürfe, die Tante, das innere Gewissen. Okay, dann

aufschreiben und auf den Zettel schauen, wenn ein Zeitfenster und genug Energie da ist.

Ja, es wäre klasse, wenn heute Abend schon eine Suppe fertig wäre, wenn wir vom Spielplatz kommen. Keiner da, ders machen kann? Aufn Zettel schreiben macht nicht satt? Okay,

tu es – bereite es jetzt vor.

Du wirst heute Abend froh drum sein.

Löschen, Delegieren, Aufschreiben oder tun. Geht mal eure inneren Listen durch. Und mein Tipp: Löschen ist immer die favorisierte Lösung, auch dann bleibt noch genug zu tun.

Tragen im Winter

Der Oktober hat sich frostig verabschiedet. Und der November wird wohl ebenfalls zeigen, dass der Winter in den Startlöchern steht…

Tragen im Winter war für mich damals beim Tochterkind eine Zeit der Verunsicherung. Immer wieder hatte ich meine Mutter in den Ohren, ob es nicht zu kalt für die Maus wird, und oft war ihr erster Griff an die kleinen Füßchen, wenn wir auf Besuch waren. In unserem ersten Winter legte ich meine Große sogar deshalb bei einer Kälte von -20°C in x Schichten eingehüllt in den Kinderwagen statt zu tragen.

Jetzt weiß ich es besser: Baby bei Minusgraden am Körper tragen.

Also was ziehe ich meinem Baby und mir beim Tragen in der kalten Jahrezeit an? Sehr hilfreich finde ich zum Einstieg Moniques Video.

EDIT: Hier hat Monique ganz neu etwas zum Thema Tragen im Herbst geschrieben.

OT: Kartoffelpäckchen u.a. – Behandlung bei Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung ist – auch bei gestillten *seufz* – Kindern häufig.

„Die akute Mittelohrentzündung ist daher eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter bis etwa zum 6. Lebensjahr. Der Krankheitsgipfel liegt zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat.“ (HNO-Ärzte im Netz).

Sehr uasführliches Für und Wider zu Antibiotika, Tropfen und Behandlung von MOE findet ihr im Patientenratgeber Mittelohrentzündung.

Eine MOE erkennt ihr daran, dass die Kinder Schmerzen haben, in weiter fortgeschrittenen Fällen läuft bereits Eiter aus dem Ohr. Wenn noch KEIN Eiter ausläuft, behelfen wir uns mit Kartoffelpäckchen oder Zwiebelpäckchen. Keine Ahnung, ob es wirklich hilft (statistisch gesehen heilen offenbar 80% aller MOEs sowieso ohne Behandlung aus), aber es lindert bei meinen Kindern die Schmerzen.

Das geht so: OT: Kartoffelpäckchen u.a. – Behandlung bei Mittelohrentzündung weiterlesen