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Positionswechsel

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Mein kleiner Babyjunge ist nun schon 2 1/2 Monate alt und ein Wonneproppen. Und immer mehr hatte ich das Gefühl, er mag die halbliegende Position im Arm zum Pinkeln nicht mehr.
Also halten wir jetzt klassisch so…

… über Töpfchen, Waschbecken oder zwischen meinen Beinen auf der Toilette mit Blick zum Klodeckel ab. Es klappt super.

Viele windel-/backupfreie Zeiten versuche ich so oft es geht einzubauen und lasse mein Kind unten rum ohne, besonders wenn ich allein mit ihm daheim bin oder ihn einfach im Tragetuch habe. Somit kommen wir schon mal auf windelfreie 8-10 Stunden am Tag.

Bin ich beschäftigt und er strampelt mal frei auf seiner Decke, kommt eine Stoff-/Mullwindel drunter oder ich ziehe ihn komplett an (Mullwindel mit Snappi fixiert, darüber eine Wollhose/-strumpfhose – nicht „wasserdicht“, aber ich wechsel in kürzester Zeit, weil er meckert und Wolle ist einfach klasse!).

Auswärts
mit unbestimmter Zeit und Ziel sowie Großkind mit dabei gibt es die Wegwerfwindel.

Nachts
bekommt er wie gehabt Mullwindel plus Disana Wollüberhose an und wird abgehalten, wenn ich zum Stillen richtig wach bin oder er mich mittels meckern, knurren wach macht. In einem Zeitraum von circa 21 bis 6 Uhr stillt und pinkelt er ungefähr dreimal.

 

Windelfrei-Vortrag in Bonn/Hürth: "Windelfrei- was ist das eigentlich?"

Vortrag in Hürth:
„Windelfrei – was ist das eigentlich?“

Wann? Samstag 4.5.2013 Uhrzeit: 14:30 – 16:30 Uhr
Wo? milo Eltern- & Babykurse, Kaulardstr.62-64, 50354 Hürth
Kosten: 15,- Euro pro Person (Die Teilnehmerzahl ist begrenzt)

Windelfrei- was ist das eigentlich? Abhalten und Wickeln – es ist ganz
einfach!

Woher kommt Windelfrei? In dem Vortrag werden die medizinischen, evolutionsbiologischen und anthropologischen Hintergründe beleuchtet. Insbesondere der Umweltaspekt wie Müllvermeidung oder Wasserschutz. Aber auch der Gesundheitsaspekt wie Windeldermatitis, Verstopfung, Bettnässen oder Trockenwerdenprobleme.
Wie geht‘s – Windelfrei im Alltag, wie fängt man an, – es ist ganz einfach!

Anmeldung bitte per E-Mail an: info@milo-babykurse.de

Infos bei Jennifer Günther 0176 92153422, info@milo-babykurse.de, www.milo-babykurse.de

Abhalten ist schöner als Windel wechseln

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie

Anja besuchte am Anfang des Jahres den Windelfreikurs und startete danach ihre Windelfrei-Reise:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?

Als Hebamme schon davon gehört; den Windelfrei-Blog gelesen; gestartet aber erst nach dem Windelfrei-Kurs.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
knapp 6 Monate

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Ca. 7-8

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
ca.2-3 WWW (wenn wir viel unterwegs sind, auch mehr), 8 Monate (sind also noch quasi Anfänger)

Nutzt Du auch andere Backups?
Imse Vimse Trainerhosen

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Vorher ja, wenn Stuhlgang auch nur länger als zwei Minuten an der Haut war. Seit windelfrei nicht mehr.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen: ja
beim Stillen: manchmal stille ich beim Abhalten, wenn er z.B. knatschig nach dem Aufwachen ist bzw. nachts
nach dem Stillen: ja
nach dem Spielen: nach Gefühl, signalisiert meist nicht, da zu beschäftigt
andere: immer, wenn ich ihn aus der Trage nehme

Wann klappt es am besten?
Nach dem Aufwachen und nach dem Tragen

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Ca. 3-5 Minuten, manchmal auch 10

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Nachts eine Granini-Plastikflasche. Haben ein Babybjörn-Töpfchen, das er aber nur selten nimmt. Favorit ist das Abhalten über dem Waschbecken, unterwegs über WC.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Genauso viel Arbeit wie beim Wickeln, aber Abhalten ist schöner als Windel wechseln

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Ich nehme mein Baby als noch kompetenter war und wir haben noch mehr Hautkontakt. Meine beiden größeren Töchter fanden es erstaunlicherweise ganz schnell selbstverständlich, dass der kleine Bruder ins Waschbecken macht.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Einfach anfangen und nicht stressen lassen, wenn das Baby zeitweise mit anderen Dingen beschäftigt ist. Mindestens einmal abhalten am Tag klappt immer (mein „Tagesziel“) und manchmal klappt es auch zehn mal am Tag. Andere windelfrei-Mütter treffen finde ich ganz wichtig.

Vielen lieben Dank für Deine Erfahrungen!

19 tolle und einmalige Erfahrungsberichte konnte ich Euch schon bloggen, doch nun sind sie mir ausgegangen… Wer mag moch gerne von sich berichten?! Dann bitte hier entlang: Interviewfragebogen

Windelfrei-Vortrag in Hürth: 4. Mai, 14:30!

Ihr Lieben,
ein kleiner Reminder, wer es auf Facebook noch nicht gesehen hat, letzte Chance dieses Jahr!

Nicolas Windelfrei-Vortrag in Hürth:
„Windelfrei – was ist das eigentlich?“

Wann? Samstag 4.5.2013 Uhrzeit: 14:30 – 16:30 Uhr – Kurzvortrag mit anschließend Fragen und Diskussion
Wo? milo Eltern- & Babykurse, Kaulardstr.62-64, 50354 Hürth

Anmeldung bitte per E-Mail an: info@milo-babykurse.de

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Montagsmantra: Finde deine Wut!

Kinder bringen uns an unsere Grenzen. Fast jeder kennt das: Es gibt kaum jemanden, der uns so auf die Palme bringen kann wie unsere Kinder. Wenn ihr das nächste Mal Wut in euch aufsteigen fühlt, versucht mal ein kleines Detektivspiel.

Wut ist immer ein sekundäres Gefühl (DANKE an das Kloeters-Forum für diese schöne Formulierung!).

Dahinter stehen z.B.: Angst, Stress, Müdigkeit, Sich-Nicht-Gesehen-Fühlen, Ungeduld… etc.

Stoppt mal kurz!
Wir tun gut daran, in Momenten, in denen unsere Kinder uns wütend machen, innezuhalten und uns zu fragen: Was steht hinter meiner Wut? Was passiert WIRKLICH gerade in mir?

Atmet durch. Stoppt die Aktion. Geht raus, setzt euch hin, schaut kurz weg, trinkt einen Schluck Wasser – was immer euch hilft (Wasser hilft erstaunlich oft!!).

Fragt euer Kind, was es gerade wirklich meint und fühlt. Fragt euch, was ihr gerade fühlt. Es hilft sehr, verstehen zu wollen, was gerade passiert, statt einfach nur genervt zu reagieren.

Findet die Ursache!
Oft können wir feststellen, dass das Kind gar nichts dafür kann, dass wir es jetzt eilig haben, dass wir uns immer noch über den Brief vom Finanzamt ärgern, dass das Kind gerade einen Knopf gedrückt hat, auf dem z.B. steht „Mein Vater hat mir auch immer vorschreiben wollen, was ich zu tun habe…“ oder ähnliches.

Findet heraus, wo eure Wut herkommt. Und wenn das Kind die Ursache ist, raus damit! Bleibt bei euch und kommuniziert es: „Ich fühle mich gerade nicht ernst genommen“ ist soviel hilfreicher als „Was fällt Dir ein, so einen Ton anzuschlagen?!“

Ich bin gesegnet mit einem Kind, das auf Druck (auch Zeitdruck…) sofort mit massivstem Gegendruck reagiert und auf Verständnis sofort mit vollster Kooperationsbereitschaft. Und sogar meine Zweijährige fängt jetzt schon an zu formulieren, wenn sie wütend ist: „Ich bin sauer, weil…“ und erklärt dann in ihren Worten ihren inneren Zustand.

Es ist immer gut, einem Kind klar und kurz zu sagen, was ihr herausgefunden habt, damit es das weiß, dass es nicht „falsch“ ist (siehe das Montagsmantra: Du bist nicht schuld)

Findet das Gefühl hinter eurer Wut. Formuliert es. Oft ist das dann schon der Ausweg aus einer Situation, die sonst zu einem Streit werden würde.

(Lust auf noch mehr Montags-Mantras?).

Windelfrei in New York

Windelfrei in New York: ein neuer Artikel erzählt, wie Eltern erst mit Abhalten anfangen, weil ihr Baby wund ist und dann gar nicht mehr aufhören können, weil sie so stolz sind, jetzt noch viel öfter zu verstehen, was ihr Baby gerade braucht.

Der Artikel steht hier. Danke an Bora fürs Teilen auf Facebook!

http://www.dnainfo.com/new-york/20130418/new-york-city/parents-ditching-diapers-potty-train-tots-sinks-city-streets