Gefühlt habe ich hier überhaupt kein Baby mehr. Er krabbelt, er zieht sich hoch, interagiert – flirtet – mit der Umwelt, was das Zeug hält, und futtert ordentlich Beikost. Aktuelles Babyalter: 25 Wochen – etwas über einem halben Jahr.
Dabei habe ich ihn doch die ganze Zeit nur getragen und ihn im Tuch oder in der Trage von allem abgeschottet. *ironieoff* … Das musste mal raus.
Was ich mit diesem Blogpost einfach sagen möchte: Tragt Eure Kinder so viel, wie es sich für Euch und Euer Baby gut anfühlt! Denn das Tragen behindert nicht die motorische Entwicklung.
Ich weiß aber auch, dass mein Studienexemplar ein ganz Eiliger ist und es auch Tragekinder gibt, die sich mit der Welteroberung viel mehr Zeit lassen. Jedes Kind hat da seinen ganz eigenen Fahrplan…
Noch während meiner letzten Schwangerschaft stieß ich auf diesen Film, der mich schon allein durch den Trailer sehr berührte und ansprach. Dennoch hatte ich ihn damals nicht bestellt. Aber nun kam er vor einigen Wochen zu mir nach Hause
Mein erster Eindruck: ein Gänsehaut(dokumentar)film für mich.
8 Frauen und ein Vater erzählen über ihre Erfahrungen rund um ihre Schwangerschaft, die Geburt sowie die erste Zeit mit ihrem Baby.
Sie lachen, weinen oder berichten einfach, wie es ihnen ergangen ist. Es geht um Vorfreude, Ängste, positive und negative Erlebnisse. Sie bekamen ihre Kinder im Kreißsaal, Geburtshaus oder Zuhause.
In allen Schilderungen finde ich mich ein Stückchen wieder. Zwei Schwangerschaften habe ich in meinem Erfahrungsschatz – eine nicht selbstbestimmte Geburt mit verschiedenen medizinischen Interventionen und eine Geburt Zuhause.
Mit dem Film wurden bei mir so einige eigene Schwangerschafts- und Geburtsmomente wieder erweckt. Momente, die mich erfreuten und andere, die mir Angst und Sorgen machten.
Ozean der Emotionen wird in vier Kapitel unterteilt: „Geburtsmomente vor der Geburt“, „Geburtsmomente bei der Geburt“, „Geburtsmomente nach der Geburt“ und „Die selbstbestimmte Geburt“.
Für wen ist der Film? Meiner Meinung sollten alle Frauen, die an ihrem Geburtserlebnis zu knappern haben, diesen Film gesehen haben. Denn mit seinem Geburtserlebnis ist niemand allein. Auch Schwangere, die vorab wissen wollen, durch welches Wechselbad der Gefühle man vor, während und nach einer Geburt gehen kann, dürfen ihn schauen. Aber ich würde diese DVD ebenso gerne den Ärztekollegen auf ihren Schreibtisch legen, weil ich glaube, dass sie sich kaum bis gar nicht bewusst sind, wie einschneidend Geburtserfahrungen sein können und sich auf die Mutter-Kind-Beziehungen auswirken können.
In Berlin-Karow findet am 14. September 2013von 11 Uhr bis ca. 16:30 Uhr die regionale Gesundheitsmesse Nord-Ost statt, die in den letzten Jahren stets gut besucht war. Sie findet dieses Jahr zum 8. Mal statt und umrahmt den Gesundheitslauf mit über 350 Teilnehmern.
Wir organisieren einen großen Stand, welcher Informationen rundum bedürfnis- und bindungsorientierten Umgang mit Babys und Kindern präsentiert. Auch werden wir eine Still-/Krabbelecke haben. Wir organisieren kurze Workshops. Neben dem Schwerpunkt Tragen haben wir noch Informationen und Aktionen zum Thema Stillen, Beikost, Babyschlaf, Babys ohne Windeln und Natürliche Familienplanung vorbereitet.
Auch möchten wir eine Benefizaktion am Messetag machen. Der Erlös soll an das Kinder-Hospiz Sonnenhof (Björn Schulz Stiftung) gehen. Denn bei „Gesundheit mit Spaß“ (Motto der Messe) wollen wir auch an die Familien und Kinder denken, die nicht mit Gesundheit reich beschenkt wurden. Die Benefizaktion besteht aus einer großen Tombola mit vielen hochwertigen Preisen und einer Versteigerung. Dafür verwandelt sich langsam mein Wohnzimmer in einen Lagerraum.
Ihr lieben Berliner und Brandenburger merkt Euch den kommenden Sonnabend für einen Ausflug nach Berlin-Karow vor. Kommt, macht mit bei unseren Workshops, fragt uns am Stand Löcher in den Bauch und spendet mittels Loskauf bei der Tombola an das Kinderhospiz.
Noch genauere Details folgen in den nächsten Tagen.
Susanne Mierau – Buchautorin und Bloggerin von Geborgen Wachsen – hat einen schönen Blogartikel über den Mamakörper nach der Schwangerschaft und Stillzeit verfasst:
Meine Gedanken dazu: Schon allein die Schwangerschaftshormone verändern den Körper, egal ob riesen Babybauch und anschließender Stillzeit. Nicht zu vergessen, dass wir nach einer Schwangerschaft und dem ersten Babyjahr 2 Jahre älter sind. Auch ohne Kind würden wir uns in dieser Zeit ein Stück weit verändern.
Wie fühlt Ihr Euch in Eurer Mamahaut?
Meine persönliche Erfahrung von Kind eins ist: Mein Körper brauchte in der Tat die „9 Monate“ um halbwegs zum Ausgangspunkt vor der Schwangerschaft zurückzukehren, aber keinesfalls war er der gleiche. Nur Gewicht und Hüftumfang stimmten überein. Jetzt mit dem zweiten Kind habe ich aktuell (mitten im 7. Babylebensmonat) schon mein letztes Vorschwangerschaftsgewicht erreicht. Aber mein ganzer Körper mit seinen Proportionen und die Haut sind noch enorm weicher. … Dennoch fühle ich mich ganz gut in meiner Haut. Sticheleien – besonders von der Familie – wäre ich gekonnt ab: „Mein Körper hat Wunder vollbracht. Ich habe zwei Kinder geboren und ich stehe dazu!“
Auch die Hamburger(innen) wollen sich treffen, weil Austausch so wichtig ist und gut tut!
Alle Windelfrei-Eltern und Interessierte sind herzlich zum offenen Windelfrei-Treffen eingeladen. Wir wollen uns treffen und austauschen, klönen und die Zeit miteinander genießen!
Wann: Freitag, 06.09.2013 ab 11 Uhr
Wo: im schönen Café Adele & Clodwig Bahrenfelder Straße 43 22765 Hamburg. Bei schönem Wetter nutzen wir den wunderschönen Hinterhof des Cafés und tanken Sonne
Fragen oder Infos unter Jessica@kinder-der-liebe.de oder 040-23841077
Windelfrei-Coach Katharina Hartmann engagiert auch sehr für Themen rund um eine selbstbestimmte Geburt.
Am 20. September 2013 um 20 Uhr lädt sie zur Benefizveranstaltung im Studio 52 in Bonn ein:
Filvorführung: Freedom for Birth
Der Film erzählt die Geschichte der ungarischen Ärztin und Hebamme Agnes Gereb, die vom ungarischen Staat angeklagt und unter Hausarrest gestellt wurde, und der Mutter Anna Ternovszky, die für ihr Recht auf eine freie Wahl des Geburtsortes ihres Kindes vor den Europäischen Gerichtshof nach Strassburg gezogen ist. 2010 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, gegen den ungarischen Staat, dass eine Frau das Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes ihres Kindes hat.
Das Urteil hat weltweite Implikationen für das Recht auf die Wahl des Geburtsortes und der Geburtsbegleitung – aber dieses Recht muss sich genommen werden, um Anwendung zu finden.
Wer bestimmt über den Körper einer Frau während Schwangerschaft und Geburt?
… Ein kleiner Jungemusstepinkelnundbesser als seine Hose nass zu machenoder auf dem Boden,wo du gehst. […] Er hatihrsignalisiert,ließ sieinirgendeiner Weise wissen, dass er gerade jetztpinkeln muss.Und sie hatgesehen, dass nicht wirklich einPark odereine Wiese zum Abhalten da war, also hat sie das Beste daraus gemacht, was ihr zur Verfügung stand.
Wie löst Ihr knifflige Windelfrei-Situationen in der Öffentlichkeit?
Monique und ich haben uns zusammengesetzt und das kam dabei heraus…
Warum tut es Eltern gut, sich auszutauschen?
Gedanken von Monique Reiter (Elternberaterin) und Christina Baris (Ärztin)
Wo ist unser Dorf?
„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen, sagt ein altes afrikanisches Sprichwort. Aber wo ist unser Dorf geblieben? Wo sind die Menschen, die uns unterstützen und die wir fragen können, wenn wir im Alltag unsicher sind? In den letzten Jahrzehnten sind unsere helfenden Dörfer kleiner geworden, bis sie ganz verschwanden. Und mit ihnen auch die Antworten auf die Fragen junger Eltern. Wir fingen an, in unseren kleinen Familien für uns selbst zu sorgen. Früher schöpften Eltern Kraft aus den Erfahrungen der Großfamilie. Die gibt es so heute nur noch vereinzelt. Eltern und Großeltern wohnen oft sehr weit auseinander, was eine schnelle Hilfe vor Ort schwieriger macht. Es gibt immer weniger Frauen, die so lange stillen, wie sie es sich wünschen, und die wissen, wie ein Baby nah am Körper im Tuch oder in einer Tragehilfe getragen wird. Teilweise fällt es uns sogar schwer, das weinende Kind zu beruhigen. Familien berichten von Vereinsamung, da Netzwerke fehlen, von mangelnder Unterstützung, schlechter Betreuungsqualität und hohem Leistungsdruck.
In der Werbung tätscheln top gestylte und entspannte Eltern ein friedlich schlummerndes Baby. In der Realität kommen 30% unserer Kinder per Kaiserschnitt zur Welt, schreien in unserer Kultur messbar mehr, sind häufiger krank, schlafen schlecht und werden immer später trocken. Eltern fühlen sich mit ihren Problemen allein.
Vernetzt euch!
Das eigene Baby ist oft das Erste, welches wir im Arm halten. Schnell spüren wir den Drang nach Austausch mit anderen Eltern, wenn die Fragen des Alltags kommen. Das Internet dient heute in vielen Fällen als Informationsquelle. Aber es gibt auch tolle Treffs und Kurse speziell für Eltern mit Kindern. Sie ermöglichen es den Eltern, andere Eltern kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.
[…]
Die Anzahl der Angebote wächst und mit ihnen die Möglichkeit der Eltern, sich ein Dorf zu schaffen, das ihnen Halt und Unterstützung im Alltag gibt. Jede Familie muss ihren Weg finden. Aber es tut gut, dies mit anderen gemeinsam zu tun. Bei allen Angeboten gilt: Ihr müsst euch wohlfühlen und Rückenstärkung für eure Familie bekommen. So werden die Treffen für euch zu einer positiven Erfahrung.
Nachzulesen ist unser Text in der aktuellen FIBZ – Ausgabe September/Oktober (S.14). Hier ist die freie Online-Ausgabe.
Am kommenden Samstag findet ein Windelfrei-Kurs mit Coach Jessica in Hamburg statt.
Der Kurs richtet sich an werdende Eltern, aber auch andere Interessierte sind herzlich willkommen.
Es werden theoretische Grundlagen besprochen und praktische Inhalte für die erste Zeit mit dem Baby vermittelt – Wie fange ich an? Wie halte ich ein Baby ab? Welche Anschaffungen sind sinnvoll?
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