Archiv der Kategorie: Allgemein

Streik und schon vorbei

Gerade wollte ich eine Jammerjaulweinmail and die Topffit-Liste schreiben:

„Uff, nachdem wir jetzt Herbst, Beikost und Durchfall – Noro grüßt 🙁 – erfolgreich gemeistert haben, ist hier gerade seit zwei Tagen Frust angesagt: Mein Sohn lässt sich nicht abhalten, nicht an- und ausziehen, er streikt einfach total, ist völlig genervt von mir und ich zum ersten Mal so gestresst, dass ich ihn seit drei Tagen fast nur noch in Windeln habe. Meistens fängt er schon an zu weinen, wenn ich ihn ins Bad trage, Töpfchen sind sowieso total out, Waschbecken etc. will er auch nicht mehr, draußen ist es ihm verständlicherweise zu kalt…*wein*

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Bambinex – Testbericht

Wir haben also die Bambinex getestet. Es ist eine Mehrwegwindel aus Bambus, die wir auf der Babywelt-Messe erstanden haben. Sie hat 12,50 gekostet und ist das „einfache“ Modell:
Eine Bambuswindel aus Naturfaser mit Einlage, die hier „Booster“ heißt.

Bambinex und Booster

Anlegen: Die Windel legt sich sehr einfach an, wie eine Wegwerfwindel mit Klettverschlüssen am oberen Bündchen, einem sanften Gummizug und ausreichend Platz für die Beinchen. Sie kneift nicht, rutscht nicht und hat vor allem nachts einen riesigen Vorteil: Sie knistert nicht!

Baminex Klettverschluss

Aufsaugen: Ohne Booster ist sie meinem Kleinen nicht gewachsen, aber mit Booster hält sie eine Ladung nachts gut aus.

Trocknen: Naturfaser trocknet naturgemäß langsamer als Kunstfaser und so ist es auch hier. Unsere Bambinex braucht bei Zimmertemperatur (ca. 21 Grad) bis zu 48 Stunden, um nach der Wäsche zu trocknen. Auf die warme Heizung gelegt, geht es innerhalb von 12 Stunden.

Komfort: Die Windel ist weich, wirklich superweich, ergibt aber mit Booster auch ein ähnliches Paket am Babypo wie eine Pampers. Sie hält schön warm – die negative Seite davon ist, dass es nachts weit mehr als handwarm in ihr werden kann, was bei Jungs ja nicht so gut ist.

Bambinex

Fazit: Tagsüber nehme ich lieber die Stoffwindel (als Mokomini genutzt) oder einfach gar nichts, aber nachts ist die Baminex super. Sie rutscht nicht, lässt sich leicht an- und ausziehen, macht dabei keine Geräusche und hält schön dicht. Als nächtliches Backup für die ersten Stunden (in denen statistisch bei uns die meisten Unfälle passieren) tut sie einen guten Dienst.

Noro-Virus und Windelfrei-Baby

Uff. Uns hats erwischt – und es fühlt sich verflixt nach dem Noro-Virus an. Kurz und heftig kam sie, die Magen-Darm-Grippe und alle drei waren betroffen. Erst war ich völlig tot, kein Kreislauf, konnte kaum geradeaus schauen und das hieß: Wickeln. Dann bekam der Kleine es auch und ich dachte mir: Nee, das mit den Windeln, das geht nicht. Also Windelfrei mit Durchfall? Geht denn das? Klar geht das! Naja – also in dem Fall hieß es: Back-Up-Mokomini tragen mit Durchfall. Und das geht nicht nur, das ist wesentlich besser als Windeln, denn….

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Windelfrei im Winter – Bericht nach fünf Monaten Abhalten

Hallo alle zusammen. Wir haben uns etwas rar gemacht. Was aber nicht an der Nichtigkeit des Themas liegt, sondern an seiner momentanen Beiläufigkeit.

Mit unserer Tochter praktizieren wir wie gesagt seit ihrem 3. Lebenstag „EC“, beziehungsweise „Teilzeit-windelfrei“. Jetzt sind wir gute fünf Monate dabei.

Die ersten drei Monate drehte sich alles um ihre Signale – ihre verpassten, ihre wahrgenommenen, ihre mutmaßlichen, ihre noch zu entdeckenden… 24 Stunden im Dienste der Ausscheidungen, na ja, gefühlt zumindest 😉

Dann wurden wir immer cooler, immer gelassener, immer mutiger und … immer vertrauter miteinander. Der Clou ist das Vertrauen in ihre Kompetenz. Mit Vertrauen auf ihre Äußerungen zu warten, hat alles vereinfacht. Vorbei die ständige vorsorgliche Abhalterei, die zu keinem fließenden Ergebnis führte. Vorbei die stete Angst, ich könne ja etwas verpassen, die Hose könne dreckig werden, das Fell nass, etc. Erstens ist das immer seltener vorgekommen und zweitens habe ich es einfach viel entspannter hingenommen, wenn es denn mal passiert ist. Denn mittlerweile hatte ich gemerkt, dass man auch das Fell waschen kann, sich selber sowieso, und dass auch sonst nichts unwiderrufflich hinüber ist.

Der Wendepunkt war mit ca drei Monaten die Sache mit der Moko-Mini. Das hat bei uns alles verändert. Weil plötzlich das Abhalten mal so nebenher gelang, ohne große Ausziehaktion, vor allem ohne diese fiesen Klettverschlüsse der Windeln, die an allem und jedem hängebleiben. Und damit wurden auch die windelfreien Nächte eingeleitet. Plötzlich zeigte sie nachts, dass sie muss (sie wälzt sich im Bett hin und her). Übrigens muss sie ca 4-5 mal/Nacht. Das läuft dann so:
– wälzen
– Mama schnallt’s irgendwann
– hochheben, Schlafsack zur Seite schieben und in Wiegeposition über den Topf halten. Wenn sie sich sträubt, klappt es mit stillen besser. Manchmal muss sie aber auch nicht und trinkt nur – da habe ich früher ewig gewartet, mach ich nicht mehr. Ich lege sie zurück und vertraue, das sie sich schon meldet und das tut sie in der Regel auch.
– zurücklegen und noch einen kleinen Beruhigungsschluck geben
– weiterschlafen.

Es kamen die Tage, an denen nicht ein einziger „Unfall“ passierte, es kamen Reisen ohne nennenswert viele Windeln im Gepäck, es kamen shopping-Touren in die Innenstadt mit Boxenstopps in den Top-Geschäften am Platze (weil dort die Toiletten einfach am saubersten sind 😉 ), es kamen die Fahrten mit den Öffentlichen ohne die stete Sorge, sie müsse genau jetzt, weil ich wusste, sie kann auch ein paar Minuten warten, wenn ich ihr das ankündige.

Alles in Allem: ich denke gar nicht mehr ständig an das Thema, es ist so selbstverständlich geworden – die Erfolge wie auch die Pannen – einfach unser Alltag.

– Und jetzt im Winter?, werde ich laufend gefragt, – da geht das doch nicht, oder?

DOCH.

Denn was ist schon wirklich anders? Ich trage sie eh den ganzen Tag im Ergo. Das bedeutet, sie ist nicht in tausend Schichten eingepackt, sondern trägt nur das, was sie in der Wohnung auch an hat (sprich: Body unten offen oder Hemdchen, Langarm-Pulli aus Wolle oder Wollwalk, ein Haarband um den Bauch mit einer gefalteten Stoffwindel, Babylegs, Wollsocken und manchmal eine Splitpants), manchmal, aber nicht unbedingt, noch eine Jacke drüber und Lammfellschühchen und Mütze. Ich trage dann die Eltern-Kind-Jacke von Didymos oder den MaM-Poncho.
All das stört uns nicht beim Abhalten. Kein hinderlicher Overall, in dem man sonst alle Babies so sieht. Allerdings haben wir im mokoshop doch mal einen Schnee-Overall mit Reißverschluß im Schrittbereich (ähnliches Modell) second hand bestellt. Bin gespannt. Werde berichten, ob’s ‚was taugt.

Und was das Abhalten bei Kälte angeht: Da wir weniger Zeit auf dem Spielplatz verbringen und mehr drinnen sind, halten wir halt auch mehr drinnen ab. Aber draußen geht es auch, wenn’s sein muss.

Ein nettes Accessoire für den Winter mit Asiatopf: das Topfrandkondom, denn die Erfahrung mache ich durchaus: nachts auf dem Topf sträubt sie sich erst mal, weil der so kalt ist. Also auch das wird sehnlich vom mokoshop erwartet.

Und nachts schläft sie mit Body/Hemdchen, Langarmshirt, babylegs und Wollsocken und ihrer Moko-Mini auf einem Lammfell ohne weiteren Nässeschutz. Wir haben dann auch noch einen Daunenschlafsack auf dem Flohmarkt ergattert, der sich so schließen lässt, dass das Fußteil unten offen ist. (Reißverschluß wie ein normaler Erwachsenenschlafsack, aber noch mit Schulterträgern dran). Ich war sooo stolz! Nach vielen Pannenfreien Nächten hat sie dann in der ersten Daunenschlafsacknacht reingepieselt. Hm, dachte ich, bei Daunen sollte das nicht zu oft passieren, also habe ich den Sack einfach wie eine Decke über sie gelegt und nur die Träger oben zugemacht, damit sie nicht drunterrutschen kann. Und so sind wir alle sehr zufrieden.

Das ist unser Winterequipment! Kaum mehr als im Sommer.

Hier nochmals als Liste im Überblick:

– Unterhemden/Bodies aus Wolle oder Wolle/Seide
– Strickpulli oder noch lieber Wollwalktunika, die über den Po reicht (selbst genäht)
– Mokomini, also gefaltete Stoffwindel, mit Haarband
– babylegs
– Wollsocken
– Lammfellschuhe
– Mütze
– Kuscheljacke für draußen (nach Belieben und Temperatur. Nutzen wir erst ab Null Grad)
– Tragetuchjacke oder -poncho, oder Tragetuchcover

– Winteroverall mit Reißverschluß im Schritt (noch nicht vorhanden, aber bestellt)

– Asiatopf mit Asiatopfrandwärmer (noch nicht vorhanden, aber bestellt)
– Lammfell
– Schlafsack

– jede Menge Mullwindeln. Die kann man im Winter hervorragend schnell mit Wasser auswaschen und über der Heizung trocknen. -> super Raumklima

– warme Zimmer! warme Krabbeldecken/Felle! und jede Menge Tragestunden pro Tag 🙂

Aber damit nicht der Eindruck entsteht, bei uns ist alles easy peasy: wir haben echt ganz schön viele feuchte Windeln, immer wieder phasenweise. Meist läuft ein ganzer Tag ziemlich gut, nachdem sie morgens auf dem Bauch robbend oft gar nicht signalisiert hat – oder ich es zumindest nicht als solches verstanden habe – und dann haben wir im 15 Minuten-Takt Pannen. Dann wieder muss sie drei Stunden mal gar nicht, weil sie davon zwei schläft und auch beim Aufwachen nicht gleich muss. Ich habe es aufgegeben, sie beim Aufwachen abzuhalten. Meistens streikt sie dann nämlich. Wenn ich mich darauf verlasse, dass sie sich meldet, dann geht’s besser.

Dann hatten wir jetzt viele Wochen lang grünen, dünnen Stuhl. Sie musste 20x/Tag knöken, immer einen kleinen Kleks. Da dachte ich am Anfang, ich müsste ihr eine Windel anziehen, aber sie hat fast jeden Kleks angemeldet, das hat mich am meisten erstaunt. Dafür ist’s am Pipi dann gescheitert.

Und jetzt hat sie ihr erstes Fieber und da ist auch alles etwas durcheinadner. Sie lässt sich gar nicht gerne abhalten. Wie gesagt, dann geht’s halt in die Mullwindel, die wird gewaschen und gut ist.

Letztlich ist es nur entscheidend, dass sie spürt, dass sie muss. Wo es dann hingeht…

Auf einen weißen windelfreien Winter!

windelfrei gegen das Kratzen im Hals…

Kennt Ihr das auch? Kaum beginnt die Heizperiode, bleiben die Fenster oft zu, die Räume werden trocken, es kratzt im Hals, der Mund ist trocken…

Seit „windelfrei“ kennen wir diese Probleme nicht mehr, denn tagtäglich sorgen wir selber für mehr Raumfeuchte 😉 und das so ganz nebenbei. Wie’s geht?

So 🙂

P1010929

Nun werden die schlauen Füchse unter Euch natürlich sagen: Hey, aber wenn Ihr abhaltet, geht doch nichts in die Windel!
– Wenn’s man nur immer so wäre…..

Ich sehe es einfach nur als weiteren Grund, nicht zu verzweifeln, wenn die Signale vom Kind nicht bei der Mama ankommen 😉 Wenigstens verbessern wir das Raumklima!

Wann anfangen?

Immer wieder stellt sich die Frage:

„Ist es nicht schon zu spät? Mein Kind ist 4 Monate/8 Monate/ 1,5 Jahre alt…“

Die Antwort ist m.E.: Nein, es ist nie „zu spät“.

Ich habe schon alles gesehen: Säuglinge, die vom ersten Tag an windelfrei waren, Babies, die mit 7 Wochen anfingen, Babies, die mit 4 Monaten anfingen und Kinder, bei denen die Mama erst mit 14 Monaten anfing. Der Ablauf ändert sich ein wenig, aber das ist auch alles.

Es gibt die Phase 0-4 Monate, da signalisieren sie sehr deutlich.
4-9 Monate klappt – bei uns – Timing sehr gut.
Ab 10 Monaten kam die Beikost und ich hab jetzt das Hingucken entdeckt.

Das ist bei jedem Mutter-Kind-Team individuell. Aber auf einem der drei Wege – Timing, Intuition, Signale – klappt es immer. Da spielt das Alter überhaupt keine Rolle.

Wickelkinder-Windelfreikinder

Noch ein Gedanke zum Einfach-Hingucken:

Bei einem Wickelkind, das das Abhalten nicht gewohnt ist, würde es wahrscheinlich erstmal nicht funktionieren. Selbst wenn die Mutter sieht, dass das Kind gleich macht, würde die Aktion Hinlaufen-Ausziehen-Abhalten das Kind möglicherweise so stören, dass es sich verspannt und dann nicht mehr macht.

Ein Windelfrei-Kind aber ist das ja gewöhnt. Statt sich zu verspannen, reagieren sie auf ein vertrautes Ritual, einen bekannten Ablauf. Sie reagieren auf eine vertraute Körperhaltung und entspannen sich. Denn das kennen sie ja schon wochen-, schon monatelang.

Natürlich: Simplify!!

Ich glaub, ich habs! Nachdem ich dachte und fürchtete, zitterte und grübelte, wie es jetzt wohl weitergehen würde, da er nicht mehr signalisiert und der Rhythmus raus ist – ich glaube, jetzt weiß ich es! Und es ist wie immer: Simplify. Die Lösung ist so einfach, dass ich schon wieder Lachen musste, als es mir klar wurde, dass ich da nicht sofort drauf gekommen bin…

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Mütter-Teams II

Kurzes Update zu den Mütterteams: Es funktioniert bisher hervorragend! In Alt-Treptow und Prenzlberg gibt es jetzt schon zwei Teams, die sich treffen, in Kreuzberg ebenfalls. „Mein“ Team hat sich jetzt 3 Mal getroffen und langsam merkt man, wie die Kinder sich an die anderen Mütter gewöhnen. Und heute sagte sogar eine Mama, ihre Kleine sei viel entspannter nach den Treffen und eindeutig weniger gelangweilt, wenn sie dann hinterher daheim sind. Eine andere schrieb mir, dass es einfach so toll sei, regelmäßig andere Mütter für länger als einen Pekip-Kurs zu treffen, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen, einfach zu ratschen. Und ich selbst hatte gestern das Glück, dass ich mit meinem um acht Uhr abends noch quietschfidelem Kind nicht alleine spazierengehen musste, sondern dank der Teamliste und der geografischen Nähe auch ganz fix eine andere Mutter hatte, deren Kind genauso schlaflos war und die mit uns ging. Nach etwas mehr als einer Stunde, frischer Luft und einer kleinen Toberei schliefen die beiden Engel tief und fest!

Im Dezember werden wir ein Treffen für alle Teams zum Erfahrungsaustausch machen und für weitere Mütter, die interessiert sind.